Sonntag, 30. Oktober 2022

Hunger-Waffe

Nachdem die Ukraine den Export ihres Getreides (zu großem Teil nicht für Hunger-Länder, sondern für west-europäische Vieh-Mast) selbst durch Verminung ihrer Schwarzmeer-Häfen blockiert hatte, wurde im Juli ein Abkommen geschlossen, daß nach Minen-Räumung der Häfen der Getreide-Export unter Kontrolle der türkischen und russischen Marine (um auf dem Rückweg Waffen-Lieferungen an die Ukraine auszuschließen) wieder stattfinden könne...
Nun hat die Ukraine mit (vermutlich "westlichen") Drohnen die russische Schwarzmeer-Flotte angegriffen, die mit dieser Kontrolle betraut war - darauf hat Rußland das Abkommen "einseitig ausgesetzt" und die Ukraine johlt, Rußland habe nur "auf einen Vorwand gewartet", um "die Welt mit Hunger zu erpressen" - für wie blöd hält man eigentlich die Medien-Konsumenten? (Daß Rußland angeblich Drohnen aus dem iranischen "Schurken-Staat" einsetzt, gilt dagegen als großer Skandal...)

Glaubt das, was volkt, daß die Russen ukrainische Atomkraftwerke und Staudämme beschießen, die sie unter ihre eigene Kontrolle gebracht haben, obwohl die Ukros stolz berichten, daß sie dortige russische Stellungen angreifen? Oder daß der "Westen" verzweifelt versucht, den Hunger in der Welt zu bekämpfen und nur die bösen Russen das verhindern? Allein der irrsinnige Rüstungs-Etat der USA (das zehn-fache des russischen) würde ausreichen, den Welt-Hunger zu beseitigen, und der reiche "Westen" (d.h. seine Kapitalisten & Co.) läßt seit Jahrzehnten die "Dritte Welt" am ausgestreckten Arm verhungern, um sie leichter ausbeuten zu können - entweder direkt, oder zumindest "toleriert", unterstützt oder installiert der "Westen" willfährige neo-liberale Regimes, die ihre Länder im Dienst des globalen (westlichen) Kapitals ausbeuten und ihre Bevölkerung zur Flucht treiben, oder er bekämpft sich sträubende und belegt sie mit "Sanktionen", bis die Bevölkerung flieht... Die Flucht-Folgen muß die "normale" Bevölkerung des "Westens" ertragen, die darauf fremden-feindliche und damit selbst-schädigend gleichzeitig noch neo-liberalere und rechts-fundamentalistisch-autoritärere Parteien wählt: der gewünschte sich selbst verstärkende Rückkopplungs-Effekt, voilá.
In dieser Hinsicht sind Rußland und China noch Waisenknaben, aber vor allem China holt auf und wird vielleicht auf fern-östliche Weise "überholen, ohne einzuholen", wie es in der DDR hieß...

Die Welt-"Geschichte" wird immer absurder: man muß nur der tragischen Grabesmiene und den runter gezogenen Mundwinkeln des deutschen "Kissinger", nämlich des ein-nierigen und trotzdem fetten Steinmeier, lauschen, der mit Orwellschem "Neusprech" den anti-russischen "Kampf der Kulturen" schürt...

Samstag, 29. Oktober 2022

Von der Leychen benutzt höflicherweise den Ukro-Fascho-Gruß

Nach dem Putsch in der Ukraine (2014) wurde der Gruß der Stepan-Bandera-Nazis aus den 30er-Jahren und der rassistischen Juden-, Polen- und Russen-Mörder der 40er-Jahre ("Ruhm der Ukraine, Ruhm den Helden!") wieder eingeführt - siehe: Faschistischer Gruß wird zu offiziellem Armee-Salut - Welt | heute.at (2018) -, und von der Leychen schmettert ihn jedem blau-gelben Gegenüber mit Begeisterung zu, am liebsten selbst wie ein blau-gelber Mamagei gekleidet  - so, wie voll-krass-integrierte Türken und Araber in Berlin-Neukölln jeden Deutschen verständnisvoll mit "Heil Hitler!" begrüßen, statt mit "Allah sei mit Dir!"... Und diese muselmanischen Mitbürger sind schließlich vertrauens-würdiger, als die ahnungslose, aber erblich bauern-schlaue Strohfrau des Groß-Kapitals (Tochter von Ernst "Bahlsen-Keks"- und "Celler-Loch"-Albrecht), von der keiner weiß, wie sie nach dem Peter-Prinzip (L. Peter: "Die Hierarchie der Unfähigen", 1969) als Ungeeignetste undemokratisch zu ihrem albernen Posten als "EU-Kommissions-Präsident-in" kam, mit dem sie jetzt noch ungenierter, als als "Verteidigungs-Minister-in", Un-Milliarden an Oligarchen, Spekulanten, Despoten, "Berater" und Kriegs-Gewinnler verteilen kann... z.B. an das Ukro-Regime, oder an Bill Gates ("Thank You for Your leadership!").

