Der Berliner FU-Politologe K. Schroeder hat mal wieder eine seiner zweifelhaften Umfragen gemacht und zu seinem Erstaunen festgestellt, daß die deutsche Jugend immer noch nicht auf Linie ist, also weder Kohls "Freiheit durch Einheit" von Hitlers "Eroberung von Lebensraum im Osten" unterscheiden kann, noch das Versagen der westlichen "repräsentativen Demokratie" vom Versagen der östlichen "Basisdemokratie" - ein gefundenes Fressen für die selbsternannt "elitär"-bürgerlichen Medien (z.B. "Die Zeit" oder "Tagesspiegel" vom 28.6.2012), die trotz ihrer Rechtschreibfehler gerne vor der "Diktatur" des Plebiszits warnen - weniger aus Angst vor den aussterbenden Reaktionären, die in dieser Hinsicht bisher noch jeden vernünftigen Menschen getrieben hat, als vor den ineffizienten "Piraten", denen unabhängig von (oder sogar entgegen) der so genannten Partei die gut-preußische Ideologie vom "Wirtschaftswunder" einfach abgeht.
Nach Schroeders Interpretation seiner eigenen Mini-Schüler-Statistik
ist, wer die Kalte-Kriegs-Diktion von der "DDR-Diktatur" nicht mitmacht,
also bloß "ungebildet"...
Suggestiv wird die DDR natürlich mal
wieder in die Nähe der NS-Diktatur gerückt (statt, wie näherläge, in die
Nähe der fundamentalistischen US-"Demokratie") - aber daß ebensoviele
Schüler (30%) den NS-Staat genausowenig, wie die DDR, für eine Diktatur
halten, liegt wohl nicht an zuwenig Geschichtsunterricht, sondern eher
an den heutigen Erfahrungen von neoliberaler "Eliten"-Politik,
wachsender ökonomischer Ungerechtigkeit, Korruption, Anpassungsdruck,
Ausgrenzung usw., die sowohl den Eindruck von der NS-Diktatur
relativieren, als auch den von der aktuellen "Demokratie" - zumal
"unsere" undemokratischen Handels- und Militärverbündeten (Saudi-Arabien
usw.) ja auch nicht als Diktaturen bezeichnet werden.
Was für ein Politologe kann sich da wundern, daß zwei Drittel der
Schüler zwar im Alltag ganz zufrieden sind, aber 40% bezweifeln, in
einem demokratischen Staat zu leben?
Schroeders Schlußfolgerung, man
müsse im Geschichtsunterricht die alte BRD mit ihren Altnazis,
Wiederauf- und Nachrüstung, Berufsverboten, Celler Loch usw. ebenso wie
die neue BRD mit ihrer amerikanisierten "Demokratie", deregulierter
Wirtschaft, Niedriglöhnen, Neonazi-Sümpfen usw. vermehrt als quasi
"beste aller möglichen Welten" und die DDR als "Diktatur" darstellen,
erinnert nicht nur an die staatstragende Propaganda der DDR...
Donnerstag, 28. Juni 2012
Freitag, 6. April 2012
Die gestrige Tageszeitung - quergelesen
Anzeichen für "Rückkehr zu kräftigem Wachstum" (DIW) nützen nix:
Trotz schwacher Nachfrage nach deutschen Exportgütern und steigenden Energiepreisen (Ölmultis unter Kartell-Absprachen-Verdacht) ist die Auftragslage deutscher Unternehmen im Februar um 0,3% gestiegen, nachdem sie im Januar um 1,8% gesunken war. Für 2012 wird in Deutschland ein Wirtschaftswachstum von 1% und eine Arbeitslosigkeit von 7% erwartet - okay?
Nein, denn die Sorge um ein Ende der Politik des billigen Geldes hat den Dax klar ins Minus gedrückt: "Das ist für den Markt eine große Enttäuschung, die Aussicht auf billige und überbrodelnde Liquidität ist doch zu verlockend", sagte ein Händler. (Auch Frauen, Neger, Autos und Märkte haben eben eine Seele...)
Auch der japanische Leitindex Nikkei ist gestern unter die psychologisch wichtige Marke von 10.000 Punkten gefallen. Anleger befürchten, die Stimmung könne sich jetzt eintrüben.
Dabei ist sonst alles in Butter:
Die Regierung in Lissabon hat bereits 110 von 120 vorgeschriebenen Anpassungsmaßnahmen zur vollen Zufriedenheit der Geldgeber (EU, EZB und IWF) umgesetzt!
Portugal ist vorbildlich: das Defizitziel wurde dank Privatisierungserlösen (vgl. N. Klein: "Schock-Strategie") übererfüllt, und zur weiteren Erfüllung wird es drastische Kürzungen bei Überstundenzuschlägen, Renten, Urlaubstagen und der Bezugsdauer von Arbeitslosenhilfe geben. Die Wirtschaft wird dieses Jahr nicht um die erwarteten 3%, sondern um 3,3% schrumpfen, die Arbeitslosigkeit nicht auf 13,8%, sondern auf 15% steigen. Der strikte Sparkurs dient laut Schäuble und EU nicht dazu, "irgendjemanden zu quälen", sondern dazu, "die Grundlage für soziale Sicherheit" zu legen- Juchhu, wir retten Portugal (oder wenigstens seine Schuld-Rückzahlung), aber Vorsicht: "Das letzte Urteil spricht der Markt", und dessen Psychologie ist bekanntermaßen so unberechenbar, wie die von hormongesteuerten Frauen, instinktgesteuerten Negern und sensorgesteuerten Autos...
Im geretteten Griechenland bleibt die Arbeitslosenquote bei 21%, das Bruttoinlandsprodukt ist 2011 um 7% gesunken und wird 2012 nochmals um 5% sinken, ebenso wie die Steuereinnahmen, und wie schon 2011 werden 2012 nochmals über 60.000 Klein- und Mittelbetriebe pleitegehen. Die Renten werden gekürzt und zehntausende Staatsbedienstete entlassen. Wegen der Sparmaßnahmen ist der Anteil der Bevölkerung, die sich noch die Zahlung von Schmiergeld leisten können, von 11,2% auf 10,8% zurückgegangen, und die Höhe des durchschnittlichen Schmiergeldes noch extremer von 1557 € auf 1403 € gesunken - die Korruption wird dank EZB und IWF quasi ausgehungert: ist das etwa nichts?
Bisher hungern auf der Welt sowieso schon eine Milliarde Menschen oder sind chronisch unterernährt, und täglich sterben 25.000 Menschen an Hunger, ohne daß es dem Markt die Stimmung trübt - im Gegenteil macht nicht nur, aber eben auch die "Deutsche Bank" mit ihren großen und kleinen Anteilseignern dicke Profite an den Warenterminbörsen, die die Nahrungsmittelpreise spekulativ in die Höhe treiben, ohne sich um Hungerrevolten zu scheren - was bedeutet da schon die Abschaffung der Erfolge von 150 Jahren Arbeiterbewegung und bißchen Nachkriegs-Sozialstaat für paarhundert Millionen Leute in den "entwickelten" Ländern?
Komischerweise will niemand, daß der Markt verschnupft, enttäuscht oder gar betrübt ist, obwohl er mit der überwältigenden Mehrheit der Menschen so wenig zu tun hat, wie die rechts-imperialistische Regierung Israels mit "den Juden" - was, abgesehen von diesem aktuellen Blabla, für jedes Volk und seine Regierung bzw. seine Markt-"Eliten" gilt: man möchte fast sagen "Wacht auf, Verdammte dieser Erde..."
Trotz schwacher Nachfrage nach deutschen Exportgütern und steigenden Energiepreisen (Ölmultis unter Kartell-Absprachen-Verdacht) ist die Auftragslage deutscher Unternehmen im Februar um 0,3% gestiegen, nachdem sie im Januar um 1,8% gesunken war. Für 2012 wird in Deutschland ein Wirtschaftswachstum von 1% und eine Arbeitslosigkeit von 7% erwartet - okay?
