Dienstag, 25. Juni 2024

JULIAN ASSANGE ist (hoffentlich bald wirklich) FREI ! - Eine zweischneidige Posse

Die krypto-faschistischen USA haben ASSANGE ein dubioses Angebot gemacht: sie verzichten auf seine Auslieferung und stimmen seiner Freilassung durch die englische Justiz zu, wenn er sich bereit erklärt, auf dem Rückweg nach Australien einen Stopp in der US-Militär-Basis auf den Marianen-Inseln einzulegen, sich dort vor einem US-Gericht der "Spionage" für "schuldig" zu erklären und eine 5-jährige Gefängnis-Strafe zu akzeptieren - die dann angeblich mit seiner 5-jährigen Haft im britischen Hochsicherheits-Knast als abgesessen gilt. 

Nach 7 Jahren Eingesperrt-Sein in der Londoner ecuadorianischen Botschaft und 5 Jahren Isolations-Haft ging der zermürbte und kranke ASSANGE verständlicher-weise auf das Angebot ein - wobei abzuwarten ist, ob die US-Militaristen ihn tatsächlich die Weiter-Reise von den Marianen nach Australien antreten lassen, oder irgendeinen Trick finden, ihn doch noch zu den beabsichtigten "175 Jahren" Gefängnis zu verurteilen... (vgl. die Lügen-Justiz-Opfer LEONARD PELTIER, MUMIA ABU-JAMAL usw.)

Aber selbst wenn die furchtbare US-Justiz ihr Wort hält, hat sie damit einen international (offiziell zumindest von der britischen Justiz) anerkannten Präzedenzfall geschaffen, nach dem der militärisch-finanz-industrielle Komplex der USA auch in Zukunft unliebsame Enthüllungs-Journalismus der "Spionage" anklagen und zu willkürlichen Gefängnis-Strafen verurteilen lassen kann: die schweigende "zivilisierte" Welt läßt diesen paranoiden Plutokraten-Staat unbehelligt weiter wüten...

...und regt sich lieber über das kleine Ungarn auf, das der EU-Staaten-"Räson" nicht brav folgen mag, sei es bei der Ukro-Unterstützung, dem Russen-Gas-Boykott oder der angeblich im Westen so heiligen "Unabhängigkeit der Justiz"...

Montag, 24. Juni 2024

Wozu muß das belanglose B-Bock in den Nahen Osten jetten?

Abgesehen von der Fehler-anfälligen* und CO²-schleudernden Luxus-Reise im Regierungs-Jumbo könnte B-Bock ihre un-diplomatischen Plattitüden, die keinen nah-östlichen Warlord beeindrucken, auch per E-Mail, "X"-Twit oder SMS loswerden, falls sie partout nicht ihre banale Klappe halten kann...

Solche sinnlos plakativen Aktionen mit zu "360°" voraussehbar peinlichem Ergebnis befördern nichtmal die erschreckende Absicht dieser politischen Null, sich als "Kanzler-Kandidatin" anzubieten, obwohl es dafür schon länger offenbar keine Qualitäts-Kriterien mehr gibt (immerhin muß man dafür aber in Deutschland noch nicht Millionär sein - wie in den USA, in diversen EU-Ländern und in vielen "Schwellen"- und "Dritte-Welt-Ländern" - allerdings kann man auch in Deutschland auf diesem Weg Millionär werden, und das nicht nur wenn man, wie Scholz, welche kennt...).

Jedenfalls ist es erstaunlich, daß das, was volkt, brav die Wort-Hülsen dieser trotz aller kosmetischen Spesen farblosen und stereotypen Kriegs-Propagandistin genauso als "Welt-Nachrichten" konsumiert, wie die wöchentlichen "Aldi"- oder "Lidl"-Sonder-Angebote.
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* siehe meine Einträge zu früheren mißglückten B-Bock-Luxus-Dienstreisen (vielleicht ist "miß-" das Synonym für "feministische Außen-Politik" - quasi das "Missy"-Syndrom aus "Onkel Tom´s Hütte"?)

