Montag, 1. Juni 2015

Wie sauber ist "unser" Fußball? - Genauso saubär, wie der Rest, natürlich !

Plötzlich jaulen die medialen Gehirnwäscher von "Bild" bis Jauche-Günter (fehlt eigentlich nur noch NATO-Gauck) auf, die seit Jahrzehnten Millionen von Fußball-"Fans" für blöd verkaufen, weil es sich, jedenfalls im Moment, leider nicht verheimlichen läßt, daß die "FIFA" offensichtlich doch (wie schon lange "vermutet" bzw. gewußt) genauso funktioniert, wie jede Bank, jeder Hedge- oder Rentenfond, jede Werbeagentur, jede Aktiengesellschaft, jede Versicherung, jedes Opernhaus, jede Handelskette, jedes olympische Kommitee, und überhaupt jedes kapitalistische Unternehmen - bzw. wie das ganze System.
Das "System Blatter" wird höchstens das (natürlich nicht betrauerte, sondern mit allgemeiner "klammheimlicher Freude" erwartete) Bauernopfer des genauso funktionierenden Gesamt-Systems von IWF / EZB / WTO / "Fed" / Weltbank / IOC / ESC / NATO / NSA / BND usw. usw. sein - und danach wird der "FIFA"-Eldorado-Claim unter neuem Namen (oder anonym) unverändert weitergeführt werden...
Willig berieselte "Fans" haben (wie bei der "Traumfabrik" Hollywood) träumerisch die Verschiebung von Un-Millionen € oder $ in der "Boulevard"-Presse verfolgt und trotzdem an die pfadfindermäßige Unbedarftheit des "Sports" (oder an den sozialen und künstlerischen Wert des Kinos) geglaubt, als wären sie nicht abgezockte Claqueure, wie im ganzen Scheiß-Rest ihres Lebens - falls sie nicht zu den Blutsaugern des Systems gehören, die über soviel Untertanengeist nur kalt lächeln, sofern sie intelligent genug sind: die unintelligente Mehrheit der Blutsauger bleibt stupide oder populistisch selbst "Fan" und lächelt zumindest über die eigenen Verluste bei der Wettmafia, sofern sie nicht an deren Gewinnen beteiligt ist...
Wer den kommerzialisierten "Sport" noch ernst nimmt, ist offenbar nicht erwachsen geworden: im Ursprungsland des "Sports" bedeutet "to make sport of..." auf deutsch "... lächerlich machen", und das macht sich, wer völlig kindisch aus dem Häuschen gerät, wenn 22 schieß-gedrillte und meistbietend zusammengekaufte Jungmänner hinter einem Ball herrennen...
Das Wort "Sport" kommt nämlich ursprünglich von engl. "to disport" (alt-anglo-frz. "desporter") = "sich vergnügen oder zerstreuen", und hat noch heute im Englischen, neben dem etablierten "Sport", die Bedeutung von "Spiel, Spaß, Scherz, Spielart (biologisch), Spielzeug, Kumpel usw." - war "dis-port" vielleicht sogar das "Verlassen des port = Hafens" der Bürgerlichkeit und des puritanischen Nützlichkeits-Denkens? Das ist jedenfalls nicht weit vom etymologischen Ursprung, nämlich dem "Aufgeben von port = Haltung, Anstand und Betragen" (frz. "porter" = "tragen, halten"): also Un-Haltung (oder mindestens undisziplinierte), oder befreites (nicht "getragenes", anständiges) Verhalten, bzw. Sich-nichts-verhalten, also -versagen... (vgl. frz. "port" = "Körperhaltung", "déportements" = "lockerer Lebenswandel", "dispos" = "munter"...).
Damit aber haben die paramilitärischen Exerzitien der "Turnväter" genausowenig zu tun, wie die ausgefeilten Regelwerke von Mannschafts-Wettbewerben, die meist ihren Ursprung im militaristischen britischen "Empire" haben und normalerweise eigentlich nur noch Vor- und Grundschüler begeistern können - leider, denn transportiert wird mit dem "Sport" mittlerweile jedenfalls nichts anderes, als das kapitalistische Ethos: Leistung und deren Steigerung, tayloristische Effizienz, Konkurrenz und sozialdarwinistisches Besiegen.
Kurz: der "Sport" ist nicht "die schönste Nebensache" oder sonst eine alberne Entschuldigung für politische Blödheit, sondern längst ein Abbild des modernen Industrie- und Finanzsystems, und natürlich wird er genauso wie dieses verwaltet und ge-"managed" - wer dem Kapitalismus nicht ans Leder will, braucht sich über einen Blatter weder zu wundern, noch künstlich aufzuregen.
Alle "Blatters" bis hin zu Winterkorn, Jain, Zuckerberg, Lagarde und Obama aus ihren Ämtern zu verjagen, zu enteignen und zu Straßenfeger- oder Sozialarbeit bei Mindestlohn zu verdonnern - darüber könnte man ernsthaft reden: "Alles andere ist Krampf - im Klassenkampf !", wie Degenhardt plump aber wahr gesungen hat.