Nein, denn die Sorge um ein Ende der Politik des billigen Geldes hat den Dax klar ins Minus gedrückt: "Das ist für den Markt eine große Enttäuschung, die Aussicht auf billige und überbrodelnde Liquidität ist doch zu verlockend", sagte ein Händler. (Auch Frauen, Neger, Autos und Märkte haben eben eine Seele...)
Auch der japanische Leitindex Nikkei ist gestern unter die psychologisch wichtige Marke von 10.000 Punkten gefallen. Anleger befürchten, die Stimmung könne sich jetzt eintrüben.
Dabei ist sonst alles in Butter:
Die Regierung in Lissabon hat bereits 110 von 120 vorgeschriebenen Anpassungsmaßnahmen zur vollen Zufriedenheit der Geldgeber (EU, EZB und IWF) umgesetzt!
Portugal ist vorbildlich: das Defizitziel wurde dank Privatisierungserlösen (vgl. N. Klein: "Schock-Strategie") übererfüllt, und zur weiteren Erfüllung wird es drastische Kürzungen bei Überstundenzuschlägen, Renten, Urlaubstagen und der Bezugsdauer von Arbeitslosenhilfe geben. Die Wirtschaft wird dieses Jahr nicht um die erwarteten 3%, sondern um 3,3% schrumpfen, die Arbeitslosigkeit nicht auf 13,8%, sondern auf 15% steigen. Der strikte Sparkurs dient laut Schäuble und EU nicht dazu, "irgendjemanden zu quälen", sondern dazu, "die Grundlage für soziale Sicherheit" zu legen- Juchhu, wir retten Portugal (oder wenigstens seine Schuld-Rückzahlung), aber Vorsicht: "Das letzte Urteil spricht der Markt", und dessen Psychologie ist bekanntermaßen so unberechenbar, wie die von hormongesteuerten Frauen, instinktgesteuerten Negern und sensorgesteuerten Autos...
Im geretteten Griechenland bleibt die Arbeitslosenquote bei 21%, das Bruttoinlandsprodukt ist 2011 um 7% gesunken und wird 2012 nochmals um 5% sinken, ebenso wie die Steuereinnahmen, und wie schon 2011 werden 2012 nochmals über 60.000 Klein- und Mittelbetriebe pleitegehen. Die Renten werden gekürzt und zehntausende Staatsbedienstete entlassen. Wegen der Sparmaßnahmen ist der Anteil der Bevölkerung, die sich noch die Zahlung von Schmiergeld leisten können, von 11,2% auf 10,8% zurückgegangen, und die Höhe des durchschnittlichen Schmiergeldes noch extremer von 1557 € auf 1403 € gesunken - die Korruption wird dank EZB und IWF quasi ausgehungert: ist das etwa nichts?
Bisher hungern auf der Welt sowieso schon eine Milliarde Menschen oder sind chronisch unterernährt, und täglich sterben 25.000 Menschen an Hunger, ohne daß es dem Markt die Stimmung trübt - im Gegenteil macht nicht nur, aber eben auch die "Deutsche Bank" mit ihren großen und kleinen Anteilseignern dicke Profite an den Warenterminbörsen, die die Nahrungsmittelpreise spekulativ in die Höhe treiben, ohne sich um Hungerrevolten zu scheren - was bedeutet da schon die Abschaffung der Erfolge von 150 Jahren Arbeiterbewegung und bißchen Nachkriegs-Sozialstaat für paarhundert Millionen Leute in den "entwickelten" Ländern?
Komischerweise will niemand, daß der Markt verschnupft, enttäuscht oder gar betrübt ist, obwohl er mit der überwältigenden Mehrheit der Menschen so wenig zu tun hat, wie die rechts-imperialistische Regierung Israels mit "den Juden" - was, abgesehen von diesem aktuellen Blabla, für jedes Volk und seine Regierung bzw. seine Markt-"Eliten" gilt: man möchte fast sagen "Wacht auf, Verdammte dieser Erde..."
Sonntag, 19. Februar 2012
Von Nordkorea lernen: Theodor Heuß for President!
In Nordkorea wird das Amt des Staatspräsidenten nicht mehr besetzt: der "große Führer" Kim il Sung behält es einfach posthum in Ewigkeit - ein bedenkenswertes Beispiel für den Rest der Welt, besonders für Deutschland, wo sich alle paar Monate irgendwelche IWF-Manager oder Provinzfürsten mit 200.000 €/Jahr lebenslänglichem "Ehrensold" (wie junker-hindenburgisch - und "Hindenburg" ist wie "Junker" ein Schimpfwort - sich das schon anhört!) aus dem ansonsten nutzlosen Amt verabschieden (obwohl Wulffi ja wohl auf die Apanage verzichten wird, weil er schon bei Amtsantritt leichtfertig verkündet hat, solche Privilegien seien im Von-unten-nach-oben-Kapitalismus nicht mehr gut zu "vermitteln").
Abgesehen von den ganzen anderen zweitklassigen Parteikadern, die im Gespräch und "an der Reihe" waren, wie Wulffi in dieses "Amt" hoch- und weggelobt zu werden, soll es jetzt ein pathetischer Pastor, neoliberaler Kapitalismusadept, Sarrazin-Versteher und Fürsprecher deutscher Kriegseinsätze werden, bloß weil er zur Gallionsfigur der "Anti-SED-Diktatur-Bürgerbewegung" hochgelogen wurde? Und das noch mittels einer "Nominierung", die stalinistischer ist, als die zumindest von der Idee her basisdemokratische Aufstellung der Einheitslisten in der DDR? Auch wenn des deutschen Untertanen Lieblingsthema die "DDR-Diktatur" (sonst hatten wir ja keine...) und die "SED-Nachfolge" der Linken ist und unsere Stammtisch-Politiker es schlimmer finden, daß Linke Fidel Castro zum Geburtstag gratulieren, als daß unsere gewählten Reichsverweser tagein, tagaus mit "verbündeten" Despoten und Militärdiktatoren dinieren , fragt sich doch, wer hier wirklich Nachfolger einer Diktatur ist...
Da Loriot leider nicht mehr lebt, biete ich mich da lieber selbst als Kandidat an und garantiere, daß ich das Amt noch kürzer, als meine Vorgänger strapazieren werde, bevor ich mich in allen Ehren besoldet zurückziehe - mir fallen grade ganz spontan schon im voraus Gründe für meinen baldigen Rücktritt aus den dazu erforderlichen "politischen" Gründen ein, die leider weder Wulffi, noch Gaucki geltend machen können: z.B. könnte ich eine Politik nicht mittragen, die nicht mal 0,1% Börsenumsatzsteuer einführt, während jeder Depp 19% Umsatzsteuer für jeden Scheiß, den er "handelt", zahlen muß, noch eine Politik, die die (unter "Rot-Grün" endgültig abgewrackte) Vermögens- und Körperschaftssteuer nicht wieder einführt (aber auf die Griechen schimpft...) und die wirtschaftliche "Gesundheit" des Systems an den Profiten der oberen Zehntausend mißt, also keine Politik, die die Börsen und die "Steueroasen" nicht schließt und den "Wohlstand" nicht unter die Leute verteilt: der Vorzeigeneger der USA feiert sich für die Wiedereröffnung von Auto-Fabriken in der post-fordistischen Ruinenstadt Detroit, wo die Leute jetzt für halben Lohn arbeiten "dürfen", obwohl die Konzerne bzw. deren "shareholders" längst wieder Rekordgewinne einfahren und im Gegesatz zu "Renate Mustermann" keine Steuern bezahlen, weil die Gewinne "off-shore" anfallen - zu ähnlichen Bedingungen, also nach dem US-chinesischen Modell, wird in Deutschland die Arbeitslosigkeit gesenkt. Und vom chinesischen zum nordkoreanischen Modell ist es nur ein kleiner Schritt: wenn die Nordkoreaner infolge des US-Bombardements in den 50er-Jahren, des folgenden Wirtschaftsboykotts, der paranoiden Rüstungspolitik und der Korruption der Nomenklatura inzwischen eine Art "Soilent Green" fressen müssen, ist das nur ein gradueller Unterschied zu den von Thilo Sarrazin vorgeschlagenen Mindestkalorien-"Aldi"-Menüs für Harz4-Empfänger: wie Wulffi in gradezu köhlerischer Einfalt sagte, ist der "Ehrensold" gegenüber dem potentiell sinkenden "Mindestsold" für die Mehrheit der Bevölkerung genauso schwer zu verteidigen, wie die deutschen Kriegskosten am Hindukusch zugunsten der Konzernspekulanten, oder Sarrazins andauernde Mitgliedschaft in einer nominell "SozialdemokratischePartei".
