Sonntag, 25. Dezember 2022

Ukro-Why?-Nacht: hauptsache "westliche Werte"

Nachdem beim Gastspiel des Ukro-Staats-Balletts in Paris Tschaikowskis "Nußknacker" durch die französische "Giselle" ersetzt wurde, weil das Ballett "nichts Russisches" mehr aufführen will, wurde in der Ukraine nun auch das orthodoxe Weihnachten abgesetzt, das am 7. Januar gefeiert worden wäre: bloß damit "nichts Russisches" mehr die Ukraine "verunreinigt" und "untergräbt", wurde Weihnachten albernerweise auf den katholischen 25. Dezember (einen "westlichen Wert") vorverlegt, und ebenso Selenskis grotesk-pathetische wein-nicht-Why?-Nachts-Rede, die die westliche Presse als "ergreifend" bezeichnet, obwohl sich im Westen nichtmal der "Ehren-besoldete" und entsprechend hohl-sülzende "Präsident" Steinmeier trauen würde, solchen martialischen Schwulst á la 1914 ("westliche Werte") von sich zu geben...

Wer kann diese pathologisch russophoben Ukro-"Nationalisten" eigentlich noch ernst nehmen, die auch Tolstoi und Dostojewski aus ihrer "Kultur" ausmerzen (siehe z.B.: Ukraine und Russland: Kein "Nussknacker", kein "Schwanensee" | tagesschau.de über Bücher-Schreddern), genau wie Deutschland nach 1933 ("westliche Werte") seine gesamte jüdische Intelligentsia ausgemerzt und Bücher verbrannt hat? 

Rußland ist historisch eine Ausgeburt der Kiewer "Rus", die die byzantinische Religion als russisch-orthodoxe übernommen haben, und keine Ausgeburt von Nowgorod oder Petersburg oder Moskau - Aachen oder Goslar könnten angesichts ihrer "Kaiser-Pfalzen" (und Bonn angesichts seines "Langen Eugens") auch beleidigt sein, daß sie nicht die "Hauptstadt" Deutschlands geworden oder geblieben sind, und aus Protest ihr Weihnachten an einem andern Tag, als der Rest Deutschlands, feiern: ganz Deutschland würde sich totlachen - aber nicht so über die reaktionäre Operette des Ukro-Schauspieler-Regimes, das nun seinen Geheimdienst auf die russisch-orthodoxe Kirche hetzt, und zwar nicht aus "aufklärerischen" Gründen, sondern um den Moskauer Oberpopen durch das Kiewer "Opium des Volkes"zu ersetzen.

Natürlich könnte Rußland Aachen und Goslar anbieten, per Plebiszit nach Muster der Krim der Russischen Föderation beizutreten und Weihnachten am 7. Januar zu feiern, und dann würden NATO und EU dem Berliner Regime Milliarden an Militär-Hilfe geben, damit es (trotz fehl-konstruierter "Leopard"-Panzer) mit Gewalt seine "territoriale Integrität" über die Weihnachts-Gecken wieder herstellen könnte (desgleichen, falls Ostfriesland beschließen sollte, seine Frühstücks-Eier am stumpfen Ende zu köpfen, statt am spitzen, wie das übrige Deutschland - vgl. "Gulliver´s Reisen"): wenn sich die Geschichte wiederholt, weil die Menschheit zu blöd ist (siehe "Die Dialektik der Aufklärung"), dann als "Farce" (K. Marx).