Freitag, 21. Juni 2024

Zur Zeit einzige lesbare "Mainstream"-Zeitung: die "Berliner Zeitung"

Die "Berliner Zeitung" ist die einzige "Mainstream"-Zeitung, die sich zumindest bemüht, ausgewogen zu berichten: sie interviewt z.B. auch mal den einst renommierten und inzwischen als Dissidenten geächteten US-Politologen Mearsheimer (John Mearsheimer: „Katastrophale Lage, vor allem für den Westen“ – in der Ukraine und in Gaza (msn.com)) über seine realistischen und von westlicher Propaganda ungetrübten Einschätzungen (z.B. über die West-Mitschuld am Ukro-Krieg), und berichtet auch über Tabu-Themen, wie Fehler, Propaganda und Lügen während der "Corona-Krise" (z.B.: Joshua Kimmich und die Jagd auf Ungeimpfte gegen Corona – neue ZDF-Doku (msn.com) und anderes.

Außerdem betreibt sie eine "Open-Source-Initiative", die z.B. beim "Tagesspiegel" unvorstellbar* wäre: "Mit Open Source gibt der Berliner Verlag allen Interessierten die Möglichkeit, Texte mit inhaltlicher Relevanz und professionellen Qualitätsstandards anzubieten. Ausgewählte Beiträge werden veröffentlicht und honoriert." (von dort auch die Zitate von S. Suschke in meinem Eintrag vom 16.6.2024).

Wie der besagte Suschke bereits schrieb, gilt es heutzutage ja bereits als "mutig", wenn man etwas anderes als die Regierungs-Propaganda bzw. die "Staats-Räson" veröffentlicht, aber in der vagen Hoffnung, daß die Zensur noch nicht so weit gediehen ist, daß man es "mutig" nennen muß, darf man es der "Berliner Zeitung" doch hoch anrechnen, daß sie sich als einzige bemüht, auch auf die Rückseiten der Medaillen zu schauen...

Weiter so, und mehr davon !
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* auf eine der vielen Kündigungen einer Abonnentin wegen einseitiger Ukraine-Berichte (2014) antwortete der damalige Chef-Redakteur persönlich und kompromißlos: ich "muß Ihnen leider mitteilen, daß Sie ein bedauernswertes Opfer der russischen Propaganda sind. (...) aber Sie haben richtig erkannt: das paßt nicht mit dem Tagesspiegel zusammen." (zit. n. Bröckers / Schreyer: "Wir sind die Guten", 2016, S.156) - d.h.: wir scheißen auf Abonnenten, die unsrer Propaganda nicht brav folgen - und  das gilt auch für den aktuellen "Tagesspiegel" den ich kürzlich ohne Erkenntnis-Gewinn in einem Café durchgeblättert habe, und das gleiche gilt für "FAZ", "SZ", "NZZ", "Zeit" und "Spiegel", und natürlich für den Rest der noch reaktionäreren Blätter...

Mittwoch, 19. Juni 2024

Der Libanon: Symbol des katastrophalen Kapitalismus

Kommt ein armer libanesischer Regierungs-Beamter 1950 in die USA und trifft einen reichen US-Kollegen: "Wieso bist du so reich?" - "Siehst du die Brücke da drüben? Die hat 2 Millionen gekostet, aber wir haben 3 Millionen dafür berechnet..." - 1955 besucht der US-Beamte seinen Kollegen im Libanon und sieht, daß der noch reicher ist, als er selber: "Wieso bist du so reich?" - "Siehst du die Brücke da drüben?" - "Nein, da ist doch keine Brücke." - "Aber wir haben 3 Millionen dafür berechnet..."

Das ist kein rassistischer Witz über mediterran-orientalischen Schlendrian oder osmanische Korruption, sondern nur ein extremes Beispiel für ganz normal-mafiosen Kapitalismus, wie sogar an einer Stelle in  Libanon, der Jahrhundertraub - Die ganze Doku | ARTE zugegeben wird.

