Schlecht gelaunt könnte man spontan sagen: gezeigt werden einige "in unmittelbarer Ekstase" (Kirchner) hingehauene "Hieroglyphen" (Kirchner) aus der (natürlich!) "Vielfalt im Schaffen dieses Künstlers" (Flyer), samt Beispielen aus dem "formal so dicht angelegten Spätwerk" (Flyer) mit so zeitlos wichtigen Sujets wie "Wiesenblume und Katze", begleitet von Skizzenblättern und unscharfen Laien-Photographien, allerdings vom "Meister" höchstpersönlich geknipst, und zeitgenössischen Druckerzeugnissen, die Kirchner gekannt haben könnte - dazu (wie üblich) bedeutungs-schwangere Exegese...
Angesichts der primitivistischen Gemälde kann man sich gut vorstellen, daß Kirchner und seine Konsorten von der "Brücke" und verwandten internationalen Frühschoppen-Runden, gelangweilt sowohl vom klassisch-akademischen Historismus, als auch vom oberflächlichen Licht-Naturalismus der "Impressionisten", endlich mal frei von Realität, Botschaft und Pingelei "ekstatisch" hinlangen wollten - das durften sie (und darf noch heute jeder) meinetwegen natürlich tun, aber wie konnten die rein subjektiven "Expressionen" einiger Bohémes mit "Fin-de-Siecle-Ennui" zu Ikonen der "kunstwissenschaftlich" kanonisierten "modernen Kunst" werden? Und was soll eine "Wissenschaft" von der "Kunst" überhaupt anderes sein, als eine affirmative Theorie des existierenden "Marktes", entsprechend der sogenannten "Wissenschaft" von der herrschenden Wirtschaftsweise?
Schlecht gelaunt könnte man sagen, daß es von Kirchner und seinen Brüdern im Geiste ganz schön mutig war, mit ihren naiven selbst-therapeutischen Versuchen an die Öffentlichkeit zu treten - dazu gehören z.B. Paul Klees neurotisch-metaphysische Kindergarten-Strichzeichnungen, Emil Noldes großfleckige Aquarelle und grell-falsche "Südsee"-Bilder (als wären nicht schon die des syphilitischen Gaugin albern genug gewesen), Picasssos leblose "Demoiselles d´Avignon" (die der "Kunst"-Napoleon angeblich in einem langen "Ent"-Wurfsprozeß von jedem inhaltlichen Zusammenhang "befreit" hat) oder Malewitschs bombastisch theoretisierte Banalitäten...
Wenn der "Kunst"-Papst der 50er-Jahre, Werner Haftmann, recht hat, daß es "mancherlei schwierige weltanschauliche und oft scheinbar ganz abgelegene Denkprozesse (sind), mit deren Hilfe der Künstler die geistigen Bedingungen in sich herstellt, unter denen er eine bestimmte spontane Handlung überhaupt erst vollziehen kann"*, kann man sich trotz aller ins "Originäre" und "Absolute" lappenden Exegese solcher "Kunst" offenbar tatsächlich nur über die "Pathologie" ihrer Protagonisten annähern und ist damit in gefährlicher Nähe zur Nazi-Diffamierung von "entarteter Kunst" - aber vielleicht wird umgekehrt ein Schuh daraus: es gibt schon länger die These, daß uns die ganze Bedeutungsleere von "Expressionismus", "Suprematismus", "Futurismus", "Kubismus" und all ihren Nachfolgern möglicherweise erspart geblieben wäre, wenn es nicht "entnazifizierte" Wirtschaftswunder-Bürger für ihre genuine Pflicht gehalten hätten (und noch halten), alles von den Nazis (und auch von ihrer biederen "Volksgemeinschaft") für "entartet" Erklärte im Nachhinein zum Beweis ihrer "Entnazifizierung" als "wahre Kunst" zu betrachten, obwohl sie es genausowenig "verstehen", wie während des "3. Reichs" oder davor - jedenfalls nachdem ein "entnazifiziertes" Establishment von "Kunst-Wissenschaftlern", "-Kritikern" und -Händlern ihnen das verordnet hatte: daher in den 50er-Jahren die "modernen" Phrasendresch-Anleitungen in Zeitschriften für einen bequem apolitischen und ahistorischen "Kunst"-beflissenen Möchtegern-Mittelstand á la Tatis "Mon Oncle": es ist derselbe "Entnazifizierungs"-Kanon, der bis heute dem "politisch-korrekten" Bürger Kritik an der faschistoiden Politik der israelischen Regierung verbietet, als könne das die fatale Vernichtung jüdischer Wissenschafts- und Kultur-Intelligenz (oder ihre Vertreibung aus Deutschland) wettmachen...
Bezeichnenderweise ist Kirchner, wie viele seiner spintisierenden "Kunst"-Kollegen jedweder Nationalität, trotz aller metaphysischen Welt- und "Kunst"-Theorien freiwillig in den 1. Weltkrieg gezogen, und bezeichnenderweise blieb seine und seiner Kollegen Reaktion auf diese Menschheits-Tragödie seltsam unaufgeregt und vage-symbolisch: der affirmativen "Kunst-Wissenschaft" und "-Kritik" blieb (und bleibt) nichts anderes übrig, als Kirchners unterkühlte Amputations-Andeutung im "Selbstportrait als Soldat" und Max Ernsts trübseliges "Europa nach dem Regen" als radikalen Antimilitarismus zu deuten, und Klees neckischen "Aufstand der Viadukte" zum anti-nazistischen Manifest zu erheben...
Ganz zu schweigen von Picassos sakrosanktem "Guernica": wieso sollte ich in die globalen Lobeshymnen über diese Picasso-typische Verfremdungs-Stilübung einstimmen? Die einzige "Sensation" (als die es damals bezeichnet wurde und bis heute wird) daran ist, daß der große "Meister" sich damit (1937) erst- und letztmals überhaupt mit einem gesellschaftlich-politisch relevanten Thema befaßt hat - und zwar auf eine Weise, die sich ein unbekannter "Künstler" nicht hätte erlauben können: mich jedenfalls berührt dieser an sich begrüßenswerte thematische Ausrutscher Picassos ästhetisch und moralisch nicht, denn die vielbeschworene "gequälte, leidende Kreatur" sehe ich bereits in den deformierten "Demoiselles" und in Kirchners neolithischen "Badenden" bis zum Überdruß, ganz zu schweigen von allen folgenden post- und para-"expressionistischen" Abstraktionen, in denen auch die Gegenstände gequält werden und leiden müssen.**
Nach dem 1. Weltkrieg hatte es noch ein paar nicht zu ignorierende Dissidenten
gegeben, die eine Art Botschaft hatten, wie Max Beckmann, Otto Dix oder
George Grosz, aber als die Künstler nach dem 2. Weltkrieg vor der Realität vollends ins Abstrakte und Informelle flüchteten, befand der genannte Haftmann allen Ernstes: "Diese Unbeirrbarkeit des Glaubens an die höhere Notwendigkeit des eigenen Tuns und die daraus sich herleitende Souveränität gegenüber den entsetzlichen Aspekten der Vordergrundswirklichkeit (...) ist einer der schönsten Beweise für die Lebenskraft der in der modernen Kunst wirkenden Idee"* - also offenbar ihre pure Selbstbezogenheit...