Montag, 11. Mai 2015

Fucking Greece

"Harsch aber Unfair", das Protofaschistenforum im öffentlich-rechtlichen Rundfunk, hat am 11.5.2015 mal wieder mit den "dummen, korrupten und faulen Griechen" abgerechnet.
Um hinten anzufangen: "bis auf einen" haben die Deutschen, wie es ihnen nahegelegt wird, natürlich die Schnauze voll von den Griechen - hat ja sogar der re-immigrierte Vorzeige-Deutsch-Grieche Papavassiliou mit seiner "Bild"-Zeitungs-mäßig netten Bilderbuchfamilie, der erklärtermaßen puritanisch-protestantische Ideale mit in die alte Heimat nehmen wollte, und dann ganz enttäuscht war, weil das "demokratische" Griechenland "seit dem Fall Konstantinopels 1453" durch die osmanische Feudalherrschaft in ein "Versorgungsdenken" zurückgefallen sei - als hätte nicht ganz Europa seit 1000 Jahren unter der Feudalherrschaft fremder Inzucht-Dynastien (nicht zuletzt Rußland unter deutschen...) gelitten und habe nicht eine Art Versorgungsmentalität auf Sklaven-(Leibeigenen- oder Harz4-)Ebene verinnerlicht...
"Die Griechen" müßten sich "anstrengen", heißt nichts weiter, als daß das gemeine Volk willfährig verelenden soll, um die Spekulationssünden "ihrer" selbsternannten bauernschlauen "Eliten" im Verbund mit den weltweiten Finanz-Oligarchien auszubaden: ein von der ursprünglich links-sozialen Regierung eingeführter lächerlicher Mindestlohn von 860 € ist natürlich ein "arroganter" Affront gegen halbsohohe Mindestlöhne in Lettland oder Slowakien, sowie gegen den deutschen Harz4-Satz - der Alibi-Syriza-Grieche, der die mitteleuropäischen Konzerngewinne ins Feld führen will, bekommt sofort das Wort abgeschnitten:
Und was ist mit der "griechischen Vetternwirtschaft"? Bei "uns" werden mit jedem Regierungswechsel Funktionäre ganz legal nach Parteibuch ausgetauscht, und die scheidende Regierung befördert ihre Gefolgsleute je nach "Listenplatz" noch schnell in unkündbare Positionen hoch - aber in Griechenland ist das Sodom und Gomorrha !
Es ist 1 Witz sondergleichen: hallo, Kleinbürger, die Grenze verläuft nicht zwischen Ländern, sondern zwischen oben und unten !

