Freitag, 10. Mai 2024

Eurovisions-Antisemitismus

Eigentlich geht mir das "ESC"-Schlager-Gedudel samt seines Glitzer-Pop-Gehopses am Arsch vorbei, aber seit die angeblich (und meist zum Gähnen wirklich) "unpolitische" Show doch "politisch" geworden ist (z.B. durch den politisch gewollten "Sieg" der albernen Ukrainer 2022, denen noch dazu eine nationalistische Demonstration gestattet wurde - siehe meinen damaligen Eintrag), gibt es da ein Problem jenseits der unerträglich banalen Musik. (Eigentlich aber schon seit dem Beitritt der kaukasischen Despotie Aserbaidschan 2008, deren Vertreter 2011 auch noch gewannen, sodaß der ESC 2012 gemäß Statut in der pseudo-"europäischen Metropole" Baku stattfinden mußte...)

Dieses Jahr ist es die Teilnahme Israels angesichts des Militär-Terrors in Gaza: normalerweise wäre es Quatsch, die Verurteilung des israelischen Kriegs-Regimes auf dämliche Pop-Stars (oder Autoren wie Harari oder Produkte wie Jaffa-Orangen) auszudehnen, aber die russisch-israelische Sängerin mit dem Namen (ausgerechnet:) Eden Golan* singt vom "Hamas"-Überfall im Oktober 2023 mit 1200 israelischen Opfern und 250 entführten Geiseln zu einem Zeitpunkt, wo die israelische Rache (bisher) 35.000 tote Palästinenser (fast alle Zivilisten und zu einem Drittel Kinder) und ein mehrfaches an Verletzten gefordert hat, dieses Morden fortführt und mindestens eine Million Palästinenser mit einer humanitären Katastrophe durch Hunger und Krankheit bedroht...

Die "unpolitische ESC-Jury" sah das "politische" Problem, und forderte, daß zumindest der plakative ursprüngliche Titel "October (!) Rain" in "Hurricane" (?) geändert werden mußte - trotzdem ist es kein "un-politisches" Lied, wie etwa "Ein Bett im Korn-(oder Jaffa-Orangen-)Feld": die Forderung von "Pro-Palästinensern" und Pazifisten nach einem Boykott des israelischen Beitrags war daher voraus zu sehen...

Der ESC ist nunmal eine "nationalistische" Veranstaltung, wie eine Fußball-EM ("ganz" Holland ist "empört" wegen der Disqualifikation "seines" allzu frechen "antisemitistischen" Poppers, und "ganz" Deutschland ist "frustriert" wegen der "schlechten" Position "seines" isländisch-deutschen englisch-singenden Poppers mit dem armenischen Namen...), und wer sich unter der Fahne einer "Nation" präsentiert, wird nunmal mit deren Regime gleich gesetzt: schließlich wurde russischen Sportlern wegen des Ukraine-Kriegs die Teilnahme an der Pariser "Olympiade" verboten bzw. nur als "Staatenlose" ohne Fahne gestattet... Dabei sind beim gestrigen "Völker-mordenden" russischen "Groß-Angriff" auf Charkiw mal wieder nur "zwei Personen verletzt" und niemand getötet worden, während Israel täglich zig oder hunderte Zivilisten ermordet... (Und nach der "olympischen" Tradition sollten sowieso alle Sportler ohne "National"-Fahne antreten...)

Abgesehen von der Frage, was das asiatische Israel (ebenso wie die Türkei, Australien oder Aserbaidschan) in einem anglizierten "Euro"-Wettbewerb zu suchen hat, ist Frau Golan im schwedischen Malmö zur Entrüstung der pro-jüdischen Öffentlichkeit natürlich besonders gefährdet: einerseits durch die grassierende Szene von rechts-radikalen Schweden, und andererseits durch die dortige marginalisierte Unterschicht von moslemischen (also pro-palästinensischen) Einwanderern - dazu jetzt von internationalen Israel-Boykott-Aktivisten bis hin zu virtuellen Mord-Drohungen: die häßliche Folge der gesellschaftlichen Brutalisierung durch allgegenwärtige Kriegs-Berichte und Kriegs-Treiberei, von alltäglich gewordenem anonymem "Cyber-Mobbing", sowie von der Infiltrierung durch "Kriminal"-Geschichten und blutrünstige "Thriller" anstelle der öffentlichen Spektakel von Folter und Hinrichtungen bis ins 19. Jahrhundert...

