Mittwoch, 11. Oktober 2023

"Likes" für Kriege

Kaum war die Nachricht vom Aufstand der "Hamas" angekommen, schon hat Deutschland Israel Drohnen geschickt...

Und kaum hatte er das gehört, ist der kleine Mann mit dem irren Blick sofort von Kiew nach Brüssel geflogen, um unangekündigt vor dem NATO-"Verteidigungs"-Minister-Treffen wütend zu jammern, man möge jetzt bloß wegen dem "neuen" Krieg nicht die Ukros vergessen und gefälligst ihnen weiter Waffen schicken, und zwar sofort und noch mehr! Stoltenberg hat ihm mit väterlichem "Jaja" auf die Schulter geklopft, der Holländer und der Däne haben jovial Verbrauchs-Material für paar-hunderttausend € zugesagt, wenn auch nicht für sofort, und der kleine Mann mit dem irren Blick fragte sich, ob ihm etwa so kurz vor seinem visionären Endsieg der verschlagene Netanjahu den Medien-Rang abgelaufen habe, indem er trotz eventueller Geheimdienst-Warnungen den Ausbruch der "Hamas" aus Gaza zuließ... (So wie er, der Kleine mit dem irren Blick selbst, mit anglo-amerikanischer Rückendeckung die russische Intervention im Donbass provoziert hatte...)

Nun, die unsichtbare Hand des freien Marktes (sprich: die Spekulanten an den Börsen) wird klären, welcher Krieg lukrativer ist: nicht umsonst wächst in den reichen Ländern sowohl die Zahl der Milliardäre, als auch die der Obdachlosen und "Tafel"-Kunden - die "Palästinenser" von morgen?
(siehe Unsichtbares Komitee: "Der kommende Aufstand", dt. 2010)

Sonntag, 8. Oktober 2023

Israelische bleierne Zeit

Die "Hamas" startet einen ebenso militanten und verbissenen, wie ebenso aussichtslosen Kampf gegen die israelischen Ultras, wie einst die RAF gegen die kapitalistische NATO-BRD (man fragt sich immerhin, wie dieses elende Gaza-Ghetto "5000 Raketen" produzieren kann - davon war die RAF weit entfernt...) - jetzt ist also Israel "im Krieg", und nicht bereits seit der Eroberung von Westbank und Gaza (1967), oder zumindest seit seine rechts-nationalen Regierungen die Apartheid verstärkt, orthodoxe Fundamentalisten und ultra-nationalistische "Siedler" im besetzten West-Jordan gefördert, bei "Razzien" regelmäßig Palästinenser getötet und brutale "Vergeltungs"-Schläge gegen palästinensische Zivilisten geführt haben - ähnlich wie die Ukros erst seit der russischen Intervention "im Krieg" sind, und nicht bereits seit 2014, nämlich seit sie ihre autonomistischen Provinzen bombardieren; und wie die USA erst seit "9/11" gegen einen vagen Terror "im Krieg" sind, und nicht bereits permanent seit 1899 (Philippinen und Hawaii) mit weltweiten Militär-Interventionen.

Die angeblich geistigen Erben ehemaliger Holocaust- und anderer Pogrom-Überlebender dürfen offenbar selbst faschistoide Methoden anwenden - eine Art Narren-Freiheit aufgrund großväterlichen Traumas, die das "Völkerrechts-interessierte" B-Bock und das reaktionäre Roboter-Vonderleychen (nicht als erste und einzige) "legitim" finden. Auch wenn selbst die herrschenden Medien inzwischen unbehaglich von einer "rechts-religiösen" israelischen Regierung sprechen, ist doch jede Kritik an dieser als "Anti-Semitismus" verschrien: das trifft selbst den "linken" Menschenrechtler Roger Waters (ex-"Pink Floyd"), der im Einklang mit "Amnesty International", "Human Rights Watch" und dem "UN-Sonder-Bericht-Erstatter" Israel als "Apartheids-Staat" bezeichnet und analog zum ehemaligen Südafrika zum Boykott Israels aufruft... Ironischerweise hat wohl auch die Konzentration des Militärs auf den Schutz der illegalen "Siedler" im besetzten Osten ("Westbank") die Offensive der "Hamas" aus dem Westen erleichtert...

Nicht die "9/11"-Skeptiker, die "Corona"-Impfgegner, die Klima-Aktivisten, die Friedens-Bewegung und die "Putin-Versteher" sind "Querfront" und "nach rechts offen", sondern die internationalen Vertreter der "Staats-Räson", die Neo-Faschisten in Israel und in der Ukraine unterstützen und einen taktischen Unterschied bei Frauen-Unterdrückung und Prügel- und Todesstrafe zwischen dem verteufelten Iran und dem "befreundeten" Sau.-Arabien machen (oder zwischen den eigenen massenhaften "Kollateral-Schäden" beim Überfall auf den Irak, Libyen usw., und den vergleichsweise überschaubaren der russischen Intervention in der Ukraine).

Das Vorgehen der palästinensischen Dschihadisten ist, wie fast immer bei Fundamentalisten (vgl. Bosnien, Afghanistan, Syrien, Sahel, Jemen usw., aber auch US-Evangelikale und "White-Pride"-Neonazis), brutal und menschenverachtend, aber es spiegelt neben dem üblichen dschihadistischen Wahnsinn die grenzenlose Wut über jahrzehntelange Machtlosigkeit gegen Vertreibung, Unterdrückung und Mißhandlung durch den israelischen Militärstaat, der die Rücken-Deckung der westlichen Staaten hat, die jetzt aufschreien, wo sie jahrzehnte-lang geschwiegen haben.

Das fanatische Geschrei palästinensischer schwarz-verhüllter Frauen ("Bis zum letzten Blutstropfen unserer Kämpfer!" usw.) erinnert zwar an die ukrainischen Ultra-Nationalisten, aber es steckt mehr dahinter, als Dschihad oder antiquierter Pseudo-"Nationalismus": eben ein jahrzehntelanges Leben in Elend und Erniedrigung durch die israelischen Besatzer.

Das blinde Wüten gegen alles "Israelische" (auch gegen Koexistenz-willige "linke" Kibbuzim in Gaza-Nähe) erinnert nicht nur an den "IS" oder an "Boko Haram", sondern auch an die anglo-amerikanische Zerstörung deutscher Städte im 2. Weltkrieg (siehe K. Vonnegut: "Schlachthof Nr.5"): zumindest für die Briten gab es zwar nach den deutschen Bomben-Angriffen in der "Luftschlacht um England" (1940) eine emotional erklärbare "deutsche Kollektiv-Schuld", wie für die Palästinenser eine "israelische Kollektiv-Schuld" - für die USA war (wie später in Vietnam, im Irak usw.) die "Demoralisierung des Feindes" wohl Grund genug für zivile Massen-Opfer: angeblich sparten sie kühlen Kopfes Heidelberg aus, weil dort bereits ihr pittoreskes Nachkriegs-Hauptquartier geplant war... Für Israel sind seit seiner Gründung Palästinenser Menschen 2. Klasse, und natürlich tragen sie immer "Kollektiv-Schuld".

Im Moment büßt die israelische Zivil-Bevölkerung für die imperialistische Arroganz und Macht-Anmaßung ihrer fundamentalistisch-militarisierten und korrupten Herrschafts-Kaste (und in der Folge die von Gaza für die Arroganz ihrer dschihadistischen Herrschafts-Kaste, die Israel da heran gezüchtet hat...), und das weiß vor allem in Israel der klügere Teil dessen, was volken soll, auch wenn es momentan eine Notwehr-Einigkeit gibt, der sich scheinbar auch einige palästinensische Israelis anschließen: die Anti-Regierungs-Wut brodelt weiter - eine Warnung für die übrigen Herrschafts-Kasten, daß sie nicht ewig mit den Menschen machen können, was sie wollen: sei es im Iran, in Afghanistan, im Libanon oder in der westlichen Welt... Komisch nur, daß die US-Sklaven vor 200 Jahren (oder die heutigen US-Obdachlosen bisher) angesichts mehrerer niedergeschlagener Aufstände nicht auf dieselbe Idee zum Terror-Angriff gekommen sind, wie jetzt die "Hamas": die französischen Banlieue-Ausbrüche waren ein Vorgeschmack, und es nützt garnix, solche Aufbegehrer (oder die "Hamas" oder damals die aufständischen US-Sklaven) in Sonntags-Reden als "Wilde", "Tiere" oder "Terroristen" zu bezeichnen, solange der Raubtier-kapitalistische und imperialistische Terror fortdauert: gefährliche "Wilde", die man Polizei-mäßig "neutralisieren" müßte, sind die 1 oder 2% der Weltbevölkerung, die als psychopathische Multi-Milliardäre den Finanz-Wahnsinn und die angegliederten Militär-Apparate beherrschen...

"Der Schlaf der Vernunft [hier der rassistische Imperialismus Israels] gebiert Ungeheuer [hier die seit 75 Jahren in Flüchtlingslagern im Libanon und in Jordanien, im Ghetto-Knast Gaza oder unter Besatzung und Landraub im Westjordan-Land vegetierenden Palästinenser]". (Goya, 1799)

Nach wie vor gilt allerdings die Maxime des klugen österreichischen anti-stalinististischen Kommunisten Ernst Fischer (1899-1972): "Die Revolution ist anders" (1971).

Samstag, 7. Oktober 2023

Arm & nicht sexy: Berlin-Friedrichstraße

Man hatte sich nach der "Wende" um die Filet-Grundstücke der einst berühmten Friedrichstraße gerissen und "Star"-Architekten beauftragt - alles für´n Arsch: aus der "Glamour-Meile" ist genauso wenig was geworden, wie aus dem toten Potsdamer und Leipziger Platz...

Das beste Beispiel ist das damals gefeierte "Luxus-Kaufhaus" aus Paris, "Galeríes Lafayette" (die Plexiglas-Beule von "Star"-Architekt J. Nouvel), das demnächst unter Verlust zumacht: die einzigen Gewinner sind (wie am Potsdamer Platz) die wechselnden internationalen Immobilien-Spekulanten, die sich die Objekte abgekauft und zugeschoben und die Mieten entsprechend erhöht haben - das "Quartier 207" ("Lafayette") hat erst 2022 der US-Hai "Tishman-Speyer" für 300 Millionen € gekauft, und nun soll es denen (wer sonst?) das Land Berlin für fast das Doppelte abkaufen, um da seine Zentral-Bibliothek einzurichten (als hätte das, was volkt sich nicht längst an deren zwei bisherige Standorte gewöhnt): der Staat befreit, wie üblich, die Investoren mit einem "Bonus" von ihren Fehl-Spekulationen, und die "Groupe Lafayette" (nach 120 Jahren auch kein nettes "Familien-Unternehmen" mehr) zieht nach dem mißlungenen berliner Experiment weiter auf lukrativere Märkte (Asien, wie man liest).

Es soll außer Scholz, H-Beck, Lindner und Merz noch andere Leute geben, die immer noch an die "freie" (oder sogar an die "soziale"?) "Markt-Wirtschaft" glauben - sogar unter denen, die nur die "Sport"-Seiten der Zeitungen lesen, obwohl grade da die "Markt-Wirtschaft" am extremsten ad absurdum geführt wird... Irgendwann wird auch der letzte "Honk" merken, daß mit Kapitalismus kein Staat zu machen ist - zumindest kein angenehmer: es endet immer mit einer Dystopie á la "Metropolis" (F. Lang 1927) - die da oben, wir hier unten.

Immerhin gibt es schräg gegenüber vom "Quartier 207" noch das unbeugsame "Russische Haus", eine Art "Goethe-(oder quasi Tolstoi-)Institut", gegen das russophobe Politiker hoffentlich weiter vergeblich anstinken - und wenn dazu eine überteuerte berliner Zentral-Bibliothek kommt, kann man ja die Friedrichstraße als Lesesaal überdachen, vielleicht mit ebenso überteuerter "Star"-Architektur von Calatrava oder so...

Mittwoch, 4. Oktober 2023

Die "erstklassige" Ukraine würde die EU ruinieren

Beim symbolischen Ukro-Soli-EU-Außenminister-Treffen in Kiew verlangte der Ukro-Außenminister für sein korruptes und bankrottes Land mit den Nazi-Straßennamen eine "erstklassige EU-Mitgliedschaft", da man sich ja "im Geiste gemeinsamer Werte" bereits "gegenseitig" helfe: in Wirklichkeit existiert sein Staat nur noch aufgrund westlicher Finanz-Hilfen (neben der Militär-Unterstützung), und dessen EU-Mitgliedschaft würde nach EU-Berechnungen (laut US-"Financial Times") die Mitglieds-Staaten in den nächsten Jahren fast 200 Milliarden € kosten, d.h. fast alle Mitglieds-Staaten (selbst eh schon problematische in Ost- und Südost-Europa) müßten zugunsten der Ukraine auf ihre bisherigen EU-Förderungen aus dem gemeinsamen Topf verzichten und nur noch einzahlen - da könnte die sowieso schon sinnlose und undemokratische EU genau so gut die Zentral-Afrikanische Republik oder Laos aufnehmen: irgendwer sollte diesen arroganten Ukros mal die Wahrheit ins Gesicht sagen...

Das eisern Ukro"Vattenfall"-blau-gelb gekleidete Haarfestiger-Vonderleychen, der frei-schwadroniernde Borell oder der wolkige Biden werden´s wohl nicht tun, und die Kriegs-Treiber B-Bock, Stoltenberg & Co. erst recht nicht, und das Propaganda-Verseuchte, das im Westen volkt, offenbar auch nicht...

Vielleicht müßten die elenden Völker des globalen Südens endlich mal lauter schreien, daß sie echtere Probleme haben, als die albern rechts-nationalistische Ukraine: nämlich Hunger auch ohne einen provozierten Krieg über die Welt-bewegende Frage, ob es "Kiew" oder "Kiyev" heißen soll - zur Hölle mit allen überlebten "Nationalisten"!

Daher von mir auch keine Wort-Meldung zum "deutschen National-Feiertag" anläßlich der feindlichen Übernahme der DDR durch die "Treuhand" & Co. und Kohls damaliges (unglaublich, aber wahr:) "Gott segne Deutschland"...

Der "böse" Vielvölker-Staat Rußland hat bereits mit dem Wiederaufbau Mariupols begonnen - man sollte ihm die Ruinen der gesamten gescheiterten Ukraine überlassen, und die EU sollte sich mal in Honduras oder im Tschad treffen und ihre offenbar im Überfluß vorhandenen Milliarden in die Beseitigung des Welt-Hungers und der Armut stecken, statt in Ukro-Bewaffnung und "Frontex": damit wären nämlich auch die Flucht-Ursachen in Angriff genommen...

Panik in der Rüstungs-Industrie

Ogott: erst die Polen, und dann hat in der Slowakei eine Partei die Wahl gewonnen, die den Ukros keine Miltärhilfe mehr geben will - was soll jetzt bloß werden?

Und es kam noch schlimmer: in den USA ist aus irgendwelchen Gründen "das Repräsentanten-Haus blockiert", wenn dessen Sprecher abgewählt wird, und genau das ist passiert, und zwar durch "rechte" Republikaner, nämlich solche, die ebenfalls den Ukros keine Militärhilfe mehr geben wollen - jetzt zittert "ganz Europa"... (Ganz Europa? Nein, eine heimliche Mehrheit von Kriegs-Gegnern...)

Natürlich sind besagte Republikaner vielleicht "rechter", als es der gesamte US-Kongreß sowieso ist: sie wollen lieber Geld für Grenz-Befestigungen gegen Mexiko, aber da sind sie bestimmt nicht die einzigen, und das ist auch für europäische Politiker und Medien nicht das Problem - aber das Blockieren der Militärhilfe für die Ukros... also, das ist gradezu Trump-mäßig "rechtsradikal" bzw. "AfD"-mäßig "Putin-gesteuert"!! Heute gehören Rußland die Krim und der Donbass, und morgen Deutschland und Gallien, wenn das so weitergeht!!

Also Schluß mit dem Polit-Gekasper und schön weiter Panzer, Raketen, Kampf-Jets, radiaktive und "Streu"-Munition an die Ukros geliefert !
Mit freundlichen Grüßen,
"Rheinmetall", "Airbus", "BAE", "Thales", "Leonardo", "Lockheed-Martin", "Boeing", "Raytheon" & Co.

(Liebe Rüstungs-Konzerne, wir wundern uns auch, warum ausgerechnet die braven erz-"Konservativen" und "Rechten" nicht mehr gegen den russischen Erbfeind kämpfen lassen wollen - vergeßt es und bleibt weiter an den treuen ex-"Grünen" dran...)

Dienstag, 3. Oktober 2023

Die "Kopernikanische Wende" war genau andersrum

Es gibt so pseudo-intellektuelle Smalltalk-Plattitüden, die ständig wiederholt werden, obwohl sie völliger Blödsinn sind: z.B., daß vor paarhundert Jahren die Leute nur 40 Jahre alt geworden sind, daß die "Klein-Staaterei" Deutschlands Fluch gewesen sei, oder daß die "kopernikanische Wende" die Menschheit aus der überheblichen "Mitte des Universums" in eine "bescheidenere Rolle" am Rand gebracht habe...

Nun: 40 Jahre war mal die Durchschnitts-Lebens-Erwartung zu Zeiten hoher Kinder-Sterblichkeit - wer die ersten 2 oder 3 Jahre überlebt hatte, konnte gut 60 bis 80 Jahre alt werden (Kopernikus z.B. wurde 70 Jahre alt, ebenso Petrarca, Michelangelo 89, Luther "nur" 63, Voltaire und Newton 84, Louis XIV. 77)... Und daß "Klein-Staaterei" vielleicht sogar lohnender ist, zeigen nicht nur die Schweiz (bzw. deren teil-autonome Kantone) und Dänemark, sowie die Bevölkerungs-Kleinstaaten Norwegen, Island und Finnland (es geht ja nicht nur um "Territorium"), sondern auch die letzten "deutschen" Mini-Staaten Luxembourg und Liechtenstein, sowie San Marino, Malta, Monaco und Andorra (vom Vatikan und den weltweiten Ex-British-Empire-Steueroasen ganz zu schweigen), wogegen die "groß-staatliche" EU noch undemokratischer und unsozialer ist, als ihre Mitglieds-Staaten.

Und daß Kopernikus vor 500 Jahren entdeckte, daß nicht die Sonne, die Planeten und alle Sterne um die Erde kreisen, sondern sowohl die Erde, als auch die Planeten um die Sonne, hat die Menschheit eben nicht "bescheidener" gemacht - im Gegenteil.

Das mittelalterliche Bild von der Erde, über der sich der Himmel wölbt, an dem Mond und Gestirne kreisen, hat eben nicht bedeutet, daß der Mensch das "Zentrum" des Universums ist, selbst wenn die Erde eine Kugel ist, um die sich bei diesem Bild in himmlischen Sphären "alles dreht".*

Denn im europäisch-mediterranen Bereich, also in dem der monotheistischen "Welt"-Religionen, ist die "irdische Sphäre" die niederste und schlechteste: da gibt es Dunkelheit, Boshaftigkeit, Unterdrückung, Elend und Tod: das "irdische Jammertal", von dem uns Gott erlösen wird (ähnliches gibt es auch in ganz anderen Religionen). Psalm 90 der Luther-Bibel von 1545 sagt: "Unser Leben währet 70 Jahre, und wenn´s hoch kommt, so sind´s 80 Jahre (vgl. oben zur Lebens-Erwartung), und wenn´s köstlich gewesen ist, so ist es Mühe und Arbeit gewesen..."

Wie auf dem bekannten anonymen Holzstich der "Aufklärung", auf dem der Mensch den Kopf durch die "Atmosphäre" steckt, um die himmlischen Sphären zu sehen, folgte im vor-kopernikanischen Weltbild über dem chaotischen "Jammertal" der herrlich reine "Weltraum" der Planeten und Gestirne mit ihren perfekten Zyklen, und jenseits davon der göttliche "Himmel": das biblische "Paradies" mit ewigem Licht und Unsterblichkeit - der "zentrale" unterste Platz des irdischen Menschen in diesem Weltbild war also wahrlich kein Grund für irgendeine Überheblichkeit...

Die kopernikanische Erkenntnis hat nur den Glauben an die beruhigenden "besseren" Sphären, in die man nach dem Tod "aufzusteigen" hoffte, zerstört und den "Himmel" abstrakter und das "Paradies" ortloser (="utopischer") gemacht - und nicht zufällig lebte Kopernikus nicht nur im Zeitalter der ersten maritimen Entdeckungen (da Gama, Magellan, Kolumbus usw.), sondern auch im Zeitalter der "Reformation", die bekanntlich Gott aus dem Himmel in jede irdische Seele hinein holte und, im Gegensatz zur katholischen Begnadigung nach jeder Beichte, jeden zu seines jenseitigen Glückes eigenem Schmied machte, wobei die "Gottgefälligkeit" seines Lebens am irdischen "Erfolg" ablesbar war: ein religiöser Freibrief (Webers "protestantische Ethik") für Konkurrenz, Übervorteilung, Eroberung, Herrschaft, Ausbeutung usw., der bestens zur neuen Kredit-Wucher-Politik der Renaissance-Banken und zum (nach dem Römischen Reich wieder) aufkommenden Kapitalismus und Kolonialismus paßte.

Der ökonomische, technologische und wissenschaftliche "Fortschritt" ist nicht umsonst hauptsächlich das Werk kruder holländischer und schottischer Calvinisten, sowie von ein paar anglikanischen und deutsch-reformierten Evangelikalen (und deren Mischung ist der Bodensatz der heutigen US-Rednecks...)

Erst dadurch, also durch Kopernikus, wurde der Mensch mit seinem bis dahin "eitlen" (=vergeblichen) Streben im irdischen Jammertal zum Zentrum zumindest seines Universums, und die Erde von der "Mühe"-vollen Zwischenstation zum lohnenswerten Objekt (zum materiellen und humanen Rohstoff für Krämer-Seelen, den die Seefahrer suchten), an dem man zu Lebzeiten seine "Paradies"-Würdigkeit beweisen konnte, statt nur möglichst angenehm auf den erlösenden Tod zu warten: die Erde wurde zum Vorzimmer des "Paradieses" und bald zum eigentlichen Paradies zumindest für die "Erfolgreichen" - nach 500 Jahren noch sichtbar am modernisierten kapitalistischen Imperialismus und seinen Finanz-Magnaten, sowie am Sozial-Darwinismus US-amerikanischer Prägung.

Inzwischen arbeiten unbescheidene Genetiker und KI-Ingenieure daran, die göttliche Schöpfer-Rolle selbst zu übernehmen und auch das "Jenseits" und die "Unsterblichkeit" auf die Erde zu holen.

Vielleicht wären wir ohne Kopernikus besser dran gewesen...
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eine andere falsche Plattitüde ist, daß bis zur "Aufklärung" alle aus "religiösen" Gründen die Erde für eine Scheibe hielten: abgesehen von den alten Griechen hielten aber auch mittelalterliche Kirchen-Gelehrte und Päpste sie schon für eine Kugel - trotzdem hat noch heute keiner (außer Buckminster Fuller) spontan das Gefühl, auf einer rotierenden Kugel zu stehen, aber den spontanen Eindruck, daß sich die Himmelskörper über seinem Standpunkt drehen: obwohl wir es seit der Grundschule wissen, drehen wir uns nicht von der Sonne weg, sondern "die Sonne geht unter"... Und was oder wem schadet´s?

Montag, 2. Oktober 2023

Warum müssen Nachrichten-Sprecher beim Verlesen ihrer "Meldungen" nicht IMMER lachen?

 ... wie z.B. die Sprecherin im "ARD-Morgenmagazin" der "Tagesschau" am 27.9., als sie die "Nachricht" vom "Chemie-Gipfel im Kanzleramt zur Zukunft der Branche" verlesen sollte: Lachanfall bei der tagesschau von Susanne Daubner - YouTube.
Grund dazu gäbe es doch bei fast jeder "Meldung" der Mainstream-Medien (und auch bei einigen der sogenannten alternativen Medien).