Mittwoch, 30. April 2025

Albanisch ist eine interessante Sprache, aber sie interessiert mich nicht

Albanisch ist nach linguistischer Definition eine "indo-germanische" Sprache aus dem "Balkan-Sprachbund", mit dem Alt-Griechischen und dem antiken Illyrischen und Thrakischen (und vielleicht Armenischen) verwandt, aber germanisch-Sprachige, die romanische Worte und sogar manche griechische und russische verstehen, erkennen beim Albanischen keinerlei Verwandtschaft: kürzlich saßen in der Bahn zwei junge schwarz- bzw. braun-vollbärtige Männer mit modisch kurz-rasiertem "Tür-Steher"-Schläfen- und Nackenhaar neben mir, trotz 25° Außen-Temperatur in dicken schwarzen Anoraks (aber mit von "H&M" modisch-luftig durchlöcherten Blue Jeans), und redeten angeregt in einer fast Konsonanten-losen Sprache mit US-Ami-weich gerolltem R, die mir so fremd vorkam, wie das Vietnamesisch in meinem Lebensmittel-Mini-Markt um die Ecke - auf meine Frage sagten sie, das sei Albanisch, und freuten sich, als ich sagte, davon verstehe man ja kein Wort...*

Manchmal nervt es ja, wenn im öffentlichen Verkehr Leute in verständlichem Deutsch lautstark ihre persönlichen Probleme dem Sitz-Nachbarn oder ins Telefon verkünden, aber noch unangenehmer ist das Überhand-Nehmen babylonischer Sprach-Verwirrung im öffentlichen Raum, wenn man sich in seiner Heimat-Stadt, und nicht im Urlaub in Kairo, Bangkok oder Papua-Neuguinea befindet: all diese slawisch, arabisch, türkisch, pakistanisch, afghanisch, afrikanisch oder albanisch sprechenden Passanten könnten "Verschlüsselungs-Experten" des "BND" sein, wie im 2. Weltkrieg die berühmten Navajo-Indianer mit ihrer vom "Feind" garantiert nicht zu verstehenden Sprache - aber im Alltag würde man als Nicht-Geheimdienstler doch bevorzugen, seine Mitmenschen zu verstehen (und wenn ich ernsthaft ins staubige Navajo-Reservat in Arizona umziehen wollte, würde ich wohl die Navajo-Sprache lernen wollen und müssen).

Schön also, daß der eine Albaner zumindest meine auf deutsch gestellte Frage auf deutsch beantworten konnte, genau wie kürzlich immerhin auf englisch ein paar nette junge Israelis, deren Hebräisch ich nicht erkannt hatte und die ich wegen ihrer Freundlichkeit und guten Laune nicht fragen wollte, ob sie den faschistoiden Netanjahu unterstützen oder nicht...

Ich will aber garnicht ins pittoreske Navajo-Reservat auswandern, obwohl die Gegend spektakulär und die Sprache bestimmt erlernbar ist - genauso wenig, wie die zwei Albaner vermutlich zum "Spaß" nach D-Land gekommen sind, sondern weil der globalisierte Kapitalismus die Flucht-Ursachen in der seit den 60er-Jahren Konzept-los (bzw. neo-kolonial) de-kolonialisierten und in der seit den 90er-Jahren ent-"kommunistisierten" Welt eher verstärkt hat, statt für eine ökonomisch gerechte Welt zu sorgen: die ehemals "kommunistischen" Staaten (und die ehemaligen Sowjet-Republiken) wurden in der kapitalistischen "Demokratie" von "RGW"-("Comecon"-)Partnern blitzschnell zur "Dritten Welt" - nicht nur Kirgisien oder Bulgarien, sondern sogar die ehemalige DDR: wieviel mehr muß das für das vom Berg-Clan-Blutrache-Mittelalter in eine Art "Stalinismus" katapultierte Albanien gelten?