Aber seit der Münchner Olympiade 1972, wo ein palästinensisches Kommando israelische Sportler überfallen hatte, gelten sowieso weltweit besondere Sicherheits-Maßnahmen für israelische Mannschaften, Delegationen und Stars, da es seit Jahrtausenden bekannt ist, daß brutal-imperialistische Besatzer sich nunmal viele Feinde machen (vgl. die Tutsi in Ruanda, die schließlich von den unterdrückten Hutu massakriert wurden, oder Liberia, wo die von den USA "repatriierten" Sklaven als US-gestützte arrogante Oberschicht einen Bürgerkrieg mit den alt-eingesessenen Völkern herausforderten... Letzteres ist eine besonders passende Parallele zu Israel, dessen "Protektorat" die USA von der weltweit fatalen Ex-Kolonial-Macht England übernommen haben - ganz zu schweigen von den militanten Aufständen der palästinensischen Ur-Juden gegen die Kolonisatoren des römischen Reichs - siehe Monty Python´s "Leben des Brian": "Was haben uns die Römer schon gegeben? - Nagut, außer den Aquädukten, dem Wein und der Sicherheit auf den Straßen..." - die gleiche Frage stellen heutige Palästinenser: "Was haben uns die Israelis schon gegeben? - Nagut, außer ihren bewässerten Orangen-Plantagen, auf denen wir ehemaligen Ziegen-Ficker jetzt Niedriglohn-Pflücker sind...").
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* der von Israel militärisch besetzte syrische Golan ist alles andere, als ein Eden...

Donnerstag, 9. Mai 2024

Vonderleychens Koalitions-Angebot an Rechtsradikale mit nachgeschobenem "aber..."

Nachdem das nach dem "Peter-Prinzip"* aufgestiegene Vonderleychen, das (noch) "mächtigste (?) Frau der Welt", im Namen ihrer rechts-konservativen EU-Fraktion eine Koalition mit den rechts-radikalen Fraktionen für möglich erklärt hatte, mußte sie etwas zurückrudern und wort-gewaltige "Bedingungen" dafür stellen: mit donnernd-schneidender Krähen-Stimme und Beton-Frisur forderte sie nun im Nachhinein von zukünftigen Koalitionären, sie müßten "bedingungslos für demokratische Grundwerte, bedingungslos für die Ukraine und bedingungslos für unser Europa"** einstehen - na, da werden die Rechts-Radikalen ja einen schönen Schreck bekommen haben, und nicht nur die EU-Kritischen und Ukraine-Verhandlungs-Befürworter, die sich trotzdem nur zu gern ins einträgliche EU-Parlament "wählen" lassen... Aber nach dem ersten Schreck haben sie sich wahrscheinlich zurück gelehnt und gedacht: dann warten wir mal das "Wahl"-Ergebnis ab... (siehe Holland, Argentinien, Nord-Mazedonien usw.)

Man fragt sich immer, warum Menschen ihre Zeit damit verschwenden, propagandistische Wort-Hülsen im Dienst obskurer System-Konstrukte auszublasen, wo es doch viel wichtigere Probleme gibt, die das System selbst erzeugt hat: Abschaffung von Hunger und Armut, Krieg und Gewalt, Ausbeutung und Unterdrückung, Erhaltung von sozialer Gesellschaft und humanem Lebens-Sinn, sowie die Möglichkeit der Selbst-"Bildung" dessen, was volkt, damit es propagandistische Worthülsen als solche erkennt - ganz abgesehen von der Frage, ob es eine "Seele" gibt oder der Mensch bloß eine cartesianische bzw. sozial-darwinistische "Maschine" ist... Oder von der lebenslangen Frage des Mechanisten, Mathematikers und Alchimisten Newton, ob es möglich sei, aus "unedlen" Elementen Gold herzustellen...
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* L.J. Peter: "Das Peter-Prinzip", 1969, nach dem in einer Hierarchie unweigerlich jeder bis zur Stufe seiner absoluten Unfähigkeit aufsteigt
** Hervorh. im O-Ton

