Dienstag, 28. Februar 2023

Nachrichten des Tages: "TikTok", Ukro-Design, Krieg, Paradies-Jungfrauen

Die Regierung der Heimat von "NSA", "CIA", "Google", "Facebook" & Co., also die weltweite Abhör-Zentrale, verbietet "TikTok", zunächst auf den Dienst-Telefonen von Staatsbeamten, an Universitäten usw., aber möglicherweise bald ganz: die "Spion-gegen-Spion"-Spezialisten befürchten, daß chinesische Geheimdienste mit "TikTok" dasselbe machen, wie die US-Geheimdienste mit "Facebook", "Gmail", "Instagram" und "Whatsapp": nämlich das "Social-Media"-Gelaber von zumeist Teenagern und Studenten "ausspionieren" und diese mit verdeckter Propaganda "beeinflussen" - es ist zum Schenkel-Klopfen, falls es nicht nur eine Protektion von "Facebook´s" zuvor globalem Monopol ist...

Anläßlich der aktuellen "Paris Fashion Week" wird eine (natürlich:) ukrainische junge Mode-Designerin porträtiert, die wegen des Krieges nach Paris geflohen ist, aber netterweise ab und zu ihre noch in Kiew bestehende Näh-Werkstatt besucht und ihre 25 dortigen Angestellten nicht entlassen mag - so weit, so gut. (Siehe meinen Eintrag vom 23.11.2022 zur Ukro-Schwemme...)
Die "Kollektion" der Designerin besteht aus "Nosferatu"-ähnlichen dunkelgrauen Umhängen und ebensolchen Schlabber-Hosen-Anzügen - bis auf eine weiße "Tunika", auf der in Kindergarten-kunter-bunter Schrift ein pathetisch-patriotisches Ukro-Gedicht steht, das die junge Frau leider nicht vorlesen kann, weil sie sonst angeblich weinen muß: daher begnügt sie sich (wie üblicherweise Vonderleychen) mit dem Ukro-Fascho-Gruß: "Ruhm der Ukraine!"
Gibt es eigentlich keine Ukro-Sterne-Köche, Ukro-Astronomen, Ukro-DJs oder Ukro-Türklinken-Fabrikanten zum "Ruhm der Ukraine"? ("Wir" haben immerhin Gottlieb Daimler, Werner von Siemens, Max Planck, Alfried Krupp, Fritz Thyssen, Friedrich Flick, Dr.Motte, Tim Raue und Vincent Klink zum "Ruhm Deutschlands", auch wenn man das hier, im Gegensatz zur Ukraine, seit 78 Jahren aus einleuchtenden Gründen nicht mehr so sagt...)

Die Absurdität des Krieges zeigt sich in einer mittel-kleinen Stadt namens "Bachmut", die von Russen quasi umzingelt und bereits fast völlig zerstört und von fast allen Bewohnern verlassen ist: in den Ruinen haben sich Ukro-Soldaten verschanzt, die ungerührt zurück schießen und an ihren "Sieg" glauben, wie die Reportage zeigt (leider zeigt sie nicht die Gegenseite, dafür aber Selenski, der "angesichts der ernsten Lage in Bachmut", die in Wirklichkeit sinn- und hoffnungslos ist, mal wieder verstärkte Waffenlieferungen verlangt). Das ganze erinnert an den Durchhalte-Befehl der Nazis für die "letzten Festungen", wie z.B. im "Breslauer Kessel" 1945, dem mein Vater, mit 17 als letzte Reserve "eingezogen", auf unbekannte Weise entkam (kürzlich wurde das am Ende kapitulierende rechts-radikale "Asow-Regiment", das sich mit zivilen Geiseln in den Kellern des Mariupoler Stahl-Werks verschanzt hatte, mal wieder als "Beispiel für den `heldenhaften´ Ukro-Widerstand" dargestellt...) - oder es erinnert an den völlig sinnlosen und Opfer-reichen "Dolomiten-Krieg" (U. Nettelbeck, 1979, Neuausg. 2014) von 1915-18, ganz zu schweigen vom restlichen barbarischen 1. Weltkrieg, dessen Hauptfolgen (Scheiß auf "Versailles" und die Plutokraten) 10 Millionen tote Soldaten, 7 Millionen tote Zivilisten, sowie Un-Millionen Invaliden und Traumatisierte waren... Die Fotos von Kriegs-Toten und die Porträts von Kriegs-"zerstörten Visagen" im Buch des Pazifisten E. Friedrich ("Krieg dem Kriege", 1924, Neuausg. 1980, 2004 usw.) wurden zum Bestseller, aber Friedrich wurde 1933 von den Nazis verhaftet und sein Anti-Kriegs-Museum in ein SA-Folter-Lokal umgewandelt, um einen noch "effizienteren" Weltkrieg (60-80 Millionen Tote, davon rund ein Drittel Russen) vorzubereiten: seit dem sogenannten "Humanismus" der "Renaissance" und der sogenannten "Aufklärung" sind die Kriege und ihre Propaganda immer perfider geworden: allein der Völkerrechts-widrige und Lügen-begründete Angriffs-Krieg (wie man heutzutage sagt) der USA gegen den Irak (2003) hat schätzungsweise über 1 Million Iraker das Leben gekostet... und "America drinks & goes home." (Zappa & The Mothers of Invention,1967)