Bei dieser tumben Schlange kann man wirklich nur noch Liebermann zitieren... oder Obama´s Lieblings-Band (siehe meine alten Einträge). Selbst ihre früher ganz adrette besser-als-Merkel-junior-Physiognomie ist durch ihr Strohfrauen-Dasein inzwischen gruslig entstellt - aber sie ist ja nicht die einzige korrupte Polit-Figur, bei deren Anblick einem ganz anders wird, und die meisten davon (vor allem die Männer-Mehrheit) waren auch früher nicht "ganz adrett", außer vielleicht die neo-liberalen Strahle-Bübchen Macron und Guttenberg - ein weiterer Beweis, daß es an den "inneren Werten" mangelt, auf die es schließlich ankommt: wir werden, wie im Mittelalter, von einer Kaste von inzüchtigen und hohlen Banausen "regiert", die sich für "erwählt" halten - ob von "Gott", oder von dem, was volkt.

Mittwoch, 26. Oktober 2022

Letzter Schwarzmaler mit 102 gestorben

Der würdige Nachfolger des 1879 in (natürlich ausgerechnet:) Kiew geborenen und 1935 in Leningrad gestorbenen "Suprematisten" Kasimir Malewitsch (der mit den berühmten schwarzen Quadraten seit 1915 - den "Meilensteinen der Moderne" hin zur völligen Sinn-Entleerung von "Kunst", die man nichtmal mehr "abstrakt" nennen kann...), der Franzose Pierre Soulages, der 80 Jahre lang nur Schwarz in Schwarz gepinselt und gespachtelt hat, bis seine Schwarzmalerei in allen bekannten Museen hing und bei Versteigerungen bis zu über 9 Millionen € einbrachte, hat dieser Tage im biblischen Alter von 102 Jahren den Löffel bzw. Pinsel und Spachtel abgegeben - ich hätte ihm noch paar Jahre gewünscht, damit diese überlebte "Legende der Moderne" endlich die Farbe oder sogar die Form (den Gegenstand) zu würdigen hätte lernen können... Selbst Malewitsch hat nach seinen defätistischen Quadraten nochmal gegenständlich gemalt, aber Soulages war wahrscheinlich in seiner leider erfolgreichen schwarzen "Masche" ähnlich gefangen, wie Pollock während seines kürzeren und bedröhnteren (?) Lebens in seiner Farb-kleckserischen...

Bei "Schwarz" fallen einem (außer dem nett-depressiven "Paint it Black" der Rolling Stones) die "Schwarzen Gedanken" (1977-82) von André Franquin (1924-1997) ein, des absoluten Meisters der expressiven schwarzen Federzeichnung, oder das große und großartige schwarz-weiße Gesamtwerk von Jaques Tardi (*1946), des absoluten Meisters der realistischen Tuschpinsel-Zeichnung (siehe den Film "Tardi - Schwarz auf Weiß" von P.-A. Sauvageot, 2006, dt. 2014), oder die überbordenden Phantasmen des isländisch-dänischen Künstlers und Autoren Jakob Gislason (*1953), oder der unübertreffliche Genie-Streich "Stratos" (1994) des Galiziers Miguelanxo Prado (*1958) - deutsche Vertreter sind Kurt Halbritter (siehe z.B. "Adolf Hitlers Mein Kampf", 1968), Friedrich K. Waechter (siehe z.B. "Wahrscheinlich guckt wieder kein Schwein", 1978), die geniale Isabel Kreitz (siehe z.B. "Ralf"-Serie ab 1994, "Ohne Peilung", 1995, usw.), und vor allem Reinhard Kleist (siehe z.B. "Cash", 2006, "Castro", 2010, usw.): echte Künstler mit Sinn und Verstand, Handwerk und Aussage - während Malewitsch und Soulages scheinbar nur sagen wollten, daß "Malerei" sinnlos ist, und trotzdem (sinnlos) weiter "malten" - wie ein Auto-Konzern, der plötzlich findet, daß Auto-Produktion sinnlos ist, und darauf nur noch "post-moderne" Autos ohne Motor und mit kreuz- und quer-stehenden Rädern produziert, die bei ex-"Grünen" reißenden Absatz finden... (Übereinstimmungen mit der Realität sind rein zufällig!)

