Sonntag, 5. Januar 2020

Jesellschaft? Jibt´s nich! - Alternativen? Jibt´s ooch nich!

Das Thatcher-Monster, bei dessen spätem Tod in England verständlicherweise Jubelfeiern unter den überlebenden Opfern und ihren Nachfahren ausbrachen, hatte leider recht mit der selbst-erfüllenden Prophezeiung: "There is no such thing as society." Schließlich hatte das Monster mit der eisernen Frisur im Verbund mit dem Reagan-Regime dazu beigetragen, was nur ging: Entmachtung der Gewerkschaften, Radikalisierung der "Märkte", Deregulierung und Aufblähen der Finanz-Industrie, Steuer-Senkungen für Reiche und Konzerne, Kürzungen der Sozial-, Bildungs- und Infrastruktur-Ausgaben, Oligarchisierung auf der einen und Pauperisierung auf der anderen Seite...
Dieses neofeudalistische Konzept hat sich inzwischen schleichend in allen kapitalistischen Ländern mehr oder weniger durchgesetzt (sieht man von den französischen Gewerkschaften und Gelbwesten und den bröckelnden Sozialstaats-Resten in Skandinavien ab), und ex-linke Parteien, wie die deutsche "Linke", die spanische "Podemos", die griechische "Syriza" und die italienischen "5 Sterne", ergeben sich nach dem Muster der deutschen "Grünen" und der französischen "Sozialisten" dem Sog des thatcheristischen TINA-Prinzips ("There Is No Alternative."), um ihre "Regierungs-Fähigkeit" im angeblich alternativlosen "New American Century" (PNAC) zu beweisen, obwohl letzteres an allen Ecken und Enden Auflösungs-Erscheinungen zeigt:
Die "repräsentativen Demokratien" sind überall zu plutokratischen Kasten-Systemen von Gnaden der trans-nationalen Konzerne und der globalen Finanz-Industrie verkommen (jedenfalls noch mehr, als wohl immer schon); die aufgrund der Digitalisierung zunehmende strukturelle Arbeitslosigkeit wird durch Disziplinierung, "Flexibilisierung" und Niedriglohn-Jobs kaschiert; die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich ist bereits so groß, daß man sie fassungslos wie eine neue Folge von "Wer wird Deutschlands Top-Model?" betrachtet; die steigende Klima-Erwärmung, Extrem-Wetter und Katastrophen werden seit Jahrzehnten tot-geredet und unverdrossen "business as usual" betrieben (beste Beispiele sind Brasilien und Australien); überall, sogar im "hyggeligen" Skandinavien, kommen rechts-fundamentalistische Bewegungen mit terroristischen Rändern auf (wenn sie nicht bereits regieren, wie in den USA, in Israel, Ungarn, Polen, Brasilien, Ägypten, Saudi-Arabien, in der Türkei, auf den Philippinen usw., und bis vor kurzem in Italien und in der Ukraine); wie zu Kaisers Zeiten wird allerorten (vor allem in den USA und ihren NATO-Folge-Staaten) vermehrt in Rüstung investiert, als gäbe es sonst keine Probleme, und das westliche Imperium verzettelt sich weltweit in sinnlosen brutalen, menschen- und völkerrechts-widrigen und gefährlichen militaristischen Macht-Beweisen (vgl. vorherigen Eintrag); und die beherrschenden Medien bringen PR-"Tweets" von Regierungs-Schauspielern als "Nachrichten", statt den ganzen grassierenden TINA-Wahnsinn mal zu hinterfragen...