Da die "christ"- und "sozial"-"demokratische" Administration in Deutschland also kaum noch von der eines Bush/Obama, Deng/Pei, Fu oder Li (oder wie die in China alle heißen: Aiweiwei!) oder irgendeinem Kim zu unterscheiden ist, fragt man sich, warum der epochale Effizienzschub des Präsidentenrecyclings in Nordkorea nicht Schule macht - zumal der erste Nachkriegs-Präsident der Bundesrepublik Deutschland seltsamerweise (im Gegensatz zu einem Großteil der Konzernlenker, Finanz-Manager und Politiker) fast über jeden Verdacht erhaben ist: "Teddy" Heuß ist noch von keinem seiner schlappen Nachfolger getoppt worden und würde sich als Kim-il-Sung-mäßiger Dauerpräsident eignen, auch wenn er FDP war (damals, als "liberal" noch ein normales Adjektiv war, konnte man ja nicht ahnen, was für ein faschistoider Sauhaufen daraus mal werden würde...).
Wenn "Teddy" zum "großen Führer" ernannt würde, würde ich frohen Herzens auf meine Kandidatur (und zähneknirschend auf den "Ehrensold") verzichten: im Prinzip bin ich sowieso für den Einheits-"Sold" ( also nicht nur ein Mindest-, sondern auch ein Höchsteinkommen) und das bedingungslose Grundeinkommen - aber auch für die "freie Marktwirtschaft" insofern, als Angebot und Nachfrage höhere Einkommen für unbeliebte und besonders anstrengende Berufe zulassen sollten, als da wären: Kranken- und Altenpflege, Müllentsorgung und -sortierung, riskante und gefährliche Tätigkeiten (soweit sie überhaupt nötig sind), Schichtarbeit für Notärzte und an Maschinen aller Art (sofern sie überhaupt nötig ist) - statt für Sesselfurzer, sozial-"darwinistische" Defätisten und Börsenkriegsgewinnler.
Den posthum gesparten "Ehrensold" könnte man, als eine Möglichkeit von vielen sinnvollen, für die derzeit angeblich "kein Geld" da ist, Stadtteilbibliotheken zukommen lassen, die sich z.B. in meinem Bezirk Abonnenements für kritische Zeitungen nicht mehr leisten dürfen.
Abgesehen von den ganzen anderen zweitklassigen Parteikadern, die im Gespräch und "an der Reihe" waren, wie Wulffi in dieses "Amt" hoch- und weggelobt zu werden, soll es jetzt ein pathetischer Pastor, neoliberaler Kapitalismusadept, Sarrazin-Versteher und Fürsprecher deutscher Kriegseinsätze werden, bloß weil er zur Gallionsfigur der "Anti-SED-Diktatur-Bürgerbewegung" hochgelogen wurde? Und das noch mittels einer "Nominierung", die stalinistischer ist, als die zumindest von der Idee her basisdemokratische Aufstellung der Einheitslisten in der DDR? Auch wenn des deutschen Untertanen Lieblingsthema die "DDR-Diktatur" (sonst hatten wir ja keine...) und die "SED-Nachfolge" der Linken ist und unsere Stammtisch-Politiker es schlimmer finden, daß Linke Fidel Castro zum Geburtstag gratulieren, als daß unsere gewählten Reichsverweser tagein, tagaus mit "verbündeten" Despoten und Militärdiktatoren dinieren , fragt sich doch, wer hier wirklich Nachfolger einer Diktatur ist...
Da Loriot leider nicht mehr lebt, biete ich mich da lieber selbst als Kandidat an und garantiere, daß ich das Amt noch kürzer, als meine Vorgänger strapazieren werde, bevor ich mich in allen Ehren besoldet zurückziehe - mir fallen grade ganz spontan schon im voraus Gründe für meinen baldigen Rücktritt aus den dazu erforderlichen "politischen" Gründen ein, die leider weder Wulffi, noch Gaucki geltend machen können: z.B. könnte ich eine Politik nicht mittragen, die nicht mal 0,1% Börsenumsatzsteuer einführt, während jeder Depp 19% Umsatzsteuer für jeden Scheiß, den er "handelt", zahlen muß, noch eine Politik, die die (unter "Rot-Grün" endgültig abgewrackte) Vermögens- und Körperschaftssteuer nicht wieder einführt (aber auf die Griechen schimpft...) und die wirtschaftliche "Gesundheit" des Systems an den Profiten der oberen Zehntausend mißt, also keine Politik, die die Börsen und die "Steueroasen" nicht schließt und den "Wohlstand" nicht unter die Leute verteilt: der Vorzeigeneger der USA feiert sich für die Wiedereröffnung von Auto-Fabriken in der post-fordistischen Ruinenstadt Detroit, wo die Leute jetzt für halben Lohn arbeiten "dürfen", obwohl die Konzerne bzw. deren "shareholders" längst wieder Rekordgewinne einfahren und im Gegesatz zu "Renate Mustermann" keine Steuern bezahlen, weil die Gewinne "off-shore" anfallen - zu ähnlichen Bedingungen, also nach dem US-chinesischen Modell, wird in Deutschland die Arbeitslosigkeit gesenkt. Und vom chinesischen zum nordkoreanischen Modell ist es nur ein kleiner Schritt: wenn die Nordkoreaner infolge des US-Bombardements in den 50er-Jahren, des folgenden Wirtschaftsboykotts, der paranoiden Rüstungspolitik und der Korruption der Nomenklatura inzwischen eine Art "Soilent Green" fressen müssen, ist das nur ein gradueller Unterschied zu den von Thilo Sarrazin vorgeschlagenen Mindestkalorien-"Aldi"-Menüs für Harz4-Empfänger: wie Wulffi in gradezu köhlerischer Einfalt sagte, ist der "Ehrensold" gegenüber dem potentiell sinkenden "Mindestsold" für die Mehrheit der Bevölkerung genauso schwer zu verteidigen, wie die deutschen Kriegskosten am Hindukusch zugunsten der Konzernspekulanten, oder Sarrazins andauernde Mitgliedschaft in einer nominell "SozialdemokratischePartei".
Da die "christ"- und "sozial"-"demokratische" Administration in Deutschland also kaum noch von der eines Bush/Obama, Deng/Pei, Fu oder Li (oder wie die in China alle heißen: Aiweiwei!) oder irgendeinem Kim zu unterscheiden ist, fragt man sich, warum der epochale Effizienzschub des Präsidentenrecyclings in Nordkorea nicht Schule macht - zumal der erste Nachkriegs-Präsident der Bundesrepublik Deutschland seltsamerweise (im Gegensatz zu einem Großteil der Konzernlenker, Finanz-Manager und Politiker) fast über jeden Verdacht erhaben ist: "Teddy" Heuß ist noch von keinem seiner schlappen Nachfolger getoppt worden und würde sich als Kim-il-Sung-mäßiger Dauerpräsident eignen, auch wenn er FDP war (damals, als "liberal" noch ein normales Adjektiv war, konnte man ja nicht ahnen, was für ein faschistoider Sauhaufen daraus mal werden würde...).
Wenn "Teddy" zum "großen Führer" ernannt würde, würde ich frohen Herzens auf meine Kandidatur (und zähneknirschend auf den "Ehrensold") verzichten: im Prinzip bin ich sowieso für den Einheits-"Sold" ( also nicht nur ein Mindest-, sondern auch ein Höchsteinkommen) und das bedingungslose Grundeinkommen - aber auch für die "freie Marktwirtschaft" insofern, als Angebot und Nachfrage höhere Einkommen für unbeliebte und besonders anstrengende Berufe zulassen sollten, als da wären: Kranken- und Altenpflege, Müllentsorgung und -sortierung, riskante und gefährliche Tätigkeiten (soweit sie überhaupt nötig sind), Schichtarbeit für Notärzte und an Maschinen aller Art (sofern sie überhaupt nötig ist) - statt für Sesselfurzer, sozial-"darwinistische" Defätisten und Börsenkriegsgewinnler.
Den posthum gesparten "Ehrensold" könnte man, als eine Möglichkeit von vielen sinnvollen, für die derzeit angeblich "kein Geld" da ist, Stadtteilbibliotheken zukommen lassen, die sich z.B. in meinem Bezirk Abonnenements für kritische Zeitungen nicht mehr leisten dürfen.
Mittwoch, 1. Februar 2012
Meditation vor einem Schiffsmodell im Berliner Museum für Verkehr und Technik anläßlich des 300. Geburtstags von "Friedrich dem Großen" am 24.1.2012
Wenn man sich, abgesehen von dem immensen Rohstoffverbrauch, den unglaublichen Arbeitsaufwand vorstellt, der für den Bau eines Schiffes im 18. Jh. nötig war, und aus den Quellen die damaligen Verkaufspreise von Schiffen erfährt, wird einem klar, daß auch ohne die heutigen Gewinnspannen von Aktienbesitzern und -händlern die hunderte von Handwerkern und Arbeitern eine Art 1-€-Jobber gewesen sein müssen - allerdings ohne zusätzliche "Grundsicherung": diese Schiffe waren die Hochtechnologie ihrer Zeit, und ihre hochspezialisierten Hersteller haben wie Leibeigene, also als frühkapitalistische Niedriglohn-Proleten geschuftet.
Die Technologie wurde natürlich vom Militär und den Kolonialgesellschaften (dem damaligen militärisch-industriellen Komplex) entwickelt und verfeinert - der frühbürgerlichen Handelsschiffahrt hätte das Rigg der Hanseschiffe oder sogar das der Wikinger gereicht: und die Wikinger waren vermutlich ein egalitärer Haufen, von denen jeder einen Anteil am Schiff und am Gewinn der Fahrt besaß (entgegen der Legende wohl meistens Handelsfahrten - vgl. Illig: "Das erfundene Mittelalter"), und von denen jeder beim Rudern oder Segelsetzen mitanpacken mußte - also eben keine militaristische Truppe mit geschanghaiten und geprügelten Rekruten, mit Spießen und Befehlshabern, wie man sie für die Bedienung der großen Handels- und Marineschiffe seit dem 17. Jh. für nötig hielt, auf denen 10 Leuten die hintere Hälfte des Schiffes gehörte und 100 sich im vorderen Viertel knastmäßig drängen mußten und die Entlohnung sich noch ungerechter verteilte...
Das war im Zeitalter der "Aufklärung" - nach 250 Jahren "Aufklärung" halten in Europa immer noch 10% der Bevölkerung mehr als die Hälfte allen Besitzes und Einkommens in Händen, in den U.S.A. sogar nur 1%, und global gesehen noch viel weniger...
Die Entwicklung der Schiffe zu ästethischen, handwerklichen und mechanischen Wunderwerken war nichts anderes, als ihre Perfektionierung zu Kriegsmaschinen und potentiellen Kriegsopfern: ganze Länder wurden abgeholzt und Massen von Produktivkräften unter miserabelsten Bedingungen gezwungen, Rüstungsgüter herzustellen, die in nächster Zukunft mit Mann und Maus (oder Ratte) pulverisiert und versenkt werden würden, während die Werftarbeiter selbst, die Zulieferer und der Rest des "Volkes" knapp dem Hungertod entging - oder auch nicht (siehe z.B. T.C. Boyle: "Wassermusik").
Garnicht zu reden von den illustren (besser gesagt: verlust-ren) Seeschlachten, die noch heute tausende von Hobby-Historikern begeistern, wird auch die kolonial-kommerzielle Seefahrt weiter romantisiert (wie überhaupt die Militärdienstzeit, die "noch keinem geschadet hat", und die korporativen "Lehrjahre", die "nun mal keine Herrenjahre" sind...), weil die Schiffe mit ihren schönen Rundungen und ihren weiblichen Namen, ihren beeindruckend geschwellten Segeln und dem filigranen Leinengewirr nichts vom Elend der gedrillten und ausgepeitschten Seeleute ahnen lassen - oder weil der von der herrschenden Geschichtsschreibung gedrillte Konsument gelernt hat, von Elend seiner Standesgenossen abzusehen...
Der psychopathische Friedrich II. kursiert als "der Große", obwohl wegen seiner eitlen Machtpolitik ein Zehntel "seiner" Bevölkerung krepiert ist, und zwar nicht nur die zum "Kadavergehorsam" gezüchtigten Soldaten, denen der gute "alte Fritz" mit Vergnügen beim Spießrutenlauf zugeguckt hat, wenn er nicht grade mit seinem Speichellecker Voltaire Austern geschlürft hat... Dieser "Soldatenkönig II." verfügte zwar in erster Linie über Landstreitkräfte (die alten preußischen Fregatten, die "Wappen von Brandenburg" und die "Fiedrich Wilhelm zu Pferde", waren schon vor seiner Geburt abgetakelt worden), aber hätte er eine Marine gehabt, hätte er sie genauso gnadenlos verheizt, wie es seine Nachfolger und seine nicht minder psychopathischen Inzucht-Verwandten am Ruder der europäischen Seemächte getan haben, und wie er es mit seinen Armeen tat...
Seine vielbeschworene "Abschaffung" von Folter, Zensur und Religionsunfreiheit war in Wirklichkeit nicht das Papier wert, auf dem sie stand: Preußen war vor, unter und nach dem "großen" Fritz eine Militärdiktatur ersten Ranges, ganz zu schweigen von der besonders perfiden Leibeigenschaft, die sogar die napoleonische "Bauernbefreiung" überlebt hat...
Man möchte meinen, daß diese degenerierten despotischen Plutokraten uns im Geschichtsunterricht als "faszinierende Persönlichkeiten", "große Feldherren", "geniale Politiker" und "erlesene Ästethen" vorgestellt werden, ist der Grund dafür, daß wir die von skandinavischen "Thriller"-Autoren erfundenen blutgeilen Triebtäter gradezu normal und glaubwürdig finden: Asozialität, Egoismus und Sadismus sind die beherrschenden Elemente der Sieger-Geschichtsschreibung - und damit sozial-"darwinistisch" entschuldigt und von Hinz und Kunz reproduzierbar, auch wenn Hinz und Kunz unter strengerer polizeilicher Überwachung stehen, als Herr von und zu, der seinerseits ein Auge zudrückt, wenn die Polizei gegen den "Pöbel" mal einem korporativen Sadismus freien Lauf läßt...
Das gilt erst recht für das Militär, das heutzutage freilich sadistisch nur gegen artfremde Nichtvolksgenossen vorgeht, nämlich gegen düster-bärtige Moslems, so wie John Wayne gegen schmuddlige Mexikaner oder barbarische Komantschen in Texas.
Wie der "alte Fritz" (des Deutschen kaum mächtig und für´s preußische Volk unverständlich) behauptet hat, in seinem Königreich dürfe "chaq´un d´aprés sa facon" glücklich werden, solange man nicht an Leibeigenschaft, Judenunterdrückung und Zensur rüttle, behaupten die Vertreter des Systems heute, es gebe "Demokratie" trotz neofeudaler Oligarchien, Spekulation, Ausbeutung, Umweltzerstörung, Überwachung und Datenspeicherung - was der "alte Fritz" noch mit Spießrutenlaufen erzwungen hat, nämlich den "Kadavergehorsam", das eignet sich der "demokratische" Bürger freiwillig an und bezahlt auch noch dafür (ob für "Tagesschau", "Bild"-Zeitung oder "Spiegel") - nach Jahrhunderten von militärisch niedergemachten Revolutionen feiert man euphorisch den "Wahl"-Sieg des "kleineren Übels", das sich nichtsdestotrotz als Übel herausstellt (Mitterand, Clinton, Gorbatschow, Blair, Schröder/Fischer, Obama...): der preußische Untertanengeist triumphiert und der von Natur aus soziale menschliche Geist regrediert - die Dialektik der "Aufklärung".
Und die Schiffe? - Kein Mensch will heute noch monatelang unter spartanischen Bedingungen zu den Antipoden unterwegs sein (ein Billigflieger bringt den Kunden in paar Stunden vom europäischen Winter in den tropischen Sommer und notgedrungen auch wieder zurück, und "Kreuzfahrten" sind Rentner- und Behindertentransporte oder animierte Ferienclubs auf dem Wasser).
Die Schiffe mit ihrer ausgefuchsten, aber einsichtigen Seilrollen- und -windenmechanik sind zwar ein Labsal gegen die unüberwindbare elektronische Steuerung unserer heutigen Autos, aber sie waren selbst eine technokratische Fehlentwicklung und Vorläufer aller zukünftigen Entfremdung, weil sie, wie die heutigen Autos, nur mit kapitalistischer Ausbeutung und militärischem Drill herzustellen und zu betreiben waren: die Autos, auch europäischer Marken, werden in großen Teilen von asiatischen Billig-Kulis hergestellt und von den "Offizieren" des neofeudalen Kapitalismus mit 200 PS in den Stau oder durch die verkehrsberuhigte Zone gefahren, bis es mal kracht - die Dialektik des "Fortschritts".
In Wirklichkeit sind diese Schiffe so beeindruckend, wie die albernen "Automaten" des 18. Jahrhunderts (vgl. "Lempriere´s Wörterbuch"), die Urahnen von fußballspielenden oder haushaltenden Robotern und "Tamagochis", die auch keinen mehr interessieren, seit die virtuellen "Avatare" beim bildschirmsüchtigen Publikum erfolgreicher sind, als real-materielle Kreationen: trotz aller Baumarktwerbung verschwinden das Tüfteln und das Hobeln genauso, wie die klassische Selbstversorgung, das Wandern, das Zelten und das elementare Segeln.
Ein paar Romantiker segeln noch in Form von "gemeinnützigen" Vereinen, steuerbegünstigt und durch 1-€-Jobber unterstützt, auf bedienungsfreundlichen (also personalreduzierten, aber auch langsameren) denkmalgeschützten Schonern oder musealen Nachbauten gemütlich durch die Gegend, aber die Nachfolger der berühmten Klipper, also der Hochleistungs-Rahsegler, sind nur noch Militär-"Schulschiffe" oder Disziplinierungsmaschinen für "Schwererziehbare", auf denen auch heute noch beim Drill schon mal jemand tödlich aus den Wanten abstürzen kann: eben "Schulen des Charakters", wie es immer noch auf gutpreußisch heißt - der "alte Fritz", der Gemütsmensch, hätte dazu ganz "aufgeklärt" und spontan auf der Querflöte improvisiert und ein paar Verse gedichtet, zu denen ihm Voltaire beflissen gratuliert hätte - der konnte also so viel fressen, wie er kotzen mußte...
Die Technologie wurde natürlich vom Militär und den Kolonialgesellschaften (dem damaligen militärisch-industriellen Komplex) entwickelt und verfeinert - der frühbürgerlichen Handelsschiffahrt hätte das Rigg der Hanseschiffe oder sogar das der Wikinger gereicht: und die Wikinger waren vermutlich ein egalitärer Haufen, von denen jeder einen Anteil am Schiff und am Gewinn der Fahrt besaß (entgegen der Legende wohl meistens Handelsfahrten - vgl. Illig: "Das erfundene Mittelalter"), und von denen jeder beim Rudern oder Segelsetzen mitanpacken mußte - also eben keine militaristische Truppe mit geschanghaiten und geprügelten Rekruten, mit Spießen und Befehlshabern, wie man sie für die Bedienung der großen Handels- und Marineschiffe seit dem 17. Jh. für nötig hielt, auf denen 10 Leuten die hintere Hälfte des Schiffes gehörte und 100 sich im vorderen Viertel knastmäßig drängen mußten und die Entlohnung sich noch ungerechter verteilte...
Das war im Zeitalter der "Aufklärung" - nach 250 Jahren "Aufklärung" halten in Europa immer noch 10% der Bevölkerung mehr als die Hälfte allen Besitzes und Einkommens in Händen, in den U.S.A. sogar nur 1%, und global gesehen noch viel weniger...
Die Entwicklung der Schiffe zu ästethischen, handwerklichen und mechanischen Wunderwerken war nichts anderes, als ihre Perfektionierung zu Kriegsmaschinen und potentiellen Kriegsopfern: ganze Länder wurden abgeholzt und Massen von Produktivkräften unter miserabelsten Bedingungen gezwungen, Rüstungsgüter herzustellen, die in nächster Zukunft mit Mann und Maus (oder Ratte) pulverisiert und versenkt werden würden, während die Werftarbeiter selbst, die Zulieferer und der Rest des "Volkes" knapp dem Hungertod entging - oder auch nicht (siehe z.B. T.C. Boyle: "Wassermusik").
Garnicht zu reden von den illustren (besser gesagt: verlust-ren) Seeschlachten, die noch heute tausende von Hobby-Historikern begeistern, wird auch die kolonial-kommerzielle Seefahrt weiter romantisiert (wie überhaupt die Militärdienstzeit, die "noch keinem geschadet hat", und die korporativen "Lehrjahre", die "nun mal keine Herrenjahre" sind...), weil die Schiffe mit ihren schönen Rundungen und ihren weiblichen Namen, ihren beeindruckend geschwellten Segeln und dem filigranen Leinengewirr nichts vom Elend der gedrillten und ausgepeitschten Seeleute ahnen lassen - oder weil der von der herrschenden Geschichtsschreibung gedrillte Konsument gelernt hat, von Elend seiner Standesgenossen abzusehen...
Der psychopathische Friedrich II. kursiert als "der Große", obwohl wegen seiner eitlen Machtpolitik ein Zehntel "seiner" Bevölkerung krepiert ist, und zwar nicht nur die zum "Kadavergehorsam" gezüchtigten Soldaten, denen der gute "alte Fritz" mit Vergnügen beim Spießrutenlauf zugeguckt hat, wenn er nicht grade mit seinem Speichellecker Voltaire Austern geschlürft hat... Dieser "Soldatenkönig II." verfügte zwar in erster Linie über Landstreitkräfte (die alten preußischen Fregatten, die "Wappen von Brandenburg" und die "Fiedrich Wilhelm zu Pferde", waren schon vor seiner Geburt abgetakelt worden), aber hätte er eine Marine gehabt, hätte er sie genauso gnadenlos verheizt, wie es seine Nachfolger und seine nicht minder psychopathischen Inzucht-Verwandten am Ruder der europäischen Seemächte getan haben, und wie er es mit seinen Armeen tat...
Seine vielbeschworene "Abschaffung" von Folter, Zensur und Religionsunfreiheit war in Wirklichkeit nicht das Papier wert, auf dem sie stand: Preußen war vor, unter und nach dem "großen" Fritz eine Militärdiktatur ersten Ranges, ganz zu schweigen von der besonders perfiden Leibeigenschaft, die sogar die napoleonische "Bauernbefreiung" überlebt hat...
Man möchte meinen, daß diese degenerierten despotischen Plutokraten uns im Geschichtsunterricht als "faszinierende Persönlichkeiten", "große Feldherren", "geniale Politiker" und "erlesene Ästethen" vorgestellt werden, ist der Grund dafür, daß wir die von skandinavischen "Thriller"-Autoren erfundenen blutgeilen Triebtäter gradezu normal und glaubwürdig finden: Asozialität, Egoismus und Sadismus sind die beherrschenden Elemente der Sieger-Geschichtsschreibung - und damit sozial-"darwinistisch" entschuldigt und von Hinz und Kunz reproduzierbar, auch wenn Hinz und Kunz unter strengerer polizeilicher Überwachung stehen, als Herr von und zu, der seinerseits ein Auge zudrückt, wenn die Polizei gegen den "Pöbel" mal einem korporativen Sadismus freien Lauf läßt...
Das gilt erst recht für das Militär, das heutzutage freilich sadistisch nur gegen artfremde Nichtvolksgenossen vorgeht, nämlich gegen düster-bärtige Moslems, so wie John Wayne gegen schmuddlige Mexikaner oder barbarische Komantschen in Texas.
Wie der "alte Fritz" (des Deutschen kaum mächtig und für´s preußische Volk unverständlich) behauptet hat, in seinem Königreich dürfe "chaq´un d´aprés sa facon" glücklich werden, solange man nicht an Leibeigenschaft, Judenunterdrückung und Zensur rüttle, behaupten die Vertreter des Systems heute, es gebe "Demokratie" trotz neofeudaler Oligarchien, Spekulation, Ausbeutung, Umweltzerstörung, Überwachung und Datenspeicherung - was der "alte Fritz" noch mit Spießrutenlaufen erzwungen hat, nämlich den "Kadavergehorsam", das eignet sich der "demokratische" Bürger freiwillig an und bezahlt auch noch dafür (ob für "Tagesschau", "Bild"-Zeitung oder "Spiegel") - nach Jahrhunderten von militärisch niedergemachten Revolutionen feiert man euphorisch den "Wahl"-Sieg des "kleineren Übels", das sich nichtsdestotrotz als Übel herausstellt (Mitterand, Clinton, Gorbatschow, Blair, Schröder/Fischer, Obama...): der preußische Untertanengeist triumphiert und der von Natur aus soziale menschliche Geist regrediert - die Dialektik der "Aufklärung".
Und die Schiffe? - Kein Mensch will heute noch monatelang unter spartanischen Bedingungen zu den Antipoden unterwegs sein (ein Billigflieger bringt den Kunden in paar Stunden vom europäischen Winter in den tropischen Sommer und notgedrungen auch wieder zurück, und "Kreuzfahrten" sind Rentner- und Behindertentransporte oder animierte Ferienclubs auf dem Wasser).
Die Schiffe mit ihrer ausgefuchsten, aber einsichtigen Seilrollen- und -windenmechanik sind zwar ein Labsal gegen die unüberwindbare elektronische Steuerung unserer heutigen Autos, aber sie waren selbst eine technokratische Fehlentwicklung und Vorläufer aller zukünftigen Entfremdung, weil sie, wie die heutigen Autos, nur mit kapitalistischer Ausbeutung und militärischem Drill herzustellen und zu betreiben waren: die Autos, auch europäischer Marken, werden in großen Teilen von asiatischen Billig-Kulis hergestellt und von den "Offizieren" des neofeudalen Kapitalismus mit 200 PS in den Stau oder durch die verkehrsberuhigte Zone gefahren, bis es mal kracht - die Dialektik des "Fortschritts".
In Wirklichkeit sind diese Schiffe so beeindruckend, wie die albernen "Automaten" des 18. Jahrhunderts (vgl. "Lempriere´s Wörterbuch"), die Urahnen von fußballspielenden oder haushaltenden Robotern und "Tamagochis", die auch keinen mehr interessieren, seit die virtuellen "Avatare" beim bildschirmsüchtigen Publikum erfolgreicher sind, als real-materielle Kreationen: trotz aller Baumarktwerbung verschwinden das Tüfteln und das Hobeln genauso, wie die klassische Selbstversorgung, das Wandern, das Zelten und das elementare Segeln.
Ein paar Romantiker segeln noch in Form von "gemeinnützigen" Vereinen, steuerbegünstigt und durch 1-€-Jobber unterstützt, auf bedienungsfreundlichen (also personalreduzierten, aber auch langsameren) denkmalgeschützten Schonern oder musealen Nachbauten gemütlich durch die Gegend, aber die Nachfolger der berühmten Klipper, also der Hochleistungs-Rahsegler, sind nur noch Militär-"Schulschiffe" oder Disziplinierungsmaschinen für "Schwererziehbare", auf denen auch heute noch beim Drill schon mal jemand tödlich aus den Wanten abstürzen kann: eben "Schulen des Charakters", wie es immer noch auf gutpreußisch heißt - der "alte Fritz", der Gemütsmensch, hätte dazu ganz "aufgeklärt" und spontan auf der Querflöte improvisiert und ein paar Verse gedichtet, zu denen ihm Voltaire beflissen gratuliert hätte - der konnte also so viel fressen, wie er kotzen mußte...
Freitag, 21. Oktober 2011
Leipziger "Freiheits- und Einheitsdenkmal"
- zum kommenden Wettbewerb
Die Schließung des Leipziger Stadtrings durch die Montagsdemonstrationen am 9.10.89 mag momentanen Jubel ausgelöst haben, aber der geschlossene Ring als singuläres Ereignis ist das falsche Symbol, wie sich gezeigt hat: mit der „friedlichen Revolution“ war nicht das berühmte „Ende der Geschichte“ oder gar „der Utopien“ erreicht - nach wie vor ist massenhafte Zivilcourage notwendig, um die Menschen- und Grundrechte sowohl hier, als auch vor allem weltweit immer wieder zu erstreiten und zu schützen: immer mehr Verlierern der „Einheit“ (ebenso, wie weltweit den Opfern des globalen Finanz-Kapitalismus) wird klar, daß der Neo-„Liberalismus“ nur eine raffiniertere Form von „Diktatur“ ist...
So gesehen hat sich nicht ein Kreis geschlossen (das als Warnung für allzu affirmativ romantische Symbolisierer), sondern eine Spirale geöffnet, die seit Jahrhunderten trotz aller Rückschläge dem Ideal der Freiheit zustrebt. Dabei ist das Engagement der Leipziger, ob es ihnen nun um „Bananen“ oder um „Freiheit“ ging, nur eine Facette im historischen Maßstab: „Einheit“ ist eben nicht gleich „Freiheit“ - der Kampf muß weitergehen, der Stab an neue Generationen weitergegeben werden.
1989 ist eine Zäsur, aber kein Endergebnis, wie die Leipziger "Jugendwerkstatt" erfreulicherweise bei allem Respekt für die damaligen Akteure festgestellt hat, sondern ein in der Vergangenheit verankertes und in die Zukunft weisendes Projekt.
So gesehen hat sich nicht ein Kreis geschlossen (das als Warnung für allzu affirmativ romantische Symbolisierer), sondern eine Spirale geöffnet, die seit Jahrhunderten trotz aller Rückschläge dem Ideal der Freiheit zustrebt. Dabei ist das Engagement der Leipziger, ob es ihnen nun um „Bananen“ oder um „Freiheit“ ging, nur eine Facette im historischen Maßstab: „Einheit“ ist eben nicht gleich „Freiheit“ - der Kampf muß weitergehen, der Stab an neue Generationen weitergegeben werden.
1989 ist eine Zäsur, aber kein Endergebnis, wie die Leipziger "Jugendwerkstatt" erfreulicherweise bei allem Respekt für die damaligen Akteure festgestellt hat, sondern ein in der Vergangenheit verankertes und in die Zukunft weisendes Projekt.
Ein Denkmal, das ein symbolisches Ereignis als Beweis für angeblich dauerhaft errungene „Freiheit“ oder „Demokratie“ nehmen würde, würde nichts als den Konsens der Herrschenden darstellen und die Realität leugnen – wie es bei den Entwürfen für den Berliner Wettbewerb zu sehen war.
„Wir sind das Volk“, das bald darauf über den runden Tisch gezogen wurde, und die schöne Erfahrung von kurzzeitiger „Souveränität“ führt nur zu der Frage, was denn angesichts der fortschreitenden „Refeudalisierung“ (J. Ziegler) nun „volkt“...
„Wir sind das Volk“, das bald darauf über den runden Tisch gezogen wurde, und die schöne Erfahrung von kurzzeitiger „Souveränität“ führt nur zu der Frage, was denn angesichts der fortschreitenden „Refeudalisierung“ (J. Ziegler) nun „volkt“...
Dienstag, 12. Juli 2011
Das System ist unheilbar börsig und voller Metastasen - lebensverlängernde Maßnahmen würden nur die Qual verlängern
Wie man hört, heißt der Aufsichtsrats-Oberarsch der "Deutschen Bank" (kaum zu glauben:) "Börsig", und natürlich hat dieses Schwein in Nadelstreifen noch paar mehr Aufsichtsratsposten, seit er von der "Deutschen Bank" mit 15 Millionen € "Abfindung" aus dem Vorstand in den Aufsichtsrat wegkomplimentiert wurde und nur noch Ackermännchen seinen Geburtstag im Hängebacken-Amt feiern darf... Und "Börsig" ist nur einer von den tausenden Dummwichsern mit Hofstaat, die in Interviews kühl lächelnd sagen: "Bei den Milliardengewinnen, die wir jährlich einfahren, spielt es doch garkeine Rolle, ob ich eine oder 10 Millionen kriege..."
"Wir", das sind Banken, Versicherungen und andere Spekulations-Raubritter, die sich weigern, auf ihre Milliardengewinne zu verzichten, selbst wenn durch ihre Machenschaften hunderttausende Hausbesitzer oder sogar ganze Staaten pleitegehen und ihre Bewohner nach Vorschrift von "IWF" und "Rating Agenturen" auf das Niveau von Kolonien des 19. Jhs zurückzwingen - denn sie müssen mit börsigem Tunnelblick ja "die Einlagen ihrer Kunden schützen" - hört sich zwar nach Sorge um Renate Mustermann und Onkel Bräsig an, bezieht sich aber auf die "Global Players", die (wie die bankrotten USA) "too big to fail" sind: heißt letztlich, daß Geld im "Finanzsektor" verschwindet, das nicht anderweitig verteilt werden kann: was Bank- und "Fonds"-Manager, die großen "Share-Holder" und Spekulanten abkassieren und in Steueroasen oder "Stiftungen" parken, fehlt eben, wenn "die seit Jahren höchsten Tariflohn-Erhöhungen" immer noch unter der Inflationsrate liegen, selbst die noch tariflich bezahlten Arbeitnehmer also ärmer werden, ganz zu schweigen von der überwältigenden Masse der Untertertarif-, Zeit- und Niedriglohnarbeiter, und von den Ausgemusterten, die auf Steuerzahlerkosten das "Existenzminimum" erhalten, während die Absahner des Vize- "Exportweltmeistertums" und des drittgrößten Waffenexportstaats der Welt die sogenannte "Krise" als Chance betrachten:
Allein die Vorstandschefs der 30 "DAX"-Unternehmen haben 2010 der Volkswirtschaft (jedenfalls offiziell, und ohne sonstige Einkünfte) 135 Millionen € entzogen, 20% mehr als 2009, ebenso wie die ihnen unterstellten "normalen" Vorstandsmitglieder, die im Durchschnitt je 2,9 Millionen € jährlich kassieren - jeder geistig gesunde Mensch würde sich bei so einem Salär nach einem Jahr zur Ruhe setzen: nicht so die geistesgestörten Vormenschen mit dem "Börsig"-Syndrom, die uns nichtsdestotrotz als menschliche Existenzen verkauft werden: "Ich persönlich", sagt treuherzig der Hauptgeschäftsführer der "Deutschen Schutzgemeinschaft für Wertpapierbesitz" ("Tagesspiegel", 8.7.2011), "bin der Meinung, daß kein Vorstandschef mehr als 10 Millionen € verdienen sollte. Es entsteht sonst der Eindruck, daß wir nahe an der Störung des sozialen Friedens sind." - Na sowas: aber zum Glück gibt es ja bisher in Deutschland nur einen, der über 9 Millionen €/Jahr kassiert...
Seid ihr eigentlich alle zu blöd, zu sehen, daß die Spekulations- und Konzernprofite und die Privatvermögen von 1% der Weltbevölkerung genau um den Betrag wachsen, um den die "Verschuldung" der Staaten steigt, die das den Reichen geschenkte Geld lieber gnadenlos von Otto Normalverbraucher eintreiben?
Die gesamte "1. Welt" ist auf dem Weg zu griechischen Verhältnissen, ganz zu schweigen von der Milliarde Menschen, die man ohne mit der Wimper zu zucken unterernährt oder verhungern läßt, damit ein paar degenerierte Geldadlige sich dumm und dämlich "verdienen" können - scheißt diesem verkommenen Abschaum und seinen gekauften Wasserträgern vor ihre Villentüren und auf ihre Jachtstege, zerrt sie raus an den Pranger und spuckt ihnen ins Gesicht...
Ist das ist ein "Aufruf zur Gewalt"? Na, ich habe sowieso quasi Berufsverbot und die GSG wird nichts besonderes bei mir finden.
"Wir", das sind Banken, Versicherungen und andere Spekulations-Raubritter, die sich weigern, auf ihre Milliardengewinne zu verzichten, selbst wenn durch ihre Machenschaften hunderttausende Hausbesitzer oder sogar ganze Staaten pleitegehen und ihre Bewohner nach Vorschrift von "IWF" und "Rating Agenturen" auf das Niveau von Kolonien des 19. Jhs zurückzwingen - denn sie müssen mit börsigem Tunnelblick ja "die Einlagen ihrer Kunden schützen" - hört sich zwar nach Sorge um Renate Mustermann und Onkel Bräsig an, bezieht sich aber auf die "Global Players", die (wie die bankrotten USA) "too big to fail" sind: heißt letztlich, daß Geld im "Finanzsektor" verschwindet, das nicht anderweitig verteilt werden kann: was Bank- und "Fonds"-Manager, die großen "Share-Holder" und Spekulanten abkassieren und in Steueroasen oder "Stiftungen" parken, fehlt eben, wenn "die seit Jahren höchsten Tariflohn-Erhöhungen" immer noch unter der Inflationsrate liegen, selbst die noch tariflich bezahlten Arbeitnehmer also ärmer werden, ganz zu schweigen von der überwältigenden Masse der Untertertarif-, Zeit- und Niedriglohnarbeiter, und von den Ausgemusterten, die auf Steuerzahlerkosten das "Existenzminimum" erhalten, während die Absahner des Vize- "Exportweltmeistertums" und des drittgrößten Waffenexportstaats der Welt die sogenannte "Krise" als Chance betrachten:
Allein die Vorstandschefs der 30 "DAX"-Unternehmen haben 2010 der Volkswirtschaft (jedenfalls offiziell, und ohne sonstige Einkünfte) 135 Millionen € entzogen, 20% mehr als 2009, ebenso wie die ihnen unterstellten "normalen" Vorstandsmitglieder, die im Durchschnitt je 2,9 Millionen € jährlich kassieren - jeder geistig gesunde Mensch würde sich bei so einem Salär nach einem Jahr zur Ruhe setzen: nicht so die geistesgestörten Vormenschen mit dem "Börsig"-Syndrom, die uns nichtsdestotrotz als menschliche Existenzen verkauft werden: "Ich persönlich", sagt treuherzig der Hauptgeschäftsführer der "Deutschen Schutzgemeinschaft für Wertpapierbesitz" ("Tagesspiegel", 8.7.2011), "bin der Meinung, daß kein Vorstandschef mehr als 10 Millionen € verdienen sollte. Es entsteht sonst der Eindruck, daß wir nahe an der Störung des sozialen Friedens sind." - Na sowas: aber zum Glück gibt es ja bisher in Deutschland nur einen, der über 9 Millionen €/Jahr kassiert...
Seid ihr eigentlich alle zu blöd, zu sehen, daß die Spekulations- und Konzernprofite und die Privatvermögen von 1% der Weltbevölkerung genau um den Betrag wachsen, um den die "Verschuldung" der Staaten steigt, die das den Reichen geschenkte Geld lieber gnadenlos von Otto Normalverbraucher eintreiben?
Die gesamte "1. Welt" ist auf dem Weg zu griechischen Verhältnissen, ganz zu schweigen von der Milliarde Menschen, die man ohne mit der Wimper zu zucken unterernährt oder verhungern läßt, damit ein paar degenerierte Geldadlige sich dumm und dämlich "verdienen" können - scheißt diesem verkommenen Abschaum und seinen gekauften Wasserträgern vor ihre Villentüren und auf ihre Jachtstege, zerrt sie raus an den Pranger und spuckt ihnen ins Gesicht...
Ist das ist ein "Aufruf zur Gewalt"? Na, ich habe sowieso quasi Berufsverbot und die GSG wird nichts besonderes bei mir finden.
Sonntag, 3. Juli 2011
Laßt sie pleitegehen!
Und zwar die Banken, und nicht die Griechen!
Falls die Griechen sich in beamtenmäßig sicheren und gutbezahlten Jobs mit lockerem Dienst-nach-Vorschrift und bequemer Frühpensionierung zurücklehnen würden, wären sie das Musterbeispiel für eine soziale Marktwirtschaft, in der die zunehmende Produktivität mal dem Volk zugutekommt - aber leider hat sich ja herausgestellt, daß sie im Gegensatz zu Merkels im Kindergartenton vorgetragenen Stammtisch-Vorurteilen im Durchschnitt für weniger Geld und mit weniger Urlaub mehr und länger arbeiten, als irgendwelche braven deutschen Protestanten, auch wenn die Griechen lieber Ouzo trinken, als die bei uns üblichen Effizienz-Pillen und Antidepressiva zu schlucken.
Und diesen "Makel" haben die Banken und Konsorten jahrzehntelang ausgenutzt, um den Griechen höhere Zinsen abzupressen, sodaß ihre "Investitionen" schon längst Gewinn abgeworfen haben - die ursprüngliche "Investition" war vermutlich sowieso nur eine Art Geldwäsche.
Jetzt tun die Banken so, als müßten sie die treudoofen Spareinlagen der arbeitsamen Renate Mustermann gegen das Anspruchsdenken der faul-raffinierten Griechen (Spanier, Portugiesen, Iren...) verteidigen, und nicht die Einlagen milliardenschwerer Spekulanten, die sich an jeder "Krise" dumm und dämlich verdienen...
Nach langem Hin-und-Her hat sich nun das deutsche Kapital entschieden, freiwillig 4 Milliarden € zur Rettung Griechenlands beizutragen: die Betonung liegt auf "freiwillig", da der "Markt" sich natürlich nichts vorschreiben läßt...
Die Hälfte der 4 Milliarden trägt allerdings der Steuerzahler, weil es sich um Schrottpapiere handelt, die in verstaatlichte "Bad Banks" ausgelagert wurden, und die andere Hälfte ist nichts weiter, als eine Laufzeitverlängerung: die Banken, Versicherungen und "Hedgefonds" geben eine Gnadenfrist, bevor sie endgültige Rückzahlung verlangen: vielen Dank auch, A(rschfi)ckermann und Co.!
Das Haß4-Prekariat, die Zeitarbeits-Tagelöhner und die immer ärmeren Proleten gucken sich zwar immer noch fähnchenschwingend die feudalen Parties von genetischen und finanziellen Inzestopfern an, aber lange kann das ja nicht mehr gutgehn - egal, ob es Grimaldis, Sport- und Musik-"Stars" oder Bürokraten betrifft.
Falls die Griechen sich in beamtenmäßig sicheren und gutbezahlten Jobs mit lockerem Dienst-nach-Vorschrift und bequemer Frühpensionierung zurücklehnen würden, wären sie das Musterbeispiel für eine soziale Marktwirtschaft, in der die zunehmende Produktivität mal dem Volk zugutekommt - aber leider hat sich ja herausgestellt, daß sie im Gegensatz zu Merkels im Kindergartenton vorgetragenen Stammtisch-Vorurteilen im Durchschnitt für weniger Geld und mit weniger Urlaub mehr und länger arbeiten, als irgendwelche braven deutschen Protestanten, auch wenn die Griechen lieber Ouzo trinken, als die bei uns üblichen Effizienz-Pillen und Antidepressiva zu schlucken.
Und diesen "Makel" haben die Banken und Konsorten jahrzehntelang ausgenutzt, um den Griechen höhere Zinsen abzupressen, sodaß ihre "Investitionen" schon längst Gewinn abgeworfen haben - die ursprüngliche "Investition" war vermutlich sowieso nur eine Art Geldwäsche.
Jetzt tun die Banken so, als müßten sie die treudoofen Spareinlagen der arbeitsamen Renate Mustermann gegen das Anspruchsdenken der faul-raffinierten Griechen (Spanier, Portugiesen, Iren...) verteidigen, und nicht die Einlagen milliardenschwerer Spekulanten, die sich an jeder "Krise" dumm und dämlich verdienen...
Nach langem Hin-und-Her hat sich nun das deutsche Kapital entschieden, freiwillig 4 Milliarden € zur Rettung Griechenlands beizutragen: die Betonung liegt auf "freiwillig", da der "Markt" sich natürlich nichts vorschreiben läßt...
Die Hälfte der 4 Milliarden trägt allerdings der Steuerzahler, weil es sich um Schrottpapiere handelt, die in verstaatlichte "Bad Banks" ausgelagert wurden, und die andere Hälfte ist nichts weiter, als eine Laufzeitverlängerung: die Banken, Versicherungen und "Hedgefonds" geben eine Gnadenfrist, bevor sie endgültige Rückzahlung verlangen: vielen Dank auch, A(rschfi)ckermann und Co.!
Das Haß4-Prekariat, die Zeitarbeits-Tagelöhner und die immer ärmeren Proleten gucken sich zwar immer noch fähnchenschwingend die feudalen Parties von genetischen und finanziellen Inzestopfern an, aber lange kann das ja nicht mehr gutgehn - egal, ob es Grimaldis, Sport- und Musik-"Stars" oder Bürokraten betrifft.
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