Die unverständlichen Albaner-Jungs sollen ihren Weg genauso gehen, wie die Yanomami-Indianer am Amazonas oder die Papua-Stämme in Neuguinea - auch mit Unterstützung durch die deutsche "Gesellschaft für bedrohte Völker": dazu müßten sie allerdings daheim bleiben und die Bedrohung ihres Volks bzw. ihrer Gesellschaft abwenden, und sich nicht in der Berliner S-Bahn gegenseitig "Selfies" von ihren albanischen Bräuten und Kindern zeigen und mich durch ihr "Kauderwelsch" verwirren, wie es allerdings auch meine "Landsleute" nicht aus Not, sondern aus Wohlstands-Arroganz in Barcelona oder Dubrovnik mit den "Einheimischen" tun (in der Schweiz drucken Restaurants ihre Speise-Karten bereits in japanischer und chinesischer Schrift aus)...

Eben kapitalistische Flucht-Ursachen bekämpfen, statt Immigration von aus wirtschaftlichen, kriegerischen, kleptokratischen oder klimatischen Gründen Verelendeten als bloße Symptom-Behandlung zu befördern und damit dem heimischen "Proletariat" eine noch niedrigere Klasse zum Drauf-Rum-Trampeln zu verschaffen ("nach unten treten und nach oben buckeln"), und einen Grund "AfD" zu wählen...
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* später geguglte Beispiele: njeri = Mensch, diell = Sonne, sy = Auge

Dienstag, 29. April 2025

Ab Merz 2025 Umbau zur "marktkonformen Demokratie": Armut nimmt zu

Merzens Liste von geplanten Regierungs-Pöstchen können nur eingefleischte Reaktionäre, wie die von der "FAZ", für gut befinden: Minister und Staats-Sekretäre sollen von "CDU"-Seite lauter Markt-Radikale, Rechts-Konservative und Partei-Soldaten (m/w/d) werden (sogar der "Kind-Kohl" Amthor soll Verwendung finden) - eine Art "Trumpisierung" letzten Endes, und die nach britischem Vorbild ent-"Labour"-isierte "SPD" wird dem vermutlich nichts Ausgleichendes entgegensetzen - schon garnicht unter einem rechten Vize-Kanzler und Finanz-Minister Klingbeil...

Nicht daß die pseudo-"grüne" Wirtschafts-, Außen-, Energie-, Sozial-, Kultur- und Immigrations-Politik irgendwie toll war - aber jetzt plakativ das sogenannte "Gegenteil" durchsetzen zu wollen, verheißt noch weniger Gutes, wie neben der angedachten Wieder-Belebung der Atom-Energie vor allem die geplante "Reform" des "rot-grünen Bürgergelds" zeigt: laut dem neuen "Armuts-Bericht"* leben in D-Land derzeit 13 Millionen Menschen unterhalb der Armuts-Grenze von (2024) 1380 €/Monat**, darunter 1,2 Millionen "Mindestlohn"-Vollzeit-Erwerbs-Tätige - damit ist die "Armen"-Quote auf 15,5% der Bevölkerung gestiegen. Außerdem ist das Durchschnitts-Einkommen dieser "Armen" seither Kaufkraft-bereinigt auch noch auf (2024) 920 €/Monat*** gesunken (Basis 2020: 980 €).

Aber das genügt den neuen "marktkonformen Demokraten" á la Millionär Merz offenbar nicht: am "Bürgergeld" muß zugunsten der Rüstungs-Ausgaben gespart werden, und Unwillige müssen in den Niedriglohn-Sektor gezwungen werden, da tarifliche Jobs Mangelware sind, oder garkeine "Grund-Sicherung" mehr bekommen: dann kann man am besten nach US-Vorbild den Import von billigem "Fentanyl" dulden und den neuen Obdachlosen (wie in San Francisco**** und andern US-Metropolen) billige Einweg-Spritzen austeilen, damit sie schnell und "sozial-darwinistisch" an einer Überdosis, und nicht langsam und teuer an AIDS oder Hepatitis sterben... (In den USA ist mangels allgemeiner Kranken-Versicherung auch letzteres nicht teuer: die "Überflüssigen" verrecken eben auf dem Bürgersteig...)
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* siehe Verband - Der Paritätische - Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege
** die "Armuts-Grenze" liegt bei "weniger als 60% des mittleren Netto-Einkommens aller Haushalte" - das scheint bei einem "reichen" Land, wie D-Land, im Vergleich zu "wirklicher" Armut in einem Hunger-Land der "Dritten Welt" ein "Luxus"-Problem zu sein, aber dahinter zurück zu fallen würde bedeuten, Verhältnisse wie im brutalen "Manchester-Kapitalismus" des 19. Jahrhunderts zu legitimieren (siehe F. Engels: "Die Lage der arbeitenden Klasse in England", 1845; oder E. Zola: "Germinal". 1885; oder S. Lem: "Der futurologische Kongreß", 1971; oder T.C. Boyle: "Wassermusik", 1982, dt. 1987 u. 2014; oder das erste Kapitel von D. Fleck: "Das Tahiti-Projekt", 2008)
*** nominal 1100 € (aber 2024 nur noch soviel "wert", wie 2020 es 920 € waren)
****  USA: San Francisco auf Fentanyl - Die ganze Doku | ARTE (vgl. o.g. Bücher von Lem und Fleck)

Montag, 28. April 2025

Wahnsinn "Aufrüstung": D-Land auf Weltmeister-Platz 4

Laut dem neuen Bericht des Stockholmer Friedens-Forschungs-Instituts "SIPRI" sind die weltweiten Rüstungs-Ausgaben 2024 um durchschnittlich fast 10% auf insgesamt unfaßbare 2,72 Billionen $ (2,38 Billionen €) gestiegen..

Rund ein Drittel davon geben die krankhaft manisch-depressiven US-Imperialisten aus: fast eine Billion $ (874Milliarden €)... 
Weitere 12% der Welt-Rüstungs-Ausgaben entfallen auf China (275 Milliarden €), auf Platz 3 liegt Rußland mit wegen des Ukraine-Kriegs um 30% gestiegenen Ausgaben von 131 Milliarden € (vor dem Krieg rund ein Zehntel der US-Ausgaben), dann folgt bereits D-Land mit 77,6 Milliarden € (28% mehr, als im Vorjahr auf Platz 7: Sau.-Arabien, Indien und England sind überrundet).

D-Land gibt damit ungefähr ein Viertel der gesamten EU-Rüstungs-Kosten (2024: 326 Milliarden €) aus - zur Zeit 1,9% seines "BIP" (immerhin mehr als China - zum Vergleich: Rußland derzeit 7% seines "BIP", die USA über 5%, die Ukros mit 56,7 Milliarden € 37% ihres "BIP", als hätten sie keine andern Sorgen...).*

An Geld mangelt´s (außer für sinnvollere und nötigere Ausgaben...) also weniger, als an gesundem Menschen-Verstand: die weltweiten Bilder von Kriegen, "Bürgerkriegen", Militär-Putschen, "Vergeltungs"-Massakern usw. (Sudan, Kongo, Haiti, Ecuador, Jemen, Äthiopien, Myanmar, Gaza usw. usw.), sowie von den notorischen "Amok-Läufen" in den USA, zeigen jedem normal Denkenden, daß Aufrüstung und Bewaffnung sinnlos und Verhängnis-voll sind und Rüstungs- und Waffen-Industrie ein inhuman-morbides und überflüssiges Geschäft ist - aber leider ein finanziell lohnendes: die Bundes-Regierung will jetzt private Vermögens-Besitzer und Klein-Anleger in die aufsteigenden Rüstungs-Aktien locken, um durch deren "Mikro-Kredite" das NATO-Ziel von Rüstungs-Ausgaben in Höhe von mindestens 2% des "BIP" zu erreichen*, unter dem sie trotz der Neu-Verschuldung durch das "Bundeswehr-Sonder-Vermögen" immer noch liegt - und die Zins-Senkungen der EZB werden manchen bauernschlauen Rendite-Jäger in den Pakt mit dem Teufel treiben...

