Dienstag, 14. Oktober 2025

Sado-Arbeitslosen-Bestrafung und Maso-"Queer"-Kultur

Eine Leserbrief-Auswahl des "Focus" (natürlich mal wieder der! - vgl. meinen Eintrag vom 8.10.) zeigt, daß die Mehrheit von zumindest dessen Lesern die geplanten "Sanktions"-Verschärfungen für Bürgergeld-Empfänger für zu "schlapp" und für eine "Einladung in die Hängematte" halten: wer nicht "arbeitet", soll auch nicht essen - und das bei einer winzig kleinen Minderheit von "Total-Verweigerern", und bei gleichzeitigen Massen-Entlassungen bei Groß-Unternehmen und deren Zulieferern, sowie Betriebs-Insolvenzen in Rekord-Höhe: die Jammer-Lappen, die seit Jahrzehnten brav auf Kaufkraft-erhaltende (geschweige denn -erhöhende) Lohn-Erhöhungen verzichten, während "Produktivität", Profite und Aktien-Kurse steigen, die exklusive Millionärs-Clique wächst und die wenigen Milliardäre immer reicher werden, sollten mal lieber ihre schlappen Gewerkschaften auf Vordermann bringen, sowie für eine Erhöhung des Mindest-Lohns kämpfen, statt nach unten zu treten und nach oben zu buckeln - aber man guckt ja lieber "RTL-Reality-TV" über verkommene Arbeitslose und glaubt das alles...

Die dünner werdende "Mittelschicht", die nicht "Focus" liest und sich für "grün", "intellektuell" und "moralisch" überlegen hält, weil sie "traditionell" Unterklassen-Verachtung ablehnt und über Reichen-"Neid" erhaben ist (besser gesagt: inzwischen zu träge ist, sich über die Ungerechtigkeiten am unteren und oberen Rand der Gesellschaft ernsthaft Gedanken zu machen oder aufzuregen), gefällt sich dagegen in prickelnd-schaudernder "Toleranz" gegenüber der exotischen minoritären "Queer"-Kultur, eben weil sie damit nichts zu tun hat: so kann sich der "liberale" Bürger im Small-Talk "revolutionärer" darstellen oder sogar fühlen, als es die altbackene "Solidarität" mit den grauen Unterklassen oder der "Kampf" gegen das böse Kapital noch hergeben würde...
Entsprechend feierte das Mittelschicht-Intellektuellen-"Arte-Journal" vom 13.10. den Erfolg des "queeren" Musicals "Saturday Church" im New York Theatre Workshop (mit garantiert original "queeren" Darstellern) als Fanal gegen die "queer"-feindliche Trump-Politik - als gäbe es in den USA keine anderen (und zwar existenzielleren) Probleme, als die bereits in allen Farben durchgekauten "Coming-out"-Leiden eines/einer schwarzen evangelikalen Transe mit dem ausgefallenen Namen "Ulysses" (auf den bisher nur der legendäre Homer und der unlesbare Joyce gekommen sind: total anti-bourgeois und exklusiv!)

"Doch auch lesbische schwarze Behinderte können ätzend sein!" (Funny van Dannen/ "Tote Hosen")

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