P.S.: Tschaikowskis "Nußknacker" wurde bereits Ende 2021 (während in der Ukraine schon längst die anti-russische Kultur-Stürmerei, das Sprach-Verbot und der Krieg gegen den Donbass tobten) in Berlin aus dem beliebten traditionellen Weihnachts-Programm genommen, und zwar angeblich wegen des neumodischen Verbrechens "post-kolonialer rassistischer Stereotype" á la "Pippi Langstrumpf" und "Struwwelpeter" - genauso lächerlich, wie die Ukro-Russophobie: wir dürfen und sollen uns von unsern kolonialistischen und patriarchischen Vorfahren und "Landsleuten" distanzieren (sofern wir keine "Reichsbürger" sind), dürfen sogar folgenlos unsere zeitgenössischen neo-kolonialistischen Oligarchien des Klassenkampfes von oben (den sie eiskalt längst selbst zugeben) bezichtigen - und sollen so tun, als wären wir ein Herz und eine Seele mit Hindu-Kasten-Gläubigen, Scharia-Islamisten, inzestuösen und pädophilen Bauern und Hirten, Korruptions-gewohnten Wirtschafts-Flüchtlingen, Bildungs-fernen Gang-Söldnern und sub-proletarischen Koka- oder Betel-Kauern: natürlich rein "ideell" und ohne marxistischen Internationalismus, sondern nur im Sinn der inzwischen "Regenbogen"-farbigen "United Colors of Benetton"-Globalisierung...
Alles Quatsch: selbst der schweizer Anarchist p.m. hat seiner afro-esperanto-multi-kulti-Utopie "bolobolo" ein paar regional-realistische Versionen folgen lassen: in Wirklichkeit will ein "Züri brännt"-Aktivist nichts mit nigerianischen Organ-Händlern, tschetschenischen Plutonium-Schmugglern oder kolumbianischen Lösegeld-Erpressern zu tun haben - scheiß auf den Kapitalismus ("westliche Werte"), der seine global Marginalisierten so tief zwingt und ihnen gleichzeitig das "Ideal" vor die Nase hält, sie könnten das neue "Proletariat" anstelle der "verwöhnten" Europäer werden; der "brave" Flüchtling will doch "nur arbeiten"...

Sonntag, 18. Dezember 2022

Falls "Geld" eine Logik hätte...

... müßte produktive, konstruktive und humanistische Arbeit besser bezahlt sein, als unproduktive, destruktive und  inhumane: wie jeder weiß, ist das Gegenteil der Fall - siehe z.B. ganz harmlos www.arte.tv/de/videos/089133-000-A/arbeit-ohne-sinn/: demnach, Sinn-gemäß gesagt, "erarbeitet" (falls man der "Geld-Logik" folgt) ein Sozial-Berufler das 5-10-fache seines Lohnes (ganz zu schweigen von Hausfrau/-mann und Mutter/Vater mit ihrer/seiner unentlohnten Tätigkeit), und ein Börsen-Spekulant vernichtet das 5-10-fache seines Profits (ganz zu schweigen von Soldaten, die zu nichts andrem da sind, als Material und Leben zu vernichten).

Seit den ersten neolithischen "Hoch-Kulturen" (als wären hierarchische Zentral-Reiche ein "Fortschritt") bedeutet "Zivilisation" nichts anderes, als Ausbeutung der "Arbeit" zum Zweck des oligarchischen Imperialismus, den eine selbsternannte Herrscher-Kaste praktiziert - seltsamerweise mithilfe einer unter-bezahlten, aber willigen Söldner-Kaste, im Volksmund "Bullen", "Militär" oder "Staats-Büttel" (Steuer-Eintreiber und andere Volks-Schikanierer) genannt...

Was hätten Nebukadnezar, Ramses, Alexander, Cäsar, Theoderich, Otto "der Große", Barbarossa, Elisabeth I., Cromwell, Louis XIV., Friedrich "der Große", Robbespierre, Napoleon, Maria Theresia, Victoria, Wilhelm II., Hitler, Thatcher & Co. ohne ihre willfährigen Untertanen angefangen? Oder die Medici, die Fugger, Vanderbilts, Rockefellers, Rothschildts, Krupps, Soros und die andern Milliardäre? - Natürlich null und nix: spätestens seit der Nazi-Zeit entschuldigt man den Karriere-geilen Kadaver-Gehorsam ihrer Apparatschiks als "Mitläufertum"...

