Freitag, 30. Juni 2023

Heul doch, Macron !

Ach Gottchen, die "französischen Institutionen" werden "auf inakzeptable Weise" angegriffen, die ihr geheucheltes "Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit" auf jedem beschissenen amtlichen Briefkopf, aber nicht in den Köpfen haben? "Randalierer instrumentalisieren den Tod eines Jugendlichen", den "wir alle" (so Macron mit kühlen Worten) "bedauern"?

Mir kommen gleich die Tränen: warum ist dann die einzige Antwort des französischen post-kolonialen Kasten-Staats auf die berechtigte Wut der Marginalisierten die Heranzüchtung faschistoider und rassistischer Bullen und deren immer martialischere Bewaffnung? (siehe die früher erwähnten ARTE-Dokus: "Au nom du maintien  de l´ordre" usw...) Der Bulle, der grundlos den 17-jährigen "Beurre" (="Gering-Geschätzten", vulgo: Maghrebiner) abgeknallt hat, ist schließlich kein Einzelfall... Warum fällt den regierenden Wirtschafts-Lobbyisten nicht ein, daß ihr Turbo-Kapitalismus mit seiner Umverteilung von unten nach oben das eigentliche Problem ist - bzw. warum geben sie´s nicht zu? Und warum geben sie nicht zu, daß ihre "Globalisierung" und ihr Pseudo-"Refugees Welcome" nur ein Trick ist, um weitere ausbeutbare kapitalistische Reserve-Armeen (und Streik-Brecher gegen die organisierten Arbeiter) zu schaffen, wie die mißlungene "Integration" der post-kolonialen Maghrebiner seit Jahrzehnten zeigt?

Von den macht-, arbeits- und hoffnungslosen jungen Marginalisierten nach einem weiteren an US-Verhältnisse erinnernden rassistischen Mord durch Bullen nun "vernünftigen" Protest zu erwarten, statt "sinnloser entfesselter" Gewalt, ist arrogant und weltfremd: diese Leute haben auf systemtreuem und "legalem" Weg nichts zu erwarten, wie sie aus langer Erfahrung wissen - und selbst kleinbürgerliche Benzin-Preis-Rebellen der "Gelbwesten" und unbotmäßige Umwelt-Aktivisten wurden von den militarisierten Schwadronen der fünften "Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit"-Republik wegen "zivilem Ungehorsam" mit "Gummi"-Geschossen und "Blend"-Granaten zu Kriegs-Invaliden gemacht... Garnicht zu reden von den französischen Knästen, die offenbar SA-Kellern ähneln (siehe: Einzelhaft im toten Winkel - Die ganze Doku | ARTE).

Der Lack-Affe Macron und seine Financiers und Handlanger sind die Pest.
Kapitalismus ist eine heilbare Krankheit: Zeit für eine Impf-Kampagne!

Donnerstag, 29. Juni 2023

Ganz neu: es gibt Anti-Islamismus?!

Eine aktuelle Regierungs-"Studie" zeigt endlich, daß es in Deutschland tatsächlich Anti-Islamismus gibt (na sowas: das hätte ja niemand gedacht!), und zwar nicht nur bei den Rassisten des "NSU", und vielleicht sogar schon vor und unabhängig von den anti-islamischen Regierungs-Kampagnen rund um "9/11"...

Jetzt ist es also amtlich, und man fordert sogleich einen amtlichen "Anti-Islamismus-Beauftragten", ähnlich wie es einen "Anti-Semitismus-Beauftragten" gibt: da braucht wohl (wie bei der "Studie") mal wieder einer einen hoch-dotierten Posten, bei dem er nur ab und zu Pseudo-"Betroffenheits"-Prosa á la Steinmeier fabrizieren muß.

Dabei ist es doch nur logisch, daß die monotheistischen und hegemonialen "Alte-Welt-Religionen" ausgeschissen haben: nicht nur in Deutschland nehmen die Austritte aus den christlichen Kirchen zu, weil man mit den "allein-seligmachenden" Dogmen und Ritualen (und ihren pädophilen Funktionären) nichts mehr anfangen kann, und in Israel sind die orthodoxen Juden mittlerweile eine rechts-radikale (wenn auch Einfluß-reiche und offenbar wachsende) spalterische Minderheit, sondern auch in islamischen Ländern gibt es zunehmend säkulare Bewegungen.

Die missionarische Arroganz des Christentums, die Auserwähltheits-Neurose der Juden und der dem Christentum ebenbürtige alleinige Rechtgläubigkeits-Fanatismus der Moslems sind schon lange nicht mehr zeitgemäß: die Frage ist bloß, warum jüdische Orthodoxie und islamischer Fundamentalismus quasi "geschütztes Kulturerbe" sein sollen? Beide gehören ebenso in die Geschichts-Bücher, und nicht in die gegenwärtige Welt, wie der christliche Fundamentalismus, der sich nur noch (schlimm genug) bei US-Hinterwäldlern und ihren "katholischen" und vor allem "evangelikalen" Missions-Stützpunkten in der 3. Welt am Leben hält.

Der Fundamentalismus aller drei monotheistischen Religionen ist faschistoid und potentiell nationalistisch und rassistisch, da sie zumeist "Staats-Religionen" sind - das Problem ist natürlich, daß ihre Gegner darauf oft ebenso rassistisch reagieren: "Alle Türken, Perser und Araber sind fundamentalistische Islamisten!" (Außer den ost-türkischen Uiguren, die, wie "wir", gegen den chinesischen Staat kämpfen...)

Meinetwegen kann jeder infantil-gläubige Moslem fünf Pausen bei der Arbeit haben, um gen Mekka zu beten (vielleicht weicht das sogar das idiotische kapitalistische Effizienz-Denken auf...), aber ernst nehmen kann ich das arme Schwein weniger, als einen San-Buschmann aus der Kalahari-Wüste, einen sibirischen Schamanen, einen buddhistischen Saddhu in Indien oder einen Amazonas-Indigenen, die allesamt Menschen-freundlicheren Weltbildern anhängen.

"Allah ist groß, Allah ist mächtig:
Ohne Zylinder dreimetersechzig."
Es geht noch besser: Kolumne: Jens Mühling lernt Türkisch: „Şaka“ heißt „Witz“ (tagesspiegel.de), oder: Allah is groß, Allah is mächtig, Allah hot Keesfieß | MUNDMISCHE.DE
Jedenfalls "Alla ma lacham" (Spätlese 498 - Omar Sarsam - Alla ma lacham - YouTube), oder "Jehova, Jehova..." in Monty Python´s "Leben des Brian"...


Sonntag, 25. Juni 2023

Putin durch "Wagner" geschwächt? - Im Gegenteil !

Ich weiß nicht, warum Prigoschins private Söldner-Truppe "Wagner" (und nicht "Meier" oder "Bärbock") heißt und warum sie von der russischen Armee überhaupt finanziert und eingesetzt wird (oder warum die USA im Irak private Söldner-Truppen, wie "Blackwater" usw., eingesetzt haben), und warum Prigoschin ständig gegen den russischen Verteidigungs-Minister rumgemeckert hat, und warum er schließlich seltsame kontra-produktive Manöver seiner Legionäre befohlen haben soll... dieser ganze militaristische Scheiß kann vernünftigen Menschen am Arsch vorbei gehen.

Jedenfalls handelt es sich wohl kaum um einen "Putsch-Versuch", der die "Schwäche von Putins Regime" beweist, wie es westliche Medien und "Experten" sehen wollen: nach 24 Stunden hat die russische Regierung die Sache im Griff und der dubiose Prigoschin beantragt Asyl bei seinem Freund in Weiß-Rußland - das war´s: kein westlich geunkter "Image-Verlust" für Putin, sondern eher ein heimatlicher Image-Gewinn - Armee und Bevölkerung stehen offenbar hinter Putin, auch wenn´s der Westen nicht kapieren will bzw. propagandistisch leugnet und zum Beweis ein oder zwei plakative Kurz-Interviews mit dem Moskauer Putin-kritischen "zufälligen Mann auf der Straße" in die "Nachrichten" einstreut (ich meine natürlich Männ*In).

Es gibt auch keinen Anhaltspunkt für westlich vermutete "Verschärfung der Putin-Diktatur", sondern nur für russisches "business as usual", was auch immer man davon halten mag: empfehlenswert wäre dazu jedenfalls eine gelassene Einstellung, wie sie immer wieder Lafontaine zeigt (z.B. hier: Oskar Lafontaine: „Das ist für mich alles hohles Geschwätz!“ - (neulandrebellen.de).

Putin gehört, wie jeder selbstgerechte "Staats-Chef", vielleicht vor den (oder einen seinerseits weniger selbstgerechten) "Internationalen Gerichtshof", aber erst nachdem dieser sämtliche noch lebenden US-Präsidenten und diverse NATO-Staats-Chefs (jeweils samt einiger ihrer Minister) wegen völkerrechts-widrigen Angriffs-Kriegen und Kriegs-Verbrechen verurteilt hat, ganz zu schweigen von allen möglichen Öl-Scheich-Diktaturen, Militär-Juntas, Putsch-Regierungen und kleptokratischen 3.-Welt- Oligarchen (nicht zu vergessen Selenski und seine Vorgänger seit 2014) - kurz: so ziemlich alle Regierungen der Welt und deren kapital-kräftige Hintermänner und Sponsoren, die mit uns ihr gewohntes Schindluder treiben.
"Alles andere ist Krampf
Im Klassenkampf!" (F.-J. Degenhardt)

P.S. Das vonder EU-Leychen und das versteinerte EU-Borellchen labern von "Rissen im Putin-Regime" und einem "umso gefährlicheren `schwachen´ Putin" und fordern deshalb "verdoppelte" militärische und finanzielle Unterstützung der Ukros - solche pathetische Floskeln werden als "Nachrichten" zitiert, während die pragmatischeren US-Strategen den NATO-Beitritt der desolaten Ukraine längst auf den Sankt-Nimmerleins-Tag verschoben haben und offenbar krampfhaft nach Möglichkeiten suchen, aus diesem teuren Abenteuer ohne Gesichts-Verlust wieder heraus zu kommen ...

Donnerstag, 22. Juni 2023

"Im Ukraine-Krieg bahnt sich ein Ergebnis an" - nämlich die Erkenntnis, daß Waffenlieferungen sinnlos sind

Florian Harms, Chef-Redakteur von "t-online" und kein "Putin-Versteher", gibt aus Versehen zu, daß westliche Waffenlieferungen an die Ukraine sinnlos sind (Ukrainische Sommer-Offensive: Im Ukraine-Krieg bahnt sich ein Ergebnis an (t-online.de), 22.6.): 

"Die ukrainische "Sommeroffensive" schreitet fort: Das Wort ist voller Täuschungen. (...) in der forschen Offensive schwingt auf einmal eine neue Bedeutung mit. Politiker und Militärs in Europa werden nicht müde zu betonen, dass der große ukrainische Gegenschlag lange dauern und verlustreich verlaufen werde. (...)  Trotzdem sind die ukrainischen Truppen noch weit davon entfernt, die schwer befestigte russische Hauptverteidigungslinie überhaupt zu erreichen. Das Gemetzel spielt sich an den vorgeschobenen Stellungen der Russen ab. (...)  Tatsächlich sind die westlichen Panzer, wie jedes andere Ausrüstungsstück auch, kein Wundermittel auf dem Schlachtfeld. (...) Neue Waffensysteme für die Ukraine sind zwar notwendig, aber kein Allheilmittel. Wer überhöhte Hoffnungen in die Leoparden, Bradleys und so weiter gesetzt hat, für den ist es höchste Zeit, wieder herunterzukommen. (...) Über Wunderkräfte verfügen auch die amerikanischen F-16-Jets nicht, die Kiew in absehbarer Zeit erhalten wird. (...)  Hoffnungen auf eine baldige Entscheidung auf dem Schlachtfeld sind deshalb unrealistisch. So bitter es ist: Europa steht vermutlich noch ein jahrelanger Krieg mit vielen Opfern bevor. Wir müssen damit rechnen, dass am Ende ein erstarrter Konflikt zurückbleibt – und die Entscheidung nicht im Kampf, sondern am Verhandlungstisch fällt." (Hervorheb. orig.)

