Samstag, 25. Oktober 2025

Ein typischer Ex-"Linker" ist für die "Wehrpflicht"

Der 76-jährige ex-"Welt"-Redakteur und "Zeit"-Autor Alan Posener, britisch-deutscher Sohn des brillanten deutsch-jüdischen Architektur-Historikers Julius Posener, Anfang der 1970er-Jahre im "Wehrdienst"-befreiten West-Berlin maoistischer Kader der "KPD-AO" (vgl. Trittin & Co.), tritt nun für die "Wehrpflicht" (auch für seine Enkel*) ein (Wehrdienst: Am Ende stiftet das noch Einheit - Posener in der "Zeit") - einerseits Staats-Propaganda-treu "wegen Putin", andererseits wegen seiner Kindheit in Malaysia, "wo Großbritannien einen erfolgreichen Krieg gegen kommunistische Guerillas führte" und ihn begeisterte, sowie wegen jüdischer Verwandter, die patriotisch Pflicht-bewußt an den israelischen Kriegen teilnahmen (und angeblich trotzdem für Frieden waren), während er gleichzeitig seine "kurze" Hippie-Phase hatte und bequem Lennon´s "Imagine" lauschte, was ihm im Nachhinein ein schlechtes Gewissen zu verursachen scheint, das seine Enkel jetzt ausbaden sollen - aber immerhin mit der "Kommiß"-Idylle, daß das Militär (zumindest laut seinen israelischen Vettern) die große Klassen-übergreifende "nationale" Solidarität befördere (der muskulöse Prolet trägt angeblich hilfsbereit den Tornister des bleichen Intellektuellen, statt ihn zu verachten?), obwohl er "großgeworden" sei mit Brandts Parole "Nicht das Militär, sondern die Schule ist die Schule der Nation".

Ähnlich widersprüchlich und wirr ist sein ganzes Leben als verirrter Ex-"Linker": er schrieb Biographien von Lennon, Shakespeare, Presley, der "Muttergottes" Maria und von John F. und Jaqueline Kennedy, er schrieb gegen Ratzinger als "Papst Benedikt" genauso an, wie Stammtisch-mäßig gegen die Umbenennung der Berliner Kochstr. vor dem "Springer"-Hochhaus in Rudi-Dutschke-Str. (weil Dutschke ein "Anti-Kapitalist" und "Anti-Liberaler" gewesen sei), er ereiferte sich gegen den "Bild"-Chef Diekmann genauso, wie für den ukrainischen "Euro-Maidan"-Putsch...

Posener jr. profitiert natürlich vom Namen seines zu recht berühmten Vaters, aber tausende solcher Nieten (vor allem solche, die ihre "Jugend-Sünden" bereuen) werden gern in den Mainstream-Medien als "Experten" oder "Influencer" veröffentlicht, nach dem Motto: "Wer mit 20 Jahren nicht Sozialist war, der hat kein Herz, wer es mit 40 Jahren noch ist, hat kein Hirn." - ob das nun von Burke oder Clemenceau, von Shaw oder Churchill oder sonstwem stammt: es ist die spät-bürgerliche Resignation der menschlichen Vernunft vor der Gewalt der "Ökonomie" und vor der Logik des Krieges, sowie letzten Endes vor der "Digitalisierung" und der sogenannten "Künstlichen Intelligenz" - also Spenglers "Untergang des Abendlandes" durch den seit 35 Jahren staatlich propagierten "Tod der humanistischen Utopien", die in Europa von den Bauern-Kriegen bis zur Revolution von 1918 immer blutig nieder geschlagen wurden, und die 1989 von "Wir sind das Volk!" mit zeit-gemäßerer Schöne-Neue-Welt-Gewalt in "Wir sind ein Volk!" und schließlich in "Wir sind, was volkt!" um-doktriniert wurde.
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* vgl. dagegen das Vonderleychen & Co.

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