Seit der Erfindung der zentralisierten "Reiche" bezahlen die blöden Massen (und seit dem Sieg des "Christentums" und des "Islams" bis vor kurzem besonders die je nach Laune "sonder-besteuerten" Exil-Juden) die Militär-Ausgaben der Imperialisten und liefern ihnen das menschliche Kanonen-Futter, und daran hat sich im Prinzip bis heute nix geändert, auch wenn die Söldner der industrialisierten Welt mittlerweile nicht mehr (wie immer noch die der "3. Welt") auf Plünderungen angewiesen sind, sondern einen Mindest-Sold erhalten, der sie (trotzdem oft vergeblich: siehe all die Kriegs-Verbrechen der "aufgeklärten" NATO-Truppen) zur Einhaltung der "Genfer Kriegs-Konvention" bewegen soll... (Daß eine solche "Konvention", statt der Ächtung jedes imperialistischen Krieges, überhaupt nötig ist, wirft ein trauriges Licht auf die menschliche "Zivilisation"...)

Ungeachtet der durch sie erzeugten Greuel sind alle Rüstungs-Etats jedenfalls Ressourcen-Verschwendung, die dem normalen Volk nicht nur nichts nützt, sondern im Gegenteil natürlich schadet, wie jeder denkende Mensch auf Anhieb erkennen müßte: das gilt neben der "eigenen" Aufrüstung (siehe z.B. Deutschlands und Japans hysterische Verdoppelung des Etats) sowohl für die korrupte Ukraine und die Milliarden, die der "Westen" in sie und ihre Aufrüstung pumpt, als auch für die russischen Ausgaben für die "Spezial-Operation", selbst wenn sie offenbar nach Möglichkeit "zivile Opfer" vermeidet (die neulichen "zig" Raketen auf Kiew haben diesmal, wie man hört, 2, in Worten: zwei "zivile Opfer" gefordert...): seit 5000 Jahren ist das Projekt der "Zivilisation" jedenfalls keinen Zentimeter weiter gekommen, falls man darunter nicht die grassierende Ausrottung aller biologischen Spezies, einschließlich des menschlichen "Feindes" im Geist des 19. Jahrhunderts, versteht, sowie die Aufrecht-Erhaltung des Untertanen-Geistes von 98% der menschlichen Spezies...

Die geradezu puritanisch-religiöse "Logik" des Geldes ist ganz offensichtlich das Haupt-Problem, an dem keiner (vom "Stütze"-Empfänger bis zum Milliardär) rütteln möchte - warum eigentlich nicht?
Einige Philosophen des klassischen Altertums und des "finsteren" Mittelalters waren schon mal ein paar Schritte weiter...

Der schnöde (und im Grund mystische) "wissenschaftliche" Materialismus seit "Reformation" und "Aufklärung" mündet bisher nur in einen depressiven Zynismus, der verbissen die Tröstungen durch (z.B.) isländische Ahnen- und Natur-Geister ablehnt: selbst schuld, ihr tapferen eingebildeten Kranken, was aber angeblich nicht daran liegt, daß ihr jährlich klaglos Mikro-Plastik von der Masse einer Kredit-Karte schluckt, wie euch eure unfehlbaren "Wissenschaftler" vorrechnen...


