Donnerstag, 14. April 2022

Der ukrainische Mann in Zeiten des Kriegs

Der kleine hysterische Ex-Komiker Selenski ereifert sich nur noch ganz un-staats-männisch in NATO-oliv-grünen T-Shirts - ist das "cooler", als die Schröder/Fischer/Scharping-Runde in Maß-Anzügen bei der Propagierung der völkerrechts-widrigen Bombardierung Serbiens?

Jedenfalls sitzt Selenski genausowenig im Schützen-Graben, wie Schröder & Co., und er kann genauso leicht wie letztere den "totalen Krieg" fordern, also einen ukrainischen Märtyrer-Kampf gegen eine überlegene Macht, der über Leichen geht, wie es der in die ukrainische Armee integrierte "Rechte Sektor" mit seinen diversen Fascho-Milizen längst vorführt.

Die Oligarchen-Marionette Selenski ist kein "Demokratie"-Garant, sondern ein NATO-Werkzeug, und seine Propaganda ist mit mindestens derselben Vorsicht zu genießen, wie die russische: überprüfbar ist garnichts - die Ukrainer wollen ein russisches Schlachtschiff versenkt haben, die Russen bestreiten es; die Russen wollen Mariupol unter Kontrolle haben, der ukrainische Bürgermeister bestreitet es aus dem Exil...

Alles sinnloses "Strategen"-Gelaber, das mit wahrem und normalem Leben nichts zu tun hat, sondern eben dieses sinnlos zerstört, wie es die üblichen neo-feudalen Kriegs-Profiteure seit Jahrhunderten skrupellos gewohnt sind, zumal sich ihre Söldner nach wie vor zum Mindestlohn verheizen lassen...

Am erstaunlichsten ist ja, daß faschistoide Autokraten wie Scholz, Biden, Macron, Putin, Mohammed bin Salman usw. usw. sich, genau wie Hitler, auf eine konformistische Masse, sowohl von Wählern, als auch von untertänigen Bullen stützen können...

Selenski erinnert irgendwie an den US-Guru Jim Jones, der seine verblendete Sekte in Guyana in den Massen-Selbstmord führte...

Korsisches Fast-Jubiläum als erste "Demokratie" der Welt

Am 15. April 1736 machten korsische Rebellen gegen die genuesische Herrschaft über die Küstenstädte den  seltsamen deutschen Baron von Neuhoff zum König Theodor I.
Während dessen nur 1-jähriger Herrschaft war der "Minister-Präsident" ein gewisser korsischer "General" namens Giacinto Paoli, dessen Sohn Pasquale Paoli 1755 aus dem neapolitanischen Exil heimkehrte, die Unabhängigkeit Korsikas proklamierte und Korsika die erste "demokratische" Verfassung bescherte - lange vor der US-amerikanischen (1776) und der französischen (1791).
Leider wurde Korsika bereits 1769 von den Franzosen erobert und Paoli ging wieder ins Exil.
Sein lokal-adliger Verfassungs-Mitstreiter Carlo di Buonaparte entsandte später seinen Sohn Napoleon, um im jakobinischen Frankreich und im spät-feudalen Europa ein bißchen aufzuräumen...

Die Geschichte der herrschenden Cliquen Europas paßt auf einen Bierdeckel.

Dienstag, 12. April 2022

Der deutsche Mann in Zeiten des Kriegs

Zur Zeit liegen vor manchen Mode-Butiken kleine Stapel des "Zeit-Magazins Mann" zur kostenlosen Mitnahme - diese Hochglanz-Werbe-Broschüre für teure Armband-Uhren, teure Klamotten und teure Autos (= "Mann") der trans-atlantischen Wochenzeitung "Die Zeit" kostet ansonsten trotz der Luxus-Anzeigen-Einnahmen stolze 8,50 €, die offenbar keiner bezahlen will...

Komischerweise sind im Stab des "Z-M Mann" ziemlich viele Frauen - sogar die "Test-Fahrerin" des nebulös (un-)abgebildeten lächerliche 178.000 € teuren 8-Zylinder/4,4 Liter/625 PS-BMW-Cabrios ist eine Frau, subtil ironisch "die fahrende Frau" genannt... Und unter den Männer-Mode-Models sind viele androgyne Pädophilen-Lieblinge (und andererseits die entsprechenden zerknitterten Freier-Typen)... Und aus unerklärlichen Gründen läßt sich S. Wagenknecht für dieses Machwerk ganz brav und "Frau-im-Spiegel"-bieder (von einer Frau) "über die Männer ihres Lebens" befragen... Für die primitive Typographie verantwortlich ist wohl das zufällig zu drei Vierteln weibliche "Gestaltungs"-Team.

Apropos Abbildungen: zu drei Vierteln handelt es sich um Luxus-Männer-Mode, die im "redaktionellen Teil" noch schlechter fotografiert ist, als bei den albernen hoch-bezahlten ganz- oder doppelseitigen Anzeigen der Haute-Couture-Konzerne - die heutigen Profi-Fotografen scheinen den "freien" bildenden "Künstlern" nach zu eifern: zeig möglichst wenig und sag nix dazu... selbst das enttäuschende Interview mit T.C. Boyle wird nur mit "künstlerisch" unterbelichteten und beschnittenen Porträts des Schriftstellers illustriert, der sich dazu (hoffentlich für viel Geld, obwohl er´s vermutlich nicht braucht, und wenn er´s braucht sei´s ihm gegönnt) vom allgegenwärtigen "Z-M-Mann-Stylisten" Stockhausen in verschiedene Marken-Klamotten hat stecken lassen (lieber hätte man mal Boyle´s F.-L.-Wright-Haus in Santa Barbara gesehen, als die Marke von dem zufällig aus dem Gras lugenden Stückchen Schuh zu erfahren...).

Das kaum erhellendere Interview mit dem Auto-Designer-Papst De Silva ist mit zwei belanglosen schiefen Schnapp-Schüssen illustriert, statt mit seinen Design-Ideen (falls Auto-Design heutzutage noch jemanden interessiert), und das Interview mit dem Rock-Musiker Jack White über seine tollen Design-Ambitionen ist gleich garnicht illustriert (außer mit einer infantilen Collage aus diversen White-Portäts).
Dagegen hat der erwähnte "Stylist" redaktionelle Kauftipps für überteuerte Objekte und Accessoires in nervend neo-kubistischem/-surrealistischem Stilleben-Ambiente in Schwarzweiß fotografieren lassen, sodaß in der Legende immer noch die Farbe erwähnt werden muß... Krönung des Ganzen sind "gewollt" unscharfe Abbildungen vor scharfer Landschaft, bei denen nichtsdestotrotz der Marken-Name der Vordergrund-Schemen angegeben ist: voll "provo", null info !

Kurz: es fragt sich, wozu es dieses Anzeigen-Blatt mit seinen zu 95% belanglosen "redaktionellen Beiträgen" nach groß-bourgeois patriarchalem "Wirtschafts-Wunder"-Muster und vorsätzlich aussage-losen "Künstler"-Fotos überhaupt gibt - zumal in Zeiten des Kriegs, des viel-beschworenen, ob gegen Terror-Islamisten, Killer-Viren oder Russen-Imperialismus?
Das "Editorial" fängt an: "Hin und wieder so entspannt auf einer Wiese in der Nachmittagssonne zu sitzen (...) - das wäre schon mal ein guter Plan für das Frühjahr und den Sommer dieses Jahres, das mit schweren Krisen begann: Kurz vor unserem Redaktionsschluß griff Rußland die Ukraine an." - Na, und wenn schon, und andere "Krisen" scheint es auch nicht zu geben: Hauptsache Armani und Rolex für die Kotz- und Protz-Typen, die bei Schampus kurz die "Ukraine" beseufzen und halbherzig im Jaguar (statt im CO²-lastigen Easy-Jet) über den drohenden Welt-Untergang schwadronieren, während sie nebenbei auf dem Smartphone den Stand ihrer Rüstungs-Aktien checken und über eine Ganzkörper-Rasur nachdenken, wenn man dem "Z-M-Mann" glauben mag...

Ist das Dekadenz im End-Stadium (wie z.B. das erwähnte BMW-Cabrio) oder bereits der Beginn einer hoffnungsvollen anti-globalistischen Anarchie? Oder bloß eine vermeintliche Markt-Lücke, die der "Zeit"-Verlag bei neureichen Polit- und Kultur-Banausen entdeckt zu haben glaubt?


Montag, 11. April 2022

Laßt es krachen in der Ukraine !

Die aus dem Nichts aufgetauchte verkniffene "grüne" Bärbock findet europäische Militärhilfe ("auch schwere Waffen") für die  Ukraine in Höhe von 1,5 Milliarden € "kreativ" (die belanglose Karrieristin hat schnell die üblichen Wort-Hülsen gelernt), und der eierköpfige Verschnitt des langschädligen strammen Leutnants Helmut Schmidt aka Scholz verspricht der vernachlässigten "Bundeswehr" aus dem Nichts sogar 100 Milliarden €...

Die Sonntags-Versprechen für Mindestlohn-Jobber und das Topfgeklapper für die unterbezahlten Kranken- und Altenpfleger während der doch nicht so "tödlichen Pandemie" sind längst vergessen - die Umverteilung von unten nach oben (zu den Pharma-Multis) ist wieder ersetzt durch die übliche Umverteilung von unten zum militärisch-industriellen Komplex, was für "die da oben" auf´s gleiche rauskommt, da sie alle dem finanz-industriellen Komplex angehören. Man braucht bloß aktuelle imaginäre Ängste zu propagieren, und schon läßt sich das, was volkt, widerstandslos aussaugen: kommunistische Gefahr, atomarer kalter Krieg, Ölkrise, linker Terrorismus, derselbe in islamistisch, Schurken-Staaten, Flüchtlings-Ansturm, Killer-Viren, gelbe ökonomische Gefahr, russischer Imperialismus - der Phantasie der "Krisen"-Profiteure sind keine Grenzen gesetzt: Grusel-Nachrichten von allen Seiten sind schnell erfunden und mit geschickt geschnittenen oder gleich "Fottoschopp"-erzeugten Bildern belegt. Statt direkter "Kriegs-Bericht-Erstattung" durch Reporter (wie z.B. noch aus dem Vietnam-Krieg) berichten heute z.B. "Korrespondenten" aus ihren komfortablen Hotels in Nairobi oder Kairo über asymmetrische Meuchel-Kriege im Kongo, in Sierra Leone oder Angola, und werden uns die west-(=nah-ost) und zentral-asiatischen NATO-Kriege nur noch als geheimdienstlich bearbeitete Satelliten-Filme, ähnlich Video-Spielen, präsentiert - im evangelischen Konfirmanden-Unterricht hieß es: "Glauben heißt Wissen", und dasselbe gilt für alle andern "mosaischen" Sekten (Juden, Papisten, Muslime und all deren Ableger und Namens-Mißbraucher) und jede autokratische Heils-Lehre überhaupt.

Dieses monotheistische Dogma gilt jedenfalls auch für die rein politische Propaganda der gottlos-kapitalistischen Pseudo-"Demokratien": was soll man der "Informations-Gesellschaft" (ob NATO, Rußland, China, Südafrika oder Samoa) noch unbesehen glauben?
§1: Die Obrigkeit lügt immer.
§2: Wo sie nicht zu lügen scheint, steckt nichts Gutes dahinter.
§3: Wo sie die Wahrheit zu sagen scheint, tritt §1 in Kraft.

Ich scheiße auf die territoriale Ukraine der korrupten Oligarchen genauso, wie auf das territoriale Deutschland der transnationalen "Export-Weltmeister"-Plutokraten, und ich scheiße weltweit auf nationalistischen oder poly-nationalistischen (z.B. NATO-)Militarismus, der letztlich seit Jahrtausenden eine menschliche Gesellschaft verhindert hat und immer noch, wie eingangs erwähnt, von hirnlos System-konformen Avataren wie Bärbock vertreten wird.

P.S. Mitten während des russischen Spezial-Unternehmens "Ukraine" fliegt dieses ungediente schweins-äugige Bärbock auch noch nach Mali und verspricht dort fröhlich weiteres "Engagement" der "Bundeswehr" - es scheint echt Spaß zu machen, oliv-grüne Außen-Ministerin zu sein und bißchen "Risiko"-Imperialismus zu spielen.

Sonntag, 10. April 2022

Frankreich wieder zwischen Pest und Cholera

Mehr als ein Viertel der Franzosen haben das Theater der Herrschenden satt und sind erst garnicht zur Präsidenten-"Wahl" gegangen.

Von den übrigen haben nach ersten Berechnungen 28 % vermutlich aus geistiger Bequemlichkeit den amtierenden neoliberalen Banker-Präsidenten wieder "gewählt", die üblichen 23 % vermutlich aus rassistischer Überzeugung die rechtsradikale LePen (und über 7 % ihren ultrarechten Ableger!), und 20 % den Linken Mélenchon - es läuft also, wie letztesmal, auf eine Stich-"Wahl" zwischen Macron und LePen hinaus, die von 21 resp. 17 % der "Wahl"-Berechtigten gewählt wurden: die größte "Partei" bleiben mit 26 % die (Protest-)Nichtwähler.

Die "Wahl"-Ergebnisse werden, wie in allen westlichen "Demokratien", diskutiert, kommentiert und abgewägt, wie mehr oder weniger zufällige Fußball-Ergebnisse und ihre Folgen für die Liga-Ränge, und ungefähr so viel "demokratische" Aussage-Kraft haben sie auch - in der französischen starren Klassen-Gesellschaft noch weniger, als in Deutschland... Witzig ist immerhin, daß in Frankreich die Parteien nicht so eine große Rolle, wie in Deutschland, zu spielen scheinen: die "klassischen" Parteien (Rechts-Konservative mit wechselndem Namen, "Sozialisten" und Kommunisten) fallen nur noch unter "Sonstige"...

Ändern wird sich jedenfalls genauso wenig was, wie nach dem "Wahl"-Sieg des "Sozialisten" Mitterand 1981 (oder der "rot-grünen" Koalition in Deutschland 1998): der markt-liberale Macron betreibt bereits eine nationalistische und fremden-feindliche Politik, und die nationalistische und fremden-feindliche LePen ist natürlich trotz aller "Kaufkraft"-Parolen markt-liberal... also eine "Wahl" zwischen Pest und Cholera...

Wozu also der ganze "Stimmzettel-Fetischismus" (wie P. Scholl-Latour das westliche "Demokratie"-Verständnis genannt hat), wenn die "Wahl"-Ergebnisse angesichts eines machtlosen, uninformierten und von Propaganda und Versprechungen benebelten "Wahlvolks" mit Umfragen, Prognosen und ständigen Hochrechnungen genauso fieberhaft erwartet werden, wie das Resultat der Rennerei von 22 Fußball-Profis, das ja sogar die täglichen "Nachrichten" verseucht?

Wenn "Wahlen" was verändern würden, wären sie verboten.

Samstag, 9. April 2022

Das sogenannte "Böse"

Unter diesem Titel hat der "entnazifizierte" Alt-Nazi Konrad Lorenz, der berühmte kauzige Gänse-Flüsterer, nach dem Krieg (also dem von-den-Nazis-Befreiungs-Welt-Krieg, im Unterschied zu den bisher zig folgenden Stellvertreter-Kriegen) den "biologischen Aggressions-Trieb" erfunden, der das neoliberale Kokain-Dogma "Der Mensch ist des Menschen Wolf" für "natürlich" erklärt...

In der Tat wurde die Menschheit immer aggressiver, je "zivilisierter" sie wurde: es scheint sogar eher mit der "Zivilisation" zusammenzuhängen, als mit der Biologie, wenn man sich die Geschichte seit den "ersten Zivilisationen" (=zentralistischen Reichen - vgl. Harari´s "Kurze Geschichte der Menschheit": der "Fluch der neolithischen Revolution") ansieht: Menschen-Opfer, Sklaven-Haltung, Gladiatoren-Kämpfe, Schlacht-Gemetzel, Seuchen, Inquisitions-Folter, Verstümmelungs-Strafen, Scharia und Pogrome von Sumer über Rom, die Kalifate, das Mittelalter, den 30-jährigen Krieg, die Jakobiner und die Kolonialzeit, bis hin zum Holocaust und den asiatischen und afrikanischen Massakern der letzten Jahrzehnte, um nur paar Beispiele zu nennen - der "Humanismus" der "Renaissance" (mit dem die "Hexen"-Vernichtung erst in Schwung kam) und die Erklärung der "Menschenrechte" im Zug der "Aufklärung" (die die rationelle "Guillotine" hervorbrachte) haben daran wenig geändert - der Grund dafür scheint der technische Fortschritt und die einhergehende Monopolisierung (=Refeudalisierung), also die "Ökonomisierung" und "Monetarisierung" der "zivilisierten" Gesellschaften (=zentralistischen Reiche - vgl. Zola´s Roman "Das Geld") zu sein, wie man immer noch am "besten" an des belgischen Königs Privat-Kolonie Kongo (Ende des 19. Jh.s) erkennt, nach deren (im Kongo kaum) abgemildertem Terror-Muster bis heute die "Globalisierung" abläuft.

Hierarchische Staaten (=zentralistische Reiche) schaffen es irgendwie scheinbar immer, mit Gewalt oder Propaganda ihre Ideologie in die Köpfe ihrer Untertanen einzupflanzen, worauf die Untertanen allem blind, wie einem "Herrn der Fliegen", zu folgen pflegen.

In Wohlstands-verwöhnten Regionen sind nichtsdestotrotz "Aggression" und Untertanen-Militarismus seit den 1968er-Jahren in Mißkredit geraten, und die damals geprägte Generation beherrscht heutzutage mit Wohlstands-Bauch, in Ehren ergraut und intellektuell offenbar regrediert, allerorten die bürokratischen Institutionen: sie werden als Schreibtisch-Täter zu neuen "Herren der Fliegen", die sich an den Schrecken (oder zumindest an ihrer Funktion als "graue Eminenzen") weit entfernter Kriege und Diktaturen zu ergötzen scheinen.

Ähnlich wie sich deutsche "Sozialdemokraten" und "Grüne" bei der Serbien-Bombardierung vor 20 Jahren zu NATO-Deppen degradieren ließen (wie Schröder verspätet zugab) folgen die heutigen EU-Darsteller dem US-Diktat, Rußland zu "ruinieren", und schrecken vor sinnloser Gewalt oder deren Beförderung durch Waffenlieferung nicht zurück, wie man neuerdings wieder an der Ukraine sieht - wie spätestens seit den Kreuzzügen (und z.B. der Ausrottung der nordamerikanischen Indianer: fast jeder "Western" legitimiert den Völkermord oder zumindest die Selbstjustiz unter den "Pionieren") wird mit unbewiesenen Greueltaten des Gegners argumentiert, um eigene Greueltaten (oder die der verbündeten Islamisten in Syrien, der israelischen Armee gegen die Palästinenser, oder des "rechten Sektors" in der Ukraine ebenso wie die Prämien für Indianer-Skalps) zu rechtfertigen.

Dabei ist jedem psychisch gesunden Menschen die "Staats-Räson", die "nationale territoriale Integrität" und der vorgebliche "Demokratie-(oder jedenfalls System-)Erhalt" scheißegal, solange er in seinem eigenen Mikrokosmos ein erfüllendes Auskommen hat: jedem vernünftigen Ukrainer kann die Sezession der russisch bewohnten Krim und die vielleicht folgende der ebensolchen Donbass-Republiken am Arsch vorbeigehen, statt (wie die "progressive Avantgarde" Europas ab 1914) mit Hurra in den "vaterländischen" Tod zu ziehen - normale Menschen dürstet es weder, für irgendwelche Parolen einer Herrscher-Kaste zu sterben, noch andere dafür zu ermorden - da aber in keinem Land der Erde die Mehrheit ein erfüllendes Auskommen hat, wird offenbar überall ein marginalisiertes potentiell "patriotisches" Reserve-Heer erzeugt, das jeder Hetz-Kampagne als Ausweg zu folgen bereit ist...

So ist es einerseits fraglich, ob (und wenn ja, warum) die russische Armee "Massaker an der ukrainischen Zivil-Bevölkerung" begangen haben sollte, zumal ihre Regierung nicht die Parole dazu ausgegeben hat - andererseits scheint es nicht unmöglich, wenn man sich die grundlosen Kriegs-Verbrechen der Soldateska des Westens zuletzt in Jugoslawien, Afghanistan, Irak, Libyen, Syrien, Jemen usw. ansieht, ganz zu schweigen von älteren postkolonialen Beispielen oder aktueller innerstaatlicher Polizei-Gewalt, wie vor allem z.B. in den USA und in Frankreich (und eben nicht nur in Rußland oder China...).
T. Röper ("Anti-Spiegel") bringt jedenfalls Video-Belege, die darauf hindeuten, daß am Tag des Abzugs der Russen aus Butscha noch keine toten Zivilisten auf den Straßen lagen, sondern erst 4 Tage später, und daß die Leichen weiße Armbinden trugen: das Erkennungszeichen der russischen Soldaten (oder ihrer hingerichteten Sympathisanten? - Man weiß es nicht)...

Jeder kampfwütige Wolf hat eine Beiß-Hemmung, sobald sein Gegner kapituliert - nur dem immer "intelligenteren" Menschen hat man das im Lauf der "Zivilisierung" abtrainiert: bravo!
Weg mit Staat, "Nation", Zentralismus, Hierarchie, "repräsentativer Demokratie", Kapitalismus (vgl. Brechts "Geschäfte des Herrn Julius Cäsar"), Monopolen, "Globalisierung", Militär und Waffen-Produktion - lokal und solidarisch handeln, gut und nachhaltig essen und trinken, selbstbestimmt und basis-demokratisch entscheiden, ökologisch und bewußt leben, tolerant und konsequent denken: Anarchie ist machbar, Herr Nachbar!

Montag, 4. April 2022

"Inflation" ist, wenn das, was volkt, mal wieder die Rechnung der Herrschenden bezahlt

Selbst Billig-"Aldi" kündigt Preis-Erhöhungen an, weil Gas-, Öl-, Sprit- und Getreide-Preise derzeit spekulativ in die Höhe getrieben werden, obwohl noch längst kein "Mangel" herrscht: im Grund werden damit bloß strategische "Sanktionen", Waffen-Spenden für Stellvertreter-Kriege und hiesige Aufrüstung vorfinanziert, die eben diesen Mangel erst erzeugen werden...

Spätestens seit N. Kleins erhellendem Buch "Die Schock-Strategie" (2007) müßte klar sein, daß es bei den weltweiten Konflikten nicht um nationale "Freiheit und Demokratie" geht, sondern seit Jahrzehnten um einen weltweiten Krieg der neo-feudalen Finanz-Oligarchien gegen die "Zivil-Bevölkerung", also um ein Verbrechen gegen die Menschheit und gegen die Menschlichkeit - kurz: um ein sozial-darwinistisches Kriegs-Verbrechen im ökonomischen Krieg, den der "Neo-Liberalismus" für "natürlich" hält...

Das vom "neo-liberalen" IWF geforderte Ende der Brot-Preis-Subventionen im Maghreb hat den sogenannten "Arabischen Frühling" (eher einen "Winter") ausgelöst: ein Instrument zur Destabilisierung zunehmend renitenter Regierungen von Rohstoff-reichen Ländern und zur gezielten (wenn auch im Grund erfolglosen, falls das Ziel nicht einfach "Failed States" waren) Einleitung von "Regime-Changes" in Ländern wie Irak, Libyen, Jemen und Syrien, die auf Kosten der Zivil-Bevölkerung im mörderischen Chaos versanken, während sich die westlichen Öl-Multis und Rüstungs-Konzerne die Hände reiben konnten...

Selbst aus dem seit Jahren von Krieg heimgesuchten Jemen sieht man Bilder von voll-bestückten Lebensmittel-Märkten, während der Großteil der Bevölkerung Hunger leidet: Kapitalismus in Reinst-Form - es gibt keinen materiellen "Mangel", sondern nur einen Mangel an Verteilungs-Gerechtigkeit: alles wie immer, nichts aus der Geschichte gelernt, und schon garnicht den notwendigen Primat des Humanismus über den krassen Ökonomismus...

Das, was volkt, hat nichtsdestotrotz nach Jahrhunderte-langer Indoktrination den Ökonomismus und Nationalismus gefressen und läßt sich zu dessen selbstmörderischer Verteidigung instrumentalisieren, wie man grade in der Ukraine sieht - der "demokratisch-freiheitliche" Westen ist indessen nicht besser: aus propagandistisch verordneter Russo-Phobie und Putin-Haß will man selbstlos lieber frieren, als wie gehabt bequem billiges russisches Gas zu konsumieren, und bezahlt tapfer die überhöhten Heizungs-, Benzin- und Brot-Preise im Namen der "Freiheit" der ukrainischen Oligarchen.