Kapiert ihr Untertanen eigentlich, was "Millionen Tote" heißt? Falls ihr euren Großeltern nicht zugehört habt: "die da oben" meinen damit euch als Kanonen-Futter!

Die US-Soldaten in Vietnam wurden immerhin durch die "CIA" mit Dosenbier, Marihuana, Haschisch, Opium und Heroin, sowie mit Bordellen versorgt und in Post-Hippie-Kriegs-Laune gehalten - man kann nur hoffen, daß Selenski seinen Armeen und Milizen den "Heldentod" ähnlich versüßt, da ja im Jenseits keine "16 himmlische Jungfrauen" auf die Ukro-Nationalisten warten (für Islam-Märtyrer mindestens 2 zusätzlich zu 2 ex-irdischen Frauen, standard-mäßig 16, aber möglicherweise auch 70 oder 72: Über die Zahl der Jungfrauen im Paradies - Institut für Islamfragen (islaminstitut.de)). Was hat eigentlich auf die japanischen fanatisch Kaiser-treuen "Kamikaze"-Piloten gewartet? Wie bescheuert kann man eigentlich sein?

Offenbar sehr bescheuert, wenn man wie S-holz, H-Beck und B-Bock nur Schreibtisch-Täter ist...

Montag, 27. Februar 2023

Wagenknecht III: Rußland brutal

Der einzige berechtigte Einwand gegen das Friedens-Manifest von Wagenknecht/Schwarzer ist die auch dort wiederholte Propaganda-Phrase vom "russischen Angriffs-Krieg", wie aufmerksame Leser der "jungen Welt" bemerkten (Unterstreichungen von mir, Rechtschreib- und andere Fehler sowie mißverständliche Ironien original):

  • Leserbrief von Friederike Berking aus Bindow (14. Februar 2023 um 15:17 Uhr)
    Wenn selbst bei Menschen, die bestimmt für ein schnelles Ende des Krieges in der Ukraine und für Verhandlungen eintreten, wie Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer, steht »die von Russland brutal überfallene ukrainische Bevölkerung«, dann sind wir leider noch weit von Verhandlungen entfernt. Ganz anders Arnold Schölzel, der vom »Jahrestag des russischen Eingreifens in Selenskijs Krieg« schreibt. Das russische Militär hat, wie jeder weiß, die Bevölkerung der Region Donbass nicht »brutal überfallen«, ganz im Gegenteil. Und das sind doch wohl auch Ukrainer. In der Zeitschrift Ossietzky las ich vom »russischen Eintritt in den damals schon seit acht Jahren tobenden Bürgerkrieg in der Ukraine«. Das ist ebenfalls eine der Historie angemessene Beschreibung. Wie wichtig Sprache ist, wissen wir alle. Es würde mich daher freuen, wenn die Autoren der jungen Welt durchgehend eine den Tatsachen angemessene Schreibweise für das verwenden, was am 24. Februar 2022 in der Ukraine geschah. Vielleicht ist das ein kleiner Beitrag zum Beginn von Verhandlungen.
    • Leserbrief von Fred Buttkewitz aus Ulan - Ude, Russland (15. Februar 2023 um 12:09 Uhr)
      Sie sprechen mir aus der Seele. Das Problem ist, dass die Propaganda in Deutschland so weit fortgeschritten ist, dass sich unter einem der Wahrheit gemäßen Motto unter Nennung der wirklich Schuldigen für diesen Krieg nicht die angestrebten Massen zu einer Demo versammeln würden. Aber diese Massen sind nötig, um Druck gegen Waffenlieferungen auszuüben. Russland muss schuld sein, aber wir wollen trotzdem den Krieg beenden – das klappt dann schon eher. Der Satz des Manifestes »Es wurden Frauen vergewaltigt« ist ein Allgemeinplatz. In jedem Krieg werden leider auf beiden Seiten auch Frauen vergewaltigt, übrigens in Friedenszeiten in Berlin ebenfalls, bei der Dunkelziffer vermutlich jeden Tag, ohne dass Deutschland indirekt dafür beschuldigt wird.
  • Leserbrief von Onlineabonnent/in  Gunter J. (13. Februar 2023 um 15:23 Uhr)
    So sehr ich in den meisten Kommentaren von Sahra Wagenknecht zustimme, so muss ich doch zu dem Manifest eine Anmerkung machen. Zitat: »Die von Russland brutal überfallene ukrainische Bevölkerung braucht unsere Solidarität.« Frau Baerbock hätte bei ihrem Antrittsbesuch bei Selenskij Anfang 2021 die Einhaltung der Minsker Vereinbarungen verlangen können. Statt dessen hat sie ihm (…) freie Hand für die weitere Aggression gegen den Donbass gegeben. 14.000 ermordete Donbassbewohner sind wohl in diesem Fall nicht Ergebnis von brutalen Überfällen im Verständnis von S.W., sondern wahrscheinlich nur ein Nebenprodukt der »Demokratisierungsbestrebungen« des ukrainischen Militärs. Die Einführung einer Rechtsstaatlichkeit, wie sie Baerbock und Konsorten verstehen, ist nun mal oberstes Gebot, zumal wenn es unseren friedliebenden Verbündeten der USA am meisten nützt. 

Das russische Eingreifen zugunsten der bombardierten Donbass-Bevölkerung erfolgte 8 Tage nach dem Beginn einer Mitte Februar 2022 zig-fach verstärkten provokativen Attacke der nach dem Putsch von 2014 von der ultra-nationalistischen Ukro-Regierung und ihren rechten Milizen begonnenen Angriffe auf den Donbass, nachdem Selenski (ebenso NATO und EU) ein neues russisches Verhandlungs-Angebot von Dezember 2021 abgelehnt hatte - vergleichbar wäre gewesen, wenn Spanien nicht nur das katalanische Autonomie-Referendum polizeilich unterbunden und dessen Initiatoren allesamt verhaftet oder ins Exil getrieben hätte, sondern daraufhin das katalanische Volk spontan seine Autonomie verkündet und die spanische Armee es militärisch angegriffen hätte, und nach mehrmaligen Appellen aus Brüssel seine Angriffe demonstrativ verstärkt hätte... Was hätte die EU gemacht? - Vermutlich erstmal dasselbe, wie Rußland: appellieren und abwarten, und bei einer Eskalation vonseiten der Spanier schließlich eine "EU-Eingreif-Truppe" hinschicken... Und was, wenn die Spanier sich mit Gewalt weigern, sich befrieden oder zurückdrängen zu lassen und sich z.B. über die Türkei oder Israel immer martialischer mit US-Waffen aufgerüstet haben und weiter aufrüsten? Soll man Katalonien der post-faschistischen Guardia Civil  und dem berüchtigten spanischen Militär überlassen und der hintergründigen Spaltung der EU durch die USA tatenlos zusehen? Würden die deutschen Ex-"Grünen" den neo-francistischen Zentralstaat unterstützen?

"Der Spanier lebt in fernen Zonen
Für die, die weitab davon wohnen." (Ringelnatz)

Von Rußland erwartet der Westen solchen "Pazifismus", von sich selbst dagegen nicht: "wir" bzw. "unsere" Polit-Kader sind nämlich die "Guten" (siehe Bröckers/Schreyer), bei denen der Zweck die "westlich Regel-basierten" Mittel heiligt, während "die Russen" dem "psychopathischen Neo-Zaren" Putin verblendet folgen und Völkerrechts-widrig "barbarische Angriffs-Kriege" (einschl. Vergewaltigungen: das Reiz-Thema der Befreiung durch die Rote Armee 1945, nicht aber des deutschen Überfalls auf die Sowjet-Union 1942) führen - angeblich ist die russische "Sonder-Aktion" natürlich "schlimmer", als das USA/NATO-Völkerrechts-widrige Eingreifen in Jugoslawien, in Afghanistan, im Irak, in Libyen oder in Syrien usw. (einschl. Zivilisten-Massakern, Folter und vermutlich auch Vergewaltigungen...).

