2 Jahre nach dem Tod des russischen Häftlings Nawalni* haben der deutsche Außen-Minister Wadepfuhl und seine Kollegen aus England, Schweden und Holland "analysiert", daß "Putins Schergen" den Kerl "mit dem Hautdrüsen-Sekret eines ecuadorianischen Pfeilgift-Frosches vergiftet" haben: man wisse "jetzt" (?), daß die "sterblichen Überreste" das entsprechende "Nervengift Epibaditin enthalten" habe - wann, wo und wie eine "Analyse" dieser "Überreste" stattgefunden haben soll, konnten die Minister allerdings nicht mitteilen... Hatte sich etwa Witwe Nawalnaja eine Scheibe davon abgeschnitten und per Kühl-Tasche ins Exil mitgebracht, die infolge der Klima-Erwärmung nach 2 Jahren endlich aufgetaut ist?
Jedenfalls hätten "die russischen Behörden die Möglichkeit, das Motiv und die Mittel" gehabt - das Frosch-Zeug sei ja mittlerweile auch im Labor herstellbar, und "seine Verpflichtungen nach dem Chemiewaffen-Übereinkommen seien Putin völlig egal", so der "empörte" Wadepfuhl: das ist ja wohl Beweis genug!
Da sieht man mal wieder, wie blöd der russische Geheimdienst ist: statt ein klassisches nicht-nachweisbares Gift (oder eine andere "saubere" Mord-Methode oder einen inszenierten Selbstmord) nimmt er ein völlig exotisches (importiert oder eigens hergestellt), das angeblich nach 2 Jahren noch nachweisbar ist... Aber die warn ja auch schon 2020** so blöd, den selben Nawalni angeblich während einer Flugreise mit dem höchst tödlichen*** "Novitschok" zu "vergiften", dann, bevor er abkratzen konnte, notzulanden und ihn in ein russisches Krankenhaus in Omsk zu bringen, von wo er die Ausreise-Erlaubnis in die Berliner Charité erhielt, die das "Novitschok"-Gerücht erfand...
Apropos "Novitschok": angeblich sollen russische Nieten auch 2018**** den längst unbedeutenden russischen Ex-Doppel-Agenten Skripal samt seiner Tochter in England mit diesem obskuren Zeug "vergiftet" haben - dummerweise an der frischen Luft, sodaß beide natürlich "gerettet" und aus der Öffentlichkeit entfernt werden konnten... Außerdem kam bei der Gelegenheit raus, daß quasi jedes europäische Militär-Labor "Novitschok" auf Lager hat (natürlich auch die britischen, z.B. das in Porton Down*****, 11 km vom Skripal-Tatort Salisbury entfernt...).
Man kann nur hoffen, daß Witwe Nawalnaja bei der Proben-Entnahme kurz die Vollständigkeit der "sterblichen Überreste" überprüft hat: man weiß ja schließlich, daß die asiatischen Autokraten und die afrikanischen Despoten perfider-weise auch noch die Organe ihrer Opfer verkaufen, wenn sie sie nicht gar selber auffressen, wie der schillernde Bokassa und seine heimlichen Nachahmer (man muß ja bloß mal schaudernd in die eiskalten Augen eines Putin und eines Xi schauen: das ist ja wohl schlimmer, als der päderastische Vergewaltiger-Zirkel der westlichen Millionäre, Politiker, Adligen und Kleriker).
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* siehe meine Einträge von Februar 2024 ff.
** siehe meine Einträge von September 2020 ff.
*** "Novitschok" (als Pulver oder Flüssigkeit) ist angeblich dermaßen tödlich, daß bisher bei jedem "Einsatz" auch zufällig Anwesende erkrankten oder sogar starben (s. Wikipedia) - nicht so aber in Nawalnis Flugzeug...
**** siehe meine Einträge von März 2018 ff.
***** Nervengift im Fall Skripal: Kein Beweis für russischen Ursprung | taz.de (4.4.2018)