Mittwoch, 8. Mai 2024

Zionistische Faschisten auch gegen Beduinen

Obwohl das rechtsradikale Regime Israels mit dem Völkermord an den Palästinensern voll beschäftigt zu sein scheint, hat es noch Zeit, sich gleichzeitig um ein anderes rassistisches "Problem" zu kümmern: die 250.000 moslemischen Beduinen, die seit jeher in der von Israel im "6-Tage-Krieg" annektierten Wüste Negev als Hirten nomadisierten und inzwischen zumeist seßhaft sind - nach zionistischer Ansicht zur Hälfte in "illegalen" Siedlungen auf "Staatsboden", die deshalb immer wieder geräumt und zerstört werden: jetzt wurden grade weitere 350 Beduinen vom rechtsradikalen Polizei-Minister sinnloser-weise zu Obdachlosen gemacht  („Die größte Abrissaktion an einem Tag seit 2010“ : Israel macht 47 Beduinenhäuser in der Negev-Wüste dem Erdboden gleich (msn.com)) - unter dem Beifall der faschistoiden "Siedler"-Bewegung, die mit Armee-Hilfe ähnlich im besetzten West-Jordan vorgeht: Napoleon war ein humanistischer Missionar im Vergleich zu den spät-imperialistischen Zionisten.

Meine liebenswerten alten Bekannten in Haifa, inzwischen leider verstorbene Holocaust-Überlebende, drehen sich vermutlich im Grab herum - ich kann nur hoffen, daß ihre beiden in Israel geborenen Kinder, die ich seither nicht gesehen habe, auf der richtigen Seite Israels stehen: gegen den Proto-Faschisten Netanjahu und sein rechtsradikales Regime, und für ein soziales, ko-existierendes und anti-rassistisches Israel ! Denn nur so hat Israel ein Existenz-Recht - nicht als imperialistische Besatzungs-Macht von US-Gnaden.

Das Regime verbietet dieses Jahr die Homo-usw.-"Pride"-Parade in Tel Aviv, weil es "nichts zu feiern" gebe: wie wahr !

Dienstag, 7. Mai 2024

Ukro-Propaganda der "Bundeszentrale für politische Bildung" (bpb)

Zufällig stieß ich dieser Tage auf einen Stapel des kostenlos abonnierbaren "Jugend-Magazins" der bpb mit dem unergründlichen Namen "fluter.", dessen erste Ausgabe (Nr. 1, 4. Quartal 2001) bezeichnenderweise nach "9/11" zum Thema "Terrorismus" erschien. Ich nahm die Hefte zum Thema "Ukraine" (Nr. 86, 2023) und zum Thema "Terror" (Nr. 75, 2020) mit.

2017 hatte ich die in der Stadt-Bilbliothek ausliegende Ausgabe Nr. 64 zum Thema "Reichtum" interessant genug gefunden, um das kostenlose Abo des mir bis dahin unbekannten Magazins zu bestellen, aber nach wenigen zugesandten Ausgaben bestellte ich diese Papier-Verschwendung wieder ab: staats-treue Larifari-"Information" bzw. Null- oder Pseudo-"Information" im "Jugend-affinen" Praktikanten-Stil mit entsprechenden Fotos und Illustrationen.

Das kürzlich gefundene "Ukraine"-Heft von 2023 hat meine Abbestellung mehr als gerechtfertigt: schon im Vorwort bedient der Herausgeber Th. Schilling alle herrschenden russophoben Ressentiments, und im folgenden werden alle unbewiesenen Anschuldigungen von "russischer Barbarei" als "Tatsachen" dargestellt: der Abschuß von "MH 17", die "Maidan-Scharfschützen", das "Massaker von Butscha" usw. usw.

Desgleichen wird behauptet, die korrupte und oligarchische Ukraine sei "demokratisch" oder jedenfalls auf dem besten Weg dahin, zumindest seit der "orangen Revolution" der korrupten Oligarchen Timoschenko und Juschtschenko (2004), und nach deren Scheitern wieder seit dem US-orchestrierten Putsch gegen den (zwar gewählten, aber angeblich "anti-demokratischen") "pro-russischen" Präsidenten Janukowitsch durch den korrupten Oligarchen Poroschenko (2014) und seinen Oligarchen-protegierten Nachfolger Selenski, der die Opposition und ihre Medien unterdrückt und eigenmächtig seine Präsidentschaft ohne Wahlen verlängert hat.

Wie inzwischen allgemein üblich, werden halbgare Einzel-Schicksale und -Meinungen von zweifelhafter Repräsentativität als "Beweise" nacherzählt... Betont wird die "nationale Identität" des Vielvölker-Staats "Ukraine", der sich (abgesehen von einer griechischen und einer jüdischen Minderheit) aus Teilen von Polen, Österreich, Ungarn, Rumänien und Rußland (und ebenso vielen Völkern) zusammensetzt, und die Eigenständigkeit seiner Sprache (die der berühmte ukrainische Schriftsteller Bulgakow für einen primitiven Bauern-Dialekt hielt) - keine Rede davon, daß ein Großteil der "Ukrainer" genuin russisch-sprachig ist und jetzt per Dekret gezwungen wird, die neue "Staats-Sprache" in Kursen zu "lernen" und dann ausschließlich zu benutzen... Seltsamer weise wird auch weniger das Reich der "Kiewer Rus" (das über Moskau bis Nowgorod und zur Ostsee reichte und die Keimzelle Rußlands war) als Ursprung genannt, als vielmehr die moslemischen Krim-Tataren, die von Kulaken und Kosaken der ost-slawischen Grenz-Mark (= "Ukraine", vgl. österr. "Krain" und jugosl. "Krajina") zurück gedrängt worden waren (und das nicht erst von Stalin, wie die bpb suggeriert, sondern unter der deutschen Zarin Katharina II., der "Großen", im 18. Jh.: Eroberung der Krim 1783, Zerschlagung des Tataren-Khanats, Errichtung der Provinz Neu-Rußland mit ihren "Potemkinschen Dörfern" in der heutigen Süd-Ukraine).

Außerdem wird im bpb-Heft von 2023 bestritten, daß es in der Ukraine eine rechtsradikale Szene oder gar Neonazis gebe, während im "Terror"-Heft von 2020 noch der Mainzer Musik-Wissenschaftler Hindrichs zitiert wurde: "Vor allem die großen [Musik-]Festivals in Italien, Frankreich, Ungarn und der Ukraine sind die Treffpunkte für die internationale Naziszene."* Der herrschende Bandera**-Kult mit Denkmälern, Straßen-Benennungen, Fackel-Märschen usw. wird im "Ukraine"-Heft ebenso geleugnet bzw, relativiert, wie die Existenz rechts-nationalistischer Milizen mit Nazi-Runen und der mit deren Hilfe 2014 begonnene militärische Angriff auf die Donbass-Autonomisten, denen eine "Terror-Herrschaft mit russischer Unterstützung" unterstellt wird.

Kurz: das ganze Heft ist Ukro-Propaganda und hätte genausogut von Selenskis "Dienern des Volkes" geschrieben sein können.
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* Hervorh. von mir
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ukrainischer Rechts-Nationalist, Rassist und als "SS"-Kollaborateur Massen-Mörder (1909-59)

Sonntag, 5. Mai 2024

Prozesse gegen "Astrazeneca": hatten "Corona"-Impf-Gegner etwa recht?

Der britisch-schwedische Konzern "Astrazeneca" ist der erste Pharma-Multi, der von Gerichten gezwungen wurde, verharmloste, verheimlichte (oder wegen der beschleunigten "Sonder"-Zulassung auch unbekannte) Neben-Wirkungen seiner "Corona"-Impf-Stoffe zuzugeben, und ist jetzt diversen Sammel-Klagen auf Schadens-Ersatz ausgesetzt... Das gleiche droht allen anderen Anbietern, die allerdings zumeist per EU-oder Regierungs-Kauf-Verträgen von jeder Haftung für Folge-Schäden befreit sind (siehe z.B. die korrupten Verträge Vonderleychens mit "Pfizer/Biontech").

Die aktuellen Verfahren gegen "Astrazeneca" deuten jedenfalls darauf hin, daß die Regierung bereits nach wenigen Jahren mit dem Gedächtnis-Verlust ihrer Untertanen rechnet* und zugeben kann, daß sie für die "Staats-Räson" gewisse Risiken zulasten der Bevölkerung in Kauf genommen hat - natürlich nur in der damaligen "Not"- und "Ausnahme-Situation"...

Wie bei der angedrohten "Schweine-Grippe-Pandemie" von 2009/10 (Schweinegrippe: Die erfundene Pandemie - TV-Beitrag mit Dr. Wolfgang Wodarg (youtube.com)Schweinegrippe-Impfstoff Pandemrix: Risiken wurden ignoriert - DER SPIEGELProfiteure Der Angst Dokumentation ARTE 2009 : Free Download, Borrow, and Streaming : Internet Archive, oder auf Youtube - siehe meine Einträge von 2020 ff.)) war der Verlauf der angedrohten (und trotz gegenteiliger Sterbe-Statistiken fortlaufend behaupteten) "Corona-Pandemie" weniger dramatisch, als Drosten & Co. der Bevölkerung einbleuen wollten, und trotz der Panik-Mache blieb "zum Glück" ein Großteil des Vonderleychen-Einkaufs im Kühlschrank, bis er verdorben war (ähnlich bei der "Schweine-Grippe": nur 22 Millionen der 50 Millionen von der Regierung bestellten Impf-Dosen wurden verspritzt; bereits gelieferte Impfstoffe im Wert von fast 300 Millionen € mußten 2011 wegen Ablauf des Verfalls-Datums entsorgt werden - Österreich hatte dasselbe Problem, konnte aber einen Teil seiner nutzlosen Impfstoffe an den Iran verkaufen und den Rest verschenken).

Wenn die angebliche "Not"- und "Ausnahme-Situation" (faktisch der propagandistische Betrug zugunsten der Pharma-Profite: siehe o.g. "Arte"-Doku) von 2009/10 elf Jahre später wegen des kurzen Gedächtnisses der Untertanen problemlos wiederholt werden konnte, kann das auch jederzeit wieder passieren - also Vorsicht: nächstes mal lieber arm dran (1 oder 2 Wochen Grippe**), als in den Arm rein !
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* wozu sind Kennedy-Mord- (oder z.B. auch "NSU"-)Akten eigentlich für 50 und mehr Jahre "geheim"? Schon 10 Jahre später interessierte sich jeder nur für die "Öl-Krise" und keiner hätte sich aufgeregt, wenn der Kennedy-Mord genauso als CIA-Aktion enthüllt worden wäre, wie der gewaltsame Sturz Mossadeghs (Operation Ajax – Wikipedia) 10 Jahre zuvor, oder die Ermordung Lumumbas, Sankaras, Allendes usw. usw....
** ein Bekannter von mir läßt sich unbelehrbar alljährlich im Herbst die reguläre "Grippe-Impfung" verpassen, obwohl er daraufhin sofort jedesmal verläßlich für 1-2 Wochen Grippe hat, und das dann noch mehrmals im Verlauf des Winters...

Samstag, 4. Mai 2024

Militarisierung und Aufrüstung machen den Westen (und die ganze Welt) noch unsicherer

Der  Artikel von Fabian Scheidler in der "Berliner Zeitung" (Nahostkonflikt, Ukraine-Krieg: Militarisierung und Aufrüstung machen den Westen noch unsicherer (msn.com), 4.5.2024) hat die aktuelle Lage auf den Punkt gebracht - dem ist (außer ein paar emotionalen Kraft-Ausdrücken) kaum etwas hinzuzufügen.

Scheidler hat bereits 2015 mit dem sehr empfehlenswerten Buch "Das Ende der Megamaschine. Geschichte einer scheiternden Zivilisation" (Das Ende der Megamaschine - Das Ende der Megamaschine) eine gut lesbare und engagierte, aber historisch sachliche und begründete Abrechnung mit dem herrschenden Kapitalismus veröffentlicht, die in die gleiche Richtung wies: die Menschen-verachtende "neo-liberale" Idee des militärisch-finanz-industriellen Komplexes und ihrer globalen "Krisen"-Profiteure hat sich überlebt - Rüstungs-Fetischisten und Kriegs-Phrasen-Drescher wie Vonderleychen, Pisstorius und seine ex-"grünen" Adjutanten und -onkel bedienen sich offen der Rhetorik der 1.-Weltkriegs-Treiber, und das, was volkt, erstarrt vor Angst vorm "Erbfeind" (damals Frankreich und England, diesmal Rußland), wie 1914 die Mehrheits-"Sozial-Demokraten" und die empfindsamen "Expressionisten", die sich reihenweise für´s "Vaterland" geopfert haben*...

Wenn man sieht, wie wenig Scheidlers "Ende der Megamaschine" und ähnliche Aufklärung bisher  im "gesunden Menschen-Verstand" bewirkt hat, möchte man am liebsten in Voltaire´s Arroganz verfallen, daß "der Pöbel es nicht wert ist, aufgeklärt zu werden" und "40.000 aufgeklärte Philosophen" zur Lenkung eines Staates genügen, oder man wird von Liebermanns Würgereiz befallen.

Wacht auf, Verdummte dieser Erde !
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die "Kunst" ging, bis auf Edward Hopper, Christian Schad und ein paar weitere standhafte, leider trotz der patriotisch gelichteten Reihen weiter ihren verhängnisvollen "expressionistischen" Gang zur a-politischen "Gegenstands-Losigkeit", während Hopper bis zu seinem Tod (1967) unberührt von der Mode(rne) vernünftiger-weise darauf beharrte, daß er, wenn er nichts mitzuteilen hätte, nicht malen würde...

Donnerstag, 2. Mai 2024

Unser Mann in Havanna - und Guillaume in Bonn

Etwas voreilig hat "Arte" zum 75. Jahrestag der Gründung der Bundesrepublik (23.5.1949) am 2.5. eine Doku über Günter Guillaume gebracht, den DDR-"Spion im Kanzleramt" ("Willy Brandt und der Spion, der ihn stürzte - Die ganze Doku | ARTE) , wegen dessen "Enttarnung" Willy Brandt am 6.5.1974 zurückgetreten ist (was ein interessanterer Jahrestag gewesen wäre).

Die Beweislage scheint nach wie vor mager zu sein: nachdem der Brandt-Intimus Guillaume und seine Frau in Verdacht geraten waren, wurden sie lange vom "Verfassungsschutz" beschattet und abgehört, aber beiden konnten weder "Spionage"-Tätigkeit, noch kompromittierende Kontakte nachgewiesen werden - also wurde eine früh-morgendliche Razzia mit Haus-Durchsuchung befohlen, bei der das Ehepaar verhaftet, aber wiederum nichts belastendes gefunden wurde...

Wenn Guillaume nicht so blöd gewesen wäre, im Halbschlaf den einbrechenden Bullen zu erzählen, er sei "Offizier der Nationalen [DDR-]Volks-Armee und der StaSi" und erwarte, "als Offizier behandelt" zu werden, wäre mangels Beweisen vermutlich nicht viel passiert - so aber blieben er und seine Frau in Haft und wurden zu 13 bzw. 8 Jahren verurteilt (die "StaSi" holte ihren 17-jährigen Sohn und dessen Großmutter in die DDR, und später auch die Eltern im Rahmen eines "Agenten-Austauschs").

Im Prozeß wurde als einziges Indiz für "Spionage" angeführt, daß Guillaume während eines gemeinsamen Urlaubs von seiner und Brandts Familien in Norwegen einmal ein "geheimes NATO-Schreiben" an Brandt zu Gesicht bekam: die hohen Haftstrafen waren offenbar hauptsächlich für die "Unverfrorenheit", als "Ossi" in solche West-Regierungs-Nähe aufzusteigen, und nicht für tatsächliche "Spionage"-Erfolge: die hielten sich wahrscheinlich genauso in Grenzen, wie die von des britischen Geheimdienstes "Mann in Havanna" (der Staubsauger-Vertreter mit den erfundenen militärischen Informationen in Graham Greene´s genialem Roman von 1958, kurz vor Castro´s Revolution - vgl. den genialen Comic "Cuba ´42. Die Perle der Karibik" von O. De Angelis und A. Brandoli, 1991, dt. bei Carlsen 1994).

Das Ehepaar Guillaume war 1956 aus Ost-Berlin nach Frankfurt/M. übergesiedelt und hatte (angeblich mit "StaSi"-Finanzhilfe) einen Kaffee- und Zigarren-Laden eröffnet, und erst 10 Jahre später begann Günter Guillaumes "Aufstieg" in der "SPD" und 1972 zum "persönlichen Referenten" von Kanzler Brandt, den er (Guillaume) offensichtlich verehrte und mit ziemlicher Sicherheit nicht "stürzen" wollte, woran auch der DDR-Führung angesichts von Brandts "Entspannungs-Politik" nichts lag.

Aber das Einschleusen eines DDR-"Agenten" ins Kanzleramt galt natürlich, ungeachtet der realen oder irrealen "Gefahr", als "kriminell", sofern es nicht im "Kalten Krieg" umgekehrt von westlicher Seite versucht und praktiziert wurde - kurz: Brandt hatte sich nichts vorzuwerfen (außer dem davon unabhängigen "Radikalen-Erlaß", vulgo "Berufs-Verbote") und hätte wegen Guillaume nicht zurücktreten müssen...

Die Heroisierung des repatriierten Ehepaars Guillaume in der DDR als "anti-imperialistische Kämpfer" und "Kundschafter des Friedens" erinnert wieder an Greene´s "Mann in Havanna": lieber, als Nutzlosigkeit und Geld-Verschwendung zuzugeben, verteilen die Geheimdienste Orden und neue Pfründe im Austausch gegen mafiose omertà (Schweige-Pflicht).

"Spione" sind generell überbewertet (vgl. den genialen Comic "Die Sache mit [Richard] Sorge - Stalins Spion in Tokio" von Isabel Kreitz, 2008: Sorges Warnung vor dem bevorstehenden deutschen Überfall auf die Sowjetunion wurde von Stalin ignoriert...).