Freitag, 13. März 2015

Paranoid - voreilige Bilanz des Jahres 31 nach "1984"

Die internationale Créme der un-sexy Marionetten der Oligarchie läuft mit abwaschbarem "Je suis Charlie"-Tattoo als "Demo"-Persiflage (Kette bilden!) für´s Fernsehen durch eine Hochsicherheitszone in Paris, nachdem die "mutmaßlichen" (praktischerweise wieder bereits toten) Attentäter, genau wie die mutmaßlichen "9/11"-Profis, am Tatort eine Bahnsteigkarte liegen gelassen hatten...
In der Ukraine wird ein Bus voll Zivilisten liquidiert und man zitiert die Interpretation derer, die "unsere" Waffen kaufen oder gespendet kriegen und tatsächlich ohne zu lachen "Je suis Bus"-Schilder  vor die Kameras halten...
Von "Je suis Kalifat" wird ein schlechtes Video verbreitet, in dem angeblich mit kindlichem Trotz Anschläge auf das "Weiße Haus", den "Eiffelturm" und "Big Ben" (komischerweise aber weder auf die Berliner "Siegessäule", noch auf "Disneyworld" oder "Tivoli", oder etwa sinnigerweise auf postkolonial-globale Konzerne...) angekündigt werden, sodaß auch der letzte Depp verstehen muß, warum "SAP" der "NSA" Überwachungsprogramme liefern muß...
Und "Je suis Zero Noir" rollt unterdessen mit paralympischer Disziplin und ungerührt wie ein fuggerscher Buchhalter über Europa hinweg, daß es "Je suis Christine Engarde" vom IWF ein Wohlgefallen ist...
... man möchte fast meinen, daß die "Mondlandung" in einer Nevada-Kulisse gefilmt wurde: welche "Nachricht" (außer den neoliberalen hohlen Sprechblasen der "Politiker", falls man die als "Nachrichten" durchgehen lassen will) ist heutzutage eigentlich nicht gefälscht und welches Bild nicht gestellt, um einen "Inside-Job" zu verschleiern?
Die Bilanz von 250 Jahren "Aufklärung" (bzw. 500 Jahren "Humanismus" oder 10.000 Jahren "Zivilisation") ist eine "schwarze Null" auf einer fiktiven Skala, die mit dem menschlichen Leben, geschweigedenn seiner Verbesserung, null und nichts zu tun hat, wie die "Nachrichten" von Funk und Presse täglich zeigen, nach denen die "aufgeklärten" Menschen nichtsdestotrotz genauso süchtig sind, wie die Marginalisierten in F. Schmolls Dystopie "Kiezkoller" nach ihrem implantierten Überwachungs-Chip...
Das kapieren offenbar weder die psychopathischen Anhänger der drei monotheistischen Religionen, noch ihre scheinbaren Gegenspieler, die genauso psychopathischen neoliberalen "Rationalisten" - wobei letztere als Träger der "Aufklärung" es entweder nicht kapieren wollen oder als deren Lenker eben genau wissen, welches Schindluder sie mit der "Aufklärung" treiben: nämlich die Einführung eines orwellschen "Neusprech" je nach strategischer Lage...
Deswegen ist es garnicht so unwahrscheinlich, daß H. Illig mit seinem "Erfundenen Mittelalter" recht hat: selbst die heutige "Informations-Gesellschaft" bleibt in ihrem allgemeinen historisch-politisch konformen Glauben unbeeindruckt von relativ zeitnahen Enthüllungen über "Pearl Harbour", die "Schweinebucht", den "Kennedy-Mord", Vietnam, die faschistischen "Gladio"-Aktionen der NATO in Europa, die CIA-Putsche in Persien, Chile usw., die erfundenen "Kriegsgründe" in Jugoslawien, Afghanistan, Irak usw., das Phantom der "3. RAF-Generation" und all das andere - die Menschen lassen sich mittlerweile mit dem Argument der angeblich "umfassenden Information" mehr an der Nase herumführen, als abergläubische Steinzeit-Jäger-und-Sammler, die sich wenigstens noch mit der sie tatsächlich umgebenden realen Welt befaßt haben und nur den nicht augenscheinlichen Rest mystisch erklärt haben: heute geht man von einer rein mystischen "ökonomischen" Grundlage der Welt aus, deren aristotelisch-newtonisch-cartesianische "Logik" jeden individualistischen, soziologischen oder philosophischen Zweifel als un-"logisch" und damit ketzerisch verfolgt und ausmerzt - natürlich nicht im Sinn von Orwell´s despotischem "1984", sondern im Sinn der viel früher (1932) von Huxley erdachten "Schönen Neuen Welt": es lohnt sich nach wie vor, sowohl diese beiden Bücher, als auch Huxley´s mittlerweile von der Realität leider längst überholtes "Dreißig Jahre danach" ("Brave New World Revisited",1959) zu lesen.

Montag, 9. März 2015

Im Westen nichts Neues: die NATO pflegt ihre Feindbilder - ein altes Geschäftsmodell

Genau zur selben Zeit, zu der der deutsche Wirtschaftsminister mit dem saudischen "Königshaus" parliert, also der sogenannte "Genosse" mit dem Klassenfeind angeblich auf Augenhöhe steht (wie der biedere Reihenhaus-Präsident mit Maschmeyer & Co., oder der Ex-Juso Schröder mit Putin & Co.), und sich nicht traut, Rüstungslieferungen (wenn überhaupt!) davon abhängig zu machen, daß Arabien zumindest grob die Menschenrechte einhält oder wenigstens schon mal symbolisch den bekannten zu 10 Jahren Haft und mittelalterlichen quasi tödlichen "1000 Stockhieben" verurteilten "Islam-kritikischen" Blogger freiläßt - zu genau derselben Zeit, am 8.3.2015,  läßt der unsägliche Günther seine Jauche von Suggestivfragen los, ob "Rußland überhaupt noch fähig ist, sich in die westliche Wertegemeinschaft zu integrieren?", und ein Paradebeispiel dieser "Wertegemeinschaft", der Kapitalknecht Juncker (nomen est omen), schlägt zeitgleich eine "Euro-Armee" vor, um Rußland "wirksamer bedrohen" zu können... (Andere Paradebeispiele dieser "Wertegemeinschaft", nämlich deutsche "Fürst(inn)en", haben als "Zar(inn)en" Rußland vor der Revolution 150 Jahre lang, könnte man sagen: geprägt: nämlich als Fußabtreter ihres reaktionären imperialistischen Absolutismus benutzt...)
Wie u.a. S. Wagenknecht richtig bemerkt, muß man Putin nicht mögen, um einen neuen Propagandafeldzug abzulehnen, der nur wieder dem wirtschaftlichen und militärischen Hegemoniestreben der NATO-Länder entspringt (wie man die "Troika" Merkel/Schäuble/Gabriel nicht mögen muß, um zu gestehen, daß es "uns" noch relativ "gutgeht", und auch Milosewitsch nicht mögen mußte, um gegen die Bombardierung Serbiens zu sein - wofür die westlich-gleichgeschaltete Presse z.B. einen P. Handke als "Faschisten" hexengejagt hat...).
Aber bisher unbekannte Krawatten-"Experten" aus "Politik" und Rüstungslobby fordern mit sanfter "Logik" offenbar erfolgreich in derselben Presse "Verständnis" für die "berechtigten Sicherheitssorgen" der feudel-bedeckten antagonistischen saudischen Feudal-Despoten (und ihrer gleich-bedeckten "Emirats"-Kollegen), und ebenso für die "Sorgen" der mit Faschisten verbandelten westukrainischen Oligarchen mit ihrer lebenden Karikatur, dem militanten Skinhead-Min.-Präs. Jazenjuk, der unwidersprochen im deutschen Fernsehen die Befreiung Deutschlands vom Faschismus als "sowjetischen Einmarsch" bezeichnen durfte und offenbar (ungeachtet des westalliierten "Einmarschs") die Ukraine lieber als anti-slawische Nazi-"Wehrsiedlung" gesehen hätte und heute am liebsten als NATO/EU-Brückenkopf zwecks Entmachtung Rußlands sehen würde: ein echter Post-Fascho-Kumpel gemäß Kohls Defätismus von der "Gnade der späten Geburt"...
Auf dem Balkan hat die NATO im völkerrechtswidrigen "Jugoslawien-Krieg" ähnliche historisch gewachsene faschistische "Verbündete" aus demselben Grund bevorzugt, aus dem man dort antidemokratische (bzw. anti-"kommunistische") Dschihadisten ebenso wie in Afghanistan, im gesamten Nahen Osten (außer Iran), im Kaukasus und in Zentralasien unterstützt, und aus dem selben Grund, aus dem man jetzt (nicht zum ersten Mal seit dem 2. Weltkrieg...) ein linkes antifaschistisches Griechenland, genauso wie ein linkes Venezuela, im Keim ersticken will - nämlich um militär-ökonomisch einträglich randständige Regionen zu destabilisieren (Afghanistan mit seinen Drogen, das NATO-resistente Syrien, und Irak und Libyen mit ihrem Öl sind nur die auffälligsten Beispiele - dasselbe gilt für ganz Afrika, Südostasien und Lateinamerika - ohne diese kapitalistische Destabilisierungspolitik gäbe es das ganze "Flüchtlings-Problem" garnicht...)
Die Rücknahme der Vor-Perestroika-Gebietsreform, mit der die Krim-Halbinsel der ukrainischen Sowjet-Republik zugeschlagen wurde (abgesehen von der humanitären Zweifelhaftigkeit auch des russischen Imperialismus, der allerdings auch in der westlichen "Wertegemeinschaft" als legitimer Machtzuwachs verzeichnet ist), als "erste Verletzung" der nach dem 2.Weltkrieg festgelegten Grenzen zu brandmarken, ist natürlich ein propagandistischer Witz: immerhin hat die BRD die DDR "eingegliedert", Jelzin hat die Sowjetunion aufgelöst, die Tschechoslowakei und Jugoslawien wurden zerlegt: die Grenzen verlaufen eh nicht zwischen den über "Länder" Herrschenden, sondern zwischen Oben und Unten: also zwischen Herrschenden und Beherrschten - d.h. 90-99,9 % der Menschheit können auf die angeblichen weltpolitischen "Probleme" von Grenzen, Währungskursen, Börsen-Indices und all das genauso scheißen, wie auf den Wetterbericht, obwohl sie sich davon hypnotisieren lassen: das Wetter kann man im Gegensatz zu menschlichen Lebensbedingungen jedenfalls nicht ändern und in beiden Fällen ist die Voraussage gewagt...

Montag, 3. März 2014

Nationalismus ist Opium fürs Volk

Die uigurische Gemeinde in irgendeiner bis vor paar Tagen unbekannten, von einem seltsam archaischen Messer-Amoklauf geplagten, süd-chinesischen "Millionenstadt" distanziert sich von besagtem "Terrorismus", weil sie mit den Mehrheits-Han-Chinesen eigentlich keine Probleme hat - wobei noch nicht klar ist, ob es überhaupt Uiguren waren, oder eher ein chinesisches "Celler Loch".
Und die neue Räte-Demokratie in den kurdischen Autonomiegebieten Nord-Syriens wird offenbar auch von Assyrern, Aramäern und sogar lokalen Muslimen goutiert.
...um nur zwei Beispiele zu nennen.
Die Diskussionen über die Ukraine folgen dagegen dem Beispiel Afghanistan/Bosnien/Kosovo usw.: welche Hegemonial-Macht hat das Recht, irgendwelche künstlich begrenzten Pißländer ihrer Einflußsphäre zuzurechnen, und welche "Nationalität" hat das Recht, sich als "dominant" zu betrachten?
Daß weder das U.S.-amerikanische, noch das russische Kolonialreich, geschweigedenn die europäische Wirtschafts- und Militär-Union ein "berechtigtes" Interesse haben, ist ja wohl klar, aber daß ebendiese globalistischen Hegemonisten jeden möglichen ethnischen und/oder historischen Nationalismus instrumentalisieren, ist ebenso klar, weil sie nämlich ein kapitalistisches Interesse haben.
Wenn Ungarn, bereits in der EU, sich faschistoid entwickelt, droht man mit dem Zeigefinger (mittlerweile gibt es keine Informationen über die ungarischen Verhältnisse mehr...), wenn in der Ukraine faschistoide Bewegungen sich pro-westlich geben, unterstützt man die bereitwillig.
Sowohl die lokal Beteiligten, als auch die sich für "gebildet" haltenden "Tagesschau"-Konsumenten fallen offenbar auf denselben Mechanismus rein, der zur "Reichskristallnacht" geführt hat - das Resultat von 200 Jahren "Aufklärung" im Sinn des Kapitalismus.

Freitag, 3. Januar 2014

Das "sogenannte" BÖSE

Während in Kambodscha ganz normal Polizisten im Auftrag von "Nike" und "H.&M." streikende Textilarbeiter erschießen und im Südsudan "nach afrikanischer Gewohnheit" Dinka und Nuer sich gegenseitig zu Tausenden massakrieren usw., weint ganz Deutschland (zumindest verwelkte kinderlose Damen) bis hinauf in Regierungskreise wegen dem dämlichen Ski-Unfall eines unterbelichteten und steuerflüchtigen "Carrera-Bahn"-Multimillionärs...
Schon ein gewisser Hitler (auch eine Art biestig verwirrter alter Jungfer) hat seinen Krampf aufgeschrieben: "Aus der Unzahl all der großen Namen der deutschen Geschichte aber sind die größten herauszugreifen und der Jugend in so eindrücklicher Weise vorzuführen, daß sie zu Säulen eines unerschütterlichen Nationalgefühls werden... Die Angst unserer Zeit vor Chauvinismus ist das Zeichen ihrer Impotenz."
Und die Höhe ist natürlich, wie einzig und allein der unsägliche "Focus" weiß, daß der nordkoreanische Soundso-Kim seinen,  jawohl, seinen eigenen Onkel nicht nur hinrichten, sondern zu diesem Zweck "von 120 Hunden zerfleischen" ließ - ja, genau von den 120, die seine grasfressenden Untertanen noch nicht verwurstet hatten, und die Juden massakrieren kleine Christenkinder, um deren Blut wegen irgendwas abzuzapfen, und der Irak hatte irgendwelche Massenvernichtungswaffen, die außer den U.S.A. keiner haben darf, und Dinosaurier hat es auch nie gegeben: deren Knochen sind wohl nur, was kubanische und nordkoreanische Hunde übriggelassen haben - oder das, was Kubaner und Nordkoreaner von ihren Hunden übriggelassen haben.
Der besagte Hitler hat in seinem obenerwähnten Krampf nicht nur manisch geschäumt, sondern auch helle Momente gehabt: "In der primitiven Einfalt ihres Gemüts fallen die Menschen einer großen Lüge leichter zum Opfer als einer kleinen, da sie selber ja wohl manchmal im kleinen lügen, jedoch vor zu großen Lügen sich doch zu sehr schämen würden. Eine solche Unwahrheit wird ihnen garnicht in den Kopf kommen, und sie würden an die Möglichkeit einer so ungeheuren Frechheit der infamsten Verdrehung auch bei den andern nicht glauben können, ja selbst bei Aufklärung darüber noch lange zweifeln und schwanken und wenigstens irgendwelche Ursache doch noch als wahr annehmen."
Die "CIA" hat Salvador Allende und John Kennedy ermorden lassen? Von Pearl Harbour und World Trade Center gewußt? Italienische Bomben in Bologna usw. von Faschisten und NATO gelegt? Ohnesorg- und Schmücker-Mord sowie Celler Loch vom deutschen "Staatsschutz" organisiert? - Was soll´s: vom ersten Dreck, auf Linke (oder neuerdings auf Islamisten) geschmissen, bleibt jedenfalls was hängen...
Wie der (militärisch nicht gerade selbst gebeutelte) Hitler räsonniert: "An der Spitze der militärischen Erziehung hat das zu stehen, was schon dem alten Heer als höchstes Verdienst angerechnet werden mußte: (der junge Rekrut) soll lernen zu schweigen, nicht nur, wenn er mit  R e c h t  getadelt wird, sondern soll auch lernen, wenn nötig, U n r e c h t  schweigend zu ertragen."
What´s new, pussy cat? Der Mann, seinerzeit privilegierter bayrischer Festungshäftling, hat gemerkelt, worum´s geht...

Montag, 11. November 2013

Taifun ist voll kraß, geile Bilder

Die Philippinos gehören zu den Fußabtretern der internationalen Arbeitsteilung, und die Philippinas zu den Vorzeige-Katalogbräuten westlicher Rentner - logisch nach einer Vergangenheit als zuerst spanische, dann US-amerikanische Kolonie: unter US-Protektorat und -Militärpräsenz abwechselnd Diktatur und hörige korrupte Oligarchie, die Masse der Bevölkerung unter spätkolonialen Elendsbedingungen, wie in allen "verbündeten" Despotien - aber wozu allzubekannte Peinlichkeiten ewig wiederholen?
Die Leidtragenden von "Naturkatastrophen" (die noch dazu wahrscheinlich durch die Scheißegalhaltung der Privilegierten immer verschärfter auftreten) sind natürlich die postkolonialen armgehaltenen Massen, die "Primitiven", also die "guten Wilden", die der solvente Bildungsreisende wohlwollend außerhalb der Taifunsaison und jenseits der Bürgerkriege "besucht": auch der Norden von Sri Lanka ist längst wieder "in" - was ist eigentlich mit den Tamilen? Nur als Beispiel: man kann garnicht soviel aufzählen, wie man kotzen möchte...
Dann ein "thrilliger" Supertaifun über den Philippinen, schaurig-schöne Verwüstungsbilder per Satellit in die Ikea-&-Manufactum-Idyllen gebeamt, Spendenaufrufe wie GEZ-Forderungen: die hiesige neofeudale Manövriermasse soll wie damals beim Tsunami sentimental werden, Schüler ihr Taschengeld spenden...
Und dann kommen Scherzmeldungen, wie: die "Bundesregierung" hat für die Philippinen eine Soforthilfe von 500.000 € bewilligt, während zuhause an private Unternehmen (Banken, Großkonzerne, Erbauer von Opern, Stadtschlössern, Flughäfen usw.) ein Vielfaches von 1.000.000.000 € verschenkt wird (und jede Null mehr ist nicht nur eine mehr, sondern das 10-fache - man muß sich das mal auf z.B. einer Klopapierrolle mit einem Lineal aufzeichnen) - und die Vatikan-Bank, diese Drecks-Mafia-Faschisten-Verbrecherorganisation, "spendet" angeblich 112.000 €, wahrscheinlich in Wirklichkeit nur 109.897,36 € - und warum? Damit wir angesichts der ekelerregenden Zustände auf der Welt nicht selbstzerstörerisch um uns hauen, sondern nur zynisch schmunzeln und weiter "Tagesschau" gucken: kann ja nicht  jeder dämliche Philippino so "informiert" sein, wie wir - sonst wär er ja kein Philippino.