Für den modernen "aufgeklärten" Untertanen ist entsprechend der (wieder) herrschenden Propaganda immer noch "der Krieg der Vater aller Dinge" (Heraklit vor 2500 Jahren eher pessimistisch, aber bei seinen Epigonen mittlerweile euphemistisch) und offenbar "das Militär die Schule der Nation" (nicht nur in Preußen seit 300 Jahren - siehe z.B. Kubrick´s Augen-öffnenden Film "Wege zum Ruhm", 1957, über den Menschen-verachtenden Wahnsinn des Oligarchen-Kriegs, der zufällig die französische Armee demaskierte - es hätte auch jede andere sein können...).

Samstag, 25. Februar 2023

Wagenknecht II: "Dissidenz"

Trotz ständiger Schnee-Schauer waren heute bei Wagenknechts und Schwarzers Friedens-Demo und Kundgebung am Brandenburger Tor 10.000 (laut Bullen) bis 50.000 (laut Veranstaltern - man kennt diese Differenzen) Teilnehmer, die für sofortige Friedens-Verhandlungen im Ukraine-Konflikt waren, auch viele, die brav von "Putins Angriffs-Krieg" reden und die Vorgeschichte nicht kennen oder ignorieren - bei besserem Wetter hätten es auch 20.000 (B.) bis 100.000 (V.) sein können, obwohl man seit Scholzens Panzer-Coming-Out als Waffenlieferungs-Gegner zum "Dissidenten" (vgl. Rußlands "Diktatur") abgestempelt ist, der (wie die "AfD") "vom `Verfassungsschutz´ beobachtet" und wegen "Verächtlich-Machung des Staates und der Regierung" bestraft werden kann (vgl. die neue VS-Richtlinie "Verfassungsschutz-relevante Delegitimierung des Staates"... siehe: Sind Sie ein Regierungsleugner? – DIE ACHSE DES GUTEN. ACHGUT.COM ), wie es der russisch-deutschen Journalistin Alina Lipp wegen "pro-russischer" Berichte aus dem Donbass bereits passiert ist (siehe: Linke Zeitung ).

Genau so, nämlich als kurz vorm Arbeits- oder Umerziehungs-Lager stehende "Dissidentin" (eine "Ehre", wenn sie in Rußland leben würde), wird Wagenknecht von ihrem eigenen Partei-Vorstand, von den NATO-oliv-"grünen" Kriegs-Treibern und von den etablierten Parteien und ihren Medien behandelt, kurz: von der westlichen "Demokratie", die wieder auf dem Niveau des anti-libertären 19. Spitzel-und-Denunzianten-Jahrhunderts ist.

Am Vormittag vor der Friedens-Demo gab es eine "Experten"-Diskussion auf "D-Radio Kultur": alle waren sich einig, daß derzeit Friedens-Verhandlungen im Ukraine-Konflikt nicht möglich oder auch nur wünschenswert seien, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen: die einen meinten, daß bei einem Waffen-Stillstand in der aktuellen Situation Selenski "sein Gesicht verlieren" würde, andere meinten, Putin würde seins verlieren, manche meinten, Putin wolle eh nicht verhandeln (obwohl er das, im Gegensatz zu Selenski, mehrfach angeboten hat), manche wiederum meinten, man müsse Rußland (also "Putin") zumindest soweit bedrängen, daß ihm seine "imperialen Gelüste auf das ehemalige Sowjet- oder sogar Warschauer-Pakt-Territorium" (einschl. Finnland und mehr??) vergehen (obwohl Rußland betont, es wolle nichtmal die Ukraine "erobern") - kurz: alle waren der Ansicht, daß weiter und mehr Waffen an die Ukros geliefert werden müssen und der gradezu albern-archaisch Weltkrieg-I-mäßige Schützengraben-Kampf mit seiner ebensolchen Propaganda, seinem "Verschleiß" an Soldaten und seinen zivilen "Kollateral-Schäden" solange weitergehen müsse, bis zumindest die "westlichen Werte gerettet" und die Ukros "befreit" in der NATO sind...