Scheiß auf die "Moderne" und ihre überschätzten "Ikonen" (vgl. T. Wolfe´s zynisches "Leben mit dem Bauhaus", 1981, und sein "Worte in Farbe" über die "Kunst" der 50er- und 60er-Jahre, 1975). 

Lang lebe Tardi ! (Er hat grade den finalen Band seiner legendären jahrzehnte-langen "Adéle Blanc Sec"-Serie (seit 1976) gepinselt - und die ist noch nichtmal sein bestes Werk... siehe z.B. "Hier Selbst", die Leo-Malet- und die J.-P.-Manchette-Adaptionen, "Kakerlaken-Killer", "Stalag", "Pariser Commune" usw. - ein wahres Genie und ein großartiger Mensch; ein anarchistischer Weiser!)

Dienstag, 25. Oktober 2022

Sowjetunion als kleineres Übel

Passend zum allgemeinen Putin-"Bashing" sendet "Arte" den 3-Teiler "Das rote Imperium": Rußland im Vor-, Haupt- und Post-Stalinismus, den Putin angeblich beerbt hat, wenn er nicht gleich der "neue Zar" oder der "neue Hitler" ist...

Natürlich war Rußland, wie die andern "Weltmächte", ein imperialistischer und kolonialistischer Staat, und die Sowjetunion hat dieses Erbe angetreten - daß nach der Auflösung der Sowjetunion die ehemals autonomen Sowjet-Republiken unter die despotische Kontrolle lokaler Oligarchen fielen, hat die Lage aber nicht verbessert, ob es nun westlich oder russisch orientierte Oligarchen waren: wie in Jugoslawien sind lokal-nationalistische Stellvertreter-Kriege ausgebrochen, je nach Fall von westlichen Geheimdiensten vom Zaun gebrochen oder unterstützt - die Ukraine ist ja nur das letzte Beispiel: es gab die georgischen Provokationen, den kaukasisch-islamistischen Terrorismus (Tschetschenien usw.), Transnistrien, den aserbaidschanischen Angriff auf Armenien, den Krieg zwischen Kirgisien und Tadschikistan - alles ein Irrsinn von oligarchischer Macht-Geilheit, der mit dem jeweiligen "Volk" null und nix zu tun hat: selbst als Anarchist und "Regionalist" muß man der "Pax Sowjetica" ebenso nachtrauern, wie der "Pax Tito" in Jugoslawien...

Wieso sollten die oligarchischen Usurpatoren der ex-sowjetischen Verwaltungs-Gebiete ein UN-Recht auf "territoriale Staats-Souveränität" haben? Das gleiche gilt für die Kolonial-Grenzen der gesamten "Dritten Welt" - am besten sichtbar am brasilianischen Faschisten Bolsonaro, der zufällig mittels "demokratischer Wahlen" den größten Teil Südamerikas beherrschen und ruinieren "durfte" und vielleicht weiter "darf", weil der 1494 vom römischen "Papst" den Portugiesen, statt den Spaniern, "zugewiesen" wurde...

Aber, nagut, die deutsche "Regierung" oder die europäische "Kommission" und ihre katastrophale "Präsidentin" sind ja in keinster Weise besser, als die Päpste, oder als die die Sultane von Kasachstan, Aserbaidschan, Dubai, Katar oder Malaysia, oder als die Militär-Regimes von Ägypten, Mali, Pakistan, den Philippinen oder den USA. Wake up, little Susie,,,

Freitag, 21. Oktober 2022

Oh Gott, die Chinesen wollen "den Hamburger Hafen kaufen"...

... oder jedenfalls 35% Anteile an einem Container-Terminal (also einer Behälter-Verteil-Anlage), über das eh schon die meisten Importe aus China für die deutsche Konsum-Gesellschaft laufen: ausgelagerte Technologie-Zulieferungen und Billig-Produkte, auf die wir nicht verzichten wollen (z.B. sind 95% aller "Ikea"-Produkte aus China...).
Also geht zu eurem lokalen Tischler, Maurer, Töpfer und Schneider und bezahlt deren Preise, oder heult nicht !

Was "Häfen" betrifft, hat der seit zig Jahren stur destruktiv neo-"liberale" IWF von "Krisen"-Staaten (neben der Einschränkung von sozialen Subventionen und öffentlichen Ausgaben) permanent gefordert, ihre lukrative Infra-Struktur meistbietend zu verkaufen: so kam z.B. China in den Besitz des Athener Hafens von Piräus, was im reicheren Norden der EU nur leichte Häme hervor rief - weitere Beispiele für vom IWF geforderte Privatisierungen von Häfen, Flughäfen, Bahn-Verkehr usw. (auch durch andere ausländische Staats-Unternehmen und -Fonds) gibt es nicht nur in Europa, sondern auch in Afrika usw. (neben westlich geförderten korrupten Despotien und Klima-Wandel ein weiterer Grund für Flüchtlings-Wellen...)

Falls die konsumistische "Abhängigkeit" von China und die energetische "Abhängigkeit" von Rußland problematisch sind (und nicht bloß die Folge der "klassischen" kapitalistischen Ökonomie á la Adam Smith und David Ricardo), wär es langsam Zeit einzusehen, daß die Lage von westlichen Betriebs-Wirtschaftlern eingefädelt wurde, und nicht von chinesischen oder russischen "Imperialisten": System-Wandel bräuchte es in erster Linie bei den alten hegemonialen Ex-(und Neo-)Kolonial-Mächten des Westens - die "Asiaten" springen ja nur auf den profitablen fehl-geleiteten Zug auf... Und wieso sollte man zweifeln, daß Chinas "Neue Seidenstraße" ein Projekt von mehr fern-östlicher Weisheit ist, als es bisher westliche Puritaner zustande gebracht haben - zumindest wenn man sich immer noch nicht von kapitalistischer "Logik" verabschieden möchte? 

Das Dollar-hegemoniale Projekt der USA ist jedenfalls aussichtsloser und bedrohlicher: man könnte sagen: "Adieu les Cons" ("Tschüß, ihr Arschlöcher"), wie ein aktueller französischer Film heißt, dem die deutsche Marketing-Abteilung den Titel "Was Dein Herz Dir Sagt" gegeben hat...
(vgl. umgekehrt "Sea of Love", 1989, Titel im Land der Dichter und Denker: "Melodie des Todes" - deutsches Marketing erinnert düster an Heines "Denk ich an Deutschland in der Nacht"...)

Donnerstag, 20. Oktober 2022

Russische Des-Information zerreißt Familien

Angeblich haben Russen in Deutschland, die der hiesigen "Information" glauben, Probleme mit ihren in Rußland gebliebenen Eltern usw., weil die "Putins Des-Information" glauben, daß es z.B. in der Ukraine "Nazis" gebe.

Streng im historischen Wortsinn gibt es natürlich in der Ukraine keine "Nazis", aber wie soll man den bekannten "Rechten Sektor" nennen, mit dem Säusel-Steinmeier 2014 auf dem Maidan "Selfies" schoß, und dessen Milizen, die sich mit SS-Runen schmücken, wie das berüchtigte "Asow-Regiment", das sang- und klanglos in die Ukro-Armee integriert wurde, oder die Ultra-Nationalisten, die russophobe Attentate und Pogrome veranstalten, wie im Gewerkschaftshaus von Odessa (2014, 42 Tote, Ukro-Regierung verweigert Untersuchung - vgl. US-Regierung zu "9/11" und deutsche Regierung zu "NSU"...), und die seit dem Putsch von 2014 reihenweise "National-Helden"-Denkmäler für den SS-Schergen Bandera errichten?