Der Libanon wurde nach dem 2. Weltkrieg nicht deshalb zur "Schweiz der Levante", weil es den Einwohnern so gut ging, sondern weil (wie in der Schweiz, deren Unter-Klassen sich Jahrhunderte-lang Europa-weit als Kanonen-Futter verkaufen mußten) eine Klassen-Gesellschaft geschaffen wurde, deren Oligarchen es dank der reichen internationalen Geld-Wäscher und Luxus-Touristen gut ging... Die französischen Kolonial-Herren hatten den Libanon schlauerweise von Syrien abgetrennt und nach dem "Teile-und-herrsche"-Prinzip unter der Herrschaft von konkurrierenden (formal "konfessionellen") Gangs 1946 in die "Unabhängigkeit" des "freien Marktes" entlassen, deren kleptokratische Capos in der Folge um die Schmiergelder von Steuer-flüchtigen "Investoren" kämpften.

Schon seit 5000 Jahren sind die arabo-semitischen "Phönizier" und ihre Nachkommen "pragmatisch", und ihre herrschende Kaste, die (ähnlich wie die toskanischen Früh-Kapitalisten der Renaissance) nie einen die Wirtschaft kontrollierenden "National-Staat" aufbaute, hat sich immer durch gerissenen Handel bereichert, unbeeindruckt von jeder Fremd-Herrschaft, ob der Pharaonen, der Assyrer, der Babylonier, der Perser, der Griechen, der Makedonier, der Römer, der Byzantiner, der Omajjaden, der Osmanen oder der Franzosen ab 1920 - wie die Sumerer die Keilschrift, haben die Phönizier die berühmte "erste alphabetische" Schrift eigentlich nur für die Handels-Buchhaltung entwickelt... Die berühmten Zedern sind (wie die kalifornischen "Redwoods" seit 100 Jahren) bis auf wenige Denkmal-geschützte Reste schon seit 2000 Jahren dem einträglichen Holz-Handel mit den antiken Großmächten (und, wie die spanischen Wälder vor 450 Jahren für die "Armada", dem Schiffbau) zum Opfer gefallen... Noch 1965 beschrieb ein "Merian"-Heft den Libanon als "weltoffene und multi-kulturelle" Schnitt-Stelle zwischen Orient und Okzident (und jedenfalls für betuchte Touristen Beirut als "Paris des Nahen Ostens"), aber die angebliche "Toleranz" der Libanesen beruht darauf, daß alle möglichen verfolgten christlichen und moslemischen Sekten in abgeschlossene Enklaven des Libanon-Gebirges geflohen sind: in Wirklichkeit gab es immer wieder gegenseitige Massaker, bis hin zum legendären "Bürgerkrieg" von 1975-90, in dem der Libanon mehr oder weniger von Syrien und Israel besetzt wurde (siehe z.B. Ari Folman´s Film "Waltz with Baschir", 2008, dessen Titel auf den von Israel unterstützten maronitisch-christlichen "Phalange"-Führer Baschir Gemayel anspielt...).

Der Nachkriegs-Libanon (jedenfalls das, was volkte) war von Anfang an verloren, weil der Staat nur als Fake-Wirtschaft ohne eigene Produktion oder Rohstoffe, nämlich (wie die Schweiz) als "Steuer-Oase" mit "Bank-Geheimnis" für westliche und arabische Milliardäre aufgebaut war: sich also für den globalen Kapitalismus prostituiert hat - bloß etwas extremer, als die Kapital-Bordelle von Thatcher-Britannien und "Reaganomics"-USA (und verzögert Europa), die auf lange Sicht genauso zum Scheitern verurteilt sind: der Libanon ist nur ein besonders plakatives Opfer des versagenden Turbo-Kapitalismus, aber ähnlich wie die von der westlich-kapitalistischen "Globalisierung" gebeutelten Länder Afrikas, Latein-Amerikas, des mittleren Ostens und Südost-Asiens - in all diesen ex-kolonisierten Ländern tritt die kriminelle Seite der Finanz-Plutokratien lediglich offener zutage...

Montag, 17. Juni 2024

Künstliche "Intelligenz" ist ein Witz ohne Geist

Künstliche "Intelligenz" ist keine "Intelligenz", sondern allenfalls eine Beschleunigung der menschlichen Rationalität, ähnlich wie das automatisierte Fließband eine Beschleunigung der menschlichen Hand-Arbeit war - beides ein fragwürdiger "Fortschritt": was ist toll daran, daß heute (abgesehen von der Rohstoff- und Energie-Verschwendung) täglich tausende häßliche und kurzlebige Autos produziert werden können, wo früher zehn schöne und langlebige gebaut wurden? (Das gleiche gilt für "Ikea" und die aussterbenden Tischler usw.)

Und was ist toll daran, daß heute (abgesehen von der Energie-Verschwendung für die Server) ein Rechner aus einem tausendseitigen Telefonbuch (oder beliebig vielen) in einer Minute alle Namen aufzählen kann, die mit "-mann" enden, oder deren Telefon-Nr. mit "61" beginnt, oder die in einer Straße wohnen, die mit "F" beginnt (wofür man "analog" mindestens zwei Wochen bräuchte)? Wer will sowas eigentlich wissen, außer GeStaPo und CIA? (Ein ehemaliger CIA-Chef sagte mal: "Wir töten auf der Basis von Megadaten.")

Und was ist toll daran, daß ein Algorithmus aus seinen Millionen gespeicherten Bildern ein je nach gewünschter Gewichtung "durchschnittliches" Bild in Öl-, Pastell- oder Bleistift-Optik (ob gegenständlich, surreal oder abstrakt) herstellen kann, oder aus Millionen gespeicherten Texten eine je nach gewünschter Gewichtung "durchschnittliche" Prosa, Lyrik oder Sach-Abhandlung (ob im "Stil" von Böll, Goethe, Hawking oder Freud)?

Künstliche "neuronale Netze" sind primitive mechanistische und kausalistische Konstruktionen - menschliche und andere biologische neuronale Netze sind individuell, organisch, plastisch, dynamisch, flexibel, spontan und innovativ: das kann kein Programmierer "nachbauen".*

Angeblich "lernen" tut künstliche "Intelligenz" nur durch die Masse an Informationen, die (von Menschen) eingespeist werden, und mittels der Muster, Verknüpfungen und Rück-Kopplungen, die ihr (von Menschen) vorgegeben sind: eine Maschine hat kein Bewußtsein, keinen Willen, keine Bedürfnisse, keine Absichten, keine Ziele, keine Moral oder Ethik, kein sentimentales Gedächtnis und keine Emotionen - und auch kein Macht-Streben...

Man kann einer "KI" Macchiavellis "Fürsten", Hitlers "Sein Krampf" und US-Army-Folter-Handbücher in den Speicher kopieren - sie wird trotzdem nicht "faschistisch": nur ihre (menschlichen bzw. un-menschlichen) Programmierer sind Faschisten.

Es wird Zeit, dem resignierten Euphemismus "Was technisch möglich ist, wird gemäß der `neugierigen Natur´ des Menschen unvermeidlich auch realisiert..." langsam mal Einhalt zu gebieten: das gilt für "KI" genauso, wie für das mehrfach Welt-zerstörende internationale Militär-Potenzial (zu dem es ja zwischenzeitlich mal ein paar inzwischen leider wieder vergessene Einsichten und Abkommen gab...), als auch für die kapitalistische "Globalisierung" mit ihrem fatalen "Freihandel" und "Wirtschafts-Wachstum".

Wenn man sich die herrschenden Plutokraten und ihre Polit-Lobbyisten anguckt, sind wir jedenfalls weit entfernt von einer "Regierung der Weisen", denen man die Programmierung einer "guten" Welt-Regierungs-"KI" anvertrauen möchte, an deren "Objektivität" so mancher Zeitgenosse glauben möchte...

Man fragt sich bloß, warum sich angesichts des grassierenden hoffnungslosen Materialismus so viele Idioten ihr kurzes irdisches Dasein durch blödsinnige Ideologien ("Nationalismus", Militarismus, "Tagesschau"-Gläubigkeit usw.) vergällen, wenn sie "objektiv" glauben, daß sie nur eine Ansammlung von kompostierbaren Chemikalien sind und der menschliche "Geist" nur eine elektro-magnetische Neuronen-Illusion ist, der angeblich jeder Computer überlegen ist...
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* kürzlich erhielt ich eine Mail, die nur aus zwei Icons bestand - die "KI" von "gmail" schlug mir zwei Antworten vor: entweder "Wirklich?", oder "Schönes Gedicht !"... Ich entschied mich für etwas Eigenes und Intelligenteres.

Sonntag, 16. Juni 2024

Wir sollten "endlich eingestehen, dass [unsere] Regierenden genauso Propaganda betreiben wie der Gegner, `der Russe´" (S. Suschke)

Der Regisseur Stephan Suschke* denkt lesenswert über die Einengung der Meinungs-Freiheit nach ("Berliner Zeitung": „Wir werden von Leuten regiert, die keine Ahnung vom Krieg haben“ (msn.com) - Auszüge:

"Wenn ich etwas ernst genommen habe an diesem System, dann die freie Meinungsäußerung. Aber auf einmal wird all das schrittweise zurückgenommen, was angeblich gegen `die Russen´ verteidigt werden soll."
"Da herrscht plötzlich `Einheitsfront´, da werden die publizistischen Reihen fest geschlossen, da gilt nicht mal mehr ein Minimum an bürgerlichem Anstand [Beispiel: "kein Aufschrei" über Pöbeleien des Ukro-ex-Botschafters und "Bandera-Liebhabers" Melnik]. Die Muster – Unterstellungen und Diffamierungen – scheinen aus dem Handwerkskasten des Stalinismus zu kommen."
"Keine Diskussion über die Ukraine ohne die Verurteilung des `brutalen russischen Angriffskrieges´ (ich kann mich nicht erinnern, dass während des Einmarschs der Amerikaner im Irak mit Zehntausenden Toten die Medien mit derartigen Geschützen aufgefahren sind, von der Lüge Powells schweige ich)..."
"Ach ja, Freiheit. Das Freiheitsgeschrei der Hl. Agnes und der Hl. Annalena, das ständige Hantieren mit diesem gleißenden Begriff soll das Sterben ausblenden wie die Maskerade der Straßenbahnen, die mittlerweile durch Berlin fahren: tarnfarben, mit dem Bild eines deutschen Soldaten, der seine Waffe mit weißen Handschuhen präsentiert. Daneben die Slogans `Mach, was wirklich zählt´ und `Bei uns geht es ums Weiterkommen, nicht nur ums Stillstehen´ rahmen den Blick des unschuldigen Jungengesichts. Goebbels war eine gute Schule, nicht nur in der militaristischen Propaganda."
"Ich verstehe die Hohepriesterin der Freiheit, Frau Strack-Zimmermann nicht, die keinen Moment bedenkt, dass alles, was mit militärischer Ordnung zusammenhängt, das Unfreieste ist, was die Welt zu bieten hat."
"Mutig war ich, als ich mich während des Studiums weigerte, Reserveoffizier zu werden. Aber augenscheinlich gibt es bei vielen Menschen in unserem Land die Meinung, dass es mutig ist, etwas zu sagen, was nicht der Meinung der Regierenden entspricht. Das erzählt von einem Klima der Angst, das ich bisher nicht wahrgenommen habe, vielleicht weil ich in einem Milieu agiere, wo es möglich ist, alles zu sagen. Das wird zunehmend schwieriger, auch weil identitätspolitische Debatten politische Korrektheit einfordern."
"Nach dreißig Jahren haben [die Leute aus dem Osten] begriffen, [...] dass die glücksverheißende Welt der Waren ihre Verheißung nicht einlösten. Diese schmerzliche Erfahrung geht, spätestens seit der Corona-Krise, mit einer anderen Erfahrung einher, die Verengung des Meinungskorridors einerseits und eine moralgeleitete Ideologieproduktion anderseits."
"Heiner Müller beschrieb Ideologie `als falsches Bewußtsein. Sie wird geschaffen, indem wesentliche Aspekte von Wirklichkeit einfach weggelassen werden.´ Mittlerweile wird deutlich, dass die Vergangenheit nicht vergangen ist. Instrumente stalinistischer Herrschaft sickern unbemerkt in die Debatten der Gegenwart ein. Was einst im Namen der sozialistischen Moral, in der Auseinandersetzung mit dem `Klassenfeind´ gepflegt wurde**, wird immer mehr zu einem Werkzeug in öffentlichen Auseinandersetzungen."