Daneben wird an den Zahlen die Lächerlichkeit der angeblichen "Bedrohung durch einen russischen Angriff auf Europa" deutlich: Rußlands Militär-Ausgaben von jährlich rund100 Milliarden € (vor dem Ukro-Krieg, jetzt 131 Mrd. € / 149 Mrd. $) stehen mehr als dreimal so hohe EU-Militär-Ausgaben gegenüber, ganz zu schweigen von den 1,5 Billionen $ (1500 Milliarden $) der 32 NATO-Staaten, wovon zwei Drittel auf die USA fallen - aber selbst wenn jetzt unter Trump die "US-Sicherheits-Garantien für Europa wegfallen" (wie "unsere" Kriegs-Treiber mit Krokodils-Tränen "befürchten"), bleibt die finanzielle und technische Überlegenheit von EU und Rest-NATO (außer beim atomaren Arsenal, wenn der US-Anteil wegfällt**, aber über einen Atom-Krieg wollen ja nichtmal die arroganten und misanthropischen "Atom-Mächte" nachdenken - höchstens mal über "abgereichertes Uran", wie es die USA in Jugoslawien und im Irak "minimal"-verstrahlend und Krebs-erregend eingesetzt haben).

Außerdem wird die "chinesische Bedrohung" durch die sowohl nominal, als auch im "BIP"-Anteil dreimal so hohen Rüstungs-Ausgaben der USA konterkariert... (Abgesehen davon, daß China, im Gegensatz zu den USA, die Welt nicht mit Militär-Basen überzieht und seine Flotte nicht zwischen Kuba und Florida patrouillieren läßt, wie die USA ihre zwischen Taiwan und China...)

Scheiß auf das alles und auf die zu recht von Hallervorden "Goebbels-mäßig" genannten Kriegstreiber á la Pisstorius, Kiesewetter, "Flak-Rheinmetall", Heuchel-Gauck, B-Bock & Co.: Krieg dem Krieg !
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* das "BIP" ("Brutto-Inlands-Produkt", früher "Brutto-Sozial-Produkt") ist, wie bereits mehrmals gesagt, eine ziemlich sinnlose Größe, aber leider wird es immer zu Vergleichs-Zwecken benutzt - man beachte den Unterschied zwischen € und $ (aber bei solchen Summen  spielt er eigentlich keine große Rolle: ein paar % mehr oder weniger ändern nichts an der globalen Perfidie...)
** siehe: 2025/ Aktuelle Militärausgaben & Rüstungsausgaben: Vergleich - Deutschland, NATO, Russland, Ukraine, USA & China | Mitwelt

Sonntag, 27. April 2025

Schwindel "Wirtschafts-Wachstum" - Beispiel Zypern

Zypern (ohne die Völkerrechts-widrig besetzte türkische "Republik Nordzypern") hat derzeit das höchste "Wirtschafts-Wachstum" in der EU: mit 3,5% doppelt so hoch, wie (noch) in D-Land oder F-Reich - aber 40% der Bevölkerung leben an der Armuts-Grenze, und 20% haben Niedrig-Lohn-Jobs (im EU-Durchschnitt "nur" 14% - allerdings liegt in Zypern der "Mindest-Lohn" bei 3,50 €, während die Preise europäisches Niveau haben und z.B. bei den städtischen Mieten sogar darüber liegen).

Ein Grund für das "Wirtschafts-Wachstum" ist nämlich das zyprische Angebot der Einbürgerung (und damit eines EU-Passes) für Personen, die mindestens 2,5 Millionen € in Zypern "investieren": dadurch kam eine Flut von russischen und ukrainischen Geldwäsche-Oligarchen auf die Insel, die vor allem im Immobilien- und Tourismus-Sektor "investierten", ganze Städte mit Groß-Projekten verwandelten und -schandelten und die Preise für Einheimische unerschwinglich machten...

Das letztere Problem betrifft zwar alle wirtschaftlichen und touristischen Metropolen Europas, aber die Zyprioten jammern nicht auf hohem Niveau, wie etwa in München oder Barcelona, sondern versuchen, ihrem agrarischen "Dritte-Welt"-Niveau und den Kriegs-Folgen der türkischen Invasion und Teilung (1974) zu entkommen, zum Teil durch "Steuer-Oasen"-Politik*: diese steigert zwar das "BIP", nützt aber den Zyprioten, die volken, überhaupt nix, wie man sieht.