Montag, 12. Dezember 2022

"Nachrichten" sind wie Mückenstiche: morgen juckt´s kaum noch

Was hinter dem angeblich "gerade verhinderten reichs-deutschen Putsch-Versuch" steckt, interessiert schon keinen mehr: nach 3 Tagen bereits überholt durch den frisch aufgedeckten "Korruptions-Skandal" im EU-Parlament, das bisher trotz der zahlenmäßig überlegenen Lobby-Armee grundlos so "ehrenwert" wie machtlos erschien... Mal sehen, was übermorgen den braven Bürger neben den Energie-Preisen erschüttern wird...
Wer die Northstream-Pipelines gesprengt hat, wird nicht weiter untersucht: waren wohl, wie sogleich behauptet, jedenfalls die Russen, alles andere ist "Geheimsache" (siehe www.nachdenkseiten.de/?p=91465) ...
Wie die 3 WTC-Türme eingestürzt sind, ist egal: jedenfalls haben das irgendwie die "19 Araber" von der FBI-Liste samt "Bin Laden" (komme gleich wieder) hingekriegt...
Wieso die Skripals und Nawalny die angeblichen Attacken mit dem "absolut tödlichen Novitschok" überlebt haben: na, die Russen sind eben zu blöd...
Wenn Islamisten von "9/11" über "Charlie Hebdo" bis "Breitscheidplatz" immer ihre Ausweise am Tatort "verlieren": Allah ist eben doch nicht so groß und mächtig (ohne Zylinder nur 3 Meter 60)...

Die Liste der als "Nachrichten" propagandistisch ausposaunten Vermutungen ist endlos: irgendwas bleibt immer hängen und gräbt sich in die Überzeugung dessen, was volkt, unauslöschlich ein, sodaß spätere Zweifel daran abprallen und eine neue (oder erste wirkliche) Untersuchung als Zeit-Verschwendung abgetan wird: ist doch längst alles klar, harhar (wie "Kater Karlo" laut Erika Fuchs sagen würde) !

Das erinnert an Hitlers Knast-Tagebuch ("Mein Krampf") und an Göbbels´ Reichstags-Brand-Propaganda: "Eine Lüge muß nur groß genug sein, damit sie jeder glaubt..."

"Is this the real life? Is it just phantasy? (...)
Any way the wind blows, doesn´t really matter to me..."

(Queen, "Bohemian Rhapsody", 1975)

Samstag, 10. Dezember 2022

Endlich passiert mal was: nämlich kein "Putsch"

Die üblichen Deutschland-Radio-"Nachrichten":
"Bundes-Heuchel-Präsident mahnt, Krankheits-Paranoia-Minister warnt, Cum-Ex-Kanzler sagt, Porsche-Finanzminister spart (außer beim Militär), Ex-Grüner Wirtschaftsminister meint, ADAC-Verkehrsminister will (und zwar K.I. für grüne Ampeln, und hoffentlich auch für alle Vorgenannten mangels natürlicher I.)..."

Dann endlich eine "Nachricht": in Deutschland wurde gerade ein "Putsch verhindert" - ohgott !
Eine ältliche Berliner Richterin mit dem barocken Namen Malsack-Winkemann (also quasi Spritzbeutel-Grüß-August, Ex-"AfD"-Abgeordnete), ein greiser "reichs-bürgerlicher" selbsternannter "Prinz Heinrich XIII. von Thüringen" und zwei Ex-Soldaten wollten angeblich den Reichstag und ein paar Ministerien (und vermutlich auch den "Sender Gleiwitz") stürmen und die Macht übernehmen - aber "unser" tapferer "Verfassungsschutz" war mal wieder schneller und hat die Übeltäter (samt ein paar Sympathisanten, die Mitglieder in Schützen-Vereinen, also legal bewaffnet sind) bei einer Groß-Razzia mit 3000 Bullen hopps genommen: das war knapp ! Deutschland wäre heute eine fiese Monarchie unter König Heinrich XIII. und Reichs-Verweserin Spritzbeutel-Grüß-August, wenn die Sicherheits-Dienste nicht so beherzt zugeschlagen hätten...

Und das mitten im so sicher geglaubten gemütlichen Deutschland - da sieht man mal wieder, wohin "Verschwörungs-Theorien" führen: nämlich zu Verschwörungen... Der "Verfassungsschutz" hat eine Verschwörungs-Theorie, und zack! findet er die "Verschwörung", gottseidank !

Sonst wären morgen die Nachrichten: "König sagt, Reichs-Verweserin meint...", und das wär doch langweilig. (Ohne das vom "Verfassungsschutz" gesprengte "Celler Loch" wär das Jahr 1978 schließlich auch ziemlich langweilig gewesen: quasi alle "Verfassungs-Feinde", außer Böll, waren leider schon im Knast...)

Mittwoch, 7. Dezember 2022

Ruhm der Ukraine und ihren Helden

  (siehe meine Einträge vom 30. Okt., 23. Nov. und 1. Dez. zu grundlosen Ukraine-Ehrungen)
Natürlich hat jetzt auch das US-"Time"- Magazin zu ihrer berühmten (und schon öfters peinlichen) "Person des Jahres" einen kleinen Ukrainer gekürt, und mit ihm gleich den "Geist der Ukraine" - bald bleibt nur noch, Julia "Dreadlock" Timoschenkos ehemaliges Raubkopien-Imperium als welt-besten CD-Produzenten zu feiern, Ukro-Weizen zum Getreide des Jahres und Tschernobyl zum AKW des Jahrhunderts zu erklären, oder dem mörderischen Ukro-Nazi Bandera posthum den "Friedens"-Nobel-Preis zu verleihen...

Letztes Jahr hatte "Time" den unsäglichen Milliardär Elon Musk auf dem "Person-des-Jahres"-Titelblatt, der inzwischen aber nicht wegen seiner galaktischen Arroganz, sondern wegen seiner platt anti-militaristischen Vorschläge zur Lösung der "Ukraine-Krise" in Ungnade gefallen ist... Und nächstes Jahr wird es vielleicht der "Emir" von Katar oder der Führer der rechts-radikalen "Wahren Finnen" oder der Präsident von Honduras, oder etwa das gnadenlos peinliche B-Bock, die würdige Nachfolgerin des nicht minder peinlichen H-Maas, oder das "3-Wetter-Taft"-von-der-Leychen - wer weiß?

Und wen interessieren solche Propaganda-Häppchen? - Faxem !

P.S. Jetzt hört man auch endlich mal vom bisher ignorierten "Odessa Classics"-Festival (diesmal allerdings aus Tallinn) und vom Kiewer Sinfonie-Orchester (allerdings nicht mehr in Kiew), sowie von zig ukrainischen Schriftstellern, Filmemachern usw., von denen die Welt bisher nichts ahnte... (Der große Bulgakow wollte ja nicht als "Ukrainer" gelten...)

Dienstag, 6. Dezember 2022

Fußball-WM: "Survival of the Fittest"?

Fußball geht mir am Arsch vorbei, aber soweit ich mitkriege, gibt es bei dieser Advents-WM nichtmal ein "Survival of the Richest" - also derjenigen, die finanziell in der Lage sind, weltweit die teuersten "Talente" (also die fittesten) zu kaufen und zu "adoptieren", vor allem die (laut hessischem "Badesalz"-Kabarett) jungen "Gazellen" aus Afrika, die es mittlerweile in jedem "National"-Team gibt (in Europa am extremsten in Frankreich), so, wie es in jedem Radsport-Team natürlich Doping gibt.

Die "olympische" Idee, daß "der Bessere gewinnen möge" (ob sie Sinn macht oder nicht: was ist schon dabei, ob man unter oder über 8 Meter weit springt, usw.?), unterliegt aber im Mannschafts-"Sport" erheblich dem ZUFALL, wie man immer wieder sieht - zumindest bei "National"-Teams, wo die Kommerzialisierung und Korruption noch nicht so vollständig herrschen wie z.B. in der Bundesliga mit ihrem vorhersehbaren "Meister"...