Welchen "Fortschritt" haben wir also seit den archaischen Tyranneien, antiken Gott-Königtümern und früh-imperialen Militär-Diktaturen (á la Alexander "dem Großen", Cäsar oder Karl "dem Großen" - falls es einen von denen gegeben hat) gemacht? Jedes zeitweilige Aufflackern von echter (Zivil-)Gesellschaft wurde von den Mächtigen blutig erstickt und aus der Sieger-Geschichts-Schreibung gelöscht: die englischen "Levellers", die deutschen Bauern-Befreier, die Pariser Kommune, die russischen Anarchisten, die deutschen Räte-Republiken und viele andere Beispiele sind wie in primitiven Priester-Despotien mit einem "Tabu" belegt: deshalb sind deutsche "Sozial-Demokraten" und "expressionistische Künstler" so begeistert als Kanonen-Futter in den 1. Weltkrieg gezogen, wie Joschka Fischers "Grüne" in den völkerrechtswidrigen Überfall auf Jugoslawien - wer das herrschende "Tabu" nicht respektiert, ist ein "vaterlandsloser Geselle" und muß sich nicht wundern, wenn er, wie Liebknecht und Luxemburg, vom "vaterländischen" Fascho-Mob ermordet wird und Ebert und Noske nach außen ein oder zwei Augen zudrücken, während sie in Wirklichkeit den Mob losgeschickt hatten.
"Gesellschaft" ist da nach dem revolutionären Zwischenspiel der hingemeuchelten Räte-Republiken schon wieder zur atomisierten imperialen Verfügungs-Masse geworden, derer sich dann leicht die Nazis bedienen konnten, und deren überlebende Erb-Masse wiederum leicht mit der rituellen Pseudo-"Demokratie" nach US-amerikanischem Muster zu disziplinieren war: in diesem sich noch weiter auflösenden Zustand von "Gesellschaft" leben wir bis heute und glotzen ungläubig und brav preußisch verängstigt oder sogar arrogant ("So ein Chaos gäb´s bei uns nicht!") auf die gelegentlichen französischen General-Streiks, als wär das Gotteslästerung, und kein Menschenrecht: daher endet jede "Revolution" (sogar die französische, ganz zu schweigen von der US-amerikanischen und leider teils auch der russischen und chinesischen) wie die in Orwell´s "Farm der Tiere"...
Wacht auf, Verdummte dieser Erde!
Die traditionelle Liebknecht-Luxemburg-Gedenk-Demo am Sonntag, 12.Jan. 2020, 10 h ab Frankfurter Tor (Berlin) wird wohl nix ändern, aber die Teilnahme ist erwiesenermaßen unschädlich und im besten Fall sogar förderlich (www.ll-demo.de) - trotz alledem und alledem.