Siehe auch: Wege zum Ukraine-Krieg: "Schon nach deutscher Einigung waren die Weichen auf Konfrontation gestellt" (msn.com), G. Verheugen und P. Erler bei "Telepolis" zu ihrem aktuellen Buch: "Der lange Weg zum Krieg".
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* geboren 1958 in Weimar, Mitarbeiter Heiner Müllers, derzeit Schauspiel-Direktor am Landestheater Linz
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man kann das offenbar unvermeidliche Stalinismus-Trauma des selbst-kritischen "Ossis" Suschke auch in das US-Imperialismus-Trauma politisch kritischer "Wessis" (spätestens seit dem Vietnam-Krieg) übersetzen: der Stalinismus hat entgegen der reaktionären Thesen des deutschen "Historiker-Streits" weniger mit dem Nazi-Faschismus gemein, als mit dem ökonomischen, militärischen und geheimdienstlichen US- und NATO-Imperialismus...


Samstag, 15. Juni 2024

Wenn die Ukros nicht "siegen", stehen morgen die russischen Un(ter)menschen vor unsrer Tür

So die einhellige Propaganda von NATO-Bürstenhaar Stoltenberg, B-Bock & Co. und ihren medialen Adjutanten und -onkels (siehe z.B.: Ukraine-Gipfel - Welchen Preis hat der Frieden? (deutschlandfunkkultur.de): nur der Vertreter der Rosa-Luxemburg-Stiftung stellt fest, daß Rußland ganz offensichtlich weder "die ganze Ukraine", noch "das Baltikum", geschweigedenn andere NATO-Staaten "erobern" will; die andern sind mit Pisstorius schon im antiken Kriegs-Modus und fordern die spartanische "Wehrpflicht" für zumindest anderer Leute Kinder).

Die hunnischen Horden aus Sibirien "morden, vergewaltigen und foltern" demnach - warum auch nicht: natürlich sind alle Soldaten Mörder und vergewaltigen bei Gelegenheit, und auch Folter ist eine Sieger-Attitüde: vgl. die bestimmt nicht leeren Rache-Androhungen der Ukros gegen "Pro-Russen" und die Folter-Verbrechen "sauberer" US-Rednecks in Abu Ghraib (Irak), Guantanamo usw. usw., die "Scharia"-Justiz im gebenedeiten Sau.-Arabien usw., die Knast-Verhältnisse im Nach-Gaddafi-Libyen oder in der NATO-Türkei usw., die Morde und Vergewaltigungen im gefeierten Nach-"Apartheids"-Südafrika usw. usw. - im 1. Weltkrieg fraßen die deutschen "Hunnen" nach Informationen der belgischen und französischen Presse kleine Kinder, und in Kuwait schmissen nach Informationen des US-Kongresses ent-menschte Iraker Brutkasten-Babies auf den Boden... - die Kapitalisten und Kriegstreiber aller Seiten säen eben natur-gemäß Gewalt und Greuel-Propaganda... 