In Zypern zeigt sich bloß, wie im Brennglas vergrößert, die allgemeine Erkenntnis, daß "Wirtschafts-Wachstum" und Steigerung des "BIP" Abstraktionen sind, die nur für Plutokraten praktische Vorteile bringen, und für das, was volkt, nur theoretische "National-Stolz"-Propaganda, für die man sogar meist "den Gürtel enger schnallen" muß - ähnlich belanglos, wie der Sieg der bevorzugten Fußball-Mannschaft mit ihren absurd-abgehobenen jungen Tribbel-Millionären, die medial als "Opium fürs Volk" einen Gutteil politischer "Aufklärung" überwuchern.

"Wirtschafts-Waxtum" ist nichts anderes als Oligarchisierung, wie jeder Normalo an seinem Konto-Stand ablesen kann, oder jedenfalls könnte...

Wacht auf, Verdummte dieser Erde !
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* genau wie bemerkenswert viele ex-britische Klein-Kolonien (fast alle "Steuer-Oasen" sind ex-britisch: Bahamas, Cayman, Hongkong, Gibraltar, Kanal-Inseln, verschiedene pazifische Inseln usw.) - auf Zypern gibt es immer noch territorial "souveräne" britische Militär-Basen und typischen "Links-Verkehr"... Faxe "British Empire"! (Auch als Erzeuger des notorischen "Nahost-Konflikts" durch spät-kolonialistische Arroganz...)

Samstag, 26. April 2025

Lustiges Foto im Petersdom: Fleisch-Monster Trump und Gift-Zwerg Selenski sitzen sich Aug-in-Aug gegenüber

Ohne Tisch oder sonstwas dazwischen sitzen sich der blonde Riese und der schwarze Pimpf (siehe Schädel- und Oberkörper-Größe) fast Knie an Knie, vorgebeugt in Kardinals-rot-gepolsterten Stühlen auf den bunten Boden-Fliesen des Petersdoms, quasi neben dem aufgebahrten Papst, gegenüber - wie eine aquarellierte Karikatur-Zeichnung von Haderer.

Noch lustiger ist eigentlich, daß Trump nach diesem tête-á-tête schon wieder seine Strategie, oder besser gesagt seine Show, geändert hat: nachdem er vor 2 Monaten beim "Eklat im Weißen Haus" Selenski klar gemacht hatte, daß der sich in Anbetracht der Situation in der Ukraine bloß nichts einbilden solle, und in der Folge Putin den derzeitigen Frontverlauf, sowie Ablehnung der Ukro-NATO-Mitgliedschaft als Friedens-Grundlage angeboten hatte, war er von dem armen kleinen Selenski nun offenbar so "gerührt", daß er sofort eine "Kritik" und "Ermahnung" an Putin posten mußte.

Mal sehen, was für einen Schlenker der offenbar "Tele-Novela"-sozialisierte "Präsident" nach seinem nächsten Treffen mit Putin der Welt mit seiner ätzend leiernden Stimme und seiner Behinderten-gerecht "einfachen Sprache" mitteilt...

Komisch, daß solche infantil-reaktionäre Charaktere (siehe Washington, Jackson, Nixon, Reagan, Bush jr. usw.) überhaupt US-"Präsidenten" werden können, und daß man sie in der Folge weltweit "ernst" nimmt (in etwas abgeschwächter Weise gilt das aber natürlich für alle "demokratischen" Gallions-Figuren des Westens, auch für die etwas raffinierteren US-Präsidenten* - und die im Rest der Welt nimmt sowieso keiner "ernst": das sind entweder "befreundete" oder "feindliche" Autokraten und Diktatoren...).

Letzteres stimmt zwar, aber der Unterschied zu westlichen Auto-"Demokraten" ist nicht sehr groß - die  US-Millionärs-Polit-Kaste ist bloß innerhalb des "Werte-Westens" besonders auffallend "skurril", um es nett zu sagen (böse Leute nennen sie genauso, wie die Rest-Welt-Autