Darauf können nur "Springer"-Idioten kommen: das Merkel sei ein Volksverblender, weil es mal in der FDJ und in gottweißwasfür anderen teuflischen Organisationen war - am Ende war es vielleicht sogar solange ein "Reform-Kommunist" (was immer das sein mag: jedenfalls "Kommunist"), bis es von Kohl erlöst wurde...
Tja, schön wär´s ja, wenn das Merkel mal irgendwas gewesen wäre: in Wirklichkeit war es dasselbe farblose anpasserische Provinz-Geglibber, das es noch heute ist.
Zu dem unfreiwillig entlarvenden Interview, das "Tote-Hosen"-Sänger Campino mit ihr 1994 geführt hat ("Spiegel Spezial: Pop und Politik") ist kaum was hinzuzufügen: ein bauern-(oder pastoren-)schlaues häßliches Entchen, das sich mit dem Zeitgeist von FDJ zu Kohl und dann durch die längst fällige Kohl-Demontage durchgeschleimt hat, und sich inzwischen wie ein Haufen 70er-Jahre-"Slime" (falls jemand sich noch an diese Kotzbrocken-Erfindung erinnert) an jede Wendung des Spätkapitalismus anpaßt - genau, wie unsere andere Koryphäe, der Pastor Gauck, der die "Freiheit" immer da mit Löffeln frißt und gleich wieder ausspuckt, wo er grade am besten bezahlt wird...
Die gutbürgerlichen Rezensenten der Merkel-"Schmähung" kommen zu dem Schluß: ihren westlichen Lesern ist es scheißegal, ob das Teenie-Merkel nur gesellige Abende organisiert oder Lenin-Texte verbreitet hat, und ihren östlichen Lesern gefällt es sogar, daß das Merkel auch nicht besser war und ist, als sie selbst - nämlich anpasserisch.
Dabei wäre der Albtraum der "Springer"-Autoren gradezu beflügelnd: nach der Annexion der DDR übernehmen kritische Ossis nach und nach das Ruder, antikapitalistisch geschulte Kader, die den bürokratisch-zentralistischen "real-existierenden" Sozialismus endlich in einen menschlichen umwandeln wollen - "Reform-Kommunisten" im besten Sinn: aber die kriegen offenbar alle Haz4 und haben nix zu melden. Die emporgekommenen Wendehälse, wie das Merkel oder Gauck, haben ganz offensichtlich von nix eine Ahnung: weder von Kapitalismus, noch von Kommunismus oder sonstwas (falls das noch keinem aufgefallen ist).
Das "Reform-Kommunist", das Ossi, das Frau - schon der erste Regierungs-Frau in Europa, der Thatcher, war faschistoider, als jeder Männerbund.
"Deutschland muß sterben, damit ich leben kann!" (Slime)
Dienstag, 14. Mai 2013
Freitag, 19. April 2013
Schillernde Attentate: "Was willst Du mit dem Briefe? Sprich!" - "Och, mal sehen, Wüterich!"
Am 19.4.2013 um 20 Uhr 45 steht bei "Google News" von "Focus online - vor 12 Minuten" die Schlagzeile: "Anschlagsversuch auf Bundespräsident - verdächtiger Brief an Gauck entschärft" (darunter in Klein: "BKA gibt Entwarnung - Frankfurter Rundschau" und: "Brief enthielt keinen Sprengstoff - BZ").
Wenn man nur so aus Scheiß (endlich ist mal wieder was los!) die "Focus"-Meldung anklickt (obwohl man "Focus" besser nie im Leben anklicken, geschweigedenn lesen sollte), stehen neben dem "Anschlags"-Artikel Verweise auf andere "Focus"-Artikel: "Briefbombe abgefangen und gesprengt" und "Entwarnung: Brief an Gauck enthielt keinen Sprengstoff - vor 47 Minuten".
Aber so ein "Anschlagsversuch" ist doch zu schön, um ihn wegen schnöden Mangels an Anschlagsmaterial gleich aufzugeben: irgendwas wird schon hängenbleiben beim tumben Volk, denken sich "Google News" und "Focus online" - und aus Schau wurde der Brief, der keinen Sprengstoff enthielt, dann "von einer Spezialeinheit" (ohlálá!) "gesprengt", damit es nicht zu einfach wird: "Wie lange die Untersuchung der Überreste dauert, sei unklar, hieß es weiter", heißt es beim unsäglichen "Focus" - klar bei gesprengten Beweismitteln: siehe "11.9."...
Und wieso am 19.4.2013, einen Tag vor Hitlers Geburtstag? War die Post zu schnell, oder haben die "Attentäter" schon seit des NATO-Friedensbeauftragten Amtseinführung in gerechtem Zorn gebebt und sich erst jetzt ein Herz gefaßt?
Weit gefehlt, alles viel einfacher: natürlich weil grade beim "Boston-Marathon" Bomben explodiert sind (und genauso schnell, wie beim "11.9.", zwei junge "Tschetschenen" als "mutmaßliche" Täter präsentiert wurden und der eine davon bereits vorsorglich erschossen wurde... vgl. gesprengte Beweise), und weil noch schneller, als nach dem "11.9.", Obama und irgendein Senator daraufhin "Giftattentatsbriefe" mit irgendeinem Rhizinus-Extrakt erhalten haben sollen - da hat sich das Bundespräsidialamt eben gedacht: gute Idee, machen wir auch, macht ja nix, daß morgen Hitlers Geburtstag ist, und der "Berlin-Marathon" erst im September, geht ja auch ohne "Marathon"... Gaucks Poststelle erhält also ganz "verdächtige Briefe", z.B. übermorgen diesen von mir:
Gauck (falls dieser Brief bis zu Ihnen vordringt - sonst: Lieber Bundespräsidialamts-Post-Radiologe), da diesem Brief kein eigener Sprengstoff beiliegt, stelle ich hiermit Antrag auf Auskunft darüber, mittels welcher Substanz(-en) mein Brief gesprengt wird. Den Schadensersatz für meine Papier- und Portokosten, sowie ein angemessenes Schmerzensgeld überweisen Sie bitte auf mein unten genanntes Konto. Mit bläulichem Düsen, Ihr vergebenster...
Hieß der nicht Özal, der feiste türkische Ministerpräsident, der sich von einem bezahlten "Attentäter" vor versammeltem Parlament immerhin in echt in den kleinen Wurstfinger schießen ließ, um zu weinen: "Jetzt laßt mal die Politik beiseite - ich BLUTE und es tut ganz doll weh!" - Da war noch ein Rest von orientalischer Despoten-Ehre: mit einer "Briefbombe ohne Sprengstoff" hätte der sich nicht blamiert...
Dienstag, 12. März 2013
Die Katastrophe als "Normalität" des Untertanen
Es ist schlicht zum Kotzen, wieviele brave Untertanen in allen möglichen Netz-"Foren" (nicht nur anläßlich des aktuellen Bundes-"Armutsberichts") den zynischen "Analysen" professioneller Konformisten zustimmen: nicht nur der panisch um sich schlagende "Mittelstand", sondern auch "Proletarier" wie berufskranke Schichtarbeiter, notflexible Wochenendpendler und unterbezahlte "Harz4-Aufstocker" finden alles FDP-mäßig in Ordnung, solange es ihnen und den von ihnen "mitfinanzierten" Harz4-Faulpelzen besser geht, als Hungernden in Afrika und "Freihandels"-Sklaven in Asien und Lateinamerika...
Eben so, wie der Stammtisch-"Freiheits"-Apostel Gauck hierzulande begrapschte Frauen hysterisch findet, weil in Indien, Südafrika und im "Arabischen Frühling" Frauen schließlich gleich von ganzen Männerhorden vergewaltigt werden, und es letztlich den hier von Mönchen und anderen lihben Onkelz mißbrauchten Kindern besser geht, als kongolesischen Kindersoldaten, und der im Münchner Polizei-"Gewahrsam" gefesselten und in "vorbeugender Notwehr" verdroschenen Frau besser, als all den Muslimen und Latinos in den weltweit von US-Spezialisten eingerichteten Folterkellern (s. N. Klein: Schock-Therapie, und neuste Enthüllungen über den Irak...), und dem seit 7 Jahren zwangspsychiatrisierten G. Mollath besser, als stalinistischen GULAG-Häftlingen, und dem seit über 35 Jahren in den USA ohne Beweis inhaftierten indigenen Zivilrechtsaktivisten L. Peltier besser, als kubanischen Dissidenten...
Sie haben´s geschafft: die Mehrheit der "Wahl"-Berechtigten hält Hunger, Kriege, Sklavenhaltung, Vergewaltigung und Folter für "Naturereignisse", und nicht für menschengemacht mit eben dem Ziel, durch Drohung degenerierte Untertanen zu züchten: seid dankbar für das, was ihr kriegt, denn wir können auch anders...
Und in hunderten von Krimi-Serien wird uns bewiesen, daß wir einander nicht trauen können: in der dumpfen Masse, also auch in uns und unsern Kumpels, lauern Gewalt, Perversion, Betrug, Egoismus und Irrationalität - deshalb brauchen wir das systemische Gewaltmonopol... Guter Trick, denn diese "lauernden Gefahren" wurden erst durch institutionalisierte und militarisierte Gewalt erzeugt: erst "neuzeitliche" Counter-Insurgency, also Bauernkriegs-Massaker, Inquisition, Hexenverfolgung, der Jakobinismus und seine Folgen, wie die "Agenda 2010", haben die Menschheit an der natürlichen Solidarität zweifeln lassen (s. pm: Die Schrecken des Jahres 1000).
Seit 500 Jahren, und verstärkt seit der sogenannten "Aufklärung", haben die Untertanen (auch die katholischen) mit protestantischem Eifer einen ähnlichen Stolz auf ihre eigene Ausbeutung entwickelt, wie der Obernigger in Tarantino´s Django Unchained, der letztlich faschistischer ist, als sein durchgeknallter "Master"... (soviel zur "Entnazifizierung"...) - Was immerhin (z.B. für Pasolini: Freibeuterschriften) mal eine Art "Klassenstolz" war (wie armselig auch immer - s. T.C. Boyle: Wassermusik), ist nach dem 2. Weltkrieg vollends zusammengebrochen: der Kapitalismus hat theoretisch die Klassengesellschaft abgeschafft und durch eine lineare 0-bis-100-Skala von je nach wirtschaftlichem Erfolg lebenswertem Leben ersetzt - die "Vom-Tellerwäscher-zum-Millionär"-Theorie..
Daher das sozialdarwinistische Ameisenstaat-System, in dem sich Milliarden abstrampeln, um von bloßem Manövriermaterial zum Kapo oder zum Kriegsgewinnler, wenn nicht zur "Elite", aufzusteigen - und daher die gradezu religiöse Scheu, von diesem unheiligen System zu verlangen, daß es keinen verhungern oder an heilbaren Krankheiten verrecken läßt, geschweigedenn, daß es jeden am allgemeinen Wohlstand teilhaben läßt oder überhaupt anzweifelbar sein könnte...
Ein paar Generationen Gehirnwäsche durch Propaganda, Knapphaltung und polizeiliche oder militärische Gewalt haben offenbar genügt, die Menschen zu stupiden Ameisen zu machen, daß es den nach wie vor gefeierten faschistoiden Klassikern der puritanischen "Nationalökonomie" ein Wohlgefallen wäre.
Wie in irgendwelchen primitiven Gottkönigreichen beten die heutigen Untertanen das sie unterdrückende System an - die "Evolution" hat versagt: wie Einstein schon bei den preußischen Militärs festgestellt hat, bräuchten auch die Gläubigen der Kapitalismus-Sekte kein Hirn, Rückenmark würde reichen.
Gehorsam, Konformismus und Planerfüllung haben noch nie zu Fortschritt geführt (außer zu solchem in Ausbeutungsmethoden), und die an 2 Händen abzählbaren unabhängigen Denker der "Zivilisations"-Geschichte von Platon bis Einstein wurden allesamt geächtet oder ermordet, und die wenigen Nachfolger von Einstein werden zum Beweis der "Demokratie" multimedial zutode-relativiert...
Deshalb gibt es (außer dem technologischen, und was bringt der wirklich, außer Großbaustellen, Vergiftung und Umverteilung von unten nach oben?) im Grund keinen Fortschritt seit den sumerischen Priester-Despoten - und die werden uns folgerichtig und schamlos, samt römischen und germanischen Militärdiktatoren, immer weiter als "Wiege der Zivilisation" vorgeführt, als wären sie nicht die ersten Jakobiner und der Anfang vom Ende gewesen.
Lacht auf, Verdummte dieser Erde!
Eben so, wie der Stammtisch-"Freiheits"-Apostel Gauck hierzulande begrapschte Frauen hysterisch findet, weil in Indien, Südafrika und im "Arabischen Frühling" Frauen schließlich gleich von ganzen Männerhorden vergewaltigt werden, und es letztlich den hier von Mönchen und anderen lihben Onkelz mißbrauchten Kindern besser geht, als kongolesischen Kindersoldaten, und der im Münchner Polizei-"Gewahrsam" gefesselten und in "vorbeugender Notwehr" verdroschenen Frau besser, als all den Muslimen und Latinos in den weltweit von US-Spezialisten eingerichteten Folterkellern (s. N. Klein: Schock-Therapie, und neuste Enthüllungen über den Irak...), und dem seit 7 Jahren zwangspsychiatrisierten G. Mollath besser, als stalinistischen GULAG-Häftlingen, und dem seit über 35 Jahren in den USA ohne Beweis inhaftierten indigenen Zivilrechtsaktivisten L. Peltier besser, als kubanischen Dissidenten...
Sie haben´s geschafft: die Mehrheit der "Wahl"-Berechtigten hält Hunger, Kriege, Sklavenhaltung, Vergewaltigung und Folter für "Naturereignisse", und nicht für menschengemacht mit eben dem Ziel, durch Drohung degenerierte Untertanen zu züchten: seid dankbar für das, was ihr kriegt, denn wir können auch anders...
Und in hunderten von Krimi-Serien wird uns bewiesen, daß wir einander nicht trauen können: in der dumpfen Masse, also auch in uns und unsern Kumpels, lauern Gewalt, Perversion, Betrug, Egoismus und Irrationalität - deshalb brauchen wir das systemische Gewaltmonopol... Guter Trick, denn diese "lauernden Gefahren" wurden erst durch institutionalisierte und militarisierte Gewalt erzeugt: erst "neuzeitliche" Counter-Insurgency, also Bauernkriegs-Massaker, Inquisition, Hexenverfolgung, der Jakobinismus und seine Folgen, wie die "Agenda 2010", haben die Menschheit an der natürlichen Solidarität zweifeln lassen (s. pm: Die Schrecken des Jahres 1000).
Seit 500 Jahren, und verstärkt seit der sogenannten "Aufklärung", haben die Untertanen (auch die katholischen) mit protestantischem Eifer einen ähnlichen Stolz auf ihre eigene Ausbeutung entwickelt, wie der Obernigger in Tarantino´s Django Unchained, der letztlich faschistischer ist, als sein durchgeknallter "Master"... (soviel zur "Entnazifizierung"...) - Was immerhin (z.B. für Pasolini: Freibeuterschriften) mal eine Art "Klassenstolz" war (wie armselig auch immer - s. T.C. Boyle: Wassermusik), ist nach dem 2. Weltkrieg vollends zusammengebrochen: der Kapitalismus hat theoretisch die Klassengesellschaft abgeschafft und durch eine lineare 0-bis-100-Skala von je nach wirtschaftlichem Erfolg lebenswertem Leben ersetzt - die "Vom-Tellerwäscher-zum-Millionär"-Theorie..
Daher das sozialdarwinistische Ameisenstaat-System, in dem sich Milliarden abstrampeln, um von bloßem Manövriermaterial zum Kapo oder zum Kriegsgewinnler, wenn nicht zur "Elite", aufzusteigen - und daher die gradezu religiöse Scheu, von diesem unheiligen System zu verlangen, daß es keinen verhungern oder an heilbaren Krankheiten verrecken läßt, geschweigedenn, daß es jeden am allgemeinen Wohlstand teilhaben läßt oder überhaupt anzweifelbar sein könnte...
Ein paar Generationen Gehirnwäsche durch Propaganda, Knapphaltung und polizeiliche oder militärische Gewalt haben offenbar genügt, die Menschen zu stupiden Ameisen zu machen, daß es den nach wie vor gefeierten faschistoiden Klassikern der puritanischen "Nationalökonomie" ein Wohlgefallen wäre.
Wie in irgendwelchen primitiven Gottkönigreichen beten die heutigen Untertanen das sie unterdrückende System an - die "Evolution" hat versagt: wie Einstein schon bei den preußischen Militärs festgestellt hat, bräuchten auch die Gläubigen der Kapitalismus-Sekte kein Hirn, Rückenmark würde reichen.
Gehorsam, Konformismus und Planerfüllung haben noch nie zu Fortschritt geführt (außer zu solchem in Ausbeutungsmethoden), und die an 2 Händen abzählbaren unabhängigen Denker der "Zivilisations"-Geschichte von Platon bis Einstein wurden allesamt geächtet oder ermordet, und die wenigen Nachfolger von Einstein werden zum Beweis der "Demokratie" multimedial zutode-relativiert...
Deshalb gibt es (außer dem technologischen, und was bringt der wirklich, außer Großbaustellen, Vergiftung und Umverteilung von unten nach oben?) im Grund keinen Fortschritt seit den sumerischen Priester-Despoten - und die werden uns folgerichtig und schamlos, samt römischen und germanischen Militärdiktatoren, immer weiter als "Wiege der Zivilisation" vorgeführt, als wären sie nicht die ersten Jakobiner und der Anfang vom Ende gewesen.
Lacht auf, Verdummte dieser Erde!
Mittwoch, 6. März 2013
Pseudo-"Deckel" für Manager-"Vergütungen" - Ein Geistesarmutsbericht
Na sowas: nach nicht mal fünf Jahren systemkonformen Grübelns über die "Finanzkrise" und den "Sozialneid" der dumpfen Massen meint plötzlich die gesamte gutbürgerliche Presse (außer paar Wirtschafts-Lobby-Blättern), daß irrwitzige Einkommen für die Verantwortlichen und Gewinnler der "Krise" eigentlich doch nicht besonders einsehbar seien...
Dabei haben die braven Schweizer doch nur (aber immerhin das:) volksabgestimmt , daß der wilde "Bonus"-Markt für besonders perfide Abzocker eingedämmt werden soll - damit ihre Millionen-verwöhnten "Superstars" jetzt nicht "nach London oder Hongkong abwandern", sondern weiter zuhause keine Steuern zahlen, müssen also die Banken und Konzerne bloß, wie jeder Fußballverein, auf eigenes Risiko höhere Grund-"Honorare" zahlen.
Und die "Superstars", auf die "wir" nicht verzichten-können dürfen, sind nach Ansicht der Lobby-Blätter besonders gnadenlos begnadete Spekulanten, die selbst aus "Krise" und Pleiten noch "Shareholder"-Gewinn gemacht haben, also Finanz-"Genies", die "oft sogar mehrere Sprachen sprechen": da fällt einem doch gleich der indo-englische Oberverbrecher der "Deutschen Bank" ein, der nicht mal Deutsch kann und dank dessen "Genie" die "Deutsche Bank" mehrere Ermittlungsverfahren am Hals hat (auch dank dessen Bilderbuch-Vorgänger, der sich als Multimillionär rechtzeitig und mit kohlmäßigen "Erinnerungslücken" aus der Affäre verabschiedet hat).
Wahres "Genie" in diesen Kreisen heißt Spekulieren auf Teufel komm raus und die Folgen erfolgreich leugnen: "Haben Sie Hungersnöte herbeispekuliert?"-"Jain."
Eine Cosa Nostra als "Elite" und gesellschaftliches "Leitbild" - warum nicht, funktioniert doch: "Auch als Laie 6000 €/Monat durch Devisen-Handel!" oder: "9% mit Palmöl!" ("Google"-Anzeigen)
Die "Linke" gilt schon als "unrealistisch radikal", wenn sie schlaff fordert, Manager-Einkommen dürften "nur" das 20-fache (statt wie heute das 50- oder 100-fache) der durchschnittlichen Tarifeinkommen betragen - ja, leck mich: welcher nadelstreifige Kaviarfresser ist denn auch nur doppelt soviel wie Renate Mustermann "wert"? Die nächste Revolution wird human sein, weil er nicht mal eine Kugel wert ist!
Gleichzeitig steht im staatlichen "Armutsbericht", bloß weil das reichste Zehntel der Deutschen 53% und die ärmste Hälfte zusammen 1% der gesamten Vermögenswerte besitzt, könne noch lange NICHT von einer "ungleichen Verteilung der Vermögen" die Rede sein. Und wenn Stundenlöhne bis hinunter zu 3,50 € bezahlt werden (weil ein gesetzlicher Mindestlohn "die gesamte Wirtschaft ruinieren" würde) und Rentner in Abfalleimern nach Pfandflaschen suchen, könne NICHT gleich von "Armutsgefährdung" oder "Altersarmutsrisiko" geredet werden...
Solches orwellsche Neusprech ist ein Geistesarmutsbericht über die herrschenden Zyniker, die sich auch nicht entblöden, dem verstorbenen Hugo Chavez hämisch "nachzurufen", er habe trotz seiner "populistischen Geldgeschenke an die Armen" in Venezuela die "Armut nicht beseitigt", sondern auch noch, trotz der in einer Volksabstimmung angenommenen Verfassung mit all ihren plebiszitären Elementen, "die Demokratie ausgehöhlt" - gemeint ist wohl die "Demokratie" des reichsten Zehntels im Sinne eines Gauck oder Obama... Noch bevor Chavez begraben ist, hoffen sie schon öffentlich und unverhohlen, daß die internationale Finanzmafia die verstaatlichten venzolanischen Konzerne wieder an sich reißen kann...
Wie Pier P. Pasolini (1975) "muß man sich fragen, was empörender ist: die provozierende Hartnäckigkeit, mit der die Machthaber ihre Macht festhalten - oder die apokalyptische Passivität, mit der die Leute ihre physische Präsenz hinnehmen (`...wenn sich die Herrschenden einmal über alle Schranken hinweggesetzt haben, dann läßt sich an ihrer Herrschaft nichts mehr verändern...´)."
WECK MIT DEM
SCHEISS-SYSTEM !
Dabei haben die braven Schweizer doch nur (aber immerhin das:) volksabgestimmt , daß der wilde "Bonus"-Markt für besonders perfide Abzocker eingedämmt werden soll - damit ihre Millionen-verwöhnten "Superstars" jetzt nicht "nach London oder Hongkong abwandern", sondern weiter zuhause keine Steuern zahlen, müssen also die Banken und Konzerne bloß, wie jeder Fußballverein, auf eigenes Risiko höhere Grund-"Honorare" zahlen.
Und die "Superstars", auf die "wir" nicht verzichten-können dürfen, sind nach Ansicht der Lobby-Blätter besonders gnadenlos begnadete Spekulanten, die selbst aus "Krise" und Pleiten noch "Shareholder"-Gewinn gemacht haben, also Finanz-"Genies", die "oft sogar mehrere Sprachen sprechen": da fällt einem doch gleich der indo-englische Oberverbrecher der "Deutschen Bank" ein, der nicht mal Deutsch kann und dank dessen "Genie" die "Deutsche Bank" mehrere Ermittlungsverfahren am Hals hat (auch dank dessen Bilderbuch-Vorgänger, der sich als Multimillionär rechtzeitig und mit kohlmäßigen "Erinnerungslücken" aus der Affäre verabschiedet hat).
Wahres "Genie" in diesen Kreisen heißt Spekulieren auf Teufel komm raus und die Folgen erfolgreich leugnen: "Haben Sie Hungersnöte herbeispekuliert?"-"Jain."
Eine Cosa Nostra als "Elite" und gesellschaftliches "Leitbild" - warum nicht, funktioniert doch: "Auch als Laie 6000 €/Monat durch Devisen-Handel!" oder: "9% mit Palmöl!" ("Google"-Anzeigen)
Die "Linke" gilt schon als "unrealistisch radikal", wenn sie schlaff fordert, Manager-Einkommen dürften "nur" das 20-fache (statt wie heute das 50- oder 100-fache) der durchschnittlichen Tarifeinkommen betragen - ja, leck mich: welcher nadelstreifige Kaviarfresser ist denn auch nur doppelt soviel wie Renate Mustermann "wert"? Die nächste Revolution wird human sein, weil er nicht mal eine Kugel wert ist!
Gleichzeitig steht im staatlichen "Armutsbericht", bloß weil das reichste Zehntel der Deutschen 53% und die ärmste Hälfte zusammen 1% der gesamten Vermögenswerte besitzt, könne noch lange NICHT von einer "ungleichen Verteilung der Vermögen" die Rede sein. Und wenn Stundenlöhne bis hinunter zu 3,50 € bezahlt werden (weil ein gesetzlicher Mindestlohn "die gesamte Wirtschaft ruinieren" würde) und Rentner in Abfalleimern nach Pfandflaschen suchen, könne NICHT gleich von "Armutsgefährdung" oder "Altersarmutsrisiko" geredet werden...