Das fängt schon bei den Fußball-Konkurrenzen an, über die derzeit wieder so viel "Gemeinschaft-stiftendes" und "Völker-verbindendes" daher-romantisiert wird, obwohl es, wie im wahren Krieg, nur um Profite (hier der UEFA) und Drogen-Handel (hier Kampf-Trinken) geht... (Der lächerliche "Nationalismus" ist nämlich nichts wirklich anderes als der ersatzweise Fußball-"Patriotismus", und die meterweisen Gelände-Gewinne oder -Verluste im Graben-Krieg sind genauso belanglos und zufällig, wie ein ge- oder mißlungener Paß im Stadion - außer daß im ersten Fall jemand sterben kann, und im zweiten meistens nicht...)

Scholz nennt Putins Friedens-Angebot (Anerkennung der aktuellen "Front" und Verzicht der Ukros auf NATO-Beitritt) einen indiskutablen "Diktat-Frieden" - so hätte Hitler nach seinem verlorenen Krieg auch das "4-Mächte-Abkommen" genannt, wenn er es noch erlebt hätte... Dabei sind eher Selenskis "Minimal-Forderungen" (Rückkehr zum Zustand zur Zeit des Putsches von 2014, also vor Beginn des 10-jährigen Kriegs der Ukros gegen ihre autonomistischen Provinzen) ein "Diktat-Frieden", als seien Donbass und Krim sein präsidiales Privat-Eigentum, und nicht das der mehrheitlich "pro-russischen" Bewohner - allerdings aus einer hoffnungslosen Selenski-Position der Schwäche: also unrealistisch und damit eine verkappte Verweigerung eines Waffen-Stillstandes und von Verhandlungen...

Macron verweigert "Verhandlungen mit einem, der eigenmächtig die Grenzen Europas ändern will" - als hätte der Westen (USA und NATO) das nicht an Jugoslawien vorexerziert und endgültig mit der eigenmächtigen Abspaltung des Kosovo (letztlich als US-Militär-Basis in einem korrupten Gang-regierten "Staat", wie einst in Südkorea) von Serbien einen Präzedenz-Fall geschaffen - ganz zu schweigen von der Destabilisierung und Spaltung Afghanistans, des Irak, Libyens, Syriens usw. - und abgesehen von der westlichen Anerkennung der israelischen Besatzungs-Politik, die viel illegitimer ist, als der Beitritt der ost- und süd-ukrainischen Autonomie-Gebiete zur russischen Föderation...

Und all diese Schreibtisch-Täter feiern sich für die weitere "treue" Unterstützung dieses sinnlosen Kriegs, in dem die Ukros das Bauern-Opfer sind, um Rußland zu "ruinieren" - denn Rußland "muß" nun (nachdem es sich einmal hat verstricken lassen) seine Soldaten "opfern", um einen Weltkrieg zu vermeiden, der ausbrechen würde, wenn es mit seiner vollen Überlegenheit zuschlagen würde: also russische "Vernunft" und Unmenschlichkeit in einem  - während auf der Gegenseite nur Unmenschlichkeit herrscht: Selenski verheizt bedenkenlos "sein" Volk, und seine Waffen-Lieferanten denken ernsthaft über die Entsendung von NATO-Truppen nach (Weltkrieg scheißegal, oder von paar Kommiß-Köppen vielleicht sogar erhofft?).

Also besser: Auflösung der NATO und aller Rüstungs-Konzerne, Verbot von militärischer Waffen-Produktion und Militarisierung des Weltalls, Verbot jeglicher militaristischer Propaganda, und Zwangs-Pensionierung aller Rüstungs-, Wehr-, Waffen- und Armee-"Experten"!

"We don´t need no education,
We don´t need no thought control -
It´s just another brick in the wall
..." (Pink Floyd: "The Wall", 1979)

P.S. Ich kann nix dafür, wenn ein paar "AfD"ler der gleichen Meinung sind...