Zunächst sah es ja so aus, als werde die pro-westliche "PAS"-Partei von Präsidentin Sandu nicht die absolute Mehrheit erreichen (in letzten Umfragen lag sie sogar nur bei 33%, nach "vorläufigem Ergebnis" bei 44%), aber dann geschah das "Wunder" doch... Nachträglich meldete die moldawische Wahl-Kommission, daß Wahl-entscheidend über 270.000 "pro-westliche" Stimmen von Auslands-Moldawiern in Westeuropa waren: diesen hatte die Kommission Massen von Wahl-Scheinen zukommen lassen, während für die vermutlich "pro-russischen" Wahlberechtigten in Transnistrien und im russischen Exil viel zu wenig Wahl-Scheine verschickt und viel zu wenige Wahl-Lokale eingerichtet wurden, sodaß von den 300.000 Transnistriern mit moldawischem Paß nur 12.000 Stimmen eingingen, und von den über 300.000 Moldawiern im russischen Exil (bei 10.000 verschickten Wahl-Scheinen) sogar nur 4.200...
Mit ähnlichen Tricks hatte Sandu 2024 die Präsidentschafts-Wahl gewonnen, nachdem sie 2023 die Kommunal-Wahlen verloren hatte, obwohl sie kurz zuvor tausende "pro-russische" Oppositionelle von den Wahl-Listen hatte streichen lassen...
Überhaupt ist die moldawische "Demokratie" ein Witz, seit wegen grassierender Armut und Korruption ein Drittel der Bevölkerung das Land verlassen hat - vgl. Ukraine: in beiden Ländern nahm wegen der anti-russischen Politik und dem Abbruch des traditionellen Handels mit Rußland die Armut zu, in der Ukraine kommt dazu die Flucht vor der "Wehrpflicht"...
Der "Westen" bietet diesen Ländern nur "Struktur-Anpassungs"-Kredite (= Verschuldungs- und Sozial-Abbau-Falle) und eine vage "Dritte-Welt"-Zukunft als verlängerte Billig-Lohn-Werkbank der globalen Konzerne - ganz nach dem Motto des bekannten US-"Geo-Strategen" und "Architekten des Kalten Kriegs" G. Kennan von 1948): "Wir besitzen etwa 50% des Reichtums dieser Welt, stellen aber nur 6,3% ihrer Bevölkerung.(...) Unsere eigentliche Aufgabe in der nächsten Zeit besteht darin, (...) diese Wohlstands-Unterschiede ohne ernsthafte Abstriche an unserer nationalen Sicherheit beizubehalten. (...) Wir dürfen uns nicht vormachen, daß wir uns heute den Luxus von Altruismus und Welt-Beglückung leisten können. (...) Wir sollten aufhören, von vagen - und für den Fernen Osten - unerreichbaren Zielen wie Menschen-Rechten, Anhebung von Lebens-Standards und Demokratisierung zu reden. Der Tag ist nicht mehr fern, an dem unser Handeln von nüchternem Machtdenken geleitet sein muß. Je weniger wir dann von idealistischen Parolen behindert werden, desto besser."*
Und dieser Tag ist offenbar mit der Auflösung der Sowjetunion und des Warschauer Pakts gekommen und hält bis heute und auf unabsehbare Zeit an.
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* zit. n. H. Ritz: "Die Rückkehr der Geopolitik" in: "Blätter f. dt. u. internat. Politik" 3/2013, S. 78
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