Solches orwellsche Neusprech ist ein Geistesarmutsbericht über die herrschenden Zyniker, die sich auch nicht entblöden, dem verstorbenen Hugo Chavez hämisch "nachzurufen", er habe trotz seiner "populistischen Geldgeschenke an die Armen" in Venezuela die "Armut nicht beseitigt", sondern auch noch, trotz der in einer Volksabstimmung angenommenen Verfassung mit all ihren plebiszitären Elementen, "die Demokratie ausgehöhlt" - gemeint ist wohl die "Demokratie" des reichsten Zehntels im Sinne eines Gauck oder Obama... Noch bevor Chavez begraben ist, hoffen sie schon öffentlich und unverhohlen, daß die internationale Finanzmafia die verstaatlichten venzolanischen Konzerne wieder an sich reißen kann...
Wie Pier P. Pasolini (1975) "muß man sich fragen, was empörender ist: die provozierende Hartnäckigkeit, mit der die Machthaber ihre Macht festhalten - oder die apokalyptische Passivität, mit der die Leute ihre physische Präsenz hinnehmen (`...wenn sich die Herrschenden einmal über alle Schranken hinweggesetzt haben, dann läßt sich an ihrer Herrschaft nichts mehr verändern...´)."
WECK MIT DEM
SCHEISS-SYSTEM !
Freitag, 1. März 2013
Land, wo die Kanonen blüh´n
Ist es nötig, dauernd daran zu erinnern? Wenn Wahlen was ändern würden, wären sie verboten... (siehe Obama, siehe deutsche Block-Parteien, siehe Frankreich, England, Spanien usw.usw.)
Italien hat wie immer gewählt, und wie in allen Ländern mit "repräsentativer Demokratie" fragt man sich: was geht bloß im Kopf der Menschen vor? Jedenfalls im Kopf der fast schon Minderheit, die noch ihre Stimme abgibt, statt sie zu erheben...
Die Neoliberalen und ihre hirnlosen Jünger jammern natürlich, daß der IWF- und EZB-Beauftragte durchgefallen ist, und die pseudo-linke und rechte Bourgeoisie rauft sich die Haare, weil das schrödel-merkersche Mittelmaß sich nicht durchgesetzt hat - einer von den deutschen ex-sozialdemokratischen Steinsowiesos faßt zur allgemeinen Gaudi alles jenseits dessen als "Clownerie" zusammen: sowohl den korrupten und kriminellen Kinderporno-Milliardär mit seinem Faschistenbündnis, als auch den freibeuterischen Wutbürger... So sind sie, die Ex-Sozialdemokraten.
Die Drecksarbeit überlassen sie ihrer ex-sozialdemokratischen Presse: ein gewisser Reinbold (nomen est omen) fordert auf "Spiegel-online" für Italien "die Beteiligung aller starken Kräfte, auch Berlusconis... Eine Koalition der Vernünftigen, alle außer Grillo..." - Ja, wer hat dem denn ins Gehirn geschissen bzw. bezahlt ihn? Natürlich kann man streiten, ob es außer Grillo in Italien noch "Vernünftige" gibt, oder nicht, aber ein gelifteter Play-Greis mit laufenden Verfahren wegen Bestechung, Steuerhinterziehung, Mißbrauch Minderjähriger usw. gehört definitiv NICHT dazu - es sei denn, man betrachtet solche Kavaliers-Delikte gut ex-sozialdemokratisch bloß als "Clownerie": das ist schließlich nicht nur in den "Ehrenwerten Gesellschaften" des italienischen Mafia-Staates üblich, sondern auch in Deutschland: Lambsdorf, Kohl, Schäuble, Hartz*, Siemens, Deutsche Bank und hunderte andere...
Italien kann einem überhaupt nur leid tun: da ist alles so dämlich klar - Mafia, P2, Korruption, Gladio, Geheimdienste, Faschisten... Armer Kram! "Komiker" eben, alle außer Grillo...
* bei P. Hartz (die 2 Jahre Knast wegen Veruntreuung einiger Millionen € und Bestechung natürlich zur Bewährung ausgesetzt) fallen mir die psychiatrisierten (weil "pathologisch" ethisch motivierten) und zwangspensionierten hessischen Steuerfahnder, oder der seit 7 Jahren (wegen "paranoiden" Drangs, über Geldwäsche zu informieren) in eine geschlossene Anstalt gesperrte G. Mollath ein - ist es im "undemokratischen" Kuba eigentlich noch schlimmer? - Wohl kaum, wenn man mal den U.S.-Stützpunkt Guantanamo ausnimmt...
Italien hat wie immer gewählt, und wie in allen Ländern mit "repräsentativer Demokratie" fragt man sich: was geht bloß im Kopf der Menschen vor? Jedenfalls im Kopf der fast schon Minderheit, die noch ihre Stimme abgibt, statt sie zu erheben...
Die Neoliberalen und ihre hirnlosen Jünger jammern natürlich, daß der IWF- und EZB-Beauftragte durchgefallen ist, und die pseudo-linke und rechte Bourgeoisie rauft sich die Haare, weil das schrödel-merkersche Mittelmaß sich nicht durchgesetzt hat - einer von den deutschen ex-sozialdemokratischen Steinsowiesos faßt zur allgemeinen Gaudi alles jenseits dessen als "Clownerie" zusammen: sowohl den korrupten und kriminellen Kinderporno-Milliardär mit seinem Faschistenbündnis, als auch den freibeuterischen Wutbürger... So sind sie, die Ex-Sozialdemokraten.
Die Drecksarbeit überlassen sie ihrer ex-sozialdemokratischen Presse: ein gewisser Reinbold (nomen est omen) fordert auf "Spiegel-online" für Italien "die Beteiligung aller starken Kräfte, auch Berlusconis... Eine Koalition der Vernünftigen, alle außer Grillo..." - Ja, wer hat dem denn ins Gehirn geschissen bzw. bezahlt ihn? Natürlich kann man streiten, ob es außer Grillo in Italien noch "Vernünftige" gibt, oder nicht, aber ein gelifteter Play-Greis mit laufenden Verfahren wegen Bestechung, Steuerhinterziehung, Mißbrauch Minderjähriger usw. gehört definitiv NICHT dazu - es sei denn, man betrachtet solche Kavaliers-Delikte gut ex-sozialdemokratisch bloß als "Clownerie": das ist schließlich nicht nur in den "Ehrenwerten Gesellschaften" des italienischen Mafia-Staates üblich, sondern auch in Deutschland: Lambsdorf, Kohl, Schäuble, Hartz*, Siemens, Deutsche Bank und hunderte andere...
Italien kann einem überhaupt nur leid tun: da ist alles so dämlich klar - Mafia, P2, Korruption, Gladio, Geheimdienste, Faschisten... Armer Kram! "Komiker" eben, alle außer Grillo...
* bei P. Hartz (die 2 Jahre Knast wegen Veruntreuung einiger Millionen € und Bestechung natürlich zur Bewährung ausgesetzt) fallen mir die psychiatrisierten (weil "pathologisch" ethisch motivierten) und zwangspensionierten hessischen Steuerfahnder, oder der seit 7 Jahren (wegen "paranoiden" Drangs, über Geldwäsche zu informieren) in eine geschlossene Anstalt gesperrte G. Mollath ein - ist es im "undemokratischen" Kuba eigentlich noch schlimmer? - Wohl kaum, wenn man mal den U.S.-Stützpunkt Guantanamo ausnimmt...
Montag, 21. Januar 2013
Würde die Wahl in Niedersachsen was ändern, wäre sie verboten gewesen
Die Hauptnachricht steht nur im Kleingedruckten: die Wahlbeteiligung lag unter 60% - wie schon letztes Mal. Damit nähern wir uns weiter dem Niveau unserer geliebten Führer- und Vorzeige-"Demokratie" in den U.S.A. an.
Über 40% der Wahlberechtigten glauben also, daß Wahlen nichts ändern, weil sie nicht verboten sind, oder, wie Walter Ulbricht es auszudrücken beliebte: "Wahlen sind Unfug!" Die Räte-Demokratie der DDR war zwar auch nur eine schöne Verfassungstheorie, aber immerhin eine schönere Theorie, als die westlich-kapitalistische, in der im Prinzip jeweils zwei rivalisierende Luxusjobjäger-Trupps mittels rhetorischen Ritualen vorgeblich ideologisch konkurrieren. Dazu gibt´s, je nach Land, noch paar schrille Spinner, wie die "Tea Party", die "Front Nationale", die "Wahren Finnen" oder die "FDP".
Wie belanglos diese rituelle Rhetorik für echte lokale, regionale, praktische und grundsätzliche Fragen ist, zeigt die sofort nach den ersten "spannenden" Hochrechnungen losgetretene Tratscherei über die "Folgen" des Wahlergebnisses für die Seilschaften der obersten Parteikader: was sich in Niedersachsen ändert oder nicht, interessiert keine Sau - und zu recht, wie man spätestens seit der Ablösung von Matsch-Birne Kohl durch Ex-Juso Schröder weiß (und, ganz zu schweigen von Blair und Obama, eigentlich schon seit der Mitterand-"Revolution"... oder überhaupt seit der Französischen Revolution...).
Die "demokratische Informations"-Maschine rätselt, ob McAllister´s Tränen und des Merkels Hängebacken-Lächeln "echt" waren, genau wie die gelbe Presse den Gefühlswallungen von Prinzessinnen und Grafen hinterhervermutet, als hätte es nicht mal eine bürgerliche Französische Revolution gegeben, und eine "Nachricht" wert ist die belanglose Bemerkung der Politamöbe Günter Jauch zu den Wahlen - also, dann doch lieber Kuba!
Am bezeichnendsten ist, daß die bourgeoise Journaille im schlappen Wahlergebnis der "Linken" eine "Chance" sieht, daß die sich endlich auch ein "Godesberger Programm" geben, und sich damit (wie es schon die "Grünen" und zumindest die berliner "Linken" der "SPD" nachgemacht haben) der "unumkehrbaren Realität" stellen, also "Realos" und "koalitionsfähig" werden und jede Hoffnung auf bessere Verhältnisse sausen lassen - Zwischenrufe von rechts sind schließlich seit 80 Jahren gesellschaftsfähiger, als solche von links, ganz zu schweigen von Ebert und Noske...
Die DDR ist da subtiler vorgegangen, wie der wendehalsige nordatlantische "Freiheits"-Apostel Gauck und sein Gott von Berlichingen wissen.
"Egalité" heißt nun mal nicht: "Na gut, ist ja auch egal..."
Über 40% der Wahlberechtigten glauben also, daß Wahlen nichts ändern, weil sie nicht verboten sind, oder, wie Walter Ulbricht es auszudrücken beliebte: "Wahlen sind Unfug!" Die Räte-Demokratie der DDR war zwar auch nur eine schöne Verfassungstheorie, aber immerhin eine schönere Theorie, als die westlich-kapitalistische, in der im Prinzip jeweils zwei rivalisierende Luxusjobjäger-Trupps mittels rhetorischen Ritualen vorgeblich ideologisch konkurrieren. Dazu gibt´s, je nach Land, noch paar schrille Spinner, wie die "Tea Party", die "Front Nationale", die "Wahren Finnen" oder die "FDP".
Wie belanglos diese rituelle Rhetorik für echte lokale, regionale, praktische und grundsätzliche Fragen ist, zeigt die sofort nach den ersten "spannenden" Hochrechnungen losgetretene Tratscherei über die "Folgen" des Wahlergebnisses für die Seilschaften der obersten Parteikader: was sich in Niedersachsen ändert oder nicht, interessiert keine Sau - und zu recht, wie man spätestens seit der Ablösung von Matsch-Birne Kohl durch Ex-Juso Schröder weiß (und, ganz zu schweigen von Blair und Obama, eigentlich schon seit der Mitterand-"Revolution"... oder überhaupt seit der Französischen Revolution...).
Die "demokratische Informations"-Maschine rätselt, ob McAllister´s Tränen und des Merkels Hängebacken-Lächeln "echt" waren, genau wie die gelbe Presse den Gefühlswallungen von Prinzessinnen und Grafen hinterhervermutet, als hätte es nicht mal eine bürgerliche Französische Revolution gegeben, und eine "Nachricht" wert ist die belanglose Bemerkung der Politamöbe Günter Jauch zu den Wahlen - also, dann doch lieber Kuba!
Am bezeichnendsten ist, daß die bourgeoise Journaille im schlappen Wahlergebnis der "Linken" eine "Chance" sieht, daß die sich endlich auch ein "Godesberger Programm" geben, und sich damit (wie es schon die "Grünen" und zumindest die berliner "Linken" der "SPD" nachgemacht haben) der "unumkehrbaren Realität" stellen, also "Realos" und "koalitionsfähig" werden und jede Hoffnung auf bessere Verhältnisse sausen lassen - Zwischenrufe von rechts sind schließlich seit 80 Jahren gesellschaftsfähiger, als solche von links, ganz zu schweigen von Ebert und Noske...
Die DDR ist da subtiler vorgegangen, wie der wendehalsige nordatlantische "Freiheits"-Apostel Gauck und sein Gott von Berlichingen wissen.
"Egalité" heißt nun mal nicht: "Na gut, ist ja auch egal..."
Donnerstag, 27. Dezember 2012
Die Wissenschaft hat festgestellt, festgestellt, festgestellt...
Leibniz kann sich bestenfalls noch im Grab umdrehen, weil er posthum zum Namenspatron eines "Exzellenz- Clusters" aus zig "hochkarätigen" natur-, kultur-, gesellschafts- und witrtschaftswissenschaftlichen Instituten wurde. Diese "Leibniz-Gemeinschaft" gibt ein "Journal" heraus, das die (jedenfalls im "Exzellenz"-Bereich immer noch) wohldotierte "Wissenschaft" unwillentlich der ihr gebührenden Lächerlich preisgibt, daß es Nietzsche ("Fröhliche Wissenschaft") und Feyerabend ("Wissenschaft als Kunst") ein "innerer Reichsparteitag" wäre, um aus dem aktuellen Schwerpunkt des Journals (3/2012, aus dem auch die folgenden Zitate stammen) zu zitieren.
Das politisch brisante Thema ist allerdings reiner Zufall: die aktuelle Ausgabe zum kommenden 80. Jahrestag der Machterteilung ist genauso positivistisch und "korrekt" (wenn man von Stil und Ausdruck absieht), wie Ausgaben zu anderen Themen, also genauso exemplarisch für die "Wissenschafts"-Kultur, die nach dem Motto "Harvard-Forscher (drunter geht´s nicht so gut) haben herausgefunden, daß Rothaarige sich seltener beim Gemüseschnippeln verletzen" täglich unter "Vermischtes" in der Zeitung auftaucht:
Mit der Untersuchung "Trainierbarkeit der Fahrkompetenz älterer Kraftfahrer im Realverkehr: eine kontrollgruppenbasierte Evaluationsstudie" hat ein Team um Dr. Sebastian Poschadel vom Leibniz- Institut für Arbeitsforschung (...) den ersten Platz des Verkehrssicherheitspreises des Bundesverkehrsministers gewonnen. Die Forscher zeigten, daß die Fahrkompetenz von über 70-jährigen Autofahrern durch ein Fahrtraining längerfristig erhöht werden kann.
Außer der Loriot-mäßig formulierten Erkenntnis, daß (wie bereits seit Pawlow´s sabbernden Hunden vage vermutet) Konditionierung tatsächlich konditioniert, ist daran immerhin interessant, daß es offenbar neben dem taylorisierbaren "Realverkehr" auch einen irrealen zu geben scheint - möglicherweise sogar einen gradezu menschlichen, der Rücksicht auf die Fähigkeiten der Teilnehmer, statt auf die Fähigkeiten der benutzten Maschinen verlangt? Aber das war ja nicht Thema der "Untersuchung".
Wie auch immer, "Wissenschaft" dient seit dem Aussterben der idealistischen Universal-Gelehrten, wie Leibniz, Gauß oder Friedell, in erster Linie dem Abgreifen von staatlich und/oder privatwirtschaftlich "ausgelobten", also an den Anbiederndsten versteigerten "Preisgeldern" und "Fördergeldern":
1,3 Millonen € hat Prof. Eugénia da Conceicáo-Heldt bewilligt bekommen. Den Projektantrag "Delegation of Power to International Organizations and the Institutional Empowerment over Time" hat die Politikwissenschaftlerin während ihres Forschungsaufenthalts am (...) WZB (...) von April 2011 bis Februar 2012 entwickelt.
Halleluja, nach 10 Monaten stipendierten Nachdenkens ist also eine förderwürdige Frage, was auch immer sie bedeuten mag, entstanden, die die Unterhaltskosten des überbezahlten Elfenbeinturms wieder für eine Weile sichert.
Die "Forschungsziele" der jahrzehntelang theoretisch ausgebildeten Ge-lehrten, also der voneinander abschreibenden promovierten und habilitierten "Wissenschaftler", sind längst so "politisch korrekt" und damit schwammig, daß sie den postcartesianisch-nietzscheanischen Zweifel an der "Rationalität" ("Die Logik ist geknüpft an die Bedingung: gesetzt, es gibt identische Fälle. (...) Das heißt, der Wille zur logischen Wahrheit kann sich erst vollziehen, nachdem eine grundsätzliche Fälschung alles Geschehenen angenommen ist.") längst mit einem Schulterzucken einbeziehen:
In einer Studie fanden (Forscher des Leibniz-Instituts für Regionalentwicklung und Strukturplanung) heraus, daß die Rostocker und Lübecker trotz räumlicher Nähe zu einer gänzlich verschiedenen Einschätzung der Bedrohungslage (durch den Klimawandel) kommen. (...) Die Ursachen der differierenden Wahrnehmung sehen die Forscher des IRS in sozialen und kulturellen Unterschieden..
Eine mutige These: trotz römischem, karolingischem, napoleonischem, preußischem und britischem Imperium, trotz "deutschem Wesen" und Globalisierung gibt es, vorsichtig gesagt, möglicherweise noch (oder wieder) Anlaß zur Vermutung von Unterschieden? Leider ja, Monsieur Descartes:
Während des Zweiten Weltkriegs besetzte die Wehrmacht weite Teile Europas. Was bedeutete das für die Zivilbevölkerung? (...) Seit Mai sind rund 30 Forscher aus 15 Ländern in Europa unterwegs. (...) "Besonders wichtig ist es uns, Gemeinsamkeiten und Unterschiede aufzudecken", sagt Peter Haslinger (vom Herder- (und zugleich Leibniz-) Institut für historische Ostmitteleuropaforschung...). Am Ende des Projekts sollen die Ergebnisse in zunächst acht englischsprachigen Editionsbänden veröffentlicht werden. (...) Das Projekt soll die wissenschaftliche Debatte zu einem (...) weitgehend unerforschten Thema beleben, aber auch jenseits der Forschung Impulse setzen.
Wenn schon Rostock und Lübeck endlich wissenschaftlich bewiesenermaßen "Gemeinsamkeiten und Unterschiede" aufweisen, besteht berechtigte Hoffnung, daß hochspezialisierte Experten (vielleicht auch vom Westsüdwest- und vom Nordnordwestmitteleuropaforschungsinstitut) solche auch für Griechenland, Frankreich und Norwegen unter Nazi-Besatzung herausfinden - deshalb habe ich die acht noch zu edierenden Editionsbände (bzw. zu veröffentlichenden Veröffentlichungsbände) per Vorbestellungsformular in meiner Stadtteilbibliothek schon mal als Vorbestellung vorbestellt, um mir selbst einen Impuls zu geben.
Allerdings gibt es aus Sicht der Experten noch
... die Frage nach dem Umgang mit der Vergangenheit. Was soll erhalten bleiben, was nicht? Was ist authentisch, echt oder original - und wer trifft die Entscheidung darüber? Im Zuge der strategischen Schwerpunktbildung hat die Leibniz-Gemeinschaft (...) neun Leibniz-Forschungsverbände eingerichtet - einen davon zum Thema "Historische Authentizität". 17 Leibniz-Einrichtungen aus drei Sektionen sowie drei externe Partner kooperieren dabei. "Hauptanliegen des Forschungsverbundes (...) ist es , die Prozesse und Kräfte des Erinnerns und des Vergessens auszuloten", sagt (der) Sprecher des Forschungsvebundes.
Solches "Ausloten" (konkretere Ziele sind nicht genannt) vermeidet garantiert liberal die Aufstellung von Authentizitätskriterien und damit zumindest dogmatische "kubanische Verhältnisse" - das aber vehement und eindeutig.
Schwerer machen es sich die tapferen "Wissenschaftler", die nachweisen wollen, daß die gutgläubigen Deutschen selbst im "totalen Krieg bis zum Endsieg" sich noch eingebildet haben, daß die legendären Autobahnen der Nazis zum Flanieren mit KdF-Wagen gedacht waren, obwohl sie aus ihren "germanischen" Satteldachhäusern längst zur "Heimatfront" abkommandiert und ihre KdF- zu Kübelwagen umfunktioniert waren:
Leibniz-Institute erforschen, wie sich die Nationalsozialisten den Rückhalt der Bevölkerung sicherten - etwa in der Wohnungspolitik. (...) Somit liegt eine Erklärung für die weitreichende Akzeptanz des NS-Regimes darin, daß das politische Handeln der Nationalsozialisten auch während des Krieges noch lange auf die Belastungen des Volkes und auf die gesellschaftlichen Bedürfnisse Rücksicht nahm - aus Kalkül für ihre verbrecherischen Pläne.
Na, diese bösen netten Verbrecher: dasselbe erzählen "grün"-wählende intellektuelle Doppelverdiener ihren Vorschulkindern nach dem Ballett- oder Chinesisch-Unterricht seit Jahrzehnten zum Einschlafen,und deshalb ist es nur zu begrüßen, wenn diese Legende endlich "wissenschaftlich" untermauert wird - denn endlich kommt´s raus: So waren die gelobten Autobahnen zunächst eher für Panzer gedacht und nicht für die Menschen. Eigentlich nicht "zunächst", sondern eher "schlußendlich", aber jedenfalls: wenn das mein Opa gewußt hätte, ganz zu schweigen von meiner Oma, die die Hosen anhatte... Und wohlgemerkelt hat das alles mit heutigen Verhältnissen sowieso nichts zu tun.
Leichter machen es sich wiederum die "Sprachforscher":
Der Begriff Reichskristallnacht (...) wird langsam rehabilitiert (...), weil sich herumspricht, daß er nicht Jargon der Nazis ist, sondern der Berliner Kodderschnauze entstammt. (...) Gleichwohl nimmt der Gebrauch von Reichskristallnacht in Deutschland ab, während Reichspogromnacht zulegt - so der Befund von (Prof. Heidrun) Kämper bei einer Abfrage von COSMAS, einem am Institut für Deutsche Sprache entwickelten Recherchesystem. (...) Allerdings kommt Kämpers Untersuchung der "ZEIT" für die Jahre 1995-2011 zu einem anderen Resultat: "Hier ist Reichskristallnacht am häufigsten belegt..." Auch wer sich um historische und und moralische Korrektheit (...) bemüht, muß also nicht den Ausdruck Reichskristallnacht vermeiden.
Ein statistisches Worterkennungs- und -zählungsprogramm, das wahrscheinlich ein 15-jähriger Schülerpraktikant geschrieben hat, rehabilitiert die habilitierte Erkenntnis, daß es mal so, mal anders, aber immer politisch korrekt ist. Ein Glück! Und "Neger" entstammt ja der lateinischen Kodderschnauze, und "Kanake" der neukaledonischen...
Statistik kann aber auch Selbstzweck, also schon selbst das "wissenschaftliche Ergebnis" sein:
Welche Länder den Holocaust tatsächlich im Klassenzimmer thematisieren, welche Begrifflichkeiten dabei genutzt werden und wie genau sich die Schulen dem Thema nähern, erforschen derzeit Wissenschaftler des Georg-Eckert-Instituts für internationale Schulbuchforschung. (... Peter Carrier, der das Projekt federführend betreut,) und seine Kollegen rechnen damit, daß der Holocaust in einigen Ländern garnicht oder unter anderem Vorzeichen als in der westlichen Welt thematisiert wird, im Iran etwa (...) In den kommenden Jahren soll im Rahmen (eines anderen Forschungsprojekts) eine Online-Datenbank der weltweiten Lehrpläne erstellt werden. "Dadurch haben wir bereits den Zugang zu Daten und wichtigen Ansprechpartnern", sagt (Eckhardt) Fuchs (der stellvertretende Direktor am GEI).
Auf das Ergebnis aus dem geheimnisumwitterten Iran müssen wir die "kommenden Jahre" noch warten, aber dann können wir endlich auch gugln, wie es der Kongo, Kolumbien und Kuala Lumpur lehrplanmäßig mit dem Holocaust halten und ihnen IWF-Kredite streichen, wenn sie´s nicht wie die "westliche Welt" handhaben - falls die überhaupt das Wort "Lehrplan" kennen
Aber es gibt ja nicht nur ein "Institut für Schulbuchforschung" und die "Telefondesinfizierer" aus "Per Anhalter durch die Galaxis", sondern auch ein Institut für "Comicforschung", das Tim, Struppi & Co. endlich methodisch fundiert untersucht:
Es verwundert (...) nicht, daß sich Wissenschaftler in Belgien mit dem Comic als Forschungsgegenstand näher befassen und zu diesem Zweck die Forschergruppe ACME gegründet haben. (...) Auch wenn sich einige Darstellungen als wissenschaftlich unmöglich erweisen: Comics erzählen Geschichten, die oft in der realen Welt verankert sind, und können somit durchaus zur Wissensvermittlung beitragen.
Diese Binsenweisheit teilt die Leiterin des Brüssel-Büros der Leibniz-Gemeinschaft zur Dokumentation ihrer Existenz- und Gehaltsberechtigung mit, aber zumindest ein Zeilenhonorar als Praktikantin hätte sie schon verdient: Comics sind ja nun wirklich ab und zu als Parabel auf Witzfiguren, wie Betriebs- und Volkswirte, Juristen und Politiker zu lesen, die trotz wissenschaftlich unmöglicher Vorgaben vorgeblich "oft"in der realen Welt verankert" sind und mit ihren "Darstellungen" trotzdem durchkommen, wie uns hunderte von Kabarettisten ständig klarzumachen versuchen: die "Aufklärung" hat es geschafft, daß Kabarettisten die eigentlichen Experten und Wissenschaftler sind.
Wer glaubt, daß die "objektiven" Naturwissenschaften davor gefeit sind, wird schnell eines Besseren belehrt:
Wissenschaftler des Heinrich-Pette-Instituts (...) forschen an den extrem wandlungsfähigen Influenza-Viren. (...) Warum die Grippewelle Deutschland immer in den Herbst- und Wintermonaten erreicht, ist nicht endgültig geklärt. "Das ist die erste und eine der wichtigsten Studien, die klar nachweist, daß das Wetter die Verbreitung von Influenzaviren beeinflußt", sagt (Gülsah) Gabriel (vom HPI...) "Wir wollen die Grippe besser verstehen, um sie bekämpfen zu können."
Die bisher "nicht endgültig geklärte" düster-mittelalterliche Kräuterhexen-Weisheit, daß sich mit den Jahreszeiten erfahrungsgemäß auch das Wetter ändert, könnte also bald als erwiesen gelten, und statt der gedankenlos antiseptischen Anwendung von Kamille und Knoblauch kommt endlich die spätkapitalistische Praxis des Alles-Verstehens zum Tragen: die postmoderne "Wissenschaft" kehrt schleichend zu einem prädarwinistischen Fundamentalismus und Animismus zurück, wenn sie Moleküle "verstehen" will und sie in Abwandlung der "Lohn-Preis-Spirale" zu resistenten Varianten züchtet, um "prophylaktisch" die profitablen Gegenmittel zu fiktiven Bedrohungen entwickeln zu können - das ist ungefähr so sinnvoll, wie die Pseudo-Konkurrenz von "Saturn" und "Media-Markt", die die Schnäppchen-Kultur der ganzen Nation beherrscht, obwohl sie von ein- und demselben Konzern in Szene gesetzt wird und jeder das weiß...
- Die Wissenschaft hat festgestellt, festgestellt, festgestellt (Refrain) / daß Marmelade Fett enthält, Fett enthält, Fett enthält / Darum essen wir auf jeder Reise / Marmelade eimerweise.
Das politisch brisante Thema ist allerdings reiner Zufall: die aktuelle Ausgabe zum kommenden 80. Jahrestag der Machterteilung ist genauso positivistisch und "korrekt" (wenn man von Stil und Ausdruck absieht), wie Ausgaben zu anderen Themen, also genauso exemplarisch für die "Wissenschafts"-Kultur, die nach dem Motto "Harvard-Forscher (drunter geht´s nicht so gut) haben herausgefunden, daß Rothaarige sich seltener beim Gemüseschnippeln verletzen" täglich unter "Vermischtes" in der Zeitung auftaucht:
Mit der Untersuchung "Trainierbarkeit der Fahrkompetenz älterer Kraftfahrer im Realverkehr: eine kontrollgruppenbasierte Evaluationsstudie" hat ein Team um Dr. Sebastian Poschadel vom Leibniz- Institut für Arbeitsforschung (...) den ersten Platz des Verkehrssicherheitspreises des Bundesverkehrsministers gewonnen. Die Forscher zeigten, daß die Fahrkompetenz von über 70-jährigen Autofahrern durch ein Fahrtraining längerfristig erhöht werden kann.
Außer der Loriot-mäßig formulierten Erkenntnis, daß (wie bereits seit Pawlow´s sabbernden Hunden vage vermutet) Konditionierung tatsächlich konditioniert, ist daran immerhin interessant, daß es offenbar neben dem taylorisierbaren "Realverkehr" auch einen irrealen zu geben scheint - möglicherweise sogar einen gradezu menschlichen, der Rücksicht auf die Fähigkeiten der Teilnehmer, statt auf die Fähigkeiten der benutzten Maschinen verlangt? Aber das war ja nicht Thema der "Untersuchung".
Wie auch immer, "Wissenschaft" dient seit dem Aussterben der idealistischen Universal-Gelehrten, wie Leibniz, Gauß oder Friedell, in erster Linie dem Abgreifen von staatlich und/oder privatwirtschaftlich "ausgelobten", also an den Anbiederndsten versteigerten "Preisgeldern" und "Fördergeldern":
1,3 Millonen € hat Prof. Eugénia da Conceicáo-Heldt bewilligt bekommen. Den Projektantrag "Delegation of Power to International Organizations and the Institutional Empowerment over Time" hat die Politikwissenschaftlerin während ihres Forschungsaufenthalts am (...) WZB (...) von April 2011 bis Februar 2012 entwickelt.
Halleluja, nach 10 Monaten stipendierten Nachdenkens ist also eine förderwürdige Frage, was auch immer sie bedeuten mag, entstanden, die die Unterhaltskosten des überbezahlten Elfenbeinturms wieder für eine Weile sichert.
Die "Forschungsziele" der jahrzehntelang theoretisch ausgebildeten Ge-lehrten, also der voneinander abschreibenden promovierten und habilitierten "Wissenschaftler", sind längst so "politisch korrekt" und damit schwammig, daß sie den postcartesianisch-nietzscheanischen Zweifel an der "Rationalität" ("Die Logik ist geknüpft an die Bedingung: gesetzt, es gibt identische Fälle. (...) Das heißt, der Wille zur logischen Wahrheit kann sich erst vollziehen, nachdem eine grundsätzliche Fälschung alles Geschehenen angenommen ist.") längst mit einem Schulterzucken einbeziehen:
In einer Studie fanden (Forscher des Leibniz-Instituts für Regionalentwicklung und Strukturplanung) heraus, daß die Rostocker und Lübecker trotz räumlicher Nähe zu einer gänzlich verschiedenen Einschätzung der Bedrohungslage (durch den Klimawandel) kommen. (...) Die Ursachen der differierenden Wahrnehmung sehen die Forscher des IRS in sozialen und kulturellen Unterschieden..
Eine mutige These: trotz römischem, karolingischem, napoleonischem, preußischem und britischem Imperium, trotz "deutschem Wesen" und Globalisierung gibt es, vorsichtig gesagt, möglicherweise noch (oder wieder) Anlaß zur Vermutung von Unterschieden? Leider ja, Monsieur Descartes:
Während des Zweiten Weltkriegs besetzte die Wehrmacht weite Teile Europas. Was bedeutete das für die Zivilbevölkerung? (...) Seit Mai sind rund 30 Forscher aus 15 Ländern in Europa unterwegs. (...) "Besonders wichtig ist es uns, Gemeinsamkeiten und Unterschiede aufzudecken", sagt Peter Haslinger (vom Herder- (und zugleich Leibniz-) Institut für historische Ostmitteleuropaforschung...). Am Ende des Projekts sollen die Ergebnisse in zunächst acht englischsprachigen Editionsbänden veröffentlicht werden. (...) Das Projekt soll die wissenschaftliche Debatte zu einem (...) weitgehend unerforschten Thema beleben, aber auch jenseits der Forschung Impulse setzen.
Wenn schon Rostock und Lübeck endlich wissenschaftlich bewiesenermaßen "Gemeinsamkeiten und Unterschiede" aufweisen, besteht berechtigte Hoffnung, daß hochspezialisierte Experten (vielleicht auch vom Westsüdwest- und vom Nordnordwestmitteleuropaforschungsinstitut) solche auch für Griechenland, Frankreich und Norwegen unter Nazi-Besatzung herausfinden - deshalb habe ich die acht noch zu edierenden Editionsbände (bzw. zu veröffentlichenden Veröffentlichungsbände) per Vorbestellungsformular in meiner Stadtteilbibliothek schon mal als Vorbestellung vorbestellt, um mir selbst einen Impuls zu geben.
Allerdings gibt es aus Sicht der Experten noch
... die Frage nach dem Umgang mit der Vergangenheit. Was soll erhalten bleiben, was nicht? Was ist authentisch, echt oder original - und wer trifft die Entscheidung darüber? Im Zuge der strategischen Schwerpunktbildung hat die Leibniz-Gemeinschaft (...) neun Leibniz-Forschungsverbände eingerichtet - einen davon zum Thema "Historische Authentizität". 17 Leibniz-Einrichtungen aus drei Sektionen sowie drei externe Partner kooperieren dabei. "Hauptanliegen des Forschungsverbundes (...) ist es , die Prozesse und Kräfte des Erinnerns und des Vergessens auszuloten", sagt (der) Sprecher des Forschungsvebundes.
Solches "Ausloten" (konkretere Ziele sind nicht genannt) vermeidet garantiert liberal die Aufstellung von Authentizitätskriterien und damit zumindest dogmatische "kubanische Verhältnisse" - das aber vehement und eindeutig.
Schwerer machen es sich die tapferen "Wissenschaftler", die nachweisen wollen, daß die gutgläubigen Deutschen selbst im "totalen Krieg bis zum Endsieg" sich noch eingebildet haben, daß die legendären Autobahnen der Nazis zum Flanieren mit KdF-Wagen gedacht waren, obwohl sie aus ihren "germanischen" Satteldachhäusern längst zur "Heimatfront" abkommandiert und ihre KdF- zu Kübelwagen umfunktioniert waren:
Leibniz-Institute erforschen, wie sich die Nationalsozialisten den Rückhalt der Bevölkerung sicherten - etwa in der Wohnungspolitik. (...) Somit liegt eine Erklärung für die weitreichende Akzeptanz des NS-Regimes darin, daß das politische Handeln der Nationalsozialisten auch während des Krieges noch lange auf die Belastungen des Volkes und auf die gesellschaftlichen Bedürfnisse Rücksicht nahm - aus Kalkül für ihre verbrecherischen Pläne.
Na, diese bösen netten Verbrecher: dasselbe erzählen "grün"-wählende intellektuelle Doppelverdiener ihren Vorschulkindern nach dem Ballett- oder Chinesisch-Unterricht seit Jahrzehnten zum Einschlafen,und deshalb ist es nur zu begrüßen, wenn diese Legende endlich "wissenschaftlich" untermauert wird - denn endlich kommt´s raus: So waren die gelobten Autobahnen zunächst eher für Panzer gedacht und nicht für die Menschen. Eigentlich nicht "zunächst", sondern eher "schlußendlich", aber jedenfalls: wenn das mein Opa gewußt hätte, ganz zu schweigen von meiner Oma, die die Hosen anhatte... Und wohlgemerkelt hat das alles mit heutigen Verhältnissen sowieso nichts zu tun.
Leichter machen es sich wiederum die "Sprachforscher":
Der Begriff Reichskristallnacht (...) wird langsam rehabilitiert (...), weil sich herumspricht, daß er nicht Jargon der Nazis ist, sondern der Berliner Kodderschnauze entstammt. (...) Gleichwohl nimmt der Gebrauch von Reichskristallnacht in Deutschland ab, während Reichspogromnacht zulegt - so der Befund von (Prof. Heidrun) Kämper bei einer Abfrage von COSMAS, einem am Institut für Deutsche Sprache entwickelten Recherchesystem. (...) Allerdings kommt Kämpers Untersuchung der "ZEIT" für die Jahre 1995-2011 zu einem anderen Resultat: "Hier ist Reichskristallnacht am häufigsten belegt..." Auch wer sich um historische und und moralische Korrektheit (...) bemüht, muß also nicht den Ausdruck Reichskristallnacht vermeiden.
Ein statistisches Worterkennungs- und -zählungsprogramm, das wahrscheinlich ein 15-jähriger Schülerpraktikant geschrieben hat, rehabilitiert die habilitierte Erkenntnis, daß es mal so, mal anders, aber immer politisch korrekt ist. Ein Glück! Und "Neger" entstammt ja der lateinischen Kodderschnauze, und "Kanake" der neukaledonischen...
Statistik kann aber auch Selbstzweck, also schon selbst das "wissenschaftliche Ergebnis" sein:
Welche Länder den Holocaust tatsächlich im Klassenzimmer thematisieren, welche Begrifflichkeiten dabei genutzt werden und wie genau sich die Schulen dem Thema nähern, erforschen derzeit Wissenschaftler des Georg-Eckert-Instituts für internationale Schulbuchforschung. (... Peter Carrier, der das Projekt federführend betreut,) und seine Kollegen rechnen damit, daß der Holocaust in einigen Ländern garnicht oder unter anderem Vorzeichen als in der westlichen Welt thematisiert wird, im Iran etwa (...) In den kommenden Jahren soll im Rahmen (eines anderen Forschungsprojekts) eine Online-Datenbank der weltweiten Lehrpläne erstellt werden. "Dadurch haben wir bereits den Zugang zu Daten und wichtigen Ansprechpartnern", sagt (Eckhardt) Fuchs (der stellvertretende Direktor am GEI).
Auf das Ergebnis aus dem geheimnisumwitterten Iran müssen wir die "kommenden Jahre" noch warten, aber dann können wir endlich auch gugln, wie es der Kongo, Kolumbien und Kuala Lumpur lehrplanmäßig mit dem Holocaust halten und ihnen IWF-Kredite streichen, wenn sie´s nicht wie die "westliche Welt" handhaben - falls die überhaupt das Wort "Lehrplan" kennen
Aber es gibt ja nicht nur ein "Institut für Schulbuchforschung" und die "Telefondesinfizierer" aus "Per Anhalter durch die Galaxis", sondern auch ein Institut für "Comicforschung", das Tim, Struppi & Co. endlich methodisch fundiert untersucht:
Es verwundert (...) nicht, daß sich Wissenschaftler in Belgien mit dem Comic als Forschungsgegenstand näher befassen und zu diesem Zweck die Forschergruppe ACME gegründet haben. (...) Auch wenn sich einige Darstellungen als wissenschaftlich unmöglich erweisen: Comics erzählen Geschichten, die oft in der realen Welt verankert sind, und können somit durchaus zur Wissensvermittlung beitragen.
Diese Binsenweisheit teilt die Leiterin des Brüssel-Büros der Leibniz-Gemeinschaft zur Dokumentation ihrer Existenz- und Gehaltsberechtigung mit, aber zumindest ein Zeilenhonorar als Praktikantin hätte sie schon verdient: Comics sind ja nun wirklich ab und zu als Parabel auf Witzfiguren, wie Betriebs- und Volkswirte, Juristen und Politiker zu lesen, die trotz wissenschaftlich unmöglicher Vorgaben vorgeblich "oft"in der realen Welt verankert" sind und mit ihren "Darstellungen" trotzdem durchkommen, wie uns hunderte von Kabarettisten ständig klarzumachen versuchen: die "Aufklärung" hat es geschafft, daß Kabarettisten die eigentlichen Experten und Wissenschaftler sind.
Wer glaubt, daß die "objektiven" Naturwissenschaften davor gefeit sind, wird schnell eines Besseren belehrt:
Wissenschaftler des Heinrich-Pette-Instituts (...) forschen an den extrem wandlungsfähigen Influenza-Viren. (...) Warum die Grippewelle Deutschland immer in den Herbst- und Wintermonaten erreicht, ist nicht endgültig geklärt. "Das ist die erste und eine der wichtigsten Studien, die klar nachweist, daß das Wetter die Verbreitung von Influenzaviren beeinflußt", sagt (Gülsah) Gabriel (vom HPI...) "Wir wollen die Grippe besser verstehen, um sie bekämpfen zu können."
Die bisher "nicht endgültig geklärte" düster-mittelalterliche Kräuterhexen-Weisheit, daß sich mit den Jahreszeiten erfahrungsgemäß auch das Wetter ändert, könnte also bald als erwiesen gelten, und statt der gedankenlos antiseptischen Anwendung von Kamille und Knoblauch kommt endlich die spätkapitalistische Praxis des Alles-Verstehens zum Tragen: die postmoderne "Wissenschaft" kehrt schleichend zu einem prädarwinistischen Fundamentalismus und Animismus zurück, wenn sie Moleküle "verstehen" will und sie in Abwandlung der "Lohn-Preis-Spirale" zu resistenten Varianten züchtet, um "prophylaktisch" die profitablen Gegenmittel zu fiktiven Bedrohungen entwickeln zu können - das ist ungefähr so sinnvoll, wie die Pseudo-Konkurrenz von "Saturn" und "Media-Markt", die die Schnäppchen-Kultur der ganzen Nation beherrscht, obwohl sie von ein- und demselben Konzern in Szene gesetzt wird und jeder das weiß...
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