Im Berliner "Tagesspiegel" vom 13.9.2025 schreibt eine gewisse Yulia Valova ("Besetzte Gebiete - Ukrainische Kinder sollen für Putin kämpfen") von "1,6 Millionen Kindern und Jugendlichen", die in den von Rußland besetzten Gebieten der Ukraine "in russischen Bildungs-Anstalten tagtäglich Propaganda und Militarisierung ausgesetzt" sind, und wiederholt die alte Fake News (siehe meinen Eintrag vom 5. Juni 2025) von den "über 19.500 registrierten Minderjährigen, die von den russischen Besatzern deportiert oder [?] gewaltsam vertrieben wurden" und angeblich zwangsweise in Russifizierungs- und Militarisierungs-Camps interniert wurden*... Nicht erwähnt wird, daß in der russisch besetzten Ost- und Süd-Ukraine die Mehrheit der Bevölkerung und der "ukrainischen Kinder" russisch-stämmig und -sprachig bzw. "pro-russisch" sind, und daß seit dem Putsch von 2014 eine Ent-Russifizierung und "Ukrainisierung" erzwungen werden sollte (nicht umsonst wurde das "pro-russische" Mariupol, das erst 1991 im Unabhängigkeits-Referendum der neuen Ukraine zugeschlagen worden war, bereits 2015 von der rechts-radikalen "Asow-Miliz" besetzt, um eine lokal geforderte Abspaltung nach dem Muster der Krim zu verhindern, bevor es 2022 durch die Russen befreit wurde...).
Nun, para-militärische Ausbildung und "patriotische" Erziehung gab es in der Sowjet-Union und in vielen real-sozialistischen Staaten und gibt es in deren Nachfolge-Konstruktionen samt der Ukraine genauso, wie in den USA, der Türkei und vielen anderen Staaten - die saturierten Staaten vor allem West-Europas hatten da subtilere Methoden, und in den islamischen Staaten besorgten das die Koran-Schulen...
Das viel-beklagte "System der militärisch-patriotischen Erziehung Rußlands" existiert allerdings leider auch im europäischen "Werte"-Westen: in den sowieso russophoben und latent faschistoiden baltischen Staaten** und in den neuen NATO-Mitglieds-Staaten Finnland und Schweden grassiert eine Begeisterung für die organisierte para-militärische Ausbildungs-Welle der Zivil-Bevölkerung, in Frankreich, das nach dem Vorbild der USA, Rußlands. Chinas und Nordkoreas alberne "Militär-Paraden" aufführt, finden para-militärische Sommer-Camps für minderjährige Jugendliche großen "patriotischen" Zulauf, und in Deutschland wird Werbung für´s Kriegs-Handwerk (in Form "Bundeswehr"-tarnfarbener Straßenbahnen und Busse, Militär-Propaganda-Veranstaltungen an Schulen usw.), sowie die Wieder-Einführung der "Wehr-Pflicht" wieder "normal"...
Aber in Wirklichkeit hat in Europa das, was volkt, laut Umfragen nirgendwo mehrheitlich (d.h. mehr als 50% der Befragten: oft eher nur ein Drittel oder Viertel) Vertrauen in irgendwelche Institutionen, sei es die Regierung, die Mainstream-Medien, der öffentliche Rundfunk, die Justiz, die Polizei, die "Wirtschaft", die Gewerkschaften, die Kirchen, die "Experten" oder was auch immer - auch wenn sich das komischerweise nicht in "Demokratie"-gläubigen "Wahl"-Ergebnissen nieder schlägt, zeugt es doch von einem gewissen politischen Bewußtsein und "Aufklärung", und nicht von der "populistisch" angeheizten "anti-demokratischen Verirrung", die unsere pseudo-"demokratischen" Plutokraten dem Volk unterstellen.
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* als "Quellen" werden natürlich dubiose Kiewer "NGO"s genannt
** Litauen trat kürzlich plakativ aus der "Oslo-Konvention" zur Ächtung von Streubomben aus (der z.B. die USA, Rußland und die Ukraine sowieso nie beigetreten waren) - so Menschen-verachtend grotesk, wie der Ausstieg der Türkei aus der (sic!) "Istanbul-Konvention" für Frauen-Rechte...
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