Bei der WM kommen mit Glück "Außenseiter" ganz nach vorn, und mit Pech scheiden "Favoriten" früh aus: die Fans besaufen sich aus freudiger Überraschung oder ungläubiger Verzweiflung - wer kann so einen Schwachsinn ernst nehmen und ihn analysieren, wie eine Werkstatt ein Auto: war es der Vergaser oder die Benzinpumpe, oder nur eine Fehlanzeige der elektronischen Kontrolle? - Das Rumkicken von Bällen zwischen Verteidiger, Stürmer und Rechtsaußen ist ein SPIEL: ein Glücks-Spiel, wie das Rollen der Roulette-Kugel, und kein tayloristischer Prozeß: wozu also die ganze Aufregung?

"Sport" ist ein animistisches Ritual, das die Herrschenden nach dem Vorbild der römischen Gladiatoren-Kämpfe ("Brot und Spiele") und der mittelalterlichen Ritter-Turniere im Zeitalter des "Rationalismus" als neues quasi-religiöses "Opium für´s Volk" erfunden haben (vgl. N. Jewison´s krassen Film "Rollerball", 1975, oder R. Altman´s ebenso krassen Film "Quintett", 1979), und das war´s: spätestens seit "Turnvater Jahn" und den viktorianischen Ruder-Studenten ist "Sport" nicht nur pseudo-, sondern konter-revolutionär, und die romantisierten "Arbeiter-Sport"-Vereine (vor allem Fußball) haben nur das kapitalistische Konkurrenz-Denken Gesellschafts- und Proletariats-fähig gemacht: daher die Klein-Bürgerisierung der gesamten Bevölkerung, und die ausufernde ökonomistische "Geiz-ist-geil"-Mentalität...

So einfach ist es offenbar wirklich, ihr Opfer ! Millionäre aus "Sport", Film, Politik, "Silicon Valley", "Wall Street" und Erb-"Adel" leuchten uns heim zu vergeblichen Träumen vom "Lotto"-Jackpot...

Montag, 5. Dezember 2022

Kommunikation und Kooperation sind das Prinzip der "Natur"

Mittlerweile ist ja bekannt, daß Bäume im Wald untereinander mit und über Pilz-Myzele durch bio-chemische Botenstoffe zum gegenseitigen Vorteil kommunizieren (siehe z.B. E. Thoma: "Die geheime Sprache der Bäume", 2017), und daß "Staaten"-bildende Insekten dank non-verbaler Kommunikation ("Bienen-Tänze", Pheromone, Betasten usw.) funktionieren (siehe z.B. M. Maeterlinck: "Das Leben der Bienen, Ameisen und Termiten", 1930). Höher entwickelte Tiere (Vögel und Säugetiere) haben sogar ein vor-sprachliches Laut-System, das soziale Informationen ausdrücken und Kooperation herstellen kann (siehe z.B. P. Kropotkin: "Gegenseitige Hilfe in der Tier- und Menschenwelt", 1902).

Die menschliche Sprache schließlich ist vollkommen auf Kooperation ausgerichtet: "Die wahre Heimat ist eigentlich die Sprache." (W. Humboldt)
Abgesehen von einer quasi animalischen optischen, akkustischen, olfaktorischen und taktilen "Erinnerung", die (auch beim Menschen) ein gewisses sprach-los individuelles "Denken" (und Träumen) ermöglicht, ist die Sprache die Voraussetzung sowohl für reflektiertes Denken, als auch für kooperative Kommunikation, die über die bereits bemerkenswerten Aktionen eines Wolfs-Rudels hinaus geht.

Höchst wahrscheinlich ist "Sprache" nicht von einem philosophisch veranlagten Grübler "erfunden" worden, sondern durch Kommunikation zwecks Kooperation entstanden - lange bevor sie sich durch Verbreitung der Schrift-Kultur und des kapitalistischen Sozial-Darwinismus wieder "individualisiert" hat: inzwischen ist jedenfalls ein Großteil des menschlichen Denkens und der Erinnerung auch individuell an "Sprache" gebunden, und es ist nicht einzusehen, warum die herrschenden Linguisten ihre Energie darauf verschwenden, die "Sapir-Whorf-Hypothese" zu widerlegen, daß die Sprach-Struktur unser Denken bestimme - auch wenn (oder gerade weil) das anti-globalistische Kultur-Unterschiede aufzeigt, die Sand im Getriebe des kapitalistischen "Frei"-Handels und der "liberalen" Multi-Kulti-Ideologie sind.

Sprechen ist eine "erworbene", also durch Imitation und Kommunikation mit dem sozialen Umfeld erlernte Fähigkeit - "Kaspar-Hauser"-Kinder können nicht sprechen und lernen es später nur schwer, und eine "Muttersprache" ist die Voraussetzung für das Erlernen anderer Sprachen, auch das einsame Lernen nach einem Buch oder Tonträger, oder beim Zusammentreffen mit Fremden ohne Übersetzer, wie es im Zeitalter der imperialistischen "Entdeckungen" häufig vorkam...

Ob zumindest die Fähigkeit zum Sprach-Erwerb "genetisch" vererbt ist, ist eine ebenso ungelöste Frage, wie die der ererbten Instinkte und des "kollektiven Unbewußten" (vgl. meinen Eintrag zur Darwinismus-Kritik vom 17.10.2022) - jedenfalls sind Sprache und Sprach-gebundenes Denken der Haupt-Unterschied zwischen Mensch und Tier, soweit wir wissen.

Sprache als "Heimat" erzeugt Gemeinschaft und Gesellschaft, aber auch Abgrenzung, Chauvinismus, Hierarchien, Tabus und Propaganda... Wenn die Sprach-Struktur das Denken prägt, wäre eine "lingua franca" (Welt-Sprache) aber kein Fortschritt, da sie notwendigerweise eine vereinfachte "Pidgin"- oder "Kreol"-Sprache wäre (wie das derzeit globalisierte Basic-English beweist, oder auch das Esperanto), in der Sprechen und Denken verarmen - schon das Verdrängen von Dialekten in "National"-Staaten zugunsten einer zentralen "Hoch"-Sprache verarmt das Sprechen der Dialekt-Muttersprachler (zumindest einige Generationen lang) und konditioniert es gewissermaßen: es verliert an Kreativität, Intuition und Empathie - kurz: die Vereinheitlichung von Sprache befördert den glatten Konsumenten, den Propaganda-hörigen Bürger, den faire-Konkurrenz-Gläubigen und den Stimm-Abgeber.

Die Kinder-Krankheiten der urprünglich kooperativen und Gemeinschafts-bildenden Sprachen (Chauvinismus, Hierarchisierung usw.), die sich absurderweise mit zunehmendem "Fortschritt" bzw. "Zivilisierung" verstärkt haben (vermutlich auch, weil sowohl Feudal-"Reiche", als auch neuzeitliche "Nationen", wie Frankreich, England, Preußen, Rußland usw., nichts mit "Sprach-Heimat" zu tun haben, sondern nur durch imperiale Propaganda zusammen gehaltene Herrschafts-Territorien waren und sind...), diese Krankheiten müssen auf philosophisch-politischem Weg, also quasi durch anti-imperiale Propaganda, geheilt werden, ohne lokale Sprach- und Denk-Strukturen, und damit menschlichen Geist zu zerstören - wie es vernünftigerweise vom "historischen Fortschritt" schon lange zu erwarten gewesen wäre, da der Mensch, wie die Menschenaffen und viele andere Herden-Tiere, ein soziales und kooperatives Lebewesen ist, bloß angeblich intelligenter und ethisch bewußter, als die Affen - wenn nicht schon in der Antike Imperialismus und Früh-Kapitalismus dazwischen gefunkt und den Grundstein für sozial-historischen Rückschritt gelegt hätten...

Man muß mal wieder den anarchistischen Fürsten Kropotkin lesen.