Wie man hört, heißt der Aufsichtsrats-Oberarsch der "Deutschen Bank" (kaum zu glauben:) "Börsig", und natürlich hat dieses Schwein in Nadelstreifen noch paar mehr Aufsichtsratsposten, seit er von der "Deutschen Bank" mit 15 Millionen € "Abfindung" aus dem Vorstand in den Aufsichtsrat wegkomplimentiert wurde und nur noch Ackermännchen seinen Geburtstag im Hängebacken-Amt feiern darf... Und "Börsig" ist nur einer von den tausenden Dummwichsern mit Hofstaat, die in Interviews kühl lächelnd sagen: "Bei den Milliardengewinnen, die wir jährlich einfahren, spielt es doch garkeine Rolle, ob ich eine oder 10 Millionen kriege..."
"Wir", das sind Banken, Versicherungen und andere Spekulations-Raubritter, die sich weigern, auf ihre Milliardengewinne zu verzichten, selbst wenn durch ihre Machenschaften hunderttausende Hausbesitzer oder sogar ganze Staaten pleitegehen und ihre Bewohner nach Vorschrift von "IWF" und "Rating Agenturen" auf das Niveau von Kolonien des 19. Jhs zurückzwingen - denn sie müssen mit börsigem Tunnelblick ja "die Einlagen ihrer Kunden schützen" - hört sich zwar nach Sorge um Renate Mustermann und Onkel Bräsig an, bezieht sich aber auf die "Global Players", die (wie die bankrotten USA) "too big to fail" sind: heißt letztlich, daß Geld im "Finanzsektor" verschwindet, das nicht anderweitig verteilt werden kann: was Bank- und "Fonds"-Manager, die großen "Share-Holder" und Spekulanten abkassieren und in Steueroasen oder "Stiftungen" parken, fehlt eben, wenn "die seit Jahren höchsten Tariflohn-Erhöhungen" immer noch unter der Inflationsrate liegen, selbst die noch tariflich bezahlten Arbeitnehmer also ärmer werden, ganz zu schweigen von der überwältigenden Masse der Untertertarif-, Zeit- und Niedriglohnarbeiter, und von den Ausgemusterten, die auf Steuerzahlerkosten das "Existenzminimum" erhalten, während die Absahner des Vize- "Exportweltmeistertums" und des drittgrößten Waffenexportstaats der Welt die sogenannte "Krise" als Chance betrachten:
Allein die Vorstandschefs der 30 "DAX"-Unternehmen haben 2010 der Volkswirtschaft (jedenfalls offiziell, und ohne sonstige Einkünfte) 135 Millionen € entzogen, 20% mehr als 2009, ebenso wie die ihnen unterstellten "normalen" Vorstandsmitglieder, die im Durchschnitt je 2,9 Millionen € jährlich kassieren - jeder geistig gesunde Mensch würde sich bei so einem Salär nach einem Jahr zur Ruhe setzen: nicht so die geistesgestörten Vormenschen mit dem "Börsig"-Syndrom, die uns nichtsdestotrotz als menschliche Existenzen verkauft werden: "Ich persönlich", sagt treuherzig der Hauptgeschäftsführer der "Deutschen Schutzgemeinschaft für Wertpapierbesitz" ("Tagesspiegel", 8.7.2011), "bin der Meinung, daß kein Vorstandschef mehr als 10 Millionen € verdienen sollte. Es entsteht sonst der Eindruck, daß wir nahe an der Störung des sozialen Friedens sind." - Na sowas: aber zum Glück gibt es ja bisher in Deutschland nur einen, der über 9 Millionen €/Jahr kassiert...
Seid ihr eigentlich alle zu blöd, zu sehen, daß die Spekulations- und Konzernprofite und die Privatvermögen von 1% der Weltbevölkerung genau um den Betrag wachsen, um den die "Verschuldung" der Staaten steigt, die das den Reichen geschenkte Geld lieber gnadenlos von Otto Normalverbraucher eintreiben?
Die gesamte "1. Welt" ist auf dem Weg zu griechischen Verhältnissen, ganz zu schweigen von der Milliarde Menschen, die man ohne mit der Wimper zu zucken unterernährt oder verhungern läßt, damit ein paar degenerierte Geldadlige sich dumm und dämlich "verdienen" können - scheißt diesem verkommenen Abschaum und seinen gekauften Wasserträgern vor ihre Villentüren und auf ihre Jachtstege, zerrt sie raus an den Pranger und spuckt ihnen ins Gesicht...
Ist das ist ein "Aufruf zur Gewalt"? Na, ich habe sowieso quasi Berufsverbot und die GSG wird nichts besonderes bei mir finden.
Dienstag, 12. Juli 2011
Sonntag, 3. Juli 2011
Laßt sie pleitegehen!
Und zwar die Banken, und nicht die Griechen!
Falls die Griechen sich in beamtenmäßig sicheren und gutbezahlten Jobs mit lockerem Dienst-nach-Vorschrift und bequemer Frühpensionierung zurücklehnen würden, wären sie das Musterbeispiel für eine soziale Marktwirtschaft, in der die zunehmende Produktivität mal dem Volk zugutekommt - aber leider hat sich ja herausgestellt, daß sie im Gegensatz zu Merkels im Kindergartenton vorgetragenen Stammtisch-Vorurteilen im Durchschnitt für weniger Geld und mit weniger Urlaub mehr und länger arbeiten, als irgendwelche braven deutschen Protestanten, auch wenn die Griechen lieber Ouzo trinken, als die bei uns üblichen Effizienz-Pillen und Antidepressiva zu schlucken.
Und diesen "Makel" haben die Banken und Konsorten jahrzehntelang ausgenutzt, um den Griechen höhere Zinsen abzupressen, sodaß ihre "Investitionen" schon längst Gewinn abgeworfen haben - die ursprüngliche "Investition" war vermutlich sowieso nur eine Art Geldwäsche.
Jetzt tun die Banken so, als müßten sie die treudoofen Spareinlagen der arbeitsamen Renate Mustermann gegen das Anspruchsdenken der faul-raffinierten Griechen (Spanier, Portugiesen, Iren...) verteidigen, und nicht die Einlagen milliardenschwerer Spekulanten, die sich an jeder "Krise" dumm und dämlich verdienen...
Nach langem Hin-und-Her hat sich nun das deutsche Kapital entschieden, freiwillig 4 Milliarden € zur Rettung Griechenlands beizutragen: die Betonung liegt auf "freiwillig", da der "Markt" sich natürlich nichts vorschreiben läßt...
Die Hälfte der 4 Milliarden trägt allerdings der Steuerzahler, weil es sich um Schrottpapiere handelt, die in verstaatlichte "Bad Banks" ausgelagert wurden, und die andere Hälfte ist nichts weiter, als eine Laufzeitverlängerung: die Banken, Versicherungen und "Hedgefonds" geben eine Gnadenfrist, bevor sie endgültige Rückzahlung verlangen: vielen Dank auch, A(rschfi)ckermann und Co.!
Das Haß4-Prekariat, die Zeitarbeits-Tagelöhner und die immer ärmeren Proleten gucken sich zwar immer noch fähnchenschwingend die feudalen Parties von genetischen und finanziellen Inzestopfern an, aber lange kann das ja nicht mehr gutgehn - egal, ob es Grimaldis, Sport- und Musik-"Stars" oder Bürokraten betrifft.
Falls die Griechen sich in beamtenmäßig sicheren und gutbezahlten Jobs mit lockerem Dienst-nach-Vorschrift und bequemer Frühpensionierung zurücklehnen würden, wären sie das Musterbeispiel für eine soziale Marktwirtschaft, in der die zunehmende Produktivität mal dem Volk zugutekommt - aber leider hat sich ja herausgestellt, daß sie im Gegensatz zu Merkels im Kindergartenton vorgetragenen Stammtisch-Vorurteilen im Durchschnitt für weniger Geld und mit weniger Urlaub mehr und länger arbeiten, als irgendwelche braven deutschen Protestanten, auch wenn die Griechen lieber Ouzo trinken, als die bei uns üblichen Effizienz-Pillen und Antidepressiva zu schlucken.
Und diesen "Makel" haben die Banken und Konsorten jahrzehntelang ausgenutzt, um den Griechen höhere Zinsen abzupressen, sodaß ihre "Investitionen" schon längst Gewinn abgeworfen haben - die ursprüngliche "Investition" war vermutlich sowieso nur eine Art Geldwäsche.
Jetzt tun die Banken so, als müßten sie die treudoofen Spareinlagen der arbeitsamen Renate Mustermann gegen das Anspruchsdenken der faul-raffinierten Griechen (Spanier, Portugiesen, Iren...) verteidigen, und nicht die Einlagen milliardenschwerer Spekulanten, die sich an jeder "Krise" dumm und dämlich verdienen...
Nach langem Hin-und-Her hat sich nun das deutsche Kapital entschieden, freiwillig 4 Milliarden € zur Rettung Griechenlands beizutragen: die Betonung liegt auf "freiwillig", da der "Markt" sich natürlich nichts vorschreiben läßt...
Die Hälfte der 4 Milliarden trägt allerdings der Steuerzahler, weil es sich um Schrottpapiere handelt, die in verstaatlichte "Bad Banks" ausgelagert wurden, und die andere Hälfte ist nichts weiter, als eine Laufzeitverlängerung: die Banken, Versicherungen und "Hedgefonds" geben eine Gnadenfrist, bevor sie endgültige Rückzahlung verlangen: vielen Dank auch, A(rschfi)ckermann und Co.!
Das Haß4-Prekariat, die Zeitarbeits-Tagelöhner und die immer ärmeren Proleten gucken sich zwar immer noch fähnchenschwingend die feudalen Parties von genetischen und finanziellen Inzestopfern an, aber lange kann das ja nicht mehr gutgehn - egal, ob es Grimaldis, Sport- und Musik-"Stars" oder Bürokraten betrifft.
Donnerstag, 2. Juni 2011
Á bas Strauss-Kahn!
Dicke alte Männer ausmustern!
Die französischen "Kaviar-Linken" sind nichts weiter, als arrogante Millionäre, die schlauerweise seit 30 Jahren in der "Sozialistischen Partei" das Heft übernommen haben. Und ein "Sozialist", der Präsident des IWF wird, ist nicht mal mehr ein "Sozialist" in Anführungszeichen...
Vermutlich muß man so ein pseudo-kultiviertes Schwein wie Strauss-Kahn sein, um in die herrschenden Altmänner-Riegen aufzusteigen, und wahrscheinlich muß man sich teure Nutten bestellen, wenn man alt und fett ist und tagein, tagaus in asexuellen Anzügen mit Schlips und Kragen steckt - solche Beweise von "Potenz" und "savoir-vivre" weiß das Volk bei seinen Gallionsfiguren ja noch irgendwie zu würdigen.
Umso mehr fragt sich, warum diese selbstherrliche Mischung aus Berlusconi und Mitterand so dämlich ist, in seiner Luxus-Hotelsuite ein hergelaufenes Zimmermädchen zu vergewaltigen - so dämlich, daß Sarkozy gleich meint betonen zu müssen, er habe das jedenfalls nicht eingefädelt...
Was auch immer im Hotel passiert ist: daß irgendeine normale Frau ganz spontan mit diesem machtgeilen alten Sack "einvernehmlich Sex" gewollt haben könne, können nur ebensolche machtgeilen alten Säcke annehmen - aber solche wirklichkeitsfremde Arroganz der Reichen und Mächtigen würde immerhin die Politik des IWF erklären, die ähnlich neofeudal, kurzsichtig und defätistisch ist: der IWF war von Anfang an eine Clique von häßlichen alten fetten stinkreichen Säcken, denen man eigentlich alles zutraut, auch wenn sie mal weniger fett sind oder nur alt aussehen.
Das Gute ist nur, daß nicht noch ein Conquistador in Nadelstreifen irgendwo Präsident wird, nachdem Deutschland seinen IWF-Köhler gerade für eine dicke lebenslange Pension einigermaßen einfach losgeworden ist - nicht, daß ein Sarkozy (gar eine Le Pen) oder ein Wulff besser wären...
Und daß als Chefin des IWF jetzt die bewundernswert "asketische, abstinente und disziplinierte" französische Finanzministerin Lagarde gehandelt wird, zeugt auch nicht grade von Erneuerung: außer daß sie eine Frau und von ihr kein Hang zu Eskapaden bekannt ist, bleibt alles beim Alten - eine silbrige Millionärin mit überheblich-rationalistisch verbrämter "neoliberaler" Grundhaltung und gradezu protestantischem Arbeitsethos, die auch und gerade preußische und angloamerikanische Kapital-Fundamentalisten bedient.
Cui bono? Den Normalsterblichen und Opfern des IWF kann das Postengeschacher der sogenannten "Eliten" jedenfalls egal sein, und sie brauchen auch nicht untertänigst zu erschaudern, wenn einer aus dem illustren Haufen mal ganz normal und zu recht verhaftet wird - der nächste ist hoffentlich Berlusconi oder ein ähnlicher Kotzbrocken!
Die französischen "Kaviar-Linken" sind nichts weiter, als arrogante Millionäre, die schlauerweise seit 30 Jahren in der "Sozialistischen Partei" das Heft übernommen haben. Und ein "Sozialist", der Präsident des IWF wird, ist nicht mal mehr ein "Sozialist" in Anführungszeichen...
Vermutlich muß man so ein pseudo-kultiviertes Schwein wie Strauss-Kahn sein, um in die herrschenden Altmänner-Riegen aufzusteigen, und wahrscheinlich muß man sich teure Nutten bestellen, wenn man alt und fett ist und tagein, tagaus in asexuellen Anzügen mit Schlips und Kragen steckt - solche Beweise von "Potenz" und "savoir-vivre" weiß das Volk bei seinen Gallionsfiguren ja noch irgendwie zu würdigen.
Umso mehr fragt sich, warum diese selbstherrliche Mischung aus Berlusconi und Mitterand so dämlich ist, in seiner Luxus-Hotelsuite ein hergelaufenes Zimmermädchen zu vergewaltigen - so dämlich, daß Sarkozy gleich meint betonen zu müssen, er habe das jedenfalls nicht eingefädelt...
Was auch immer im Hotel passiert ist: daß irgendeine normale Frau ganz spontan mit diesem machtgeilen alten Sack "einvernehmlich Sex" gewollt haben könne, können nur ebensolche machtgeilen alten Säcke annehmen - aber solche wirklichkeitsfremde Arroganz der Reichen und Mächtigen würde immerhin die Politik des IWF erklären, die ähnlich neofeudal, kurzsichtig und defätistisch ist: der IWF war von Anfang an eine Clique von häßlichen alten fetten stinkreichen Säcken, denen man eigentlich alles zutraut, auch wenn sie mal weniger fett sind oder nur alt aussehen.
Das Gute ist nur, daß nicht noch ein Conquistador in Nadelstreifen irgendwo Präsident wird, nachdem Deutschland seinen IWF-Köhler gerade für eine dicke lebenslange Pension einigermaßen einfach losgeworden ist - nicht, daß ein Sarkozy (gar eine Le Pen) oder ein Wulff besser wären...
Und daß als Chefin des IWF jetzt die bewundernswert "asketische, abstinente und disziplinierte" französische Finanzministerin Lagarde gehandelt wird, zeugt auch nicht grade von Erneuerung: außer daß sie eine Frau und von ihr kein Hang zu Eskapaden bekannt ist, bleibt alles beim Alten - eine silbrige Millionärin mit überheblich-rationalistisch verbrämter "neoliberaler" Grundhaltung und gradezu protestantischem Arbeitsethos, die auch und gerade preußische und angloamerikanische Kapital-Fundamentalisten bedient.
Cui bono? Den Normalsterblichen und Opfern des IWF kann das Postengeschacher der sogenannten "Eliten" jedenfalls egal sein, und sie brauchen auch nicht untertänigst zu erschaudern, wenn einer aus dem illustren Haufen mal ganz normal und zu recht verhaftet wird - der nächste ist hoffentlich Berlusconi oder ein ähnlicher Kotzbrocken!
Montag, 9. Mai 2011
"The only way to change things / Is to shoot men who arrange things"
Vielleicht hat Obama ja in jungen Jahren diesen 80er-Jahre-Hit von Dexys Midnight Runners gehört und dazu Rambo geguckt... Oder alles ist ganz anders.
Osama lebt! - Was ist mit Obama?
Merkel ist wahrscheinlich wirklich so d-d-r (dumpf, dienstbar und realsatirisch), daß sie meint, sich im Namen der "Bürger´nn´n´bürger in unserem Lande" hängebackig grinsend freuen zu müssen, weil angeblich eine "Eliteeinheit" unseres "Big Brothers" dessen "Staatsfeind Nr. 1" kurzerhand abgeknallt hat - als hätte die NATO-Mannschaft die Fußball-WM gewonnen...
Aber was ist mit Obama? Spielt der mittlerweile das Reagan-Bush-Spiel mit (Guantanamo weiterbetreiben, den mutmaßlichen "Wikileaks"-Informanten in Isolationshaft stecken... usw.), oder läßt sich der "gutgebräunte junge Mann" (laut Berlusconi) gutgläubig von seinen Militärs und Geheimdienstlern Sand in die Augen streuen, oder ist er bereits aus dem Weg geschafft und durch einen Doppelgänger ersetzt? - Man sollte, statt von Osama, von Obama mal eine "posthume DNS-Analyse" machen...