Samstag, 4. Januar 2020

"USA-SA-SS !" - alter Gassenhauer, immer wieder aktuell

Das militaristische Regime der USA rastet immer mehr aus: nachdem schon Bush und Obama nach Gutdünken weltweit hunderte von Drohnenmorden an vermutlichen "islamistischen" Kämpfern und moslemischen Hochzeitsgesellschaften angeordnet hatten, hat das Regime jetzt einen iranischen General und seine Entourage gezielt und völkerrechtswidrig ermorden lassen, als er auf diplomatischer Mission im Irak war - schwer zu sagen, ob da der "SS"-Vergleich ausreicht... Das erinnert eher an den im Inka-Reich marodierenden Räuber-Hauptmann und Massen-Mörder Pizarro und seine hinterhältige Ermordung Atahualpas (allerdings 400 Jahre vor der Formulierung des Völkerrechts, was Pizarro aber kaum sympathischer als die US-Staats-Terroristen macht).
Der Iran befindet sich genauso wenig, wie die Inkas mit Spanien, im Krieg mit den USA, obwohl letztere alles tun, um einen solchen zu provozieren: völkerrechtswidrige Aufkündigung des Atom-Kontroll-Vertrags, "Sanktionen", Aufbringen eines iranischen Tankers im Mittelmeer, US-Kriegsschiffe im persischen Golf, Luftraum-Verletzungen usw. - Logischerweise forciert seither der Iran sein Atom-Programm und ist auch so schon nicht wehrlos, wie der 8-jährige erfolgreiche Krieg gegen den einst US- und NATO-unterstützten Irak gezeigt hat: das US-Regime zündelt trotzdem.
Dabei ist es egal, ob der mit tumber Immobilien-Mafia-Mentalität gesegnete Trump schuld ist, oder seine Junta von rechtsradikalen Multimillionären, oder der althergebrachte faschistoide militärisch-industrielle (und inzwischen auch digital-finanzielle) Komplex, der die USA in Wirklichkeit schon lange, wenn nicht schon immer, beherrscht: ist es schlimmer, wenn die cocktail-beflügelten "Tweets" aus der goldenen Badewanne des "Präsidenten" zum Krieg oder Welt-Untergang führen, oder wenn die verdeckten Schachzüge der etablierten neofeudalen Plutokraten dazu führen?
Der US-"Präsident" ist mehr noch, als die Polit-Kasten der anhängenden "repräsentativen Demokratien", nur die Dekoration für die herrschende Oligarchie, wie spätestens der getriebene Smiley Clinton, der unterbelichtete B-Movie-Antikommunist Reagan, sein geistiger Nachfolger Bush jun. und dessen trügerisches Spiegelbild Obama bewiesen haben: das einzige, was die beiden "Demokraten", Clinton und Obama, von den "Republikanern" unterscheidet, ist ihrer beider erfolgloser verbaler Einsatz für eine allgemeine Krankenversicherung - so was "kommunistisches" gab´s immerhin sogar bei den Nazis, ganz abgesehen von "Kraft durch Freude", wohingegen die USA nach wie vor vom puritanischen Geist der bigotten "Pilgerväter" durchdrungen sind: "Freude nur für die Kräftigsten!"
Im Hinblick auf den Militarismus, Imperialismus und Despotismus des US-Regimes kann man trotzdem noch, wie beim Reagan-Besuch in Berlin Anfang der 80er-Jahre, skandieren: "USA-SA-SS!"
Das betrifft natürlich nicht meine Freunde in den USA (ist also nicht allgemein "anti-amerikanisch", genausowenig, wie meine Freunde in Israel von meiner Kritik an der faschistoiden Politik des israelischen Regimes betroffen sind, sondern sie teilen: diese Kritik also nicht "anti-semitisch" ist), aber die Bevölkerung der USA muß sich genauso, wie die deutsche, europäische und die im Rest der Welt, schon fragen lassen, ob sie widerspruchs- und widerstandslos in ihrem Land die Herrschaft einer ruch- und hirnlosen Kaste hinnimmt oder nicht: wie man in Deutschland seit der Befreiung vom Faschismus weiß, sind die Grenzen zwischen Täter und Mitläufer fließend...
Mit dem Drohnen-Mord an dem iranischen General haben die USA ganz offen eine weitere "rote Linie" überschritten (während Assad das nur angeblich mit den unbewiesenen Gas-Einsätzen getan haben soll, die Grund für die völkerrechtswidrigen US-Bombardierungen in Syrien sein sollen...), und wer dazu höflich schweigt, macht sich mitschuldig.
Wer meint, er könne nichts gegen den grassierenden Wahnsinn unternehmen, gesteht damit immerhin unwillkürlich ein, daß wir in einer Diktatur der neofeudalen Plutokraten leben und daß sein Glaube an "Demokratie" eine Illusion ist, wenn er mit seinem Steinzeit-Gehirn (das übrigens auch, und vor allem, die Plutokraten haben) in der Zeitung gleich zur "Sport"- oder "Snobiety"-Seite weiterblättert.

Dienstag, 17. Dezember 2019

Vive la France: alle Schweine sind gleich, aber einige Schweine...

Da sieht man, mit was für ugly old men sich der Strahlemann und Ex-Bankster Macron umgibt: z.B. sein "Vertrauter" Jean-Paul Delevoye, ein häßlicher fetter alter Nadelstreifen-Sack mit Dreifachkinn, schon lange rechts-konservativer "Politiker", der sich jüngst den Plan ausgedacht hat, die französischen Renten auf niedrigem Niveau zu "vereinheitlichen" und das Eintrittsalter zu erhöhen.
Ihm selbst kann das wurscht sein: neben seinem Beamten-Gehalt und sicherer Pension bezieht er aus mehreren "Berater"- und Vorstandsposten "nebenbei" zusätzlich das Mehrfache eines Arbeiter-Einkommens - und hat vor lauter Renten-"Reform"-Eifer ganz "vergessen", diese Einnahmen (oder wenn, dann zumindest ihre wahre Höhe) anzugeben...
Immerhin ist er zurückgetreten (was bei seinen Nebeneinnahmen kein tragischer Schritt ist), aber das ist nur ein Schlaglicht auf die arroganten Kasten, die den Herrschafts-Apparat samt seiner Privilegien gepachtet haben und von den wirklich Reichen & Mächtigen, deren Ausdünstungen sie so gerne an deren unterem Ende schnuppern, mit einträglichen Neben-Jobs versehen werden - die Dunkelziffern solcher "Kavaliers-Delikte" sind vermutlich astronomisch, zumal die Zirkel der selbsternannten "Eliten" und der Plutokraten ziemlich hermetisch sind und man nur hineinkommt, wenn man vorherigen "Idealen" glaubwürdig abschwört (wie es gerade die deutsche "SPD" wieder vormacht...).
Was z.B. die Algerier und Libanesen dagegen gerade vormachen, ist die Forderung nach Abtritt der gesamten Bande von etablierten Schmarotzern, samt ihren Bütteln, Arschkriechern und Speichel-Leckern: innerhalb des herrschenden Systems und durch bloßen Personal-Tausch innerhalb des kleptokratischen "Establishments" wird es keine wirklichen Veränderungen geben.
Lang und erfolgreich und mit seuchenartiger Ausbreitung lebe der französische General-Streik!

Sonntag, 8. Dezember 2019

Die "NATO" wird zur "NPTO": China ist der neue Feind

Der "Nordatlantik-Pakt" erweitert seinen militärischen Aktionsbereich auf Betreiben der USA stufenlos vom Mittelmeer und der Ostsee über das das Schwarze Meer und den persischen Golf auf den Nordpazifik (NP): die "NATO"-Jubiläums-Tagung hat explizit China zum "Feind" erklärt, da China  den absterbenden neo-"liberalen" Kapitalismus offenbar rechts zu überholen droht...
Allerorten wird neben der ehemals "Roten" (Rußland) und der "Grünen" (Iran) wieder die "Gelbe Gefahr" beschworen - auch in den "alternativen" Medien darf gehetzt werden: ein Herr Esser entlarvt die Plutokratie des Ex-Kommunismus (https://kenfm.de/20-familien-regieren-die-weltmacht-china/) - vermutlich ein enttäuschter Ex-K-Gruppler (wie viele Ex-"Grüne"), der auf sein Ex-Idol eindrischt...
Wer aber, wie Esser, mit einer "Bild"-Schlagzeile anfängt und entsprechend fortfährt, hat allerdings von vornherein ausgeschissen, und sein wirres Namens- und Verwandtschaftsgeflecht und die provinziellen Ämter- und Beteiligungs-Verwicklungen beeindrucken kaum mehr, als die entsprechenden Oligarchien und Plutokratien in Europa und den USA (s. z.B. B. Engelmann: "Einig gegen Recht und Freiheit", M. Davis: "City of Glass" über Los Angeles, M. d´Eramo: "Das Schwein und der Wolkenkratzer" über Chicago).
Jeder zentralistische Staat ist ein Monster: das gilt sogar für das kleine Luxembourg, den "reichsten Staat Europas" - mit der höchsten Armuts-Quote... Und J.-C. Juncker (sic!) wird in Ehren zum "Elder Statesman" pensioniert, statt wegen Korruption und Begünstigung von Steuerflucht angeklagt zu werden.
Daß in China im Gegensatz zum rein-kapitalistischen "Westen" Funktionäre wegen Amtsmißbrauch, Korruption usw. angeklagt und zum Teil drastisch verurteilt werden, zeigt zwar, daß es dort sowas, genau wie bei "uns" und auf der ganzen Welt, gibt, aber daß man immerhin versucht, dagegen vorzugehen: wer hat Kohl & Schäuble wegen Schwarzgeld-Kassen vor den Kadi gebracht, oder Rüstungsministerin Leyen wegen Veruntreuung (millionen-schwere sinnlose "Berater"-Verträge an Privat-Unternehmen), oder die Betrüger aus den Liechtenstein- und Panama-Leaks?
Laut Esser gründete "Credit Suisse" für den Ex-Premier Wen Jibao ein Off-Shore-Unternehmen, und die "Beraterfirma" von dessen Tochter in Hongkong hat angeblich 1,8 Mrd. Dollars von "J.P.Morgan" erhalten - wer sind hier die Schweine? Ist "Griechenland" korrupt, wenn es Bestechungsgelder von "Siemens" annimmt, oder ist "Deutschland" korrupt, wenn "Siemens" besticht? Vielleicht ist daher Essers völlig zusammenhanglose Erwähnung des Deutschland-Besuchs von Hua Guofeng schon als Andeutung eines Korruptions-Verdachts zu verstehen?
Daß China kein "Utopia" ist, hat längst der letzte K-Gruppen-Rest eingesehen, aber dort sinkt die Armut, während sie in Europa und in den USA zunimmt, ihre neuen Kohle-Kraftwerke sind angeblich die "saubersten" der Welt (während die deutschen zu den dreckigsten gehören), sie investieren weltweit am meisten in regenerative Energien, ihre Überwachungs-Strategie folgt lediglich dem anglo-amerikanischen Vorbild, ihre Bullentaktik der der französischen flics gegen die Gelbwesten, und ihre Rüstungs-Politik den US-Vorgaben zum weltweiten Tot-Rüsten.
Pro Kopf der Bevölkerung hat China vermutlich nicht mehr aus politischen, ideologischen oder rassistischen Gründen Inhaftierte, als die USA (was China aber noch im Wettbewerb mit den Monstern, und nicht mit den "Utopias", hält), und was die Todesstrafe betrifft sind "unsere" stink-reichen saudischen Lappen-Träger-Freunde unübertroffen.
 Außerdem ist China, nach den australischen Aborigines, die zweit-älteste beständig existierende Kultur der Welt: diesen Kulturen ist mit dem grade mal 200 Jahre alten "westlichen" materialistischen Rationalismus nicht bei zu kommen, zumal viele unserer "zivilisatorischen Werte" in Wirklichkeit erst ein paar Jahrzehnte alt und teils noch pure Theorie sind (Demokratie, Menschenrechte, Kinderrechte, Gleichberechtigung usw.) oder uns teils schon wieder abhanden kommen (Sozialstaat, Gerechtigkeit, Friedens-Politik, Abrüstung, post-koloniale Entschädigung usw.).
In China gab es im Lauf der Jahrhunderte zigtausende Bauern-Aufstände, aus denen teils sogar neue Herrscher-"Dynastien" hervorgegangen sind: ungeachtet dessen, daß Macht immer korrumpiert (wie besagte Bauern-Dynastien, die Bolschewiken und die chinesischen "Kultur-Revolutionäre" gezeigt haben), kann der "Westen" dagegen nicht anstinken - die perikleische, die cromwellsche und die jakobinische Diktatur (ganz zu schweigen von der nordamerikanischen Sklavenhalter-Sezession 1776) waren weniger "revolutionär", als die gesamte chinesische Geschichte.
Schade, daß deren Erben nicht besseres einfällt, als ein reformistischer Staats-Kapitalismus, aber unser Haupt-Feind sind nicht die chinesischen Reformisten, sondern die Reaktionäre: also der sozial-darwinistische Neo-Feudalismus hierzulande!

Donnerstag, 28. November 2019

Faxe System: wieso bis zur Katastrophe warten?

Während das globale finanz-kapitalistische Imperium weltweit verstreut lokale Kriege anzettelt, in denen Staaten zu "Fail-States" und inhumanen "War-Zones" werden und sich Bevölkerungen stellvertretend zerfleischen oder fliehen, während ihre "War-Lords" die regionalen Ressourcen auf dem Weltmarkt gegen Waffen verticken, oder mittels imperialer "Sanktionen" ganze Volks-Wirtschaften in Elend und Aufstand treibt, erheben sich plötzlich weltweit verstreut marginalisierte Bevölkerungen gegen das neo-"liberale" Regiment der sozial-darwinistischen Massen-Verarmung: von Chiapas und Chile über Algerien bis zum Libanon, und es ist nur eine Frage der Zeit, wann das auf Ostasien übergreift (die UK- und US-Flaggen-hissenden Hongkong-Chinesen gehören da nicht zu den Hoffnungs-Trägern...).
Es ist auch nur eine Frage der Zeit, wann das auf Europa übergreift (Frankreich gibt schon einen Eindruck davon): wollen wir wirklich warten, bis wir in Slums und Favelas leben, zusammen mit Millionen von Wirtschafts- und Klima-Flüchtlingen?
Vor 10 Jahren haben Regierungen weltweit innerhalb von Tagen oder Wochen hunderte von Milliarden Dollars oder Euros locker gemacht, um notorische Börsen-Zocker vor ihrem selbst-verschuldeten Bankrott zu retten (ganz abgesehen vom lang bekannten und tolerierten "Cum-Ex"-Milliarden-Betrug, der Steuer-Freiheit für transnationale Unternehmen und Milliardäre, den letztlich nur teuren "Harz4"-Schikanen und der nonchalanten Erhöhung des Rüstungs-Etats): dieselbe Rettung wäre natürlich möglich, um den weltweiten Hunger von einer Milliarde Menschen und die zunehmende Verarmung von über 90% der Weltbevölkerung zu beseitigen oder zu verhindern und allen Menschen ein würdiges Grundeinkommen zu garantieren: nach Berechnung von J. Ziegler ("Wir lassen sie verhungern", 2011) würde eine bloß 2%ige Vermögens-Steuer für die paartausend weltweiten Milliardäre ausreichen, um den weltweiten Hunger zu beenden...
Zur Zeit ist (noch) genug für alle da - vorausgesetzt eine gerechte Verteilung und eine Begrenzung des weltweiten Bevölkerungs-Wachstums (die chinesische 1-, bzw. mittlerweile 2-Kind-Politik ist nur unter fundamental-biblischer Verblendung verwerflich), und lächerliches "Geld" kann, wie man allerorten sieht, jederzeit gedruckt werden: es ist kein "Heiliger Geist", sondern bloß ein Verrechnungs-Hilfsmittel in einem infantilen Spiel namens "Handel", das den Kindern schon mit den Murmeln gehirn-eingewaschen wird, aber nichtsdestotrotz albern bleibt - ein Aberglaube, der sich kaum von dem der "primitiven Völker" unterscheidet.
Das rationalistische "Effizienz"-Denken der sogenannten "Aufklärung" wird individuell längst nicht mehr ernst genommen, obwohl es "wirtschaftlich" nach wie vor doktrinär ist: jedes Bewerbungs-Schreiben und jeder Arbeits-Vertrag sind pure Heuchelei: die große Mehrheit der Arbeiter und Angestellten hat dauerhaft "innerlich gekündigt" und steht morgens nur auf, "weil sie das Geld braucht" - und je weniger Geld das im Vergleich zum "nationalen Reichtum" wird, desto schlechter die Laune und desto geringer die "Arbeits-Lust": insofern ist der sozial-darwinistische Kapitalismus nicht mal "effektiv".
Angesichts zunehmender Digitalisierung und Roboterisierung simpler Prozesse werden immer mehr Menschen als "Arbeitskräfte" überflüssig, aber statt die wachsende Produktivität in sinkende Arbeitszeit bei vollem Lohnausgleich umzusetzen, wie es der industrielle "Fortschritt" einst versprach, wird auf Teufel-komm-raus zu Minimal-Löhnen produziert, was sich keiner mehr leisten kann: sinnlos reiche Millionäre und Milliardäre können auch nicht mehr als doppelt- oder dreifach-soviel fressen, als Pfandflaschen-Sammler, die wegen ihrer automatischen Veschuldung von Inkassso-Unternehmen verfolgt werden, sofern sie nicht bereits adressen- und obdachlos sind; was ist der Sinn eines solchen Systems?
Nada ! Yo basta !

Donnerstag, 21. November 2019

Vom GröFaZ zur GröKlaZ:trotz "EEG-Umlage" und drohender "CO²-Steuer sinkt die EE-Förderung und steigt der CO²-Ausstoß

"Kl" steht nicht für "Künstliche Intelligenz", sondern für "Klima-Kanzlerin", was das Merkel ja vor dem "Wir schaffen das!" (nach den Ärzten und den Reportern endlich auch Kanzler ohne Grenzen) mal gewesen sein soll...
Ähnlich wie der "Solidaritäts-Zuschlag" nie im ausverkauften und totsanierten "Osten" angekommen ist (sondern eher in Form von Bomben in Belgrad), hat sich offenbar die "EEG-Umlage" verselbständigt: bei den erneuerbaren Energien kommt sie jedenfalls nicht mehr an - vielleicht wieder eher bei den Kampf-Karrenbauern und ihrem auf NATO-Geheiß zu erhöhenden Rüstung-Etat?
Über das gallertartige Merkel-Chamäleon mit seiner eingebildeten Macht, das die Selbstzerfleischung anhand der real existierenden Probleme gnadenlos an die Untergebenen delegiert (an die folgsamen Minister der "GroKo"-Parteien), lohnt sich nicht zu reden: das wäre viel zu simpel, obwohl ein Teil der "Wähler"-Manövrier-Masse das offenbar genauso wenig kapiert hat, wie die Tatsache, daß "AfD" und Konsorten bloß simpler und un-raffinierter derselben anti-demokratischen und neo-"liberalen" Strategie anhängen - aber das ist ein anderes Thema...
Klar ist, daß die national und EU-weit "gewählten" Volks-"Repräsentanten" keine sind, sondern bezahlt oder freiwillig der allgegenwärtigen Lobby folgen: anders ist die fatale System-Treue trotz drohendem Kollaps schwer zu erklären - bei den aktuellen Profiteuren allerdings noch eher, als bei den marginalisierten Verlierern, die selbst angesichts ihrer drohenden Vernichtung noch an das "Tina"-Prinzip ("There is no alternative") glauben.
Es gibt haufenweise reformistische Ansätze (wie Götz Werners Konzept von "Grund-Einkommen", oder z.B. https://www.heise.de/tp/features/Bodenspekulation-stoppen-und-das-Klima-schuetzen-durch-Buergergeld-4443653.html), die explizit ohne "Eingriff in die Besitz-Verhältnisse" nach einer Art von ehemals "schwedischem Modell" für "Gerechtigkeit" sorgen wollen - aber leider sind es genau die archaischen Besitzverhältnisse, die echte Gerechtigkeit verhindern, wie genau das Beispiel Schweden gezeigt hat.
Die Strom-"Börsen" und der Emissions-Zertifikate-Handel (vielleicht bald ergänzt durch CO²-Zertifikate) zeigen, daß mit kapitalistischen Methoden nichts anderes auszurichten ist, als kurzfristige Profite für die aktuellen Markt-Beherrscher und "ökologisch" verbrämte Zusatzgebühren für das, was volkt...

Dienstag, 19. November 2019

Lustig: das faschistoide Frankreich mahnt beim Iran "Liberalität" an

Nachdem Macron´s  soundsovielte "Republik" (nach der "revolutionären" Egalité der Guillotine) durch ihre bekanntermaßen vorwiegend rechts-radikalen Polizei-Schläger-Truppen mittels europaweit geächteter "Gummi-Geschosse" und anderer Kriegs-Methoden die "Gelb-Westen"-Bewegung offenbar unter Zurücklassung diverser "Invaliden" militärisch zermürbt hat und in allgemeinem Einvernehmen immer noch nicht als "Regime" bezeichnet wird, warnt sie nun den Iran, die gleichen Mittel anzuwenden, und verspricht per amtlichem "twitter", ein Argus-Auge auf Verletzungen des "Bürgerrechts auf Freiheit" zu richten - jedenfalls was "Citoyens" und "Liberté" außerhalb von Frankreich betrifft, und insbesondere solche von NATO-feindlichen Staaten...
Was zum Teufel maßen sich diese postkolonialen Stellvertreter des militärisch-industriellen Komplexes da eigentlich an?
Man verfügt von Jugoslawien bis Syrien imperialistisch über die "territoriale Souveränität" oder Teilbarkeit von "Staaten", die vom "westlichen" Imperialismus des 19. und 20. Jahrhunderts in die Weltkarte eingetragen wurden (was natürlich nicht für die plebiszitäre Sezession der Krim gilt: die ist natürlich eine "völkerrechts-widrige Annexion"), während die nationalen "Hoheits"-Grenzen in Europa auch nichts weiter als die Folge unwesentlich älterer feudaler oder neofeudaler Kriege sind, die zudem angesichts des globalisierten Kapitals nur noch ein "fake"-Rahmen für die Pfründe einer etablierten Bürokratie sind - ähnlich wie im lächerlich theatral formalisierten antiken Ägypten oder im barocken Hofstaat des "Sonnen-Königs" Louis XIV.: wo es damals beamtete und besoldete Mundschenke und Nachttopf-Leerer gab, gibt es heute EU-"Kommissare" nach dem klassischen Prinzip der Vettern-Wirtschaft, auch wenn diese mittlerweile auf dem materialistischen Prinzip der "Wahl-Verwandtschaft" innerhalb von "Parteien" und deren "Fraktionen" beruht...
Jedenfalls ist klar, daß das Gelaber von "Unterstützung weltweiter Demokratie-Bewegungen" nichts weiter als ein Ausnutzen der Verelendung von "sanktionierten" Bevölkerungen zwecks Installierung eines willfährigen Regimes ist - sei es im Nahen oder Mittleren Osten, in Latein-Amerika oder Schwarz- und Nord-Afrika.
Das aktuell beste Beispiel ist der verharmloste Putsch in Bolivien: die vorwiegend indigenen "Unter-Klassen", die bisher von der einigermaßen links-sozialen Politik profitiert haben und die Wähler-Basis für Präsident Morales darstellten, haben bitter dessen globale Machtlosigkeit erfahren: den Opfern dieser ökonomischen Kriegführung durch die konkurs-verschleppenden Noch-Herren der Finanzwelt fällt offenbar erstmal nichts anderes ein, als sich wieder brav der Hegemonie zu unterstellen, um die "Krise" zu beenden - natürlich befeuert vom vorwiegend weißen Establishment, das seine alten Privilegien zurück haben will.
Mittlerweile sind die Wirtschaftskriege der reichen Länder gegen arme vergleichbar mit den sinnlosen alliierten Bombardierungen von Dresden und anderen zivilen Zielen am Ende des 2. Weltkriegs (den ich wohlgemerkt aus deutscher Sicht nicht für eine "Niederlage", sondern für eine Befreiung vom Faschismus halte): Kriege werden nicht zwischen "Gut" und "Böse" geführt, sondern zwischen konkurrierenden imperialistischen Mächten: die Alliierten haben offensichtlich nicht gegen den grauslig industrialisierten Rassen-Vernichtungs-Wahn der Nazis (der ihnen schon früh bekannt war) gekämpft, sondern für ihre eigene globale Vormacht.
Genau dasselbe macht die arrogante neo-"liberale" Regierung Macron´s nun mit dem Iran: auch wenn wir in Frankreich unser lästiges Volk mit Gummi-Geschossen zur Räson bringen, können wir euch, wenn ihr dieselben Methoden anwendet, dermaßen in den Arsch ficken!
Man wird fast versöhnt mit dem Nilpferd Merkel, das nur inhaltslos aus dem Morast herausblubbert, während Macron eine versumpfte Botschaft nach der andern meint heraushauen zu können...