Es fragt sich allerdings, was eine "Kunst" ohne mehr als rein
subjektiven Inhalt (oder sogar ganz ohne Gegenstand und Inhalt) sein
oder sagen will oder soll: als Manifest kulturellen Unbehagens oder
einer Sinnkrise (selbst wenn es sich um eine gesellschaftliche, und
nicht bloß individuelle, handelt) hat sie sich mit ihrem ersten Fanal
überlebt, und wenn sie untot weiterlebt, "erhebt" sie sich nicht über
den schnöden "Naturalismus", sondern oszilliert nur willkürlich zwischen
"dekorativ", nichtssagend und gewollt "anti-ästhetisch": Kirchners
großpinseliger Ausschnitt aus "Liebermanns Garten" eignet sich
bestenfalls als nerviges Tapeten-Muster für eine schrille Bar, und
seine spitz-zitzig "hieroglyphisierten" naiven "Badenden am Strand" (das
Ausstellungs-Plakat) nichtmal dazu: da mußte erst der
Graffity-Vermarkter Keith Haring mit seinen goldigeren und dekorativeren
Strichmännchen kommen.
Eine "neue Wahrnehmung", wie die affirmativen "Kunst"-Exegeten dem gläubig staunenden Publikum euphemistisch als Folge des post-"impressionistischen" Experimentierens einreden wollen, hat höchstens der geniale Nicht-"Künstler" M. C. Escher erzeugt, und wer Escher als "bloß graphischen" Handwerker abqualifiziert, hat nicht gemerkt, daß die "moderne Kunst" seit dem Beginn des 20. Jh.s (oder sogar schon seit den "Impressionisten" und ihrem Vorläufer Turner) auf nichts weiter als Methoden (und damit Moden) reduziert ist, die lediglich unabhängig (bzw. "befreit") von Inhalten unablässig zyklisch "neu" erfunden und nebulös mit "neuer" Bedeutung versehen werden: denn was wollen uns all die von gesellschaftlichen Zusammenhängen losgelösten Bilder, die verfremdeten Portraits, stilisierten Figuren, viereckigen Früchte, schiefen Weingläser, unscharfen Blumen und geknickten Gitarren, mehr sagen, als: "Oh, ich habe eine neue Methode erfunden - schaut mal, so kann man das auch mal malen!"
Der "impressionistische" Individualismus wurde witzigerweise von den "Expressionisten" erst zu einem regelrechten theoretischen Solipsismus aufgebauscht, nachdem sie sich einerseits für die naiven sonntagsmalerischen Kolonial-Sammelbildchen-Kopien des braven Zöllners Rousseau, und andererseits für sozial-mythische "Neger-Plastiken" und animistische Masken von Naturvölkern begeistert hatten: kein Wunder, daß viele "expressionistische" Ergüsse (und die ihrer Nachfolger) wie Kopien indigener Kunst daher kommen - nichts dagegen zu sagen, sofern sie nicht als "originäre" Gurus gefeiert werden, denn wie schon Jean-Luc Godard die "Originalitäts"-geile "Kunst"-Welt beruhigte, kommt es nicht darauf an, wo man etwas her klaut, sondern wo man es hin führt - die leicht mit Aborigines-Zeichnungen zu verwechselnden Krakeleien eines Kirchner, Klee, Miró, Pollock oder Penck haben in diesem Sinn allerdings offenbar nirgendwohin geführt: der feuilletonistische Kult um die "historischen Meilensteine der Kunst-Erneuerung" ist genauso ein Quatsch, wie Baselitzens komischerweise gelungener Scherz-Versuch, den "Kunstmarkt" durch kopfüber aufgehängte Bilder anzuheizen, oder Beuysens esoterisch verquaste "natürliche" Müllhaufen...
Der sogenannte "Fälscher" Beltracci hat nachgewiesen, daß man mit etwas handwerklichem Geschick nach den Methoden gefeierter Ikonen der "Moderne" Bilder malen kann, die von der "Kunst-Wissenschaft" bereitwillig als "bisher unbekannte" Werke der jeweiligen "Meister" anerkannt wurden - in den Knast mußte er in erster Linie, weil er den absurden Ikonen-Handel des "Kunst"-Markts mitsamt der hohlen Ehrfurchtsbekundungen und kosmischen Hineindeutungen der "Kunst-Wissenschaft" bloßgestellt hat...
Mit all dem Schlechtgelaunten soll nicht gesagt sein, daß es jen- oder abseits von Michelangelo, Constable, Cezanne, van Gogh, Mucha, Larsson, Rockwell, Hopper und Sowa nichts mehr geben kann - im Gegenteil: man schaue sich z.B. den genialen dänisch-isländischen Schriftsteller, Regisseur, Graphiker und Maler Jakob Gislason an, in Berlin zuletzt 2014 mit der grandiosen expressiv-surrealistischen Ausstellung "Die Peristaltik des Transports", oder die Berliner Künstlerin Jorinde Voigt mit ihren außergewöhnlichen "Horizont"-Konzepten und andern Wahrnehmungs-Experimenten, oder den australischen Minimalisten Lee Salomone mit seinen starken Symbolismen - weder Ornament, noch Naturalismus, Inhalt oder Botschaft sind ein "Verbrechen", wie es im Gefolge der selbsternannten "Avantgarde" im Establishment immer noch heißt.
__________
* Haftmann-Zitate nach J. Nolte: "Kollaps der Moderne", 1989, Hervorh. von mir
** Im Okt./Nov. 2016 zeigte das Simon Dach Projekttheater (Regie: P. Wittig) in Berlin M. Llorentes Stück "Nach Guernica. Die Stadt, das Ereignis, das Bild": im Gegensatz zur Aufführung eines Dresdner Ensembles wurde einem hier der Anblick von Picassos längst zum abstrakten Emblem geronnenen Bildes erspart, indem es nicht Bühnenhintergrund, sondern klugerweise ein leerer Rahmen in Richtung Publikum war, vor dem sich sowohl ein esoterisch-arroganter Picasso, als auch affirmative bis ratlose Betrachter abarbeiten konnten... Daß das verquere Riesenbild, obwohl nur eine Picasso-typische "Karikatur" und nicht wirklich publikumswirksam den faschistischen Terror anprangernd (es sei denn, man hat es mit der neoklassischen "Allgemeinbildung" eingebleut bekommen), nur eine inzwischen allgemein akzeptierte heuchlerische "Antikriegs"-Ikone ist, zeigt sich ja schon daran, daß die angesichts permanenter weltweiter Kriege machtlose UNO demonstrativ eine Wandteppich-Kopie des Bildes in ihrem Hauptquartier aufgehängt hat - daß (wie im Stück erwähnt) die US-Kriegstreiber gegen den Irak anläßlich der Verkündung ihrer Kriegsgrund-Lügen das dekorative Stück vorsichtshalber mit einer großen UN-Fahne zuhängten, war eigentlich überflüssige doppelte Heuchelei: man hätte genausogut eine Vergrößerung von Picassos ebenso berühmter chinapinseliger "Friedenstauben"-Skizze darüber drapieren können, oder besser noch einen Warhol-Siebdruck von Dollar-Noten-Kopien...
Donnerstag, 3. November 2016
Ob Trunton oder Climp, Trinton oder Clump - es bleibt derselbe Pamp
Die Mutter aller Pseudo-Demokratien rechnet für die "Schicksalswahl" mal wieder mit den üblichen 50% Beteiligung an ihrem seltsamen Wahlsystem, und alle Welt fiebert mit, ob bei diesem Affentanz der Teufel oder die Antichristin gewählt wird - well, folks, ob es nun der reaktionär-"romantische" Stammtisch-Redneck-Milliardär oder die zynische Millionärs-Karrieristin des militärisch-finanz-industriellen Komplexes wird, spielt absolut keine Rolle, auch wenn man´s euch einreden will: ein System, das einen durch die mißglückte Kuba-Invasion immerhin bißchen "nachdenklich" gewordenen Kennedy vorsorglich gleich ermorden ließ, hohlköpfige Gallionsfiguren wie Reagan und Bush II durch die Wiederwahl manövrierte, und ansonsten nur "Eliten"-Mitglieder mit "Wallstreet"- und CIA-Verbindungen ins Amt beförderte (zu Obama vgl. diesbzgl.: http://www.voltairenet.org/article190308.html), braucht in jedem Fall und sowieso eine Revolution - da hätte selbst ein kose-benamter "Bernie" Sanders nichts dran geändert: es ist lediglich bezeichnend, daß nichtmal solch ein zaghaft "Liberaler" irgendeine Chance im US-Polit-Geschäft hat: es wird langsam langweilig am andern Ende der "Atlantikbrücke", das inzwischen sogar brave US-Wissenschaftler ganz lapidar und sachlich als oligarchische Finanz-Diktatur bezeichnen.
Daß die höchstgerüsteten USA sich schon seit der militärischen Besetzung der Philippinen und Kubas, aber spätestens seit den Kriegen gegen Korea und Vietnam, sowie den seit den 50er-Jahren CIA-gesteuerten Militärputschen im Nahen Osten, in Südostasien, in Afrika und Lateinamerika und den völkerrechtswidrigen Angriffskriegen von Jugoslawien bis Syrien weiterhin weltweit wie ein IS-Kalifat aufführen, kann sowieso nur eine hoffentlich träge Verwaltung, die möglicherweise ganz bieder noch Nutzen und Nachteil statistisch abwägt, verhindern - im Übrigen sind "unsere" seichteren Sprechblasen-Absonderer, wie Merk & Gauckel, Steinmeier, de Maiziere, Gabriel und Özdemir (oder Juncker, Renzi, Hollande & Co.), nicht weniger undemokratisch und gefährlich, als geifernde US-Wahl-Soap-Stars - und angesichts der Absurdität der real-existiernden Welt nicht mal glaubwürdiger: daher der Erfolg der rechtsradikalen Geiferer überall in Europa.
Da die Kriege der Hegemonialmächte nur noch stellvertretend in den schon von Orwell ("1984") dafür vorgesehenen Zonen stattfinden und nur noch von freiwilligen "Abenteurern" und bezahlten Söldnern ausgetragen werden, funktioniert in den kriegführenden Ländern (z.B. USA, England, Frankreich, Deutschland) endlich Hitlers schlaue Vermutung, daß eine Lüge nur groß genug sein müsse, damit jeder sie glaube - das haben sowohl Trinton & Clump, als auch ihre bereits amtierenden NATO-Zöglinge im Gegensatz zu ihren "Wählern" längst kapiert: ich schlage vor, daß beide zusammen traditionsgemäß noch schnell vor der endgültigen Wahl den "Friedensnobelpreis" kriegen !
Falls es aber eine "fortschreitende" Evolution, eine "Aufklärung" und in der Folge eine Ahnung von "Demokratie" gibt, können die Kapitalisten, Militaristen und Faschisten ihre Tage zählen: falls nicht, hätte sich die Menschheit als Irrtum der Evolution erwiesen...
Und das wär doch schade, wo es so gutwillige und einsichtige Exemplare wie mich gibt.
Daß die höchstgerüsteten USA sich schon seit der militärischen Besetzung der Philippinen und Kubas, aber spätestens seit den Kriegen gegen Korea und Vietnam, sowie den seit den 50er-Jahren CIA-gesteuerten Militärputschen im Nahen Osten, in Südostasien, in Afrika und Lateinamerika und den völkerrechtswidrigen Angriffskriegen von Jugoslawien bis Syrien weiterhin weltweit wie ein IS-Kalifat aufführen, kann sowieso nur eine hoffentlich träge Verwaltung, die möglicherweise ganz bieder noch Nutzen und Nachteil statistisch abwägt, verhindern - im Übrigen sind "unsere" seichteren Sprechblasen-Absonderer, wie Merk & Gauckel, Steinmeier, de Maiziere, Gabriel und Özdemir (oder Juncker, Renzi, Hollande & Co.), nicht weniger undemokratisch und gefährlich, als geifernde US-Wahl-Soap-Stars - und angesichts der Absurdität der real-existiernden Welt nicht mal glaubwürdiger: daher der Erfolg der rechtsradikalen Geiferer überall in Europa.
Da die Kriege der Hegemonialmächte nur noch stellvertretend in den schon von Orwell ("1984") dafür vorgesehenen Zonen stattfinden und nur noch von freiwilligen "Abenteurern" und bezahlten Söldnern ausgetragen werden, funktioniert in den kriegführenden Ländern (z.B. USA, England, Frankreich, Deutschland) endlich Hitlers schlaue Vermutung, daß eine Lüge nur groß genug sein müsse, damit jeder sie glaube - das haben sowohl Trinton & Clump, als auch ihre bereits amtierenden NATO-Zöglinge im Gegensatz zu ihren "Wählern" längst kapiert: ich schlage vor, daß beide zusammen traditionsgemäß noch schnell vor der endgültigen Wahl den "Friedensnobelpreis" kriegen !
Falls es aber eine "fortschreitende" Evolution, eine "Aufklärung" und in der Folge eine Ahnung von "Demokratie" gibt, können die Kapitalisten, Militaristen und Faschisten ihre Tage zählen: falls nicht, hätte sich die Menschheit als Irrtum der Evolution erwiesen...
Und das wär doch schade, wo es so gutwillige und einsichtige Exemplare wie mich gibt.
Mittwoch, 26. Oktober 2016
Rüstungs-Exporte: Alle Soldaten und Waffenhändler sind Mörder !
Laut des Merkels, ihres koalierten Steinbeißers und Wirtschafts-Engel Gabriels "Halbjahresbericht zu Rüstungsexporten" (und vermutlich zur Genugtuung des "Freiheits"-militaristischen Gauckel) haben sich die Rüstungs-Exporte der deutschen Konzerne im ersten Halbjahr 2016 zwar von 3,5 auf 4 Milliarden € erhöht, das aber nur unter "strengsten und transparentesten Bedingungen": der zunehmende Waffenverkauf an die fundamentalistische Sunniten im Jemen und in Syrien sehr militant unterstützende Saudi-Diktatur ist also nach eingehender Prüfung offenbar moralisch und bürokratisch genauso unbedenklich, wie der zunehmende Verkauf an den Kurden-massakrierenden national-religiösen türkischen Polizei-Staat, in dem (ebenso, wie in Saudiarabien) nach wie vor gefoltert wird...
Außerdem ist die "gute Nachricht" des Pausbacken-Engels Gabriel ja, daß das "größte Übel", der Verkauf von "Kleinwaffen" (offiziell verantwortlich für 200.000 Tote pro Jahr) immerhin "rückläufig" sei - nehmen die Statthalter des Kapitals jetzt etwa wahlschädigend schweren Herzens Stellenabbau bei "Heckler & Koch" in Kauf? - Mitnichten: es zeichnet sich bloß eine weltweite Vollversorgung mit deren "Kleinwaffen" ab - dafür (und deswegen) ist der deutsche Munitions-Export um das zehn-fache gewachsen - vermutlich, weil die "Goethe-Institute" weltweit (z.B. im Kosovo oder in der Ukraine) die Gründung von "traditionellen" Schützenvereinen nach bayrischem Vorbild fördern...
Man braucht sich bloß mal die derzeit allerorten zum 80. Jahrestag des Beginns des faschistischen Angriffs auf die spanische Republik (verharmlosend "Spanischer Bürgerkrieg" genannt) gezeigten Filme anzusehen (z.B. die nicht sehr revolutionäre "ARTE"-Produktion "Vom Kämpfen und Sterben der Internationalen Brigaden" von P. Rotman), um zu erkennen, daß alle Soldaten Mörder sind und alle Produzenten, Händler und Exporteure von Waffen Beihilfe zum Mord leisten und demzufolge der deutsche militärisch-industrielle Komplex samt all seiner angegliederten Bundesregierungen sich der Kriegsverbrechen schuldig gemacht hat, und zwar nicht erst seit dem völkerrechtswidrigen Überfall auf Jugoslawien...
Der spanische war eben kein "Bürgerkrieg", weil sich die Republikaner, Revolutionäre und Internationalisten (zumindest vor der stalinistischen Vereinnahmung) gerade nicht als "Soldaten", sondern als libertäre Milizionäre verstanden haben, als spontane, militärisch laienhafte und schwach gerüstete, idealistische Verteidiger einer potentiell sozial-revolutionären Republik gegen einen reaktionären Militärputsch, dessen militärischer "Professionalität" sie nichtsdestotrotz erstaunlich lange widerstanden haben, obwohl die Faschisten nicht nur auf gedrillte Soldaten und marokkanische Legionäre, sondern auch auf die Hilfe deutscher und italienischer Faschisten zurückgreifen konnten - es ist allerdings genauso deprimierend, zu sehen, wie die libertäre Front durch die Stalinisten letztlich zerschlagen wurde, wie zu sehen, daß die Faschisten trotz aller jahrhundertelangen Erfahrung (und trotz der spanischen Erfahrung bis heute) immer noch und immer weiter dumpf-euphorische Falangisten rekrutieren konnten und können: es gibt immerhin einen Unterschied zwischen der (notfalls) selbstmörderischen Aufopferung für die Freiheit und dem wie auch immer ideologisch befeuerten Söldnertum...
Daß der Mensch trotzdem ein grundlegend sozialer, kooperativer und solidarischer ist, wie es die spanische Revolution kurz bewiesen hat, zeigt außerdem die Tatsache, daß (mir fehlen die Worte - sagen wir neutral:) "Verbrecher", wie Franco, Pinochet oder Thatcher, gemütlich an Altersschwäche sterben durften, statt dem "Volkszorn" zum Opfer zu fallen - und das ist angesichts des "Rüstungs-Export-Berichts" natürlich keine allein historische, sondern auch eine aktuelle Frage.
Außerdem ist die "gute Nachricht" des Pausbacken-Engels Gabriel ja, daß das "größte Übel", der Verkauf von "Kleinwaffen" (offiziell verantwortlich für 200.000 Tote pro Jahr) immerhin "rückläufig" sei - nehmen die Statthalter des Kapitals jetzt etwa wahlschädigend schweren Herzens Stellenabbau bei "Heckler & Koch" in Kauf? - Mitnichten: es zeichnet sich bloß eine weltweite Vollversorgung mit deren "Kleinwaffen" ab - dafür (und deswegen) ist der deutsche Munitions-Export um das zehn-fache gewachsen - vermutlich, weil die "Goethe-Institute" weltweit (z.B. im Kosovo oder in der Ukraine) die Gründung von "traditionellen" Schützenvereinen nach bayrischem Vorbild fördern...
Man braucht sich bloß mal die derzeit allerorten zum 80. Jahrestag des Beginns des faschistischen Angriffs auf die spanische Republik (verharmlosend "Spanischer Bürgerkrieg" genannt) gezeigten Filme anzusehen (z.B. die nicht sehr revolutionäre "ARTE"-Produktion "Vom Kämpfen und Sterben der Internationalen Brigaden" von P. Rotman), um zu erkennen, daß alle Soldaten Mörder sind und alle Produzenten, Händler und Exporteure von Waffen Beihilfe zum Mord leisten und demzufolge der deutsche militärisch-industrielle Komplex samt all seiner angegliederten Bundesregierungen sich der Kriegsverbrechen schuldig gemacht hat, und zwar nicht erst seit dem völkerrechtswidrigen Überfall auf Jugoslawien...
Der spanische war eben kein "Bürgerkrieg", weil sich die Republikaner, Revolutionäre und Internationalisten (zumindest vor der stalinistischen Vereinnahmung) gerade nicht als "Soldaten", sondern als libertäre Milizionäre verstanden haben, als spontane, militärisch laienhafte und schwach gerüstete, idealistische Verteidiger einer potentiell sozial-revolutionären Republik gegen einen reaktionären Militärputsch, dessen militärischer "Professionalität" sie nichtsdestotrotz erstaunlich lange widerstanden haben, obwohl die Faschisten nicht nur auf gedrillte Soldaten und marokkanische Legionäre, sondern auch auf die Hilfe deutscher und italienischer Faschisten zurückgreifen konnten - es ist allerdings genauso deprimierend, zu sehen, wie die libertäre Front durch die Stalinisten letztlich zerschlagen wurde, wie zu sehen, daß die Faschisten trotz aller jahrhundertelangen Erfahrung (und trotz der spanischen Erfahrung bis heute) immer noch und immer weiter dumpf-euphorische Falangisten rekrutieren konnten und können: es gibt immerhin einen Unterschied zwischen der (notfalls) selbstmörderischen Aufopferung für die Freiheit und dem wie auch immer ideologisch befeuerten Söldnertum...
Daß der Mensch trotzdem ein grundlegend sozialer, kooperativer und solidarischer ist, wie es die spanische Revolution kurz bewiesen hat, zeigt außerdem die Tatsache, daß (mir fehlen die Worte - sagen wir neutral:) "Verbrecher", wie Franco, Pinochet oder Thatcher, gemütlich an Altersschwäche sterben durften, statt dem "Volkszorn" zum Opfer zu fallen - und das ist angesichts des "Rüstungs-Export-Berichts" natürlich keine allein historische, sondern auch eine aktuelle Frage.
Montag, 1. Juni 2015
Wie sauber ist "unser" Fußball? - Genauso saubär, wie der Rest, natürlich !
Plötzlich jaulen die medialen Gehirnwäscher von "Bild" bis Jauche-Günter (fehlt eigentlich nur noch NATO-Gauck) auf, die seit Jahrzehnten Millionen von Fußball-"Fans" für blöd verkaufen, weil es sich, jedenfalls im Moment, leider nicht verheimlichen läßt, daß die "FIFA" offensichtlich doch (wie schon lange "vermutet" bzw. gewußt) genauso funktioniert, wie jede Bank, jeder Hedge- oder Rentenfond, jede Werbeagentur, jede Aktiengesellschaft, jede Versicherung, jedes Opernhaus, jede Handelskette, jedes olympische Kommitee, und überhaupt jedes kapitalistische Unternehmen - bzw. wie das ganze System.
Das "System Blatter" wird höchstens das (natürlich nicht betrauerte, sondern mit allgemeiner "klammheimlicher Freude" erwartete) Bauernopfer des genauso funktionierenden Gesamt-Systems von IWF / EZB / WTO / "Fed" / Weltbank / IOC / ESC / NATO / NSA / BND usw. usw. sein - und danach wird der "FIFA"-Eldorado-Claim unter neuem Namen (oder anonym) unverändert weitergeführt werden...
Willig berieselte "Fans" haben (wie bei der "Traumfabrik" Hollywood) träumerisch die Verschiebung von Un-Millionen € oder $ in der "Boulevard"-Presse verfolgt und trotzdem an die pfadfindermäßige Unbedarftheit des "Sports" (oder an den sozialen und künstlerischen Wert des Kinos) geglaubt, als wären sie nicht abgezockte Claqueure, wie im ganzen Scheiß-Rest ihres Lebens - falls sie nicht zu den Blutsaugern des Systems gehören, die über soviel Untertanengeist nur kalt lächeln, sofern sie intelligent genug sind: die unintelligente Mehrheit der Blutsauger bleibt stupide oder populistisch selbst "Fan" und lächelt zumindest über die eigenen Verluste bei der Wettmafia, sofern sie nicht an deren Gewinnen beteiligt ist...
Wer den kommerzialisierten "Sport" noch ernst nimmt, ist offenbar nicht erwachsen geworden: im Ursprungsland des "Sports" bedeutet "to make sport of..." auf deutsch "... lächerlich machen", und das macht sich, wer völlig kindisch aus dem Häuschen gerät, wenn 22 schieß-gedrillte und meistbietend zusammengekaufte Jungmänner hinter einem Ball herrennen...
Das Wort "Sport" kommt nämlich ursprünglich von engl. "to disport" (alt-anglo-frz. "desporter") = "sich vergnügen oder zerstreuen", und hat noch heute im Englischen, neben dem etablierten "Sport", die Bedeutung von "Spiel, Spaß, Scherz, Spielart (biologisch), Spielzeug, Kumpel usw." - war "dis-port" vielleicht sogar das "Verlassen des port = Hafens" der Bürgerlichkeit und des puritanischen Nützlichkeits-Denkens? Das ist jedenfalls nicht weit vom etymologischen Ursprung, nämlich dem "Aufgeben von port = Haltung, Anstand und Betragen" (frz. "porter" = "tragen, halten"): also Un-Haltung (oder mindestens undisziplinierte), oder befreites (nicht "getragenes", anständiges) Verhalten, bzw. Sich-nichts-verhalten, also -versagen... (vgl. frz. "port" = "Körperhaltung", "déportements" = "lockerer Lebenswandel", "dispos" = "munter"...).
Damit aber haben die paramilitärischen Exerzitien der "Turnväter" genausowenig zu tun, wie die ausgefeilten Regelwerke von Mannschafts-Wettbewerben, die meist ihren Ursprung im militaristischen britischen "Empire" haben und normalerweise eigentlich nur noch Vor- und Grundschüler begeistern können - leider, denn transportiert wird mit dem "Sport" mittlerweile jedenfalls nichts anderes, als das kapitalistische Ethos: Leistung und deren Steigerung, tayloristische Effizienz, Konkurrenz und sozialdarwinistisches Besiegen.
Kurz: der "Sport" ist nicht "die schönste Nebensache" oder sonst eine alberne Entschuldigung für politische Blödheit, sondern längst ein Abbild des modernen Industrie- und Finanzsystems, und natürlich wird er genauso wie dieses verwaltet und ge-"managed" - wer dem Kapitalismus nicht ans Leder will, braucht sich über einen Blatter weder zu wundern, noch künstlich aufzuregen.
Alle "Blatters" bis hin zu Winterkorn, Jain, Zuckerberg, Lagarde und Obama aus ihren Ämtern zu verjagen, zu enteignen und zu Straßenfeger- oder Sozialarbeit bei Mindestlohn zu verdonnern - darüber könnte man ernsthaft reden: "Alles andere ist Krampf - im Klassenkampf !", wie Degenhardt plump aber wahr gesungen hat.
Das "System Blatter" wird höchstens das (natürlich nicht betrauerte, sondern mit allgemeiner "klammheimlicher Freude" erwartete) Bauernopfer des genauso funktionierenden Gesamt-Systems von IWF / EZB / WTO / "Fed" / Weltbank / IOC / ESC / NATO / NSA / BND usw. usw. sein - und danach wird der "FIFA"-Eldorado-Claim unter neuem Namen (oder anonym) unverändert weitergeführt werden...
Willig berieselte "Fans" haben (wie bei der "Traumfabrik" Hollywood) träumerisch die Verschiebung von Un-Millionen € oder $ in der "Boulevard"-Presse verfolgt und trotzdem an die pfadfindermäßige Unbedarftheit des "Sports" (oder an den sozialen und künstlerischen Wert des Kinos) geglaubt, als wären sie nicht abgezockte Claqueure, wie im ganzen Scheiß-Rest ihres Lebens - falls sie nicht zu den Blutsaugern des Systems gehören, die über soviel Untertanengeist nur kalt lächeln, sofern sie intelligent genug sind: die unintelligente Mehrheit der Blutsauger bleibt stupide oder populistisch selbst "Fan" und lächelt zumindest über die eigenen Verluste bei der Wettmafia, sofern sie nicht an deren Gewinnen beteiligt ist...
Wer den kommerzialisierten "Sport" noch ernst nimmt, ist offenbar nicht erwachsen geworden: im Ursprungsland des "Sports" bedeutet "to make sport of..." auf deutsch "... lächerlich machen", und das macht sich, wer völlig kindisch aus dem Häuschen gerät, wenn 22 schieß-gedrillte und meistbietend zusammengekaufte Jungmänner hinter einem Ball herrennen...
Das Wort "Sport" kommt nämlich ursprünglich von engl. "to disport" (alt-anglo-frz. "desporter") = "sich vergnügen oder zerstreuen", und hat noch heute im Englischen, neben dem etablierten "Sport", die Bedeutung von "Spiel, Spaß, Scherz, Spielart (biologisch), Spielzeug, Kumpel usw." - war "dis-port" vielleicht sogar das "Verlassen des port = Hafens" der Bürgerlichkeit und des puritanischen Nützlichkeits-Denkens? Das ist jedenfalls nicht weit vom etymologischen Ursprung, nämlich dem "Aufgeben von port = Haltung, Anstand und Betragen" (frz. "porter" = "tragen, halten"): also Un-Haltung (oder mindestens undisziplinierte), oder befreites (nicht "getragenes", anständiges) Verhalten, bzw. Sich-nichts-verhalten, also -versagen... (vgl. frz. "port" = "Körperhaltung", "déportements" = "lockerer Lebenswandel", "dispos" = "munter"...).
Damit aber haben die paramilitärischen Exerzitien der "Turnväter" genausowenig zu tun, wie die ausgefeilten Regelwerke von Mannschafts-Wettbewerben, die meist ihren Ursprung im militaristischen britischen "Empire" haben und normalerweise eigentlich nur noch Vor- und Grundschüler begeistern können - leider, denn transportiert wird mit dem "Sport" mittlerweile jedenfalls nichts anderes, als das kapitalistische Ethos: Leistung und deren Steigerung, tayloristische Effizienz, Konkurrenz und sozialdarwinistisches Besiegen.
Kurz: der "Sport" ist nicht "die schönste Nebensache" oder sonst eine alberne Entschuldigung für politische Blödheit, sondern längst ein Abbild des modernen Industrie- und Finanzsystems, und natürlich wird er genauso wie dieses verwaltet und ge-"managed" - wer dem Kapitalismus nicht ans Leder will, braucht sich über einen Blatter weder zu wundern, noch künstlich aufzuregen.
Alle "Blatters" bis hin zu Winterkorn, Jain, Zuckerberg, Lagarde und Obama aus ihren Ämtern zu verjagen, zu enteignen und zu Straßenfeger- oder Sozialarbeit bei Mindestlohn zu verdonnern - darüber könnte man ernsthaft reden: "Alles andere ist Krampf - im Klassenkampf !", wie Degenhardt plump aber wahr gesungen hat.
Montag, 11. Mai 2015
Fucking Greece
"Harsch aber Unfair", das Protofaschistenforum im öffentlich-rechtlichen Rundfunk, hat am 11.5.2015 mal wieder mit den "dummen, korrupten und faulen Griechen" abgerechnet.
Um hinten anzufangen: "bis auf einen" haben die Deutschen, wie es ihnen nahegelegt wird, natürlich die Schnauze voll von den Griechen - hat ja sogar der re-immigrierte Vorzeige-Deutsch-Grieche Papavassiliou mit seiner "Bild"-Zeitungs-mäßig netten Bilderbuchfamilie, der erklärtermaßen puritanisch-protestantische Ideale mit in die alte Heimat nehmen wollte, und dann ganz enttäuscht war, weil das "demokratische" Griechenland "seit dem Fall Konstantinopels 1453" durch die osmanische Feudalherrschaft in ein "Versorgungsdenken" zurückgefallen sei - als hätte nicht ganz Europa seit 1000 Jahren unter der Feudalherrschaft fremder Inzucht-Dynastien (nicht zuletzt Rußland unter deutschen...) gelitten und habe nicht eine Art Versorgungsmentalität auf Sklaven-(Leibeigenen- oder Harz4-)Ebene verinnerlicht...
"Die Griechen" müßten sich "anstrengen", heißt nichts weiter, als daß das gemeine Volk willfährig verelenden soll, um die Spekulationssünden "ihrer" selbsternannten bauernschlauen "Eliten" im Verbund mit den weltweiten Finanz-Oligarchien auszubaden: ein von der ursprünglich links-sozialen Regierung eingeführter lächerlicher Mindestlohn von 860 € ist natürlich ein "arroganter" Affront gegen halbsohohe Mindestlöhne in Lettland oder Slowakien, sowie gegen den deutschen Harz4-Satz - der Alibi-Syriza-Grieche, der die mitteleuropäischen Konzerngewinne ins Feld führen will, bekommt sofort das Wort abgeschnitten:
Und was ist mit der "griechischen Vetternwirtschaft"? Bei "uns" werden mit jedem Regierungswechsel Funktionäre ganz legal nach Parteibuch ausgetauscht, und die scheidende Regierung befördert ihre Gefolgsleute je nach "Listenplatz" noch schnell in unkündbare Positionen hoch - aber in Griechenland ist das Sodom und Gomorrha !
Es ist 1 Witz sondergleichen: hallo, Kleinbürger, die Grenze verläuft nicht zwischen Ländern, sondern zwischen oben und unten !
Um hinten anzufangen: "bis auf einen" haben die Deutschen, wie es ihnen nahegelegt wird, natürlich die Schnauze voll von den Griechen - hat ja sogar der re-immigrierte Vorzeige-Deutsch-Grieche Papavassiliou mit seiner "Bild"-Zeitungs-mäßig netten Bilderbuchfamilie, der erklärtermaßen puritanisch-protestantische Ideale mit in die alte Heimat nehmen wollte, und dann ganz enttäuscht war, weil das "demokratische" Griechenland "seit dem Fall Konstantinopels 1453" durch die osmanische Feudalherrschaft in ein "Versorgungsdenken" zurückgefallen sei - als hätte nicht ganz Europa seit 1000 Jahren unter der Feudalherrschaft fremder Inzucht-Dynastien (nicht zuletzt Rußland unter deutschen...) gelitten und habe nicht eine Art Versorgungsmentalität auf Sklaven-(Leibeigenen- oder Harz4-)Ebene verinnerlicht...
"Die Griechen" müßten sich "anstrengen", heißt nichts weiter, als daß das gemeine Volk willfährig verelenden soll, um die Spekulationssünden "ihrer" selbsternannten bauernschlauen "Eliten" im Verbund mit den weltweiten Finanz-Oligarchien auszubaden: ein von der ursprünglich links-sozialen Regierung eingeführter lächerlicher Mindestlohn von 860 € ist natürlich ein "arroganter" Affront gegen halbsohohe Mindestlöhne in Lettland oder Slowakien, sowie gegen den deutschen Harz4-Satz - der Alibi-Syriza-Grieche, der die mitteleuropäischen Konzerngewinne ins Feld führen will, bekommt sofort das Wort abgeschnitten:
Und was ist mit der "griechischen Vetternwirtschaft"? Bei "uns" werden mit jedem Regierungswechsel Funktionäre ganz legal nach Parteibuch ausgetauscht, und die scheidende Regierung befördert ihre Gefolgsleute je nach "Listenplatz" noch schnell in unkündbare Positionen hoch - aber in Griechenland ist das Sodom und Gomorrha !
Es ist 1 Witz sondergleichen: hallo, Kleinbürger, die Grenze verläuft nicht zwischen Ländern, sondern zwischen oben und unten !
Freitag, 13. März 2015
Paranoid - voreilige Bilanz des Jahres 31 nach "1984"
Die internationale Créme der un-sexy Marionetten der Oligarchie läuft mit abwaschbarem "Je suis Charlie"-Tattoo als "Demo"-Persiflage (Kette bilden!) für´s Fernsehen durch eine Hochsicherheitszone in Paris, nachdem die "mutmaßlichen" (praktischerweise wieder bereits toten) Attentäter, genau wie die mutmaßlichen "9/11"-Profis, am Tatort eine Bahnsteigkarte liegen gelassen hatten...
In der Ukraine wird ein Bus voll Zivilisten liquidiert und man zitiert die Interpretation derer, die "unsere" Waffen kaufen oder gespendet kriegen und tatsächlich ohne zu lachen "Je suis Bus"-Schilder vor die Kameras halten...
Von "Je suis Kalifat" wird ein schlechtes Video verbreitet, in dem angeblich mit kindlichem Trotz Anschläge auf das "Weiße Haus", den "Eiffelturm" und "Big Ben" (komischerweise aber weder auf die Berliner "Siegessäule", noch auf "Disneyworld" oder "Tivoli", oder etwa sinnigerweise auf postkolonial-globale Konzerne...) angekündigt werden, sodaß auch der letzte Depp verstehen muß, warum "SAP" der "NSA" Überwachungsprogramme liefern muß...
Und "Je suis Zero Noir" rollt unterdessen mit paralympischer Disziplin und ungerührt wie ein fuggerscher Buchhalter über Europa hinweg, daß es "Je suis Christine Engarde" vom IWF ein Wohlgefallen ist...
... man möchte fast meinen, daß die "Mondlandung" in einer Nevada-Kulisse gefilmt wurde: welche "Nachricht" (außer den neoliberalen hohlen Sprechblasen der "Politiker", falls man die als "Nachrichten" durchgehen lassen will) ist heutzutage eigentlich nicht gefälscht und welches Bild nicht gestellt, um einen "Inside-Job" zu verschleiern?
Die Bilanz von 250 Jahren "Aufklärung" (bzw. 500 Jahren "Humanismus" oder 10.000 Jahren "Zivilisation") ist eine "schwarze Null" auf einer fiktiven Skala, die mit dem menschlichen Leben, geschweigedenn seiner Verbesserung, null und nichts zu tun hat, wie die "Nachrichten" von Funk und Presse täglich zeigen, nach denen die "aufgeklärten" Menschen nichtsdestotrotz genauso süchtig sind, wie die Marginalisierten in F. Schmolls Dystopie "Kiezkoller" nach ihrem implantierten Überwachungs-Chip...
Das kapieren offenbar weder die psychopathischen Anhänger der drei monotheistischen Religionen, noch ihre scheinbaren Gegenspieler, die genauso psychopathischen neoliberalen "Rationalisten" - wobei letztere als Träger der "Aufklärung" es entweder nicht kapieren wollen oder als deren Lenker eben genau wissen, welches Schindluder sie mit der "Aufklärung" treiben: nämlich die Einführung eines orwellschen "Neusprech" je nach strategischer Lage...
Deswegen ist es garnicht so unwahrscheinlich, daß H. Illig mit seinem "Erfundenen Mittelalter" recht hat: selbst die heutige "Informations-Gesellschaft" bleibt in ihrem allgemeinen historisch-politisch konformen Glauben unbeeindruckt von relativ zeitnahen Enthüllungen über "Pearl Harbour", die "Schweinebucht", den "Kennedy-Mord", Vietnam, die faschistischen "Gladio"-Aktionen der NATO in Europa, die CIA-Putsche in Persien, Chile usw., die erfundenen "Kriegsgründe" in Jugoslawien, Afghanistan, Irak usw., das Phantom der "3. RAF-Generation" und all das andere - die Menschen lassen sich mittlerweile mit dem Argument der angeblich "umfassenden Information" mehr an der Nase herumführen, als abergläubische Steinzeit-Jäger-und-Sammler, die sich wenigstens noch mit der sie tatsächlich umgebenden realen Welt befaßt haben und nur den nicht augenscheinlichen Rest mystisch erklärt haben: heute geht man von einer rein mystischen "ökonomischen" Grundlage der Welt aus, deren aristotelisch-newtonisch-cartesianische "Logik" jeden individualistischen, soziologischen oder philosophischen Zweifel als un-"logisch" und damit ketzerisch verfolgt und ausmerzt - natürlich nicht im Sinn von Orwell´s despotischem "1984", sondern im Sinn der viel früher (1932) von Huxley erdachten "Schönen Neuen Welt": es lohnt sich nach wie vor, sowohl diese beiden Bücher, als auch Huxley´s mittlerweile von der Realität leider längst überholtes "Dreißig Jahre danach" ("Brave New World Revisited",1959) zu lesen.
In der Ukraine wird ein Bus voll Zivilisten liquidiert und man zitiert die Interpretation derer, die "unsere" Waffen kaufen oder gespendet kriegen und tatsächlich ohne zu lachen "Je suis Bus"-Schilder vor die Kameras halten...
Von "Je suis Kalifat" wird ein schlechtes Video verbreitet, in dem angeblich mit kindlichem Trotz Anschläge auf das "Weiße Haus", den "Eiffelturm" und "Big Ben" (komischerweise aber weder auf die Berliner "Siegessäule", noch auf "Disneyworld" oder "Tivoli", oder etwa sinnigerweise auf postkolonial-globale Konzerne...) angekündigt werden, sodaß auch der letzte Depp verstehen muß, warum "SAP" der "NSA" Überwachungsprogramme liefern muß...
Und "Je suis Zero Noir" rollt unterdessen mit paralympischer Disziplin und ungerührt wie ein fuggerscher Buchhalter über Europa hinweg, daß es "Je suis Christine Engarde" vom IWF ein Wohlgefallen ist...
... man möchte fast meinen, daß die "Mondlandung" in einer Nevada-Kulisse gefilmt wurde: welche "Nachricht" (außer den neoliberalen hohlen Sprechblasen der "Politiker", falls man die als "Nachrichten" durchgehen lassen will) ist heutzutage eigentlich nicht gefälscht und welches Bild nicht gestellt, um einen "Inside-Job" zu verschleiern?
Die Bilanz von 250 Jahren "Aufklärung" (bzw. 500 Jahren "Humanismus" oder 10.000 Jahren "Zivilisation") ist eine "schwarze Null" auf einer fiktiven Skala, die mit dem menschlichen Leben, geschweigedenn seiner Verbesserung, null und nichts zu tun hat, wie die "Nachrichten" von Funk und Presse täglich zeigen, nach denen die "aufgeklärten" Menschen nichtsdestotrotz genauso süchtig sind, wie die Marginalisierten in F. Schmolls Dystopie "Kiezkoller" nach ihrem implantierten Überwachungs-Chip...
Das kapieren offenbar weder die psychopathischen Anhänger der drei monotheistischen Religionen, noch ihre scheinbaren Gegenspieler, die genauso psychopathischen neoliberalen "Rationalisten" - wobei letztere als Träger der "Aufklärung" es entweder nicht kapieren wollen oder als deren Lenker eben genau wissen, welches Schindluder sie mit der "Aufklärung" treiben: nämlich die Einführung eines orwellschen "Neusprech" je nach strategischer Lage...
Deswegen ist es garnicht so unwahrscheinlich, daß H. Illig mit seinem "Erfundenen Mittelalter" recht hat: selbst die heutige "Informations-Gesellschaft" bleibt in ihrem allgemeinen historisch-politisch konformen Glauben unbeeindruckt von relativ zeitnahen Enthüllungen über "Pearl Harbour", die "Schweinebucht", den "Kennedy-Mord", Vietnam, die faschistischen "Gladio"-Aktionen der NATO in Europa, die CIA-Putsche in Persien, Chile usw., die erfundenen "Kriegsgründe" in Jugoslawien, Afghanistan, Irak usw., das Phantom der "3. RAF-Generation" und all das andere - die Menschen lassen sich mittlerweile mit dem Argument der angeblich "umfassenden Information" mehr an der Nase herumführen, als abergläubische Steinzeit-Jäger-und-Sammler, die sich wenigstens noch mit der sie tatsächlich umgebenden realen Welt befaßt haben und nur den nicht augenscheinlichen Rest mystisch erklärt haben: heute geht man von einer rein mystischen "ökonomischen" Grundlage der Welt aus, deren aristotelisch-newtonisch-cartesianische "Logik" jeden individualistischen, soziologischen oder philosophischen Zweifel als un-"logisch" und damit ketzerisch verfolgt und ausmerzt - natürlich nicht im Sinn von Orwell´s despotischem "1984", sondern im Sinn der viel früher (1932) von Huxley erdachten "Schönen Neuen Welt": es lohnt sich nach wie vor, sowohl diese beiden Bücher, als auch Huxley´s mittlerweile von der Realität leider längst überholtes "Dreißig Jahre danach" ("Brave New World Revisited",1959) zu lesen.
Montag, 9. März 2015
Im Westen nichts Neues: die NATO pflegt ihre Feindbilder - ein altes Geschäftsmodell
Genau zur selben Zeit, zu der der deutsche Wirtschaftsminister mit dem saudischen "Königshaus" parliert, also der sogenannte "Genosse" mit dem Klassenfeind angeblich auf Augenhöhe steht (wie der biedere Reihenhaus-Präsident mit Maschmeyer & Co., oder der Ex-Juso Schröder mit Putin & Co.), und sich nicht traut, Rüstungslieferungen (wenn überhaupt!) davon abhängig zu machen, daß Arabien zumindest grob die Menschenrechte einhält oder wenigstens schon mal symbolisch den bekannten zu 10 Jahren Haft und mittelalterlichen quasi tödlichen "1000 Stockhieben" verurteilten "Islam-kritikischen" Blogger freiläßt - zu genau derselben Zeit, am 8.3.2015, läßt der unsägliche Günther seine Jauche von Suggestivfragen los, ob "Rußland überhaupt noch fähig ist, sich in die westliche Wertegemeinschaft zu integrieren?", und ein Paradebeispiel dieser "Wertegemeinschaft", der Kapitalknecht Juncker (nomen est omen), schlägt zeitgleich eine "Euro-Armee" vor, um Rußland "wirksamer bedrohen" zu können... (Andere Paradebeispiele dieser "Wertegemeinschaft", nämlich deutsche "Fürst(inn)en", haben als "Zar(inn)en" Rußland vor der Revolution 150 Jahre lang, könnte man sagen: geprägt: nämlich als Fußabtreter ihres reaktionären imperialistischen Absolutismus benutzt...)
Wie u.a. S. Wagenknecht richtig bemerkt, muß man Putin nicht mögen, um einen neuen Propagandafeldzug abzulehnen, der nur wieder dem wirtschaftlichen und militärischen Hegemoniestreben der NATO-Länder entspringt (wie man die "Troika" Merkel/Schäuble/Gabriel nicht mögen muß, um zu gestehen, daß es "uns" noch relativ "gutgeht", und auch Milosewitsch nicht mögen mußte, um gegen die Bombardierung Serbiens zu sein - wofür die westlich-gleichgeschaltete Presse z.B. einen P. Handke als "Faschisten" hexengejagt hat...).
Aber bisher unbekannte Krawatten-"Experten" aus "Politik" und Rüstungslobby fordern mit sanfter "Logik" offenbar erfolgreich in derselben Presse "Verständnis" für die "berechtigten Sicherheitssorgen" der feudel-bedeckten antagonistischen saudischen Feudal-Despoten (und ihrer gleich-bedeckten "Emirats"-Kollegen), und ebenso für die "Sorgen" der mit Faschisten verbandelten westukrainischen Oligarchen mit ihrer lebenden Karikatur, dem militanten Skinhead-Min.-Präs. Jazenjuk, der unwidersprochen im deutschen Fernsehen die Befreiung Deutschlands vom Faschismus als "sowjetischen Einmarsch" bezeichnen durfte und offenbar (ungeachtet des westalliierten "Einmarschs") die Ukraine lieber als anti-slawische Nazi-"Wehrsiedlung" gesehen hätte und heute am liebsten als NATO/EU-Brückenkopf zwecks Entmachtung Rußlands sehen würde: ein echter Post-Fascho-Kumpel gemäß Kohls Defätismus von der "Gnade der späten Geburt"...
Auf dem Balkan hat die NATO im völkerrechtswidrigen "Jugoslawien-Krieg" ähnliche historisch gewachsene faschistische "Verbündete" aus demselben Grund bevorzugt, aus dem man dort antidemokratische (bzw. anti-"kommunistische") Dschihadisten ebenso wie in Afghanistan, im gesamten Nahen Osten (außer Iran), im Kaukasus und in Zentralasien unterstützt, und aus dem selben Grund, aus dem man jetzt (nicht zum ersten Mal seit dem 2. Weltkrieg...) ein linkes antifaschistisches Griechenland, genauso wie ein linkes Venezuela, im Keim ersticken will - nämlich um militär-ökonomisch einträglich randständige Regionen zu destabilisieren (Afghanistan mit seinen Drogen, das NATO-resistente Syrien, und Irak und Libyen mit ihrem Öl sind nur die auffälligsten Beispiele - dasselbe gilt für ganz Afrika, Südostasien und Lateinamerika - ohne diese kapitalistische Destabilisierungspolitik gäbe es das ganze "Flüchtlings-Problem" garnicht...)
Die Rücknahme der Vor-Perestroika-Gebietsreform, mit der die Krim-Halbinsel der ukrainischen Sowjet-Republik zugeschlagen wurde (abgesehen von der humanitären Zweifelhaftigkeit auch des russischen Imperialismus, der allerdings auch in der westlichen "Wertegemeinschaft" als legitimer Machtzuwachs verzeichnet ist), als "erste Verletzung" der nach dem 2.Weltkrieg festgelegten Grenzen zu brandmarken, ist natürlich ein propagandistischer Witz: immerhin hat die BRD die DDR "eingegliedert", Jelzin hat die Sowjetunion aufgelöst, die Tschechoslowakei und Jugoslawien wurden zerlegt: die Grenzen verlaufen eh nicht zwischen den über "Länder" Herrschenden, sondern zwischen Oben und Unten: also zwischen Herrschenden und Beherrschten - d.h. 90-99,9 % der Menschheit können auf die angeblichen weltpolitischen "Probleme" von Grenzen, Währungskursen, Börsen-Indices und all das genauso scheißen, wie auf den Wetterbericht, obwohl sie sich davon hypnotisieren lassen: das Wetter kann man im Gegensatz zu menschlichen Lebensbedingungen jedenfalls nicht ändern und in beiden Fällen ist die Voraussage gewagt...
Wie u.a. S. Wagenknecht richtig bemerkt, muß man Putin nicht mögen, um einen neuen Propagandafeldzug abzulehnen, der nur wieder dem wirtschaftlichen und militärischen Hegemoniestreben der NATO-Länder entspringt (wie man die "Troika" Merkel/Schäuble/Gabriel nicht mögen muß, um zu gestehen, daß es "uns" noch relativ "gutgeht", und auch Milosewitsch nicht mögen mußte, um gegen die Bombardierung Serbiens zu sein - wofür die westlich-gleichgeschaltete Presse z.B. einen P. Handke als "Faschisten" hexengejagt hat...).
Aber bisher unbekannte Krawatten-"Experten" aus "Politik" und Rüstungslobby fordern mit sanfter "Logik" offenbar erfolgreich in derselben Presse "Verständnis" für die "berechtigten Sicherheitssorgen" der feudel-bedeckten antagonistischen saudischen Feudal-Despoten (und ihrer gleich-bedeckten "Emirats"-Kollegen), und ebenso für die "Sorgen" der mit Faschisten verbandelten westukrainischen Oligarchen mit ihrer lebenden Karikatur, dem militanten Skinhead-Min.-Präs. Jazenjuk, der unwidersprochen im deutschen Fernsehen die Befreiung Deutschlands vom Faschismus als "sowjetischen Einmarsch" bezeichnen durfte und offenbar (ungeachtet des westalliierten "Einmarschs") die Ukraine lieber als anti-slawische Nazi-"Wehrsiedlung" gesehen hätte und heute am liebsten als NATO/EU-Brückenkopf zwecks Entmachtung Rußlands sehen würde: ein echter Post-Fascho-Kumpel gemäß Kohls Defätismus von der "Gnade der späten Geburt"...
Auf dem Balkan hat die NATO im völkerrechtswidrigen "Jugoslawien-Krieg" ähnliche historisch gewachsene faschistische "Verbündete" aus demselben Grund bevorzugt, aus dem man dort antidemokratische (bzw. anti-"kommunistische") Dschihadisten ebenso wie in Afghanistan, im gesamten Nahen Osten (außer Iran), im Kaukasus und in Zentralasien unterstützt, und aus dem selben Grund, aus dem man jetzt (nicht zum ersten Mal seit dem 2. Weltkrieg...) ein linkes antifaschistisches Griechenland, genauso wie ein linkes Venezuela, im Keim ersticken will - nämlich um militär-ökonomisch einträglich randständige Regionen zu destabilisieren (Afghanistan mit seinen Drogen, das NATO-resistente Syrien, und Irak und Libyen mit ihrem Öl sind nur die auffälligsten Beispiele - dasselbe gilt für ganz Afrika, Südostasien und Lateinamerika - ohne diese kapitalistische Destabilisierungspolitik gäbe es das ganze "Flüchtlings-Problem" garnicht...)
Die Rücknahme der Vor-Perestroika-Gebietsreform, mit der die Krim-Halbinsel der ukrainischen Sowjet-Republik zugeschlagen wurde (abgesehen von der humanitären Zweifelhaftigkeit auch des russischen Imperialismus, der allerdings auch in der westlichen "Wertegemeinschaft" als legitimer Machtzuwachs verzeichnet ist), als "erste Verletzung" der nach dem 2.Weltkrieg festgelegten Grenzen zu brandmarken, ist natürlich ein propagandistischer Witz: immerhin hat die BRD die DDR "eingegliedert", Jelzin hat die Sowjetunion aufgelöst, die Tschechoslowakei und Jugoslawien wurden zerlegt: die Grenzen verlaufen eh nicht zwischen den über "Länder" Herrschenden, sondern zwischen Oben und Unten: also zwischen Herrschenden und Beherrschten - d.h. 90-99,9 % der Menschheit können auf die angeblichen weltpolitischen "Probleme" von Grenzen, Währungskursen, Börsen-Indices und all das genauso scheißen, wie auf den Wetterbericht, obwohl sie sich davon hypnotisieren lassen: das Wetter kann man im Gegensatz zu menschlichen Lebensbedingungen jedenfalls nicht ändern und in beiden Fällen ist die Voraussage gewagt...
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