Die 100 Milliarden aus Rußland für "pro-russischen Stimmen-Kauf" (die Russen nennen es Entwicklungs-Hilfe) konnten gegen die 300 Milliarden aus der EU (die EU nennt es Entwicklungs-Hilfe) offenbar nicht anstinken: das noch korruptere und noch ärmere, als die Ukraine, zerrissene Mini-Land Moldawien glaubt offenbar zu 50,1% der abgegebenen Wähler-Stimmen, daß es tatsächlich irgendwann EU-Mitglied wird und dann jeder Moldau-Rumäne, Transnistrier und Gagause (oder sonstige Minderheitler) einen gebrauchten "Golf-3" fahren wird...
Falls die wirtschaftlich absteigende EU sich in ferner Zukunft so einen weiteren Pleite-Kandidaten an´s Bein binden wird, dann nur in Verbindung mit einer NATO-Mitgliedschaft, denn jenseits aller ökonomischen Logik geht es nur um die militärische Umzingelung Rußlands, die schon mittels der Ukraine geplant war und jetzt auf der Kippe steht - und um die Störung des chinesischen Projekts einer "Neuen Seiden-Straße", das mit konfuzianischem Rationalismus bereits Erfolg-versprechender erscheint, als der primitiv-militärische westliche Imperialismus.
Was ist überhaupt an dem Attribut "pro-EU" so positiv? Die EU ist eine un-"demokratische" bürokratische Institution im Dienst des Turbo-Kapitalismus, die ständig am Widerspruch zwischen ihrem theoretischen Anspruch auf der einen Seite, und den Forderungen von "IWF", "WTO" und diversen Nationalisten andererseits scheitert... Wozu sollte sich diese Versager-"Organisation" Gebiete einverleiben, die seit der Auflösung der Sowjet-Union zu autokratischen "Dritte-Welt"-Ländern verkommen sind?
Alle post-kolonialen "Staaten" weltweit (und letzten Endes auch die "alten" europäischen "Staaten") sind künstliche Viel-Völker-Konstrukte, und dafür gibt es nur zwei Lösungen: entweder kleinteilige lokale und ethnische Autonomie, oder versuchsweise Gleich-Berechtigung innerhalb föderal-zentralistischer Systeme, wie in den "Bundes-Republiken" von Deutschland, der Schweiz, Jugoslawien oder der Union der Sowjet-Republiken.
Derzeit sieht es in den bereits vom Kapitalismus beleckten Ländern leider so aus, als brauche es zur Erhaltung einer Mindest-"Zivilisation" eine zentralistische Gewalt, um einen Anschein von Gleich-Berechtigung und Gerechtigkeit zu erhalten, aber das funktioniert ja nichtmal innerhalb der teils einigermaßen "zivilisierten" EU - und es ist fraglich, ob es in den in abtrünnige Autonomie-Gebiete zerfallenen ehemaligen Sowjet-Republiken Moldawien und Georgien besser funktioniert...
Jedenfalls haben ehemalige Sowjet-Republiken genauso wenig in der EU zu suchen, wie z.B. die Türkei - und das könnte man auch von einigen ehemaligen "Ostblock"-Staaten sagen... Oder von Neu-Kaledonien, Martinique und Mayotte... (Hätte D-Land nicht den 1. Weltkrieg verloren, würden heute auch Samoa und Togo zur EU gehören, und hätte es nicht den 2. Weltkrieg verloren, vielleicht auch Himmlers Lieblings-Land Tibet...)
Die islamischen Ex-Sowjet-Republiken gehören sowieso in einen turk-persischen Kultur-Kreis, und die christlichen in den russischen Kultur-Kreis - was ist daran schlimm? Das ganze Problem ist nur Ausdruck einer unausgesprochenen Krise des westlichen Kapitalismus und Imperialismus.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen