Mittwoch, 29. Oktober 2025

Journalisten machen sich mithilfe von "KI" selbst überflüssig

Am 22.10. veröffentlichte der "Spiegel"-Redakteur S. Reiber "seinen" Artikel über die Entlassung der DB-Güterverkehrs-Chefin auf "Spiegel-onlein", den er offenbar von einer "KI" hatte schreiben lassen - er vergaß, das nette Angebot der "KI" am Ende zu löschen: "Wenn du magst, passe ich Ton und Detail-Tiefe (z,B. nüchterner Nachrichtenstil vs. magaziniger), oder...[usw.]"

Der "Spiegel" löschte die Zeilen mit der Erklärung, das sei der "Hinweis eines KI-Tools" gewesen, "das wir gelegentlich zur Überprüfung unserer eigenen Texte einsetzen" und sei "entgegen unseren Standards" leider mit veröffentlicht worden, "bevor [der Artikel] gründlich von einem Menschen gegengelesen wurde".

Nun, da hat der 1997 geborene "Autor" wohl schon in der "Journalisten"-Ausbildung seine seit der Grundschule geübten "copy/paste"-Fähigkeiten eingesetzt und erleichtert sich jetzt die Arbeit in gleicher Weise - beim begleitenden "Aperol" klickt er dann offenbar manchmal zu früh auf "paste"...

Ein anderer "Autor" hatte vor einiger Zeit mal eine belanglose 4-Zeilen-"Meldung" veröffentlicht und "ehrlicherweise" darunter geschrieben: "Dieser Text wurde mithilfe einer KI erstellt": können die "Qualitäts-Journalisten" nicht mal mehr zwei Sätze eigenständig formulieren, geschweige denn ein paar mehr Sätze über die simple Entlassung einer Bahn-Managerin?

Daß die "KI" in Zukunft solche "Experten" gnadenlos arbeitslos machen wird, ist nicht das Schlimme, sondern daß man davon ausgehen muß, daß immer mehr "Nachrichten" in Zukunft von un-menschlicher und Erfahrungs-, Gefühl-und Empathie-loser "KI" stammen werden...

"Don´t let the past remind us of what we are not now!" (Crosby, Stills &Nash: "Suite: Judy blue eyes", 1969)

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