Dienstag, 9. April 2024

Untergang durch "Künstliche Intellligenz"

Der laut Heise Online "renommierte" britische Astronom Michael Garrett wundert sich in einem Artikel in "Acta Astronautica", daß es noch keine Antwort (etwa wie im "schlechtesten" Film aller Zeiten: "Plan 9 aus dem Weltall" von 1959?) auf die irdischen Kontakt-Anfragen aus dem Weltall gibt, wo es doch angeblich Millionen von "Exo-Planeten" geben soll, auf denen Erd-ähnliches Leben möglich wäre. 

Seine Vermutung ist, daß "Zivilisationen", die auf unserem Stand und also in der Lage zu antworten wären, möglicherweise bereits ausgestorben sind, weil das Zeit-Fenster zu klein war - denn eine "Zivilisation" ähnlich der unseren hätte auch unser Problem: der technologische "Fortschritt" beschleunigt sich dermaßen exponentiell, daß seine "Schöpfer" nicht mehr damit Schritt halten können, und eine immer autonomere "künstliche Super-Intelligenz" entsteht, die in kurzer Zeit entweder wegen zu schneller oder wegen fehlerhafter "Entscheidungen" Katastrophen verursacht, oder aber die Menschen (oder eben andere galaktische "Zivilisierte") aus "rationalen" Gründen für überflüssig hält und entsorgt (ersteres passiert schon manchmal teilweise beim Computer-generierten Highspeed-Börsenhandel und bei digitalen Auto-Piloten und "intelligenten" Waffen, und letzteres ist Thema von immer mehr "Hollywood"-Dystopien, wie "Terminator", "Rollerball", "Quintett", "Blade Runner", "Matrix", "Ex Machina" usw.) - kurz: nach Garrett hat eine "Zivilisation" auf unserem Stand nur noch eine kurze Lebensdauer, während unsere Kontakt-Anfragen zu 5 oder 1000 oder Millionen Lichtjahren entfernten Orten unterwegs sind.

Abgesehen davon, daß mir "Exo-Planeten" und "Voyager"-Botschaften am Arsch vorbei gehen und ich auch nicht an Garrett´s "Vorab-Lösung" (nämlich den Mars zu besiedeln, bevor "KI" die Menschheit oder die Erde zerstört) glaube, hat der Mann wohl recht: wo Algorithmen die Ökonomie bestimmen, Roboter bald alles produzieren und "künstliche Intelligenz" á la "Chat GBT" die menschliche Kreativität immer täuschender imitiert, ist die Menschheit bereits überflüssig - außer als Konsument, und eine digitale "Vernunft" wird schnell erkennen, daß es ökologisch sinnlos ist, materielle und geistige Konsumgüter für überflüssige Konsumenten bereit zu stellen, und wird sich nach Abschaffung der Menschheit selbst abschalten, um Energie zu sparen...

Ein "Noir-Hollywood"-Ende der Geschichte wäre, daß just nach diesem Herunterfahren der irdischen "KI" endlich eine außerirdische "KI" erstmals versuchen würde, Kontakt mit uns aufzunehmen, und zu hören bekäme: "Tuut - der Teilnehmer ist leider nicht mehr unter dieser Nummer erreichbar."

Die von "Fortschritts"-triefender Werbung der High-Tech-Konzerne vernebelten Menschen scheint diese Aussicht nicht zu beunruhigen - oder vielleicht beruhigt sie die Aussicht, dann nicht mehr ständig das neuste Phone kaufen zu müssen? Und etwa daher der grassierende Rückfall in Weltkriegs-Morbidität von soldatischen Mördern, Selbstmördern, Amokläufern, Waffen-Händlern, Katastrophen-Spekulanten, Schreibtisch-Tätern und deren eilfertigen Propagandisten?

Wie wär´s mit ein bißchen natürlicher Intelligenz?

Montag, 8. April 2024

Ukraine: ist das nun ein "Krieg" oder eine Stammes-Fehde aus "Gulliver´s Reisen"?

Wladimir hat die evakuierte Kleinstadt Kuladonsk eingenommen, "Wolodomir" hält unter großen Verlusten das zerstörte Dorf Balodinsk... Wladimirs Abwehr hat 13 Ukro-Drohnen abgeschossen, "Wolodomirs" Abwehr 9 Russen-Drohnen - im russischen Donbass 3 Tote und 9 Verletzte durch "Wolodomir", im ukrainischen Charkiw 5 Tote und 3 Verletzte durch Wladimir... Es wird langsam langweilig.

Nachrichten, wie aus dem sinnlosen "Dolomiten-Krieg" (1915-18, siehe U. Nettelbeck, ²2014), wenn auch nicht vergleichbar mit den Millionen Toten der US-"Golf-(usw.-)Kriege" oder dem aktuellen Gemetzel in Gaza, wo (zu einem guten Teil mit deutschen Waffen) seit 6 Monaten im Durchschnitt 200 Palästinenser pro Tag getötet werden und nochmal doppelt so viele verletzt - fast alle Zivilisten und darunter tausende Kinder... (Abgesehen davon, daß das Israeli-Regime als "Jehovas zornige Rache" inzwischen drei Viertel aller Wohnungen, Krankenhäuser usw. in Gaza zerbombt hat und durch seine Blockade 1-2 Millionen Palästinenser mit einer sanitären und Hunger-Katastrophe bedroht - kurz: mit einem Völkermord, dem der "Werte-Westen" nicht nur mit schwachem Unbehagen zuschaut, sondern nach wie vor Waffen liefert...)

Solche alt-testamentarischen "Hiobs"-Botschaften gibt es trotz propagandistischer Fernseh-Bilder vom russischen Vorgehen in der Ukraine nicht: die größte Bedrohung jenseits der unvermeidlich desolaten "Front" ist Strom-Ausfall durch russische Angriffe auf  militärisch relevante Infra-Struktur - das nervt natürlich, ist aber kein Völkermord.

Wie kann irgendein Ukrainer (dessen Armee-Chef inzwischen noch dazu "ethnischer Russe" ist) so verblendet sein, ein paar Quadratmeter "nationaler territorialer Souveränität" rund um seinen archaischen Schützen-Graben (zu einem guten Teil mit deutschen Waffen) unter Einsatz des eigenen Lebens gegen einen vielfach überlegenen "Feind" zu "verteidigen", der seinerseits sinnlos die Leben seiner Soldaten opfert, weil er sich aus strategischen Gründen nicht traut, seine militärische Überlegenheit zu demonstrieren (also weil die NATO-Propagandisten nur auf solch einen Beweis der "Unmenschlichkeit" warten, um mit mehr als Waffen-Lieferungen einzugreifen...).

Nun, auch so sterben Menschen für einen Scheißdreck: rechts-nationalistische oder zwangs-rekrutierte Ukros für den territorialen Herrschafts-Anspruch ihrer Oligarchen, und aus allen ethnischen Regionen zusammen-gezogene russische Soldaten gegen die Unterdrückung ihrer "Volks-Genossen" in  der neo-nationalistischen "ukrainischen" ex-Sowjet-Republik, die genauso verwaltungs-willkürlich war, wie die "ethnische" Grenzen überlagernden jugoslawischen Bundes-Republiken, deren Staat nichtsdestotrotz genauso gut oder schlecht funktioniert hat, wie die "Union der Sowjet-Republiken" (samt ihrer autonomen Regionen), die "Vereinigten Staaten von Amerika" (außer ihren Indigenen-"Reservaten") und wie die "Bundes-Republik Deutschland". (siehe meinen Eintrag vom 13.3. zur Absurdität von "Patriotismus")

Sonntag, 7. April 2024

In 20 von 25 "großen Demokratien" weniger als 50% Zustimmung für Regierungs-Chefs

Die deutsche Schlagzeile zur "Morning Consult"-Umfrage der "N.Y.Times" war: "Scholz einer der unbeliebtesten Regierungs-Chefs" (nur 22% "Zustimmung" von dem, was volkt) - da frohlocken die "Taurus"-Lieferungs-willigen Kriegstreiber in den deutschen Medien und Ministerien natürlich aus anderen Gründen, als ich...

Verschwiegen wird, daß laut der Umfrage in sämtlichen erwähnten europäischen "Demokratien" (außer der Schweiz und neuerdings Polen) die Zustimmung für die Regierungs-Chefs nur bei 17 (Tschechien) bis 43% (ausgerechnet die post-faschistische Meloni Italiens) liegt: also größtenteils bei weit unter der Hälfte der Bevölkerung (Macron z.B. 23%, Sunak 26%) - desgleichen in den USA, Kanada, Australien (dort immerhin 48% der vorherrschenden Rednecks), der Türkei, Südafrika, Süd-Korea und Schlußlicht Japan (17%): also in allen "Vorzeige-Demokratien" westlichen Musters*... Wie das wohl kommt, wo "unsere Wahlen" doch über jeden Zweifel erhaben sind?

Die größte Zustimmung (78-62%) haben laut der Umfrage witzigerweise die "Herren der Fliegen": die schillernden Präsidenten der "Krisen-Demokratien" Ultra-Hindu-Indien, Drogen-Kartell-Mexiko und Kettensägen-Massaker-Argentinien...

In der Liste fehlen natürlich Rußland (siehe meinen Eintrag vom 30.3.), die Ukraine, Israel, Syrien, Irak, Indonesien, Malaysia, die Philippinen, Nigeria und ein paar andere bevölkerungsreiche Pseudo-"Demokratien", ganz zu schweigen von dem knappen Fünftel der Weltbevölkerung in China mit seiner "StaMoKap-Partei-Räte-Demokratie", die sich offenbar großer Beliebtheit erfreut.

"Wählen ist Unfug!" (Walter Ulbricht) - und wenn es was verändern würde, wäre es verboten: "Demokratie" (zumindest die parlamentarisch-repräsentative) ist, wie schon bei den antiken Griechen und in der US-amerikanischen und in der französischen "Revolution", eine Schimäre, ein Phantom-Wort zwecks Unterdrückung und Ausbeutung der Untertanen, wie ein paar wache Geister (Tocqueville, Kürnberger usw.) schon seit bald 200 Jahren erkannt haben.
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* Brasiliens Lula wird je nach veröffentlichter Version (?) der Umfrage mal mit mehr, mal mit weniger als 50% Zustimmung gelistet

Samstag, 6. April 2024

Führer von "D-Radio-Kultur" stellt sich dumm gegen "Besteuerung der Reichen"

Heute (6.4., 17h30) hat in der "D-Radio-Kultur"-Sendung "Tacheles" (?) eine gewisse Susanne Führer mit Till Kellerhoff, Programm-Direktor des "Club of Rome", über sein aktuelles Buch "Besteuert die Reichen!" (um die Kosten für die Klima-Rettung aufzubringen) geredet, bzw. ihm ständig widersprochen und eingehakt, daß sie ihm "nicht folgen mag", und zwar nichtmal bei seinen einleuchtendsten ökonomischen Beispielen...

Das europa- und weltweite Einschwenken der "Wähler" auf Rechts-Populisten wollte sie nicht als Zeichen einer sozialen Krise erkennen, obwohl hauptsächlich ökonomisch Abgehängte solche Protest-"Wahl" treffen, sondern eher als "bestenfalls demokratische Krise innerhalb von freien Wahlen" - und überhaupt wollte sie keine soziale Krise sehen, da doch "Armut und Reichtum relativ" seien: "wir alle" seien doch reich im Vergleich zu einem Großteil der Menschheit - ihre Anmoderation, daß weltweit, und eben auch bei "uns", die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer werden, und daß dieser Prozeß sich aktuell beschleunigt, war vergessen...

Daß ihr Vorschlag, statt Vermögen und Erbschaften zur Rettung des Klimas zu besteuern, nach dem "Verursacher-Prinzip" zu besteuern (also für individuelle Verantwortung für CO²-Ausstoß, Umweltschädigung usw. sowohl durch Produktion, als auch durch Konsum), bedeuten würde, daß die Ärmeren dann die größte Last tragen würden, weil alles auf die Preise aufgeschlagen würde (siehe die sogar grundlose "Mehrwert-Steuer") und Menschen, die mehr oder weniger ihr gesamtes Einkommen für den Lebens-Unterhalt verbrauchen, in die Armut absinken würden, während Reiche ein paar lästige (einkommens- und vermögens-unabhängige) Luxus-Steuern aus der Porto-Kasse bezahlen könnten, will sie nicht einsehen: J. Bezos müßte doch dann für seinen Vergnügungs-Raumflug "mehr CO²-Steuer" bezahlen, als der bodenständige Bürger, der sich keine Rakete leisten kann... Führer hat wohl das trügerische Dezimal-System nicht verstanden und hat keine realistische Vorstellung von "Milliarden" - denn wer eine Vorstellung davon hat, ist nicht nur für geforderte "Mindest-Löhne", sondern auch für erlaubte "Höchst-Vermögen": ohne revolutionäre Verhältnisse und unter gewohnten "westlichen" Bedingungen sollten die beim besten Willen nicht bequem auskömmliche 1 oder 2 Millionen € übersteigen dürfen - wie auch immer gewordene Milliardäre müßten also 99% Vermögens-Steuer bezahlen, und nicht die lächerlichen 4-5%, die Kellerhoff erwähnt (während jeder Mittelklasse-Bürger 30% Einkommens-Steuern plus indirekte Steuern zahlt, also insgesamt mehr, als die mittelalterlichen Leibeigenen mit ihren "Zehnten"...).

Aber das beste zum Lachen oder Weinen kam ja noch: in der "Ungleichheits-Frage" müsse man laut Führer auch mal bedenken, daß Super-Reiche wie Bezos mit "Amazon" immerhin "Millionen Arbeitsplätze schaffen" - als seien "seine" Gewerkschafts-Tarif-losen "Arbeitsplätze" nicht mit die miesesten in der "zivilisierten" Welt und als würde sein Reichtum nicht auf deren Ausbeutung basieren, und als sei sein ganzes Geschäfts-Modell nicht sozial und ökologisch absurd und gleichzeitig anderswo für Arbeitsplatz-Vernichtung verantwortlich, und als müßten nicht aus rationalen, ästhetischen, ökonomischen und ökologischen Gründen sowieso die Hälfte aller "Arbeitsplätze" (sprich: der Kapitalismus) abgeschafft werden, weil kein Mensch immer mehr Plastik-Müll oder "neue Modelle" von immergleichen Autos oder Elektro-Geräten braucht...

Der arme Kellerhoff blieb angesichts der reaktionären Borniertheit von Führer dermaßen freundlich, höflich und konziliant, daß ich die Sendung zwecks Vermeidung von Brechreiz nicht zuende hören konnte. - Und für diesen "öffentlich-rechtlichen Rundfunk" bezahl ich auch noch (einkommens- und vermögens-unabhängige) Zwangs-Gebühren: nämlich monatlich genauso viel, wie z.B. der "Lidl"-Multi-Milliardär Schwarz, dessen Propaganda dort letztlich läuft... (obwohl der vielleicht hintenrum dafür noch ein bißchen mehr "investiert", wie ich gerne zugeben will...)

Donnerstag, 4. April 2024

US-Journalist nach Rußland-Reise "schockiert"

Der frühere Rußland-Korrespondent von "N.Y. Times" und "Reuters" J. Varoli ist kürzlich trotz aller US-Warnungen an ihre Bürger nach Rußland gereist und war "schockiert", wie wenig das Land und seine Bewohner dem westlichen Propaganda-Bild entsprechen: "Dies war mein erster Besuch seit fünf Jahren. Anstelle der [westlichen] Lügen und Desinformationen offenbarte meine Reise ein Land mit einer lebendigen Zivilgesellschaft, in der die Menschen weitaus mehr Freiheit, wirtschaftliche Möglichkeiten und sozialen Schutz genießen als wir im Westen" - also jedenfalls in den USA, dem Jammer-Beispiel der westlichen "Demokratien".

Sein Bericht (Why Biden Doesn't Want Americans to Visit Russia (substack.com)) müßte bei jedem denkenden Menschen, auch wenn er Varoli´s regelrechte "Begeisterung" nicht teilen mag, zumindest den Glauben an das "mittelalterlich-böse russische Imperium" unter "Putins Diktatur" ins Wanken bringen, wenn nicht zur Einsicht führen, daß Rußland ein ganz normaler "zivilisierter" Staat (mit den auch bei "uns" üblichen Mängeln) ist, mit dem man ganz "rational" und auf Augenhöhe verhandeln sollte.

Das gilt sogar für Rußland (und auch China) mehr, als z.B. für die korrupten "Ausnahme-Zustands-Militär-Regimes" der Ukraine und Israels, oder für die feudal-islamistischen "befreundeten" Öl-Scheiche, oder für diverse "verbündete" Pluto- und Autokratien der "3. Welt" von Peru über Tunesien und Kasachstan bis nach Thailand, Indonesien und zu pazifischen "Steuer-Oasen"...

Was die "auch für unsere Demokratie kämpfende" Ukraine betrifft, hat im Sept. 2023 "The Economist" über ein Kritiker-Ermordungs-Programm des Ukro-Geheimdienstes (bereits seit 2015) unter Anleitung der "CIA" berichtet (Inside Ukraine’s assassination programme (economist.com), und: Ukrainian spies with deep ties to CIA wage shadow war against Russia - The Washington Post), und kürzlich hat "Le Figaro" (28.3.) die Folgen der von Selenski im Febr. 2021 verhängten Zensur und Medien-Gleichschaltung aufgelistet: über 70 getötete Journalisten und 250 verbotene Medien - ganz zu schweigen von der gleichzeitigen Ausschaltung der parlamentarischen Opposition durch Selenski: daher (und wegen dem Ukro-Helden-Kult um "SS"-Kollaborateure) Rußlands Rede vom "neo-nazistischen Ukro-Regime" seit dem Putsch von 2014...

Dagegen ist Rußland nunmal tatsächlich mindestens so "demokratisch", wie die europäischen Pseudo-"Demokratien".

Mittwoch, 3. April 2024

Die Rückkehr des Mammuts: Elefanten aus Botswana importieren - "Future Primitive"

Der Präsident von Botswana will laut "Bild-Zeitung" Deutschland 20.000 Elefanten schenken, falls sie trotz des schlechten Wetters in freier deutscher Wildbahn leben dürfen - das ist seine Antwort auf das "grüne" Import-Verbot von "afrikanischen Jagd-Trophäen", die neben Diamanten ein wichtiger Wirtschafts-Zweig des armen Botswana sind. (Ein entsprechendes britisches Trophäen-Verbot hat Präsident Masisi mit einem Angebot von "10.000 Elefanten für den Hyde Park" gekontert.)

Durch effektive Bekämpfung der Wilderei ist nämlich die Zahl der wilden Elefanten in Botswana seit 1980 von 50.000 auf heute 130.000 (ein Drittel des gesamt-afrikanischen Bestands, der bereits teils nach Namibia und Mosambik "exportiert" wird) angestiegen und muß durch Bejagung reguliert werden, da die Elefanten Menschen und Dörfer angreifen und Felder verwüsten - vor allem in Botswana und Namibia ist inzwischen die Wilderei durch regulierte weitgehend "ethische Bejagung" ersetzt, wogegen z.B. das beliebte "Foto-Safari-Land" Kenia mit seinem Verbot von "Trophäen-Jagd" seit 1977 rund 60% seiner Wildtiere durch Wilderei und Lebensraum-Vernichtung verloren hat...

Nichtsdestotrotz beklagen Tierschützer aus den ex-kolonialistischen Ländern, deren betuchte "Großwild-Jäger" das Abschlachten und den Elfenbein-Handel begonnen hatten, daß es um 1900 noch rund 10 Millionen Elefanten in Afrika gab, die bis 1970 auf 1 Million und bis 1980 auf 300.000 dezimiert waren und sich nun langsam "erholen"...

Die Europäer haben leicht reden: sie haben seit der Steinzeit die Mammuts, die Raubkatzen, die Wisente (und in Nord-Amerika zuletzt noch die Bisons), die Wildpferde, die Bären, die Wölfe und die großen Greifvögel zugunsten ihrer Landwirtschaft ausgerottet und mußten bloß die Ernte-Verheerungen der zum Jagd-Vergnügen des Adels gehegten Rehe, Hirsche und Wildschweine ertragen, die sie bei Strafe selbst nicht jagen durften - von den "primitiven" Afrikanern erwartet die in Natur-"befreiten" Exklaven hausende verspätete Naturschutz-"Intelligentsia" dagegen, sich mit "steinzeitlichen" Verhältnissen zu arrangieren: also z.B. mit der Gefahr von Elefanten-Angriffen, und nicht nur mit Mehl-Motten in der Küche und sieben scheuen illegal aus Polen eingewanderten Wölfen in Brandenburg und einem einzelnen "unberechenbaren" Bären in den bayrisch-österreichischen Alpen...

Aber Masisi bietet mit seinem "Geschenk" den arroganten ex-Kolonialisten nicht nur archaische Alltags-Erfahrung an (siehe J. Zerzan: "Future Primitive", 1994), sondern weist auch darauf hin, daß den "grünen" Kapitalististen die afrikanischen Tiere wichtiger sind, als die sich leider ebenso vermehrenden afrikanischen Menschen - schon in Orwell´s "1984" war Afrika nur noch der "Ground Zero" für die rituellen Kriege der beiden Weltmacht-Blöcke (vgl. den brillianten spät-kapitalistischen Comic "Stratos" von M. Prado, wo Afrika ein "Steinzeit-Abenteuer-Disneyland" ist, sowie dessen Parodie auf "Jurassic Park" im "Alltäglichen Wahn II)...)

P.S. Ich bin weder für die Ausrottung der wirklich beeindruckenden und vermutlich "intelligenten" Elefanten oder der weniger beachteten, aber noch gefährlicheren Nilpferde (sondern für eine ökologisch gesunde Arten-Vielfalt), noch für eine auch auf traditioneller Verblendung beruhende "Bevölkerungs-Explosion" in der "3. Welt" (sondern für eine Revision des kapitalistischen Systems, das die ökologische Katastrophe, die Über-Bevölkerung der Entrechteten und deren Flucht-Ursachen erzeugt hat) - also für Ausrottung der mono-theistischen Religionen, für "Pille", Recht auf Abtreibung und soziale Absicherung, die Frauen nicht zwingt, 10 oder 15 Kinder zu gebären, damit wenigstens 3 oder5 Überlebende sie und ihren Mann im Alter versorgen - was der globale Kapitalismus der Mehrheit der Menschen, dem Sub-Proletariat der "3. Welt", nach wie vor zumutet.

Montag, 1. April 2024

2 Jahre ungeklärtes "Massaker von Butscha" - ein kleines "9/11"

Am 1. April 2022 rückte ukrainisches Militär in den von russischen Besatzern drei Tage zuvor verlassenen Vorort von Kiew, Butscha, ein - das Ukro-Video des Einzugs zeigte verödete Straßen, und der am selben Tag interviewte Bürgermeister äußerte sich (ungetrübt von eventuellen "Massakern") freudig über die "Befreiung"...

Drei Tage später, also eine knappe Woche nach Abzug der Russen, liegen plötzlich Leichen auf den Straßen und der bisher (ähnlich wie "Ground Zero" 2001) abgesperrte Ort wird für Journalisten geöffnet, um ihnen ein angeblich "russisches Kriegs-Verbrechen" zu offenbaren, das bis heute unbewiesen als Symbol und "Beweis für russische Greueltaten" herhalten muß.

Krieg ist "Schlaf der Vernunft" (wie man aktuell bei Pisstorius, B-Bock, Vonderleychen, "Strack-Rheinmetall" & Co. sieht) und "gebiert Ungeheuer" (wie man bei Goya schon 1799 sah) früher oder später auf allen Seiten, aber es gibt keinen Grund, warum Russen beim Abzug aus Butscha infolge der kurz vor dem Abschluß stehenden "Istanbuler Verhandlungen" zu einer Einigung mit der Ukraine schnell noch ein Massaker hätten begehen sollen - dagegen gab es die Ankündigung der Ukros, in "befreiten" Gebieten (wie schon seit 2014 an der Donbass-Front) "standrechtlich" gegen vermutliche und vermeintliche "Russen-Kollaborateure" vorzugehen, und viele der Leichen in Butscha trugen weiße Armbinden: das Erkennungs-Zeichen der Russen...

Im Gegenteil müssen die russischen Soldaten erleichtert gewesen sein, daß ihr militärisches Eingreifen gegen das ausgerastete "Brudervolk" schon nach 5 Wochen zu Verhandlungen geführt hatte und sie hätten nachhause gehen können - wenn nicht die NATO das Ukro-Regime zur Weiterführung des Kriegs verdonnert hätte (siehe meinen Eintrag vom 10.3.2024 und die von Frühjahr 2022): zur Rechtfertigung des Abbruchs der "Istanbuler Verhandlungen" kam "Butscha" genauso zur rechten Zeit, wie die gefälschten "Massen-Gräber" im Kosovo für die Bombardierung Serbiens, oder die gefälschten Fläschchen voll irakischer "Massen-Vernichtungs-Waffen" für den US-Angriffskrieg gegen Saddam... (siehe meinen Eintrag vom 24.3.2024 zum "Inside-Job" á la "9/11")

Zur Sicherheit zitiert die Ukro-Propaganda angebliche Zeugen aus Butscha, die von "tschetschenischen" und "burjatischen" (also gemäß dem populären Rassismus "barbarischen") russischen Besatzer-Truppen reden, denen jede vor-zivilisatorische Schandtat zuzutrauen ist - wobei der Kreml natürlich seine "Barbaren" angeblich gezielt einsetzt... (was man von den "patriotischen" Ukro-Nazi-Milizen allerdings nicht sagen darf...)

Nach allem, was man aus der herrschenden (Kriegs- und Sieger-)Geschichts-Schreibung weiß, sind russische Greueltaten natürlich nicht unmöglich, aber die vom Westen anstandslos übernommene Ukro-Theorie zu Butscha ist nunmal genauso unbewiesen, wie die US-Regime-Theorie zu "9/11", und man kann fataler-weise zu recht mit Goebbels sagen: "Eine Lüge muß nur groß genug sein, damit sie geglaubt wird." Dem entsprechend hielt man es nichtmal für nötig, die weißen Armbinden von den Leichen zu entfernen oder so zu tun, als verwesten sie schon über eine Woche lang auf den Straßen: für das, was in Europa volkt, war die unbereinigte Darstellung gut genug.