Oder wie soll man die korrupten Ukro-Oligarchen nennen, die Selenskis Kriegs-Diktatur genauso unterstützen, wie einst (abgesehen vom anglo-amerikanischen Groß-Kapital) Thyssen, Krupp, Flick und Schleyer den "GröFaZ"?

Streng historisch gesehen darf man sie ja auch genausowenig, wie Francos Mörder-Garden, "Faschisten" nennen, weil das originär nur Mussolinis post-römische "Ruten-Bündel(="Fasci")-Träger" sind: sollen wir ein neues Wort erfinden, oder sollen wir das Höllen-Kind beim Namen nennen?

Nach westlicher Des-Information wird Putin (wie der chinesische Breitmaul-Frosch Xi, der nord-koreanische Kim und der weiß-russische Patriarch) dagegen ungeniert als "Faschist", "Imperialist" und "neuer Hitler" (wie schon Saddam, Gaddafi, Maduro und Assad) gebrandmarkt, was man den "befreundeten" arabischen, aserbaidschanischen, kasachischen, indonesischen, pakistanischen, philippinischen, afrikanischen oder tonganischen (usw.) Despoten natürlich nie ins Gesicht sagen würde - ganz zu schweigen von Selenskis faschistoidem "Notstands"-Regime, das (wie Sau.-Arabien im Jemen) schließlich "westliche Werte", also "Freiheit und Demokratie" in Orwellschem "Neusprech", verteidigt...

Siehe meine alten Zitate des Liebermann-Bonmots.

Mittwoch, 19. Oktober 2022

Nach dem "europäischen" Schlager-Preis (ESC) der "Sacharow"-Preis - natürlich für die Ukraine

Komisch, daß der "Deutsche Buchpreis" auf der Frankfurter Buchmesse nicht auch an einen Ukrainer ging, sondern aus andern modischen Gründen an einen Schweizer "Trans-Gender"...
Der "Sacharow"-Preis der EU für "geistige Freiheit" bzw. "Menschenrechte" ging dafür diesmal jedenfalls an das gesamte "ukrainische Volk" für seinen angeblich einhellig beherzten Widerstand gegen die russische Intervention zur Unterstützung der russisch-stämmigen Bevölkerung, deren Kultur und Sprache die Ukro-Regierung ausmerzen will und deren Autonomie-Bestrebungen sie seit 2014 militärisch bekämpft.

Abgesehen davon, daß es komisch ist, daß die EU ihren "Preis" nach einem sowjetischen "Dissidenten" benennt und es mehr als fraglich ist, ob A. Sacharow damit einverstanden wäre (aber nach welchem "charismatischen Europäer", statt nach diesem Eurasier, hätte man den Preis auch benennen können? Vielleicht nach Machiavelli?), muß man sich bloß die vorherigen "Preis-Träger" ansehen, um den ideologischen Aspekt des "Preises" zu erkennen:
2021: A. Nawalny, rassistischer Nationalist, Gift-Anschlag-Simulator und "Putin-Gegner",
2020: pro-westliche Opposition in Weiß-Rußland,
2019: I. Tohti, uigurischer Separatist,
2018: O. Senzow, ukrainischer Regisseur, 2014-19 in russischem Gefängnis,
2017: pro-westliche Opposition in Venezuela,
usw...
Die Feinde "unserer Feinde" sind also unsere gepriesenen und bepreisten "Freunde"... Demnach kommen wahre Kämpfer für geistige Freiheit, wie Julian Assange, Chelsea Manning und Edward Snowden, oder wahre Opfer geistiger Unfreiheit, wie Mumia Abu-Jamal und Leonard Peltier, aus imperialen Gründen für einen "Preis" natürlich nicht infrage - der/die/das pseudonyme Schweizer Scherzbold, der/die/das den "Deutschen Buchpreis" gewonnen hat, hat sich auf der Bühne die Haare abrasiert: aus Solidarität mit den Frauen im "Schurken-Staat" Iran - die Frauen unseres Öl-Lieferanten und Waffenkäufers Sau.-Arabien dürfen dagegen weiter gesteinigt werden, und die Ukros dürfen weiter Jagd auf "Pro-Russen" machen, wie es "westlichen Werten" entspricht...

(P.S. 23.10.: Na also, auch den "Friedenspreis des deutschen Buchhandels" hat in der Frankfurter Paulskirche natürlich ein "guter" Ukrainer gekriegt...)