Osama jedenfalls sitzt, wenn nicht gemütlich im verbotenen Trakt des Bin-Laden-Konzernsitzes in Saudi-Arabien, dann verdienterweise nach 30 Dienstjahren (vielleicht zusammen mit einem lobotomierten Obama) im CIA-Pensionärsheim hinter dem "Disneyworld"-Gelände in Orlando (Florida) und fliegt ab und zu in die Geröllwüste von Nevada (Codename "Hindukusch"), um nach CIA-Drehbuch Videos aufzunehmen...
Der Staatsbankrott der USA und deren sonstige Probleme sind jedenfalls vom Tisch und aus den Nachrichten, weil ein "Marine Corps" (die berüchtigten "Navy-Seehunde") ein Haus in der Wüste (nagut: den "Admiral´s Cup" können ja auch Schweizer gewinnen, und Japaner können Weltmeister im Jodeln werden..) gestürmt hat, für das keine Müllabfuhrrechnungen bezahlt worden waren - die darin möglicherweise lebende "Messie"-Familie wurde angeblich massakriert, in "Bin laden, komme nicht wieder" umbenannt und auf der Stelle eingeäschert...
Ob das Haus unbewohnt war oder irgendein dämlicher Pakistani das Bauernopfer war, wird sich rausstellen, wenn sich die über dem "Arabischen Meer" (wie einfühlsam!) verstreute Asche in 30 Jahren am iranischen Strand ablagert... Immerhin wurden ja in dem zerbombten Haus die bisher "wichtigsten Dokumente des internationalen Terrorismus" sichergestellt: Videos, in denen ein deckenumhüllter Vorderasiate, von hinten zu sehen, Bilder von Bin Laden in einem kleinen Billigfernseher betrachtet, und zwar in einer Abstellkammer der "Villa" in einem Residenzviertel pensionierter pakistanischer Militärs...
Unsere Nachkommen werden sich über die Blödheit der heutigen Massenmedienkonsumenten einmal genauso beeimern, wie wir uns heute über die naive christliche Untertänigkeit im "finsteren" Mittelalter und die dreiste Fälschung der "Pippinischen Schenkung"...
Orwell´s "1984", selbst falls es nur eine Parabel auf den Stalinismus sein sollte, hat längst universelle Geltung: ob" terroristische" Bewegungen "revolutionär" sind oder überhaupt existieren, oder nur ein tödlich raffiniertes Spiel (siehe Italien) oder ein theoretisches Konstrukt (siehe "RAF-Phantom") des Staates bzw. der hinter ihm stehenden Mächte sind, wird der Normalbürger ebensowenig wie Orwell´s "Held" rauskriegen...
Gaddafi lebt! - Was ist mit Berlusconi?
Gaddafi ist bisher mit gradezu perfider Rafinesse jedem plumpen imperialistischen Mordanschlag entgangen (Platz 2 nach Fidel) - wahrscheinlich wirklich, weil Libyen einerseits nach seiner "grünen Revolution" eins der fortschrittlichsten Länder (Schulbildung, Krankenversorgung, Lebenserwartung... usw.) Afrikas geworden, und andererseits wegen seiner ethnisch-historischen Situation eins der "traditionellsten" Länder geblieben ist...
Daß der an die Macht geputschte "Oberst" Gaddafi (Chavez ist auch Gewohnheits-Militär) sich und seinen Clan bereichert, ist nun weltweit weißgott kein Sonderfall und nicht mal auffällig extrem: auch nicht im Vergleich zu den "demokratischen" Ländern, die sich als Moralapostel aufspielen - wenn nicht, wie Berlusconi in Italien oder die Politikerkaste in den USA, die gesamte "Elite" aus Millionärskreisen stammt, dann bestimmen diese Kreise auf andere Weise die Politik der Pseudo-"Demokratien" - siehe "Gazprom"-Gerd....
In Libyen ist also ein korrupter "Revolutionär" an der Macht, und in Italien ein korrupter egomanischer pädophiler Kapitalist: was ist nun schlimmer, ist hier die Frage?
Abgesehen von den Despoten in anderen afrikanischen Notstandsgebieten, den asiatischen Militärdiktaturen, dem Polizeiterror in lateinamerikanischen Staaten und den feudalistischen Relikten rund um den Globus ist "das Gaddafi" ein geringeres Problem, als die grassierenden Vertreter des Neo-"Liberalismus", als da wären: Berlusconi, Sarkozy und Konsorten, sämtliche IWF-Manager und alle Ackermänner dieser Welt...
Falls eine "gute" Weltregierung realistisch oder wünschenswert wäre, dürfte sie ihre Drohnen gegen einen Gaddafi erst einsetzen, wenn die anderen genannten Probleme aus der Welt geschafft sind:
"The only way to change things / Is to shoot men who arange things", wie schon Obama erkannt hat.
Fidel lebt! - Was ist mit Raoul?
Es hat sich noch nie gelohnt, die Vorgaben des IWF zu erfüllen, schon garnicht in vorauseilendem Gehorsam... Der Beschiß namens "freie Wahlen" nach US-Muster hat schon die sandinistische Revolution am Arsch gepackt, und der Beschiß namens "freie Marktwirtschaft" hat China um 60 Jahre und Rußland um 100 Jahre zurückgeworfen..
Osama lebt! - Was ist mit Obama?
Merkel ist wahrscheinlich wirklich so d-d-r (dumpf, dienstbar und realsatirisch), daß sie meint, sich im Namen der "Bürger´nn´n´bürger in unserem Lande" hängebackig grinsend freuen zu müssen, weil angeblich eine "Eliteeinheit" unseres "Big Brothers" dessen "Staatsfeind Nr. 1" kurzerhand abgeknallt hat - als hätte die NATO-Mannschaft die Fußball-WM gewonnen...
Aber was ist mit Obama? Spielt der mittlerweile das Reagan-Bush-Spiel mit (Guantanamo weiterbetreiben, den mutmaßlichen "Wikileaks"-Informanten in Isolationshaft stecken... usw.), oder läßt sich der "gutgebräunte junge Mann" (laut Berlusconi) gutgläubig von seinen Militärs und Geheimdienstlern Sand in die Augen streuen, oder ist er bereits aus dem Weg geschafft und durch einen Doppelgänger ersetzt? - Man sollte, statt von Osama, von Obama mal eine "posthume DNS-Analyse" machen...
Osama jedenfalls sitzt, wenn nicht gemütlich im verbotenen Trakt des Bin-Laden-Konzernsitzes in Saudi-Arabien, dann verdienterweise nach 30 Dienstjahren (vielleicht zusammen mit einem lobotomierten Obama) im CIA-Pensionärsheim hinter dem "Disneyworld"-Gelände in Orlando (Florida) und fliegt ab und zu in die Geröllwüste von Nevada (Codename "Hindukusch"), um nach CIA-Drehbuch Videos aufzunehmen...
Der Staatsbankrott der USA und deren sonstige Probleme sind jedenfalls vom Tisch und aus den Nachrichten, weil ein "Marine Corps" (die berüchtigten "Navy-Seehunde") ein Haus in der Wüste (nagut: den "Admiral´s Cup" können ja auch Schweizer gewinnen, und Japaner können Weltmeister im Jodeln werden..) gestürmt hat, für das keine Müllabfuhrrechnungen bezahlt worden waren - die darin möglicherweise lebende "Messie"-Familie wurde angeblich massakriert, in "Bin laden, komme nicht wieder" umbenannt und auf der Stelle eingeäschert...
Ob das Haus unbewohnt war oder irgendein dämlicher Pakistani das Bauernopfer war, wird sich rausstellen, wenn sich die über dem "Arabischen Meer" (wie einfühlsam!) verstreute Asche in 30 Jahren am iranischen Strand ablagert... Immerhin wurden ja in dem zerbombten Haus die bisher "wichtigsten Dokumente des internationalen Terrorismus" sichergestellt: Videos, in denen ein deckenumhüllter Vorderasiate, von hinten zu sehen, Bilder von Bin Laden in einem kleinen Billigfernseher betrachtet, und zwar in einer Abstellkammer der "Villa" in einem Residenzviertel pensionierter pakistanischer Militärs...
Unsere Nachkommen werden sich über die Blödheit der heutigen Massenmedienkonsumenten einmal genauso beeimern, wie wir uns heute über die naive christliche Untertänigkeit im "finsteren" Mittelalter und die dreiste Fälschung der "Pippinischen Schenkung"...
Orwell´s "1984", selbst falls es nur eine Parabel auf den Stalinismus sein sollte, hat längst universelle Geltung: ob" terroristische" Bewegungen "revolutionär" sind oder überhaupt existieren, oder nur ein tödlich raffiniertes Spiel (siehe Italien) oder ein theoretisches Konstrukt (siehe "RAF-Phantom") des Staates bzw. der hinter ihm stehenden Mächte sind, wird der Normalbürger ebensowenig wie Orwell´s "Held" rauskriegen...
Gaddafi lebt! - Was ist mit Berlusconi?
Gaddafi ist bisher mit gradezu perfider Rafinesse jedem plumpen imperialistischen Mordanschlag entgangen (Platz 2 nach Fidel) - wahrscheinlich wirklich, weil Libyen einerseits nach seiner "grünen Revolution" eins der fortschrittlichsten Länder (Schulbildung, Krankenversorgung, Lebenserwartung... usw.) Afrikas geworden, und andererseits wegen seiner ethnisch-historischen Situation eins der "traditionellsten" Länder geblieben ist...
Daß der an die Macht geputschte "Oberst" Gaddafi (Chavez ist auch Gewohnheits-Militär) sich und seinen Clan bereichert, ist nun weltweit weißgott kein Sonderfall und nicht mal auffällig extrem: auch nicht im Vergleich zu den "demokratischen" Ländern, die sich als Moralapostel aufspielen - wenn nicht, wie Berlusconi in Italien oder die Politikerkaste in den USA, die gesamte "Elite" aus Millionärskreisen stammt, dann bestimmen diese Kreise auf andere Weise die Politik der Pseudo-"Demokratien" - siehe "Gazprom"-Gerd....
In Libyen ist also ein korrupter "Revolutionär" an der Macht, und in Italien ein korrupter egomanischer pädophiler Kapitalist: was ist nun schlimmer, ist hier die Frage?
Abgesehen von den Despoten in anderen afrikanischen Notstandsgebieten, den asiatischen Militärdiktaturen, dem Polizeiterror in lateinamerikanischen Staaten und den feudalistischen Relikten rund um den Globus ist "das Gaddafi" ein geringeres Problem, als die grassierenden Vertreter des Neo-"Liberalismus", als da wären: Berlusconi, Sarkozy und Konsorten, sämtliche IWF-Manager und alle Ackermänner dieser Welt...
Falls eine "gute" Weltregierung realistisch oder wünschenswert wäre, dürfte sie ihre Drohnen gegen einen Gaddafi erst einsetzen, wenn die anderen genannten Probleme aus der Welt geschafft sind:
"The only way to change things / Is to shoot men who arange things", wie schon Obama erkannt hat.
Fidel lebt! - Was ist mit Raoul?
Es hat sich noch nie gelohnt, die Vorgaben des IWF zu erfüllen, schon garnicht in vorauseilendem Gehorsam... Der Beschiß namens "freie Wahlen" nach US-Muster hat schon die sandinistische Revolution am Arsch gepackt, und der Beschiß namens "freie Marktwirtschaft" hat China um 60 Jahre und Rußland um 100 Jahre zurückgeworfen..
Sonntag, 6. Februar 2011
Räumung der Liebigstraße 14, Berlin-Friedrichshain, 2.2.2011
Innensenator Körting (SPD): "... keine alternativen Lebensformen, sondern Mißachtung der Rechtsordnung..."
Kandidatin Künast (Grüne): "... Räumung war rechtmäßig, der ganze Prozeß transparent... Verständnis für das Vorgehen der Polizei..."
Kandidat Henkel (CDU): "... Solidarisierer wie Ströbele sind mitverantwortlich für Gewalt..."
Polizeisprecher: "... Randalierer gehen menschenverachtend vor..."
Jean-Paul Marat (an die Nationalversammlung der französischen Revolution, 1789): "Was sind einige an einem einzigen Tag vom Volk geplünderte Häuser im Vergleich zu der Veruntreuung, die die ganze Nation fünfzehn Jahrhunderte hindurch vonseiten unserer drei Königsgeschlechter erlitten hat? Was sind einige ruinierte Personen im Vergleich zu einer Milliarde Menschen, die von öffentlichen Steuerpächtern, Vampiren und Vergeudern ausgeraubt worden sind?"
(zit. n. Jean Ziegler: "Das Imperium der Schande", 2005, S. 92)
Die "Möbelhöffnerikeamanufactum"-Elite hat gesprochen: Armut kotzt uns an und gehört in die Vorstädte, denn was "alternative Lebensformen" sind, entscheiden Sozialtechnologen oder bestenfalls die kreditwürdigen Miteigentümer von modischen "Baugemeinschaften" oder "Car-Loft"-Häusern.
Wer sich lieber mit Sperrmüll einrichtet, als dem System in den Arsch zu kriechen, ist nicht nur eklig, sondern auch ein gefährlicher "Links-Extremist" - und mittlerweile (wie heißt nochmal die derzeitige Familienministerin?) gelten ja wieder Leute, die eine gleichberechtigte, demokratische Gesellschaft ohne Ausbeutung (manchmal, igitt, "Kommunismus" genannt) für erstrebenswert halten, für gefährlicher, als Neonazis und andere Faschisten und deren Steigbügelhalter... (Wie und wo wohnen eigentlich Neonazis?)
Die "Rechtsordnung" der Oligarchie und ihrer politischen Dienstboten überzeugt aus gutem Grund so manchen nicht mehr: "Recht" gibt es für das Privateigentum und seine Kapitalverweser, in diesem Fall für den "Investor" und Hauseigentümer, was Künast vorauseilend staatsmännisch auch ganz in Recht und Ordnung findet - für die tumbe Masse gibt es "Ordnung" und bißchen Brot und Spiele, falls nicht grade die Verluste von Börsen-Spekulanten auf sie abgewälzt werden: der Zuwachs des deutschen Staatsdefizits in den letzten zehn Jahren entspricht witzigerweise genau dem gleichzeitigen Vermögenszuwachs der paar Prozent deutscher Großkotze, die Millionäre oder Milliardäre sind...
Zu diesem gigantischen Beschiß kommt es durch strukturelle Gewalt (Abschaffung der Vermögenssteuer, Spekulation mit Wohnraum und Grundbedarfsgütern, Ausweitung des Niedriglohnsektors usw. usw.) und, im Fall von Insubordination oder Widerstand, auch durch direkte polizeiliche Gewalt und Einschüchterung - das System besteht aus Gewalt und spricht die Sprache der Gewalt.
Bei jeder noch so kleinen und von vornherein unterlegenen Aktion, die über wirkungslose symbolische "Demonstrationen" unter Polizei-Bewachung hinausgehen, schreit das System mitten ins Gewaltmonopolsmark getroffen auf, weil die "freiheitlich-demokratische Grundordnung" nun mal auf entfremdeten, bürokratisierten und kontrollierten Untertanen beruht, die sich jeder autonomen Handlung zu enthalten haben, und diese Untertanen können nicht den kleinsten bunten Fleck in ihrem schwarz-weißen (also letztlich grauen) Stadt- und Lebensplan ertragen - daher die Kleinbürger- und "Springer"-Zeitungs-Vorliebe für Herrn Sarrazin mit seiner protofaschistischen Rassen- und Unterschichtshygiene, sowie für Frau Sarrazin mit ihrer Kasernenhof-Disziplin: sowas sind Gewaltverherrlicher, und nicht paar über die Refeudalisierung der Gesellschaft Empörte, die mal eine Bankfilialenscheibe einschmeißen oder ein "SUV" ankokeln und dafür eher in den Knast kommen, als ein "Manager" oder Politiker, der diverse Millionen "veruntreut" hat...
Wer öffentliches Eigentum privatisiert und dann dem Spekulanten seinen Besitzanspruch gegen ein Häufchen "rote Zecken" mit einem Polizeiaufgebot erzwingt, das mehr Steuergeld kostet, als der Besitz wert ist, weil es ums Prinzip (Eigentum ist Recht und Freiheit) und Exempel geht - der schürt Gewalt, und nicht ein Ströbele, der wie eine Mischung aus Gandhi und Miraculix von seiner Partei verlassen durch die Gegend radelt.
Und auch wenn manche Bullen sich da "mißbraucht" fühlen, steigert das doch nur ihren korporierten Zorn auf den "Abschaum", wegen dem sie Überstunden machen müssen: ein aus Hessen herbeigekarrter Jungbulle (Vorname der Redaktion bekannt) ist überzeugt, daß in Friedrichshain-Kreuzberg "nur Tiere" wohnen... Erfahrungsgemäß wird jeder von ihnen auf Befehl der Stimme aus dem Knopf im Ohr zum Gewaltmonopolsvollstrecker, und wer nicht brav an sich "vollstrecken" läßt, sondern sich wehrt, handelt "menschenverachtend" und wird entsprechend behandelt...