Die letzten Sätze sind natürlich purer widerwärtiger Zynismus: schon den Ausdruck, daß "so bitter es ist (..) am Ende (...) die Entscheidung nicht im Kampf, sondern am Verhandlungstisch fällt", kann nur ein Schreibtisch-Täter so mittelalterlich "rational" formulieren... Nach Harms´ wohl richtiger Meinung nützen westliche Panzer und Kampf-Flugzeuge der Ukraine letztlich nichts, aber sie müssen, damit der Westen nicht sein Gesicht verliert, noch "jahrelang" trotzig geliefert und verheizt werden, während die Ukraine Stück für Stück zerstört wird und weitere zigtausende Soldaten sterben, bis die Ukros und ihre westlichen Kriegs-Treiber auf verbrannter und entvölkerter Erde Verhandlungen in einem "erstarrten Konflikt" akzeptieren - das heißt ohne ihre derzeit ultimativ geforderten utopischen Voraussetzungen (völliger Rückzug der Russen hinter die Grenzen der post-sowjetischen Ukraine plus Regime-Change in Rußland...): mit andern Worten, man kann genausogut den "Konflikt" auf dem jetzigen Stand der russischen Positionen "erstarren" und sofort Verhandlungen beginnen, um die sinnlose Menschen- und Material-Opferei zu beenden (und ebenso die Belastung der westlichen Steuer-Zahler durch die Un-Milliarden-schwere "Unterstützung" der Ukraine, bzw im Endeffekt der westlichen Rüstungs-Konzerne...).

Die ultra-nationalistischen Ukros und ihre rechts-radikalen Milizen haben´s nunmal versiebt, daß ihr korrupter Oligarchen-Staat mit seinem Nazi-Erbe weiterhin in den Grenzen der alten Sowjet-Republik bestehen kann, ganz abgesehen von der russischen Krim, die sowieso erst 1954 verwaltungs-technisch (und damals belanglos) vom "Ukrainer" Chruschtschow der ukrainischen Sowjet-Republik zugeschlagen wurde.

Genauso, wie z.B. endlich der riesige zentralistische Vielvölker-Staat Brasilien aufgelöst werden müßte, also zumindest das Amazonasgebiet in eine autonome dezentralistische Region unter indigener Kontrolle mit UN-Schutz umgewandelt gehört... "Staats-Grenzen" sind ein historischer (meist imperialistischer und post-kolonialer) Menschen-gemachter Zufall und könnten jederzeit genausogut nach Vernunfts-Gründen verändert werden, wie sie schließlich auch immer noch aus imperialistischen Gründen verändert werden (siehe Kosovo, Israel, West-Sahara, Kuwait, Indonesien, Sudan, Äthiopien, Moldawien/Transnistrien, Armenien/Aserbaidschan, Georgien...).

Die Teilung der "Ukraine" in ein ex-litauisch-polnisch-habsburgisches (und leider auch ex-nazistisches) "Galizien" und eine sprachlich und kulturell russische Ost- und Süd-Ukraine wäre genauso vernünftig, wie die ethnische Teilung der afrikanischen Staaten, deren nach wie vor von der Berliner "Kongo-Konferenz" 1884 festgelegte koloniale Grenzen nur allerorten zu Bürgerkriegen führen (selbst die Separation des Süd-Sudan war offenbar noch nicht kleinteilig genug...).

...wobei die "galizische" West-Ukraine dann wohl der rechts-radikalste Staat Europas und noch weniger "EU-tauglich", als Polen, Ungarn, der Kosovo oder die Türkei wäre.


Montag, 19. Juni 2023

Liebe "Pro-Russen" und "Putin-Versteher": gemach !

Wenn man, wie angeblich sogar Putins just verstorbener reaktionär-polternder Männer-Freund Berlusconi, der Meinung ist, es wäre nicht zum Ukraine-Krieg gekommen, wenn Selenski Beschuß und Bombardierung der autonomistischen Donbass-Republiken beendet hätte, muß man nicht automatisch zum Leugner des menschen-gemachten Klima-Wandels werden, zum Verharmloser von CO² und von strahlendem Atom-Müll - bloß weil Rußland (wie Frankreich und die wahren Finnen) weiter auf Atomkraft setzt: man macht sich und seine Position zum Ukraine-Krieg damit nur lächerlich und von falscher Seite angreifbar.

Wenn man findet, das Ukro-Regime solle jetzt verhandeln, um diesen vor allem für die Ukraine selbst sinnlos verlustreichen und verheerenden Krieg zu beenden, und nicht erst später aus einer vermutlich unerreichbar utopischen "Position der Stärke" (worin sie vom Westen bestärkt wird), nämlich wenn Rußland sich aus der Ukraine zurück gezogen haben und den Donbass (und sogar die Krim, wie die Ukro-"Militär-Doktrin" verlangt) aufgegeben haben soll (oder sogar erst, wenn Putin nicht mehr in Rußland regiert, wie Selenski im Eifer des Gefechts öfters schwadroniert, obwohl Putin solange Verhandlungs-Angebote gemacht hat, bis er genervt aufgegeben hat...) - wenn man findet, daß die Ukros das "territoriale Hoheits-Recht" auf die Krim und den Donbass verspielt haben, muß man noch lange nicht automatisch homophober werden, als es selbst die altmodischen Russen sind: man kann das allgemeine Gender-Getue albern und übertrieben finden, aber man muß nicht gleich alle Nicht-Heteros als "krank" bezeichnen, wie es manche angebliche "Anti-Faschisten" tun - bloß weil die Russen (und die Ungarn) Homo-Aufklärung aus der Öffentlichkeit und aus Schulen verbannen: man macht sich... (siehe oben)

Selbst Thomas Röper ("Anti-Spiegel"), der, wie so manche Ukraine-Wahrheits-Kämpfer, beiden Über-Reaktionen zuneigt, betont immer wieder, daß Homosexuelle in Rußland ganz normal und unbehelligt leben, solange sie keine "Werbung" dafür machen: warum also russischer als die Russen werden?

Ein ernst-nehmbarer kritischer Blick auf den Ukraine-Krieg wird umso wichtiger, je mehr man im Westen in Polit-Kreisen und Talkshows ungerührt davon redet, daß es ein langer und grausamer Krieg werden wird, der die westliche Rüstungs-Industrie zwecks Waffen-Lieferungen an den Rand ihrer Produktions-Kapazitäten und größten Profit-Hoffnungen bringen wird, wie NATO-Ober-Kriegs-Posaunist Stoltenberg grade wieder beschworen hat, assistiert von den korrupten Sofa-Militär-"Experten" Scholz und Vonderleychen, nicht zu reden von Ostfront-Propagandistin B-Bock, für die die Ukraine nach mehreren "360°-Wenden" wohl "100.000e Kilometer" entfernt ist, obwohl sie angeblich per Regierungs-Business-Class-Jet schon selbst dort war...

Krieg ist immer scheiße, aber trotz allem ist das, was in der Ukraine jenseits der Greuel-Propaganda vermutlich wirklich passiert, "weniger schlimm" als alles, was in den NATO-Kriegen von Jugoslawien über Afghanistan, Irak und Libyen bis Syrien und Jemen passiert ist und noch passiert - weil die Russen im Prinzip die Ukrainer als "Bruder-Volk" oder sogar als "Russen" betrachten und offenbar möglichst nur die militärische Infra-Struktur angreifen, während die NATO in post-kolonialer Manier ohne Rücksicht auf zivile "Kollateral-Schäden" gegen "rückständige" und "böse" Staaten und ihre Bevölkerungen vorging, wie man es auch aus dem Krieg zur Befreiung von Nazi-Deutschland gewohnt war.

Die betretenen Mienen der "Butscha"-Touristen Vonderleychen und Knalltüte Borrell z.B. (falls sie wirklich vorort waren, und nicht nur per "Fotoshop"...) hätten mal besser der mangelnden bzw. sabotierten Aufklärung des propagandistisch ausgeschlachteten berühmten "Massakers von Butscha" gegolten, dessen Urheber nach wie vor nicht feststehen, außer in NATO-Sonntags-Reden... Aber deshalb muß man nicht gleich... (siehe oben)

Sonntag, 18. Juni 2023

Thomas Fischer über einseitige Ukraine-Gloria in den Medien

Der bekannte Querulant Thomas Fischer, Ex-BGH-Richter, des "Querdenkertums" völlig unverdächtig, zieht in seiner grimmig unterkühlten logischen Art über voreingenommene, gleichgeschaltete und unsachliche Ukraine-Berichterstattung her: Medienkritik: Experten der Betroffenheit - Kolumne - DER SPIEGEL.

Bezeichnend ist sein einleitendes Beispiel, daß ein ukrainischer Künstler nicht neben einer (sogar Rußland-kritischen) Exil-Russin mit einem deutschen Preis ausgezeichnet werden will, weil er neben sich garnichts "russisches" mehr ertragen kann, dieser hypochondrische Neo-National-Fanatiker... Solche traumatisierende Schmach konnten ihm auch nur die unsensiblen Deutschen antun, wie die "FAZ" im Nachhinein bedauert: Ukrainer als Staffage: Was deutsche Friedensstifter nicht kapieren (faz.net) - Nagut, ich würde die nach einem alten Nazi benannte H.-M.-Schleyer-Halle in Stuttgart auch dann nicht betreten, wenn dort meine Lieblings-Gruppe auftreten würde: bereits die Musiker sollten den Ort boykottieren, wenn sie meine Lieblings-Gruppe sein wollen!

Aber solche larmoyante "Liliput"-Arroganz, wie die des Ukro-Nationalisten, ist einfach nur zum Kotzen - im ersten Weltkrieg haben deutsches und französisches Kanonen-Futter in gegenüber liegenden Schützen-Graben wenigstens noch über das Minenfeld hinweg singend gemeinsam Weihnachten gefeiert: nichtmal dazu wäre offenbar der Ausreise-privilegierte Ukro-Künstler in der Lage - man hätte ihm den Osnabrücker Preis (der zudem nach dem Anti-Militaristen und Pazifisten Remarque benannt ist) verweigern sollen, statt ihn quasi um Vergebung für die beigestellte Russin zu bitten... Im Osten nichts Neues: pathetische und pathologische Hysterie á la Selenski (2023) bzw. Chaplin (1940).

Das erinnert an den faschistoiden Krawall-Bruder und ex-ukrainischen Botschafter in Berlin, den unsäglichen Pöbler Melnik, der es ablehnte, zwischen "guten und bösen Russen" zu unterscheiden, weil "alle Russen der Feind" seien... (Ruhm auch diesem typischen Helden der Ukraine!)

Und das, wo ansonsten einhellig vom tapferen Kampf der korrupten, oligarchischen und rechts-nationalistischen Ukraine für "Freiheit" und "westliche Werte" schwadroniert wird: "unsere (westliche) Freiheit" wurde mal am Hindukusch (wie auch einst in Vietnam usw. usw.), und jetzt eben am Dnjepr (oder im lokalen Dialekt "Dnipro") "verteidigt"... Das Gerede von "Gut" und "Böse" wird langsam langweilig, und die "tragi(komi)schen" Ukros ebenso, sofern sie noch nicht den sinnlosen Helden-Tod gestorben sind und im Himmel von Jungfrauen verwöhnt werden.
Banderahu akbar!

Freitag, 16. Juni 2023

Wagenknecht-Krampf: die "Linke" macht sich überflüssig

Die wechselnden (und wie bei den ex-"Grünen") gesichts- und geschichtslosen "Realo"-Vorstände der "Linken" betrachten es offenbar als ihre vornehmste Aufgabe, den ex-"grünen" Weg der Anbiederung an die "Mitte", also an den "Regierungs-fähigen" (= realo) Mainstream zu gehen, und wundern sich über ihren absteigenden Ast...

Denn wer braucht weitere ex-"Grüne" oder eine neue "FDP"? Eine Partei, die die Gallions-Figuren ihres sozial(istisch)en und anti-militaristischen Alleinstellungs-Merkmals, also in erster Linie Wagenknecht und Lafontaine, ausbremst und ausgrenzt, versinkt in Bedeutungslosigkeit: die "Linke" hat auf dem Weg der politischen Verbürgerlichung ihr Klientel, nämlich das vernachlässigte Volk, an die "AfD" verloren - es ist also, im Gegensatz zur verklumpten "US-Demokratie mit zwei rechten Fraktionen", möglich, das alte 3+"Grün"-Kader-System in Deutschland aufzubrechen, wie die "AfD" beweist und die "Linke" versäumt hat...

Auf der "linken" Seite haben einzig Wagenknecht und Lafontaine noch eine nennenswerte Klientel, wenn auch eher unter "Intellektuellen", als unter dem "vernachlässigten Volk", das wie die Lämmer schweigt und volkt. Vorsichtshalber macht also z.B. schon mal der "Spiegel" Stimmung gegen eine eventuelle Wagenknecht-Partei: sie sei ökonomisch "linksradikal" (die Forderung nach Verteilungs-Gerechtigkeit also quasi unter Terrorismus-Verdacht nach § 129a) und gesellschafts-politisch auf "AfD"-Niveau: Flüchtlings-Krise, Klima-Wandel, Gender-Problem... Also link-rechte "Querfront" von "Querdenkern", die nach Befürchtungen (oder doch eher Spaltungs-Hoffnungen?) des "Spiegel" sowohl die halbe "Linke", als auch die halbe "AfD" vereinnahmen könnte: schön wär´s.

Denn Wagenknecht sagt zu recht, daß unbegrenzte "humanitäre" Flüchtlings-Aufnahme nichts an den global-kapitalistischen Flucht-Ursachen (nämlich an post-kolonialer Ausbeutung, Ungerechtigkeit und Klima-Folgen) ändert, daß Bürger-belastende Öko-Sofort-Maßnahmen nichts am industriell (also vom kapitalistischen System) verursachten Klima-Wandel ändern, daß die modische Gender-Diskussion nur eine "spätrömisch dekadente" (Westerwelle) Ablenkung von den eben genannten wahren Problemen ist, und daß Kritik (z.B. an der westlichen Russophobie) nicht dadurch falsch wird, weil sie auch die "AfD" äußert - das geht dem Mainstream natürlich zu weit und tief und muß zukünftigen Generationen zur Beurteilung überlassen werden (wenn auch noch nicht der aktuellen angeblich "letzten Generation", denn der Kapitalismus hält sich, wie das späte Rom, fälschlicherweise für ein ewiges Stehauf-Männchen, könnte aber leider tatsächlich wenigstens mittelfristig noch halb-dement überleben...).

Dabei ist Wagenknecht noch nichtmal besonders "radikal", sondern gradezu bemüht harmlos: selbst bei "provokanten" Buchtiteln, wie "Freiheit statt Kapitalismus" (2011, ²2013).