Meine Zahlen im vorherigen Eintrag waren spontan und gedankenlos pauschalisiert - und zwar untertrieben:
Nicht "über 50.000", sondern 67.000 Gaza-Zivilisten wurden als Rache für nicht "2000" Israelis (sondern für "nur" 1.200 getötete Israelis und 450 entführte und inzwischen zu einem großen Teil ausgetauschte) erschossen oder tot-gebombt (sowie 170.000 verletzt).
Hinzu kommt der zionistische Terror im West-Jordan, wo allein seit dem 7.10.2023 mindestens 1.000 Palästinenser getötet, 9.000 verletzt und 40.000 durch Siedler und Armee vertrieben und ihre Häuser zerstört worden sind - auch das Teil des immerhin von der UNO so benannten Völkermords, der ja unverändert weiter geht, auch ungeachtet der begonnenen Verhandlungen im illustren ägyptischen Badeort Scharm-el-Scheik (warum nicht gleich in Trump´s luxuriösem Golf-Resort in Florida? - Man sollte diese Nadelstreifen-Verbrecher in Gaza-Stadt tagen lassen!). Zu diesem Völkermord gehört auch die Unbewohnbar-Machung Gazas durch Luft-Bombardierung und Boden-Offensive, sowie die Sperrung für humanitäre Hilfe, Nahrungs-Lieferung und unabhängige Bericht-Erstatter (samt Beschuß von medizinischen Not-Helfern, Presse-Vertretern und Wartenden an Nahrungs-Verteil-Stellen, wie allgemein bekannt ist).
Natürlich war auch der "Hamas"-Angriff vom 7.10. auf israelische Zivilisten ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, und angesichts der US-gestützten israelischen Überlegenheit außerdem so dumm, wie das Geschrei des Ritters mit den bereits abgehackten Beinen und Armen, sein feiger Gegner solle gefälligst dableiben und weiter kämpfen... (in Monty Python´s "Ritter der Kokosnuß")
Und natürlich lassen sich die 1.200 israelischen Opfer nicht gegen die hunderttausende getöteter Palästinenser während der zionistischen Landnahme seit über 100 Jahren und vermehrt seit der Gründung Israels 1948 und erst recht seit der Besatzung von 1967, sowie gegen die Millionen vor allem nach Jordanien und in den Libanon Vertriebenen, aufrechnen... Aber man muß sich nicht wundern, daß die Palästinenser spätestens seit dem gescheiterten "Teilungs-Plan" der UNO von 1947 genauso ein "nationales Trauma" haben, wie viele schwarz-afrikanische Völker nach der Erfahrung von Kolonial-Ausbeutung und Sklaverei - "Terroristen" sind immer die andern (siehe z.B. den deutschen Völkermord an den Herero und Nama in Namibia 1904, oder den "Mau-Mau"-Aufstand der 1950er-Jahre in Kenia gegen die britische Kolonial-Herrschaft, der blutig nieder geschlagen wurde: "Selbst-Verteidigung" des Empire, wie derzeit Israel gegen Gaza... siehe meinen Eintrag vom 23.9.).
Wenn die heutige israelische Armee trotz ihres Terrors in Gaza und West-Jordan im Gegensatz zur "Hamas" keine erklärte "Terror-Organisation" ist, waren es zumindest ihre radikal-zionistischen para-militärischen Vorläufer "Irgun", "Lechi" und "Hagana", die spätestens gegen Ende der britischen Mandats-Zeit (1922-48) sowohl die "Zion"-zögerlichen Briten, als auch Palästinenser guerilla-mäßig angriffen - ähnlich wie die amerikanischen "Neu-Engländer" sowohl für ihre Unabhängigkeit von der britischen Kolonial-Macht, als auch für die Vertreibung bzw. Ausrottung der Ur-Einwohner kämpften: daher vielleicht die "Geistes-Verwandtschaft"?
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