Bei normalen Menschen ruft der Anblick der grotesken Klonkrieger entweder Angst oder Aggressionen hervor, bei Künast und Konsorten der Anblick von Leuten, die schwarze Jacken vom Trödel tragen, bei Rot über die Ampel gehen und vor Wut die Mülltonne auf die Straße schieben, in die man sie aussortieren will.
Lieber hundert diffus linke Gröler mit Spätkauf-Bier in der Hand, als (um nur von Berlin zu reden) einen Macht-Pekinesen wie Künast mit Bio-Prosecco-Blasen vorm Mund, eine Bonzenmaske wie Körting mit gepflegtem "Tagesthemen"-Cognac, einen Cocktail-beschwingten Schwätzer wie Wowereit, oder einen Baumarkt-Praktiker wie Wolf mit Chateau-Neuf-du-IWF...
Ganz zu schweigen von einem Sarrazin mit dem Charme von Abführtee, und von seinen stuhlverhaltenden Jubelberlinern, die am Stammtisch pöbeln: "Is doch wahr, allet Arbeetsscheue, Struppis un Chaoten...", weil sie draußen im System auch nur kleine Lichter sind, die sich so krampfhaft am unteren Rand festhalten, daß sie nicht mehr wissen, wo oben und unten ist...
Angesichts der derzeitigen Aufstände in Tunesien und Ägypten meinte der Vositzende der "gemäßigten" Palästinensischen Nationalen Initiative, Mustafa Barghouti: "Vielleicht gäbe es auch in einigen europäischen Ländern Massenproteste, wenn die Leute dort besser informiert würden." - Ausgerechnet von einem Palästinenser läßt sich ein "gewöhnlich gut informierter" Deutscher natürlich garnichts sagen: man weiß ja, wie´s bei denen zugeht...
Kandidatin Künast (Grüne): "... Räumung war rechtmäßig, der ganze Prozeß transparent... Verständnis für das Vorgehen der Polizei..."
Kandidat Henkel (CDU): "... Solidarisierer wie Ströbele sind mitverantwortlich für Gewalt..."
Polizeisprecher: "... Randalierer gehen menschenverachtend vor..."
Jean-Paul Marat (an die Nationalversammlung der französischen Revolution, 1789): "Was sind einige an einem einzigen Tag vom Volk geplünderte Häuser im Vergleich zu der Veruntreuung, die die ganze Nation fünfzehn Jahrhunderte hindurch vonseiten unserer drei Königsgeschlechter erlitten hat? Was sind einige ruinierte Personen im Vergleich zu einer Milliarde Menschen, die von öffentlichen Steuerpächtern, Vampiren und Vergeudern ausgeraubt worden sind?"
(zit. n. Jean Ziegler: "Das Imperium der Schande", 2005, S. 92)
Die "Möbelhöffnerikeamanufactum"-Elite hat gesprochen: Armut kotzt uns an und gehört in die Vorstädte, denn was "alternative Lebensformen" sind, entscheiden Sozialtechnologen oder bestenfalls die kreditwürdigen Miteigentümer von modischen "Baugemeinschaften" oder "Car-Loft"-Häusern.
Wer sich lieber mit Sperrmüll einrichtet, als dem System in den Arsch zu kriechen, ist nicht nur eklig, sondern auch ein gefährlicher "Links-Extremist" - und mittlerweile (wie heißt nochmal die derzeitige Familienministerin?) gelten ja wieder Leute, die eine gleichberechtigte, demokratische Gesellschaft ohne Ausbeutung (manchmal, igitt, "Kommunismus" genannt) für erstrebenswert halten, für gefährlicher, als Neonazis und andere Faschisten und deren Steigbügelhalter... (Wie und wo wohnen eigentlich Neonazis?)
Die "Rechtsordnung" der Oligarchie und ihrer politischen Dienstboten überzeugt aus gutem Grund so manchen nicht mehr: "Recht" gibt es für das Privateigentum und seine Kapitalverweser, in diesem Fall für den "Investor" und Hauseigentümer, was Künast vorauseilend staatsmännisch auch ganz in Recht und Ordnung findet - für die tumbe Masse gibt es "Ordnung" und bißchen Brot und Spiele, falls nicht grade die Verluste von Börsen-Spekulanten auf sie abgewälzt werden: der Zuwachs des deutschen Staatsdefizits in den letzten zehn Jahren entspricht witzigerweise genau dem gleichzeitigen Vermögenszuwachs der paar Prozent deutscher Großkotze, die Millionäre oder Milliardäre sind...
Zu diesem gigantischen Beschiß kommt es durch strukturelle Gewalt (Abschaffung der Vermögenssteuer, Spekulation mit Wohnraum und Grundbedarfsgütern, Ausweitung des Niedriglohnsektors usw. usw.) und, im Fall von Insubordination oder Widerstand, auch durch direkte polizeiliche Gewalt und Einschüchterung - das System besteht aus Gewalt und spricht die Sprache der Gewalt.
Bei jeder noch so kleinen und von vornherein unterlegenen Aktion, die über wirkungslose symbolische "Demonstrationen" unter Polizei-Bewachung hinausgehen, schreit das System mitten ins Gewaltmonopolsmark getroffen auf, weil die "freiheitlich-demokratische Grundordnung" nun mal auf entfremdeten, bürokratisierten und kontrollierten Untertanen beruht, die sich jeder autonomen Handlung zu enthalten haben, und diese Untertanen können nicht den kleinsten bunten Fleck in ihrem schwarz-weißen (also letztlich grauen) Stadt- und Lebensplan ertragen - daher die Kleinbürger- und "Springer"-Zeitungs-Vorliebe für Herrn Sarrazin mit seiner protofaschistischen Rassen- und Unterschichtshygiene, sowie für Frau Sarrazin mit ihrer Kasernenhof-Disziplin: sowas sind Gewaltverherrlicher, und nicht paar über die Refeudalisierung der Gesellschaft Empörte, die mal eine Bankfilialenscheibe einschmeißen oder ein "SUV" ankokeln und dafür eher in den Knast kommen, als ein "Manager" oder Politiker, der diverse Millionen "veruntreut" hat...
Wer öffentliches Eigentum privatisiert und dann dem Spekulanten seinen Besitzanspruch gegen ein Häufchen "rote Zecken" mit einem Polizeiaufgebot erzwingt, das mehr Steuergeld kostet, als der Besitz wert ist, weil es ums Prinzip (Eigentum ist Recht und Freiheit) und Exempel geht - der schürt Gewalt, und nicht ein Ströbele, der wie eine Mischung aus Gandhi und Miraculix von seiner Partei verlassen durch die Gegend radelt.
Und auch wenn manche Bullen sich da "mißbraucht" fühlen, steigert das doch nur ihren korporierten Zorn auf den "Abschaum", wegen dem sie Überstunden machen müssen: ein aus Hessen herbeigekarrter Jungbulle (Vorname der Redaktion bekannt) ist überzeugt, daß in Friedrichshain-Kreuzberg "nur Tiere" wohnen... Erfahrungsgemäß wird jeder von ihnen auf Befehl der Stimme aus dem Knopf im Ohr zum Gewaltmonopolsvollstrecker, und wer nicht brav an sich "vollstrecken" läßt, sondern sich wehrt, handelt "menschenverachtend" und wird entsprechend behandelt...
Bei normalen Menschen ruft der Anblick der grotesken Klonkrieger entweder Angst oder Aggressionen hervor, bei Künast und Konsorten der Anblick von Leuten, die schwarze Jacken vom Trödel tragen, bei Rot über die Ampel gehen und vor Wut die Mülltonne auf die Straße schieben, in die man sie aussortieren will.
Lieber hundert diffus linke Gröler mit Spätkauf-Bier in der Hand, als (um nur von Berlin zu reden) einen Macht-Pekinesen wie Künast mit Bio-Prosecco-Blasen vorm Mund, eine Bonzenmaske wie Körting mit gepflegtem "Tagesthemen"-Cognac, einen Cocktail-beschwingten Schwätzer wie Wowereit, oder einen Baumarkt-Praktiker wie Wolf mit Chateau-Neuf-du-IWF...
Ganz zu schweigen von einem Sarrazin mit dem Charme von Abführtee, und von seinen stuhlverhaltenden Jubelberlinern, die am Stammtisch pöbeln: "Is doch wahr, allet Arbeetsscheue, Struppis un Chaoten...", weil sie draußen im System auch nur kleine Lichter sind, die sich so krampfhaft am unteren Rand festhalten, daß sie nicht mehr wissen, wo oben und unten ist...
Angesichts der derzeitigen Aufstände in Tunesien und Ägypten meinte der Vositzende der "gemäßigten" Palästinensischen Nationalen Initiative, Mustafa Barghouti: "Vielleicht gäbe es auch in einigen europäischen Ländern Massenproteste, wenn die Leute dort besser informiert würden." - Ausgerechnet von einem Palästinenser läßt sich ein "gewöhnlich gut informierter" Deutscher natürlich garnichts sagen: man weiß ja, wie´s bei denen zugeht...
Montag, 13. Dezember 2010
Filzläuse im Genitalbereich der Realwirtschaft - Blutsauger ohne Kultur
Louis XIV. ließ angeblich einen Ochsen mit einem Schwein füllen, dieses mit einem Lamm, jenes mit einer Gans, die mit einem Kaninchen, das mit einer Wachtel, und die wiederum mit einer Olive... Nachdem das ganze tagelang gegart war, bis der Ochse verkohlt war, ließ er es aufschneiden und aß nur die Olive - die restlichen Schichten durften in schöner Symbolik die entsprechenden Höflings-Schichten essen, bis hinab zu den verkohlten Ochsenresten fürs Gesinde.
Zur selben Zeit holten sich die Bewohner von Paris, die diese erlesene Hochkultur bezahlen mußten, Leichen von Verhungerten von der Straße und fraßen sie auf - erst der XVI. Louis mußte dafür büßen, wahrscheinlich ohne zu kapieren, warum...
Leider hat die französische Revolution aber eine neue Kaste von Filzläusen hervorgebracht, die genauso resistent gegen Ethik und Moral und genauso selbstgerecht ist, wie die feudalen Schmarotzer, und genauso "Gott auf ihrer Seite" hat, wie die blaublütigen Inzuchtprodukte: zuerst die bürgerlich-kapitalistischen Ausbeuter, deren gnadenlos macht- und geldgeiles Gehabe nach paar zeitweisen taktischen Zugeständnissen an die Gewerkschaften heute wieder zunehmends gesellschaftsfähig wird (und zwar beileibe nicht nur in China) - und dann den endgültig von jedem gesellschaftlichen und gemeinwirtschaftlichen Zweck befreiten "Finanzsektor": auf irreale Gebiete spezialisierte Anal-Charaktere mit Dollarzeichen in den krankhaft geweiteten Pupillen, die ein sich immer mehr verselbständigendes "System" für "natürlich" halten und dessen wachsende Abartigkeit zur manischen Anhäufung von gigantischen privaten Gewinnen nutzen, und zwar mit System auf Kosten der Mehrheit, der in den reichen Ländern Löhne gesenkt, Arbeitsplätze zerstört, Sozialleistungen gekürzt und Infrastrukturen genommen werden, und der in den armen Ländern durch Folter-Regimes, Bürgerkriege, Hunger und Seuchen gleich ganz der Massengaraus gemacht wird - man nennt es auch "Refeudalisierung" (J. Ziegler, s. Post v. 9.5.2010)...
Diese bauernschlau-verblödeten Zyniker haben nicht mal Geist oder Muße für so raffinierte Genüsse, wie der Sonnenkönig: wie besessen erzeugen sie Massenarbeitslosigkeit, Kriege, Staatsbankrotte und Hungersnöte durch irgendwelche Wetten auf den Getreide-Terminhandel oder eine Währung... je zynischer sie über Leichen gehen, desto höher ihr Profit - "Krisen" gibt es für diese Sozial-Zombies nicht, nur Krisengewinne. "Krise" heißt für sie da oben (wie für die da unten) Umverteilung von unten nach oben, und im schlimmsten Fall neuer Arbeitgeber und neuer "Bonus".
Das gilt natürlich nicht nur für die Milliardäre und Oberabzocker, sondern auch für die Rädchen im Getriebe: bei der Aufarbeitung der Verbrechen des Kapitalismus wird man einmal dasselbe Problem haben, wie mit den Nazis - Millionen größerer und kleinerer Nutznießer werden sagen: "Ich bin´s nicht gewesen, das System ist´s gewesen!"
Aber wer mit systemkonformer "Radfahrer"-Mentalität (nach oben buckeln und nach unten treten) einerseits die obszönen Privilegien der "Eliten" verteidigt (und sich selbst danach abstrampelt und -schleimt), und andererseits die Ansprüche der Aussortierten auf ein menschenwürdiges Leben für "spätrömische Dekadenz" oder ähnliches hält, ist praktisch ein Mittäter.
Selbst der Ex-Prolet und mittlerweile Kleinbürger der "ersten" Welt ist längst auf seine "Pflichterfüllung", also das Privileg immerhin "tariflicher" Ausbeutung, so stolz, daß er im Einklang mit der reaktionären Hetzpresse und den Profiteuren den aus diesem Jammertal "frei"-gesetzten "Schmarotzern" nur gegen eine Art Reichs-Arbeitsdienst ein Lebensrecht, also Kost und Logis als "Existenzminimum", zugesteht - der Kleinbürger "dient" schließlich auch, wer wollte das bestreiten, aber wieso deshalb gleich das trotzig-untertänige: "Dienen", ob am Computer, am Fließband, im Bergwerk, in den "Maßnahmen" des "Jobcenters" oder in der Armee, "hat noch keim geschadet"? - Genutzt hat´s, außer im Hinblick auf die schöne frustrierte Saufkumpanei mit den jeweiligen Leidensgenossen, jedenfalls bisher noch keinem, außer den alt- und neureichen Großkotzen, die mit ihren gekauften Helfershelfern nicht nur die Profite aus Arbeit, Dienstleistungen, Krisen und Kriegen privatisieren, sondern durch die Ansammlung reiner Kapitalvermögen zwecks Finanzspekulation dem Volk und der Realwirtschaft Geld entziehen und das Volk zu der Kuli-Genügsamkeit erziehen, die man gemeinhin China und Nordkorea als "Menschenrechtsverletzung" vorwirft: auch wenn kein Mensch mehr versteht, welche Werte noch real und welche fiktiv sind, steht fest, daß die reichsten 10% der deutschen Bevölkerung inzwischen die Hälfte des gesamten Volksvermögens besitzen (also aus der Zirkulation herausgenommen haben) und die ärmsten 50% sich 10% des Volksvermögens teilen (was noch harmlos im Vergleich zur selbsternannten "größten Demokratie" der USA ist, ganz zu schweigen von der globalen Verteilungsungerechtigkeit: "Globalisierung" heißt schließlich nicht weltweite Gerechtigkeit, sondern grenzenlose Ausbreitung der kapitalistischen Heuschrecken-Plage...).
Die einzige Frage ist, warum Massen von Masochisten begeistert dabei mitmachen (oder zumindest ehrfürchtig schweigend dabei zuschauen), wenn sich ein paar arrogante Blutsauger (und dazu gehören auch die dem Publikum vorgeführten alten und neuen "Adligen", sowie Sport- und Film- "Stars"...) selbst befriedigen, bis ihnen das Geld aus allen Löchern wieder rauskommt, weil sie noch zu geizig sind, in ihren Villen oder Lofts oder auf ihren Luxusyachten ein paar guten Köchen mehr als den Niedrigstlohn für die Zubereitung einer anständigen Olive zu bezahlen... Und warum diese Köche sich auch noch "Ratgeber" kaufen oder vom "Jobcenter" verordnet bekommen, die versprechen, daß mit ihrer Hilfe die demütigenden Auswahlverfahren schleimigst auf Kosten der Mitbewerber gemeistert werden können...
Ciceros kaum verbrämten Aufruf zur Gewalt von 69 v.Chr.: "Vena lausa moris pax un drux bis totis!" hat keine 100 Jahre später eben jener Chr. als Aufruf zur Selbsthilfe verstanden und handgreiflich die Händler aus dem Tempel vertrieben: das ist, wenn überhaupt, die "chr. Tradition" des Abendlandes, und nicht die "frei-händlerische" von CDU/CSU, FDP, SPD, BGS, DB, BP, CIA, FBI, IBM, MGM, IWF und Konsorten.
Zur selben Zeit holten sich die Bewohner von Paris, die diese erlesene Hochkultur bezahlen mußten, Leichen von Verhungerten von der Straße und fraßen sie auf - erst der XVI. Louis mußte dafür büßen, wahrscheinlich ohne zu kapieren, warum...