Diese Menschenleben-verachtende Schreibtisch-Strategie ist militaristischer Mainstream  bis zum Kotzen, und man kann nur froh sein, daß es mit Wagenknecht noch eine prominente Opposition dagegen gibt: weder die "Gesichter" irgendwelcher Plutokraten, noch die Territorialgrenzen und geo-politischen Verwicklungen eines historischen Zufalls-(oder überhaupt eines)Staats bzw. seiner Regierung sind den Tod (unglaublicherweise immer noch, wie 1914-18, "Blutzoll" genannt) auch nur eines einzigen Menschen wert.
Basta !

Freitag, 24. Februar 2023

Bin ich, wie Wagenknecht, "altlinks" oder "neurechts"? - Die "taz" und die Rechten

Die schon lange in der rechten "Mitte" angekommene "taz" haut mal wieder gemeinsam mit dieser "Mitte" auf Sarah Wagenknecht ein: Wagenknecht und die Rechten: Altlinks oder neurechts? - taz.de .

"Rechts" waren früher die NATO-Versteher und USA-Fans, die Anti-Kommunisten und Kapitalismus-Gläubigen - heute sind "neurechts" für "taz" und Komplizen die Friedens-Bewegung, die "Corona"-Impf-Skeptiker, die Anti-Kapitalisten und Globalisierungs-Kritiker, die Gelbwesten und die Pazifisten: laut "Mitte" eine Pseudo-Linke, die als "Querfront" angeblich "nach rechts offen" ist...

Letzteres trifft wohl eher für die ex-"linke" "taz" zu, die als Haus-Blatt der ex-"Grünen" bedenkenlos deren nicht sehr neuer NATO-treuer Brigade von bellizistischen und russophoben "Realo"-Kadern folgt und genüßlich Wagenknecht-Feinde aus der "Realo"-Fraktion der "Linken" zitiert - sie alle merken genauso wenig, wie NATO und EU-Regierungen, daß sie genau wie Rußland (bzw. der böse Putin) argumentieren: "Frieden schaffen mit Waffen!"

Putin meint "Frieden" für die russischen Ukrainer (deren Sprache und Kultur nach dem Maidan-Putsch quasi verboten wurde und die per "Rassen"-Gesetz zu Bürgern 2. Klasse wurden, gefolgt von 8 Jahren Bombardierung nach ihrer Autonomie-Erklärung), sowie "Frieden" für die Ukraine als neutraler und ent-militarisierter Staat, statt als anti-russischer Front-Staat der NATO (was auch für Deutschland nach 1945 besser gewesen wäre, obwohl das neurechte B-Bock das nicht verstehen würde).

Die neurechte "taz" meint mit der westlichen "Werte-Gemeinschaft" zusammen "Frieden" für das rechts-nationalistische Ukro-Regime und dessen "Freiheit", der NATO und der EU beizutreten - und stimmt in das westliche Propaganda-Geheule ein, Putin wolle im Gegenzug Sprache und Kultur der Ukros vernichten und die Ukraine Rußland einverleiben, und als nächstes seien Polen, das Baltikum usw. dran - deswegen seien Friedens-Bewegte, Pazifisten, Waffen-Lieferungs-Gegner und Verhandlungs-Forderer wie Wagenknecht nicht nur "Putin-Versteher" oder sogar "-Unterstützer", sondern auch "National-Egoisten", und daher der "Beifall von rechts" bzw. die angeblich "fehlende Abgrenzung nach rechts"... Wer "Ukraine-Konflikt" sagt, statt vorschrifts-mäßig "Putins Angriffs-Krieg", der ist "Aggressions-Verharmloser", "Volks-Irreführer" (laut H-Beck) und eigentlich schon Neonazi und (wie immer) "Antisemit".

Diese primitive Anti-Wagenknecht-Hetze erinnert nicht nur an Oppositions-Verbot, Medien-Gleichschaltung, "Rassen"-Gesetze usw. in der ach-so "demokratischen" Ukraine und an die ach-so beklagte Oppositionellen-Verfolgung in Rußland, sondern auch an McCarthy´s "Linken"-Jagd in den USA der 50er-Jahre, an die "Berufs-Verbote" für "Kommunisten" unter Brandt, und an den "Terroristen-Sympathisanten-Sumpf" ("Mescalero"-§129a) des "deutschen Herbsts" in der "bleiernen Zeit" der 70er-Jahre, nach denen die "taz" als quasi "libertäres Fanal" gegründet worden war - lang ist´s her...