Leider hat die französische Revolution aber eine neue Kaste von Filzläusen hervorgebracht, die genauso resistent gegen Ethik und Moral und genauso selbstgerecht ist, wie die feudalen Schmarotzer, und genauso "Gott auf ihrer Seite" hat, wie die blaublütigen Inzuchtprodukte: zuerst die bürgerlich-kapitalistischen Ausbeuter, deren gnadenlos macht- und geldgeiles Gehabe nach paar zeitweisen taktischen Zugeständnissen an die Gewerkschaften heute wieder zunehmends gesellschaftsfähig wird (und zwar beileibe nicht nur in China) - und dann den endgültig von jedem gesellschaftlichen und gemeinwirtschaftlichen Zweck befreiten "Finanzsektor": auf irreale Gebiete spezialisierte Anal-Charaktere mit Dollarzeichen in den krankhaft geweiteten Pupillen, die ein sich immer mehr verselbständigendes "System" für "natürlich" halten und dessen wachsende Abartigkeit zur manischen Anhäufung von gigantischen privaten Gewinnen nutzen, und zwar mit System auf Kosten der Mehrheit, der in den reichen Ländern Löhne gesenkt, Arbeitsplätze zerstört, Sozialleistungen gekürzt und Infrastrukturen genommen werden, und der in den armen Ländern durch Folter-Regimes, Bürgerkriege, Hunger und Seuchen gleich ganz der Massengaraus gemacht wird - man nennt es auch "Refeudalisierung" (J. Ziegler, s. Post v. 9.5.2010)...
Diese bauernschlau-verblödeten Zyniker haben nicht mal Geist oder Muße für so raffinierte Genüsse, wie der Sonnenkönig: wie besessen erzeugen sie Massenarbeitslosigkeit, Kriege, Staatsbankrotte und Hungersnöte durch irgendwelche Wetten auf den Getreide-Terminhandel oder eine Währung... je zynischer sie über Leichen gehen, desto höher ihr Profit - "Krisen" gibt es für diese Sozial-Zombies nicht, nur Krisengewinne. "Krise" heißt für sie da oben (wie für die da unten) Umverteilung von unten nach oben, und im schlimmsten Fall neuer Arbeitgeber und neuer "Bonus".
Das gilt natürlich nicht nur für die Milliardäre und Oberabzocker, sondern auch für die Rädchen im Getriebe: bei der Aufarbeitung der Verbrechen des Kapitalismus wird man einmal dasselbe Problem haben, wie mit den Nazis - Millionen größerer und kleinerer Nutznießer werden sagen: "Ich bin´s nicht gewesen, das System ist´s gewesen!"
Aber wer mit systemkonformer "Radfahrer"-Mentalität (nach oben buckeln und nach unten treten) einerseits die obszönen Privilegien der "Eliten" verteidigt (und sich selbst danach abstrampelt und -schleimt), und andererseits die Ansprüche der Aussortierten auf ein menschenwürdiges Leben für "spätrömische Dekadenz" oder ähnliches hält, ist praktisch ein Mittäter.
Selbst der Ex-Prolet und mittlerweile Kleinbürger der "ersten" Welt ist längst auf seine "Pflichterfüllung", also das Privileg immerhin "tariflicher" Ausbeutung, so stolz, daß er im Einklang mit der reaktionären Hetzpresse und den Profiteuren den aus diesem Jammertal "frei"-gesetzten "Schmarotzern" nur gegen eine Art Reichs-Arbeitsdienst ein Lebensrecht, also Kost und Logis als "Existenzminimum", zugesteht - der Kleinbürger "dient" schließlich auch, wer wollte das bestreiten, aber wieso deshalb gleich das trotzig-untertänige: "Dienen", ob am Computer, am Fließband, im Bergwerk, in den "Maßnahmen" des "Jobcenters" oder in der Armee, "hat noch keim geschadet"? - Genutzt hat´s, außer im Hinblick auf die schöne frustrierte Saufkumpanei mit den jeweiligen Leidensgenossen, jedenfalls bisher noch keinem, außer den alt- und neureichen Großkotzen, die mit ihren gekauften Helfershelfern nicht nur die Profite aus Arbeit, Dienstleistungen, Krisen und Kriegen privatisieren, sondern durch die Ansammlung reiner Kapitalvermögen zwecks Finanzspekulation dem Volk und der Realwirtschaft Geld entziehen und das Volk zu der Kuli-Genügsamkeit erziehen, die man gemeinhin China und Nordkorea als "Menschenrechtsverletzung" vorwirft: auch wenn kein Mensch mehr versteht, welche Werte noch real und welche fiktiv sind, steht fest, daß die reichsten 10% der deutschen Bevölkerung inzwischen die Hälfte des gesamten Volksvermögens besitzen (also aus der Zirkulation herausgenommen haben) und die ärmsten 50% sich 10% des Volksvermögens teilen (was noch harmlos im Vergleich zur selbsternannten "größten Demokratie" der USA ist, ganz zu schweigen von der globalen Verteilungsungerechtigkeit: "Globalisierung" heißt schließlich nicht weltweite Gerechtigkeit, sondern grenzenlose Ausbreitung der kapitalistischen Heuschrecken-Plage...).
Die einzige Frage ist, warum Massen von Masochisten begeistert dabei mitmachen (oder zumindest ehrfürchtig schweigend dabei zuschauen), wenn sich ein paar arrogante Blutsauger (und dazu gehören auch die dem Publikum vorgeführten alten und neuen "Adligen", sowie Sport- und Film- "Stars"...) selbst befriedigen, bis ihnen das Geld aus allen Löchern wieder rauskommt, weil sie noch zu geizig sind, in ihren Villen oder Lofts oder auf ihren Luxusyachten ein paar guten Köchen mehr als den Niedrigstlohn für die Zubereitung einer anständigen Olive zu bezahlen... Und warum diese Köche sich auch noch "Ratgeber" kaufen oder vom "Jobcenter" verordnet bekommen, die versprechen, daß mit ihrer Hilfe die demütigenden Auswahlverfahren schleimigst auf Kosten der Mitbewerber gemeistert werden können...
Ciceros kaum verbrämten Aufruf zur Gewalt von 69 v.Chr.: "Vena lausa moris pax un drux bis totis!" hat keine 100 Jahre später eben jener Chr. als Aufruf zur Selbsthilfe verstanden und handgreiflich die Händler aus dem Tempel vertrieben: das ist, wenn überhaupt, die "chr. Tradition" des Abendlandes, und nicht die "frei-händlerische" von CDU/CSU, FDP, SPD, BGS, DB, BP, CIA, FBI, IBM, MGM, IWF und Konsorten.
Montag, 4. Oktober 2010
Arbeit ist ein Verhängnis
"(...) Man muß zwischen arbeiten und tätig sein unterscheiden. Wenn die Arbeit dazu führt, daß man sich dabei selbst erfährt und seinem Leben einen Ausdruck gibt, dann ist sie nicht entfremdet und eine vernünftige Tätigkeit. Wenn die Tätigkeit dagegen trostlos und entfremdet ist, ist es auf jeden Fall Arbeit. (...)
Ich habe nie verstanden, warum sich Menschen so süchtig über Arbeit definieren wollen und ihr Dasein als sinnhaftes Mitglied der Gesellschaft nur über ihre Arbeit definieren.
(...) es ist doch allzu deutlich, daß der gesamte Arbeitsmarkt von Menschen wimmelt, die entweder eine nicht sinnvolle, nicht befriedigende oder gar selbstzerstörerische Arbeit machen, Menschen, die ihre Arbeit mit Angst und nicht mit Befreiung verbinden: Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes, Angst vor Sanktionen, Angst, die Arbeit nicht zu schaffen. Ich habe die Wollust nie verstanden, die von der Arbeit ausgehen soll.
(...) Für mich ist der Philosoph Baruch de Spinoza zentral, der zu Beginn der Aufklärung das Postulat aufstellte, nie eine Arbeit zu tun, die direkt oder vermittelt anderen Schaden zufügt. (...) Heute haben viele Menschen im Konkurrenzkampf um die Arbeitsplätze eine fast hundertprozentige Ignoranz gegenüber diesem Anspruch. Jeder ist bereit, jede Arbeit zu machen - und sei sie noch so schädlich für andere, für die eigene Seele, für den gesellschaftlichen Zusammenhalt oder den eigenen Körper. In schöner kapitalistischer Selbstverständlichkeit sagt man in Amerika gern dazu: "It´s my job." Das hat für mich einen ähnlichen Klang wie das "Ich habe nur meine Arbeit gemacht" der Vollstrecker in Diktaturen.
(...) Das ist doch lange vorbei - der Glaube, daß man durch Arbeit die Möglichkeit erhält, in einem gewissen Luxus zu leben. Heute geht es doch bei den meisten darum, mit dem Gehalt einigermaßen die Wohnung und die Ernährung zu bezahlen. Oder das Bier in der Stammkneipe, in die man sich ohne einen Arbeitsplatz nicht mehr hinein traut. Es ist doch billiges Blendwerk, daß man sich durch Arbeit Wünsche erfüllen kann und sich statt mit der Freiheit mit einer Art Freizeit-Freiheit als Ersatz zu begnügen.
(...) Es muß strukturelle Änderungen geben. Schauen wir uns mal die Kohle-Kumpel an. Jeder weiß, daß deren Arbeit mörderisch und sinnlos ist. Sie zerstört die Gesundheit der Arbeiter, die Umwelt, den Planeten. Gleichzeitig ist sie nicht mal profitabel, sondern wird massiv staatlich gefördert. (...) Billiger und verantwortungsvoller wäre es, all diesen Menschen ihre Gehälter weiter zu bezahlen - unter der Bedingung, daß sie nicht mehr in die Grube fahren. Das wäre wesentlich billiger, nicht nur unmittelbar, sondern vor allem langfristig hinsichtlich der Verwüstungen, die fossile Brennstoffe anrichten. (...)
Das (Grundeinkommen für alle Menschen, also auch für die, die nicht arbeiten und keine Arbeit suchen) ist unvermeidlich, denn das Wunder, unendliches Wachstum bei endlichen Ressourcen zu erreichen, wird es nicht geben. Es wird immer offensichtlicher, daß aller technologische Fortschritt, der mit dem ideologischen Getöse der Arbeitserleichterung daherkommt, letztlich zu Mehrarbeit führt, anstatt uns von der Arbeit zu befreien.(Hier ist R. M. etwas undeutlich: technologischer Fortschritt führt letzlich zu Mehrproduktion durch Mehrarbeit weniger Qualifizierter und Prekarisierung vieler bei Gewinnabschöpfung durch die kapitalistische Oligarchie - pstebel25) Schon früh wurden Maschinen erfunden, um die Handarbeit zu ersetzen. Das hat aber schon damals weniger zur Verringerung der Arbeit geführt, sondern vor allem zur Steigerung der Produktivität. Heute versucht man, auf der Basis technologischer Innovationen und völliger Überproduktion immer wieder Tricks zu finden, um das Wachstum zu steigern, anstatt zu sagen: wir nutzen die Technologie, die Maschinen, Computer und Roboter, um uns die Arbeit abnehmen zu lassen und uns sinnvolleren Tätigkeiten zu widmen.
(...) Es gibt ja (durch das Internet) durchaus Entwicklungen und Möglichkeiten, sein Auskommen zu finden, die lange nicht denkbar ware. Andererseits ist das doch nur ein ideologischer Baldachin über einer realen Zwangssituation. Es gibt immer weniger klassische Arbeitsplätze und immer mehr Konkurrenz darum, und es gibt den enormen Druck, seine eigenen Jobs zu erfinden, ein Selbständiger oder Kreativer zu sein. Das bedeutet aber nicht, daß das sinnvollere oder nachhaltigere Dinge sind. Der Druck bedeutet vielmehr, daß man sich auf dem Arbeitsmarkt Nischen neuer entfremdeter Arbeit sucht, in denen man kaum Unterstützung findet.
(...) Es ist schon sehr destruktiv, daß viele Menschen für Geld jederzeit bereit sind, Jobs mit verheerenden Auswirkungen auf die Umwelt und die Freiheit anderer Menschen auszuüben. Für mich sind das Mittäter an den sozialen Verwüstungen.
(... Das) entspricht nicht den Freiheitsmöglichkeiten, die in der heutigen Zeit gegeben sind. Man könnte jedem Menschen garantieren, sinnhaft tätig zu werden. Und beim jetzigen Stand der Produktion und der technischen Möglichkeiten das Fortkommen aller Menschen garantieren - ohne Ausbeutung und Zerstörung. Diesen Job müssen wir erledigen."
Der Wiener Philosoph und Schriftsteller Robert Menasse im Gespräch mit "fluter" (Nr.36, S. 29f, Hg. Bundeszentrale für politische Bildung, 2010) - vgl. R. Menasse: Permanente Revolution der Begriffe (Suhrkamp, 2010)
Ich habe nie verstanden, warum sich Menschen so süchtig über Arbeit definieren wollen und ihr Dasein als sinnhaftes Mitglied der Gesellschaft nur über ihre Arbeit definieren.
(...) es ist doch allzu deutlich, daß der gesamte Arbeitsmarkt von Menschen wimmelt, die entweder eine nicht sinnvolle, nicht befriedigende oder gar selbstzerstörerische Arbeit machen, Menschen, die ihre Arbeit mit Angst und nicht mit Befreiung verbinden: Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes, Angst vor Sanktionen, Angst, die Arbeit nicht zu schaffen. Ich habe die Wollust nie verstanden, die von der Arbeit ausgehen soll.
(...) Für mich ist der Philosoph Baruch de Spinoza zentral, der zu Beginn der Aufklärung das Postulat aufstellte, nie eine Arbeit zu tun, die direkt oder vermittelt anderen Schaden zufügt. (...) Heute haben viele Menschen im Konkurrenzkampf um die Arbeitsplätze eine fast hundertprozentige Ignoranz gegenüber diesem Anspruch. Jeder ist bereit, jede Arbeit zu machen - und sei sie noch so schädlich für andere, für die eigene Seele, für den gesellschaftlichen Zusammenhalt oder den eigenen Körper. In schöner kapitalistischer Selbstverständlichkeit sagt man in Amerika gern dazu: "It´s my job." Das hat für mich einen ähnlichen Klang wie das "Ich habe nur meine Arbeit gemacht" der Vollstrecker in Diktaturen.
(...) Das ist doch lange vorbei - der Glaube, daß man durch Arbeit die Möglichkeit erhält, in einem gewissen Luxus zu leben. Heute geht es doch bei den meisten darum, mit dem Gehalt einigermaßen die Wohnung und die Ernährung zu bezahlen. Oder das Bier in der Stammkneipe, in die man sich ohne einen Arbeitsplatz nicht mehr hinein traut. Es ist doch billiges Blendwerk, daß man sich durch Arbeit Wünsche erfüllen kann und sich statt mit der Freiheit mit einer Art Freizeit-Freiheit als Ersatz zu begnügen.
(...) Es muß strukturelle Änderungen geben. Schauen wir uns mal die Kohle-Kumpel an. Jeder weiß, daß deren Arbeit mörderisch und sinnlos ist. Sie zerstört die Gesundheit der Arbeiter, die Umwelt, den Planeten. Gleichzeitig ist sie nicht mal profitabel, sondern wird massiv staatlich gefördert. (...) Billiger und verantwortungsvoller wäre es, all diesen Menschen ihre Gehälter weiter zu bezahlen - unter der Bedingung, daß sie nicht mehr in die Grube fahren. Das wäre wesentlich billiger, nicht nur unmittelbar, sondern vor allem langfristig hinsichtlich der Verwüstungen, die fossile Brennstoffe anrichten. (...)
Das (Grundeinkommen für alle Menschen, also auch für die, die nicht arbeiten und keine Arbeit suchen) ist unvermeidlich, denn das Wunder, unendliches Wachstum bei endlichen Ressourcen zu erreichen, wird es nicht geben. Es wird immer offensichtlicher, daß aller technologische Fortschritt, der mit dem ideologischen Getöse der Arbeitserleichterung daherkommt, letztlich zu Mehrarbeit führt, anstatt uns von der Arbeit zu befreien.
(...) Es gibt ja (durch das Internet) durchaus Entwicklungen und Möglichkeiten, sein Auskommen zu finden, die lange nicht denkbar ware. Andererseits ist das doch nur ein ideologischer Baldachin über einer realen Zwangssituation. Es gibt immer weniger klassische Arbeitsplätze und immer mehr Konkurrenz darum, und es gibt den enormen Druck, seine eigenen Jobs zu erfinden, ein Selbständiger oder Kreativer zu sein. Das bedeutet aber nicht, daß das sinnvollere oder nachhaltigere Dinge sind. Der Druck bedeutet vielmehr, daß man sich auf dem Arbeitsmarkt Nischen neuer entfremdeter Arbeit sucht, in denen man kaum Unterstützung findet.
(...) Es ist schon sehr destruktiv, daß viele Menschen für Geld jederzeit bereit sind, Jobs mit verheerenden Auswirkungen auf die Umwelt und die Freiheit anderer Menschen auszuüben. Für mich sind das Mittäter an den sozialen Verwüstungen.
(... Das) entspricht nicht den Freiheitsmöglichkeiten, die in der heutigen Zeit gegeben sind. Man könnte jedem Menschen garantieren, sinnhaft tätig zu werden. Und beim jetzigen Stand der Produktion und der technischen Möglichkeiten das Fortkommen aller Menschen garantieren - ohne Ausbeutung und Zerstörung. Diesen Job müssen wir erledigen."
Der Wiener Philosoph und Schriftsteller Robert Menasse im Gespräch mit "fluter" (Nr.36, S. 29f, Hg. Bundeszentrale für politische Bildung, 2010) - vgl. R. Menasse: Permanente Revolution der Begriffe (Suhrkamp, 2010)
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