Zum ersten Jahrestag des Ukraine-Kriegs (der eigentlich 2014 mit dem Putsch und dem anschließenden Angriff der Ukros auf die Autonomisten begann - siehe Bröckers/Schreyer: "Wir sind die Guten", oder Röper: "Die Ukraine-Krise") werden wir nicht nur von der "taz" bombardiert mit Berichten über die Leiden der ukrainischen Zivilisten und die Greuel der russischen Soldaten und deren fiese Zwangs-Rekrutierung - als gäbe es die Leiden der Donbass-Zivilisten und die Greuel der Ukro-Armee und ihrer rechten Milizen, sowie deren fiese Zwangs-Rekrutierung nicht...

"Frieden" gibt es natürlich weder durch die "Anti-Terror-Operation" der Ukros gegen den Donbass, noch durch die folgende "militärische Sonder-Operation" Rußlands, noch durch die Waffen-Lieferungen (und mehr) des Westens zur "Verteidigung der Ukraine": durch alle drei "Operationen" sterben sinnlos tausende Menschen für irgendwelche obsoleten "Geo-Strategien" von dubiosen Plutokraten in allen drei "Lagern" - will sagen: derzeit sind Wagenknecht und ihr schwächelnder Gatte Lafontaine die einzigen Polit-Figuren in Deutschland, die logisch, realistisch und humanistisch argumentieren - die Einzigen, die man "wählen" könnte, wenn "Wahlen" was verändern würden.

Für die neurechte "taz" ist dagegen der Feind immer links von ihr - wie für die "Sozial-Demokraten" (wer hat uns verraten?) seit 100 Jahren... Und nach der simplen Spektral-Analyse  der "taz" und der anderen staatstreuen Medien kommen, wo sich der Polit-Farbkreis schließt, nach den roten Links-Radikalen nunmal die braunen Rechtsradikalen - eigentlich der Bodensatz der "Neo-Cons", deren Wähler man zur neurechten "Mitte" abwerben will, während man die rechten Parteien im Sinn der reaktionären "Totalitarismus-Debatte" als Kehrseite des Links-Radikalismus von sich weist: ein billiges Manöver der "Post-Cold-War"-Strategen, seit militanter Anti-Kommunismus nicht mehr zieht...

Donnerstag, 23. Februar 2023

Der "2+4"-Betrug von 1990: keine russische Propaganda

Heute gab es auf "Arte" eine Doku von Maischbergers "Vincent TV" über den "2+4-Vertrag", der "die Wieder-Vereinigung Deutschlands ermöglichte" ( Die Zwei-Plus-Vier-Verhandlungen - Machtkampf um die Deutsche Einheit - Die ganze Doku | ARTE).

Darin gibt es Dokumentar-Aufnahmen, in denen der amerikanische und der deutsche Außen-Minister (Baker und Genscher) dem russischen (Schewardnadse) vor laufender Kamera versicherten, daß die NATO-Mitgliedschaft eines vereinigten Deutschlands das militärische Gleichgewicht nicht verschieben und die NATO sich nicht nach Osten erweitern werde - dasselbe sagten Baker und Genscher auch danach in Journalisten-Mikrophone.
Später sagte Baker, es sei "Bullshit" zu behaupten, das seien "Versprechen" gewesen - es seien nur "Absichts-Erklärungen" gewesen: jedenfalls wurden sie schlauerweise nie schriftlich niedergelegt, geschweigedenn unterschrieben... Zitiert wird auch sein faschistoider ex-CIA-Chef und nach "sleepy" Reagan neuer US-Präsident Bush (senior) mit sinngemäß: "Scheiß auf die Russen, wir sind die Sieger, und wir brauchen denen keine Zugeständnisse zu machen !"
Ebenso, nämlich als "Besiegte", fühlte sich die Delegation der letzten DDR-Regierung von den west-deutschen Kollegen behandelt: statt 2 deutschen und 4 alliierten Staaten verhandelten im Grund nur 1 deutscher (west) und 1 alliierter Staat (USA) mit bzw. gegen die Sowjetunion: sozusagen "(1+1)x1"-Verhandlungen...

Gorbatschow ließ sich angesichts der sowjetischen Wirtschafts-Krise von westdeutschem Geld und einem Handels-Abkommen mit den USA die NATO-Mitgliedschaft des vereinigten Deutschland abkaufen (seine Zusage, ein vereintes Deutschland könne "seine Bündnisse frei wählen", wurde auch nur mündlich gegeben), und später mußte Rußland die Ost-Erweiterung der NATO hinnehmen - das kleine Zugeständnis, daß die NATO keine West-Truppen in den neuen östlichen Mitglieds-Ländern stationieren würde, wurde bald nicht mehr eingehalten... Rußland schaute zerknirscht, aber friedlich zu.

Nichtsdestotrotz feiert die "Arte"-Doku am Ende den "2+4"-Vertrag als Jahrhundert-Werk, das der letzte DDR-"CDU"-Minister-Präsident de Maiziere mit Tränen der historischen Rührung in den Augen unterschrieb: als das damals treuherzig geglaubte Ende des "Kalten Kriegs" und des "Eisernen Vorhangs" usw.

Daß bei dieser Vorgeschichte Rußland schließlich der Geduldsfaden riß, als der Beitritt der Ukraine und Georgiens in die NATO eingefädelt wurde, scheint keinem West-Strategen einzuleuchten, und ebenso wenig, daß der US-gelenkte Ukro-Putsch von 2014 und die bald darauf beginnende militärische "Anti-Terror-Operation" unter Einbeziehung rechts-radikaler Milizen gegen die "pro-russischen" Autonomisten des Donbass nach 8 Jahren zornigen Zögerns zum Eingreifen Rußlands in der Ukraine geführt haben... (siehe z.B.: Geopolitische Hintergründe des Ukraine-Kriegs - Vortrag von Jürgen Rose in Marburg am 24.11.2022 - YouTube )

All das unter Vorbehalt: es folgt einer imperialen Logik, die mir fremd ist und die ich ablehne - aber angesichts des seit Jahrzehnten gnadenlosen und selbstherrlichen US-Imperialismus sind die russischen Reaktionen darauf längst nicht so verdammens-wert, wie es uns die US-treuen Medien weismachen wollen - im Gegenteil fragt man sich, wie Putin jahrelang so viel besonnener bleiben konnte, als die geifernden West-Imperialisten, und wieso er bis vor kurzem unverdrossen Verhandlungs-Angebote an den arrogant ablehnenden Westen richtete...

Dienstag, 21. Februar 2023

Volksentscheid über ein klimaneutrales Berlin ab 2030 - na immerhin !

"Das Abgeordnetenhaus von Berlin hat den im Volksbegehren vorgelegten Gesetzesentwurf nicht angenommen. Deshalb muß nach (...§...) über diesen Gesetzesentwurf ein Volksentscheid herbei geführt werden. (...) Der Gesetzesentwurf ist durch Volksentscheid angenommen, wenn die Mehrheit der Teilnehmenden und zugleich mindestens ein Viertel der zum Abgeordnetenhaus von Berlin Wahlberechtigten zustimmt."

Na, das ist doch ausnahmsweise mal ein Grund, als Experiment meine "Stimme abzugeben", statt sie zu behalten: das Volk darf zwar nichts begehren, aber ausnahmsweise mal was entscheiden? - Wir werden sehen...

Der Berliner Senat argumentiert wie gehabt: Berlin habe schon das "bestmögliche" Konzept (klimaneutral ab 2045), im übrigen könne sich Berlin nicht von den Klima-Zielen des Bundes "entkoppeln", und schon garnicht zwecks "vorgezogener Klimaneutralität Berlins" von "zwingenden Bundes- und EU-Vorgaben", z.B. zur "Gestattung des Weiterbetriebs von CO²-Emissionsquellen" - darauf und auf den benötigten bundesweiten Ausbau erneuerbarer Energien habe "Berlin nur geringen Einfluß".

Über 100 europäische Städte (darunter Kopenhagen, Paris, Rom, Lissabon, Oslo usw.) sehen das anders: https://eurocities.eu/latest/the-100-climate-neutral-and-smart-cities-by-2030.

Wenn man die derzeitigen verhaltenen Nachrichten über die Austrocknung der Böden und der Wasser-Reservoirs (nicht nur in Süd-, sondern auch in Mittel-Europa) durch den letzten Dürre-Sommer und den bisher Niederschlags-armen Winter ernst nimmt und dieses Jahr mit einer mittleren Ernte-Katastrophe rechnet, die ganz offensichtlich auf kapitalistisches Schindluder zurück zu führen ist, müßte man eigentlich in Panik geraten und Klima-Neutralität bis 2025 (oder für sofort) fordern, koste es was es wolle: "Geld" ist ja scheinbar nicht das Problem, wie man an den allgemeinen Rüstungs-Ausgaben und der Waffen-Unterstützung für die fucking Ukros sieht, ganz abgesehen von der "Banken-Rettung" vor paar Jahren, oder von der aktuellen Selbst-Bedienung der Energie-Börsen-Spekulanten, die die Gas-Preise in die Höhe treibt.

Wir glotzen auf Bilder von verschwindenden Alpen-Gletschern, vom früher so beliebten und jetzt absinkenden Garda-See, von abgeholzten oder verbrannten Urwäldern, vom eisfreien Nordpol mit krepierten Eisbären, von versinkenden Südsee-Atollen, auf denen wir noch kürzlich unter Palmen  lagen, und von Cholera-verseuchten Flüchtlings-Lagern... Aber wir leben, reisen, konsumieren und subventionieren weiter wie in Trance - wie in der Drogen-vernebelten Welt von Stanislaw Lems hellsichtigem "Futurologischem Kongreß" (1971) oder in Huxley´s noch hellsichtigerer genetisch befriedeter "Schöner Neuer Welt" (1932): eine Welt von geistlosen und verblödeten "Tele-Tubby"-zurück-Winkern.

Wie verblödet muß man sein, um zu akzeptieren, daß der kapitalistische Schwachsinn angeblich "leider" nur einen sehr langen oder sogar garkeinen Bremsweg hat? Nichts ist einfacher als:
"Weg mit dem
Scheiß-System !"
Die einzigen, die es kapiert zu haben scheinen, sind die Zapatisten in Chiapas (Süd-Mexiko, muß man für die hedonistische "Informations-Gesellschaft" wohl erklärend hinzufügen), deren Motto ist: "YA BASTA !" - "Es reicht !"

Nord-Stream-Sprengung geklärt: es waren natürlich (wieso auch nicht?) die Amis

Der 85-jährige Seymour Hersh, preisgekrönter Enthüllungs-Journalist seit dem Vietnamkrieg, "Watergate", Abu Ghraib usw., hat mit erstaunlicher Detail-Kenntnis dargelegt, wie US-Militär und -Geheimdienste die Sprengung der "Nord-Stream"-Pipelines zustande gebracht haben (How America Took Out The Nord Stream Pipeline (substack.com). Diesmal konnte Hersh offenbar nicht auf die großen US-Zeitungen und internationalen Agenturen zurück greifen, wie in den letzten 50 Jahren...
Aber sollte er deswegen gelogen haben?

Seine Enthüllungen werden in Europa noch weniger verbreitet, als in den USA, obwohl es sich, wenn er recht hat, um ein Kriegs-Verbrechen ersten Ranges, um einen "Angriffs-Krieg", wie man heute dauernd sagt, handelt. Hersh zitiert bekannte kaum verhüllte Ankündigungen des Anschlags aus dem Mund von Biden und der unsäglichen Nudelman ("Fuck the EU !") von lange vor dem Eingreifen Rußlands in der Ukraine und hat offensichtlich Informationen über den Ablauf der Aktion aus beteiligten Kreisen.

Aber ob´s nun die Amis waren oder jemand anders: scheinbar interessiert sich, seit Rußland nicht mehr "schuld" sein soll, niemand für die Aufklärung des gigantischen Schadens (laut Versicherung rund 50 Milliarden Dollar, abgesehen von den Folgekosten) - nichtmal der neben Rußland ("Gazprom") Haupt-Geschädigte Deutschland (also Regierung, Konzerne & Financiers). Das, was volkt, fragt auch nicht nach, obwohl es jetzt verdoppelte oder -dreifachte Gas-Preise bezahlen muß... Alle gucken gelangweilt weg, als sei bloß wieder eine wacklige Favela-Hütte in Sao Paolo zusammen geklappt, oder als sei das bloß eine Art "Nachsitzen" beim Schulmeister USA wegen des dummen Streichs, Gas von Rußland kaufen zu wollen.

Natürlich gibt es auf der Welt derzeit Wichtigeres: die Ukros brauchen Munitions-Nachschub, Putin beleidigt die USA, den Chinesen entgleiten ihre Wetter-Ballone, die Mullahs müssen "sanktioniert" und B-Bocks Ministerium nach ihrem "Aktionsplan feminisiert" (?) werden... "Berlinale" ist auch noch.

Und was ist eigentlich mit Jemen, Syrien, Libyen, Äthiopien, Kongo, Mali, Südsudan, Afghanistan, Myanmar, West-Irian, Haiti, Chiapas, Venezuela usw. usw.??

Egal: die Amis sollen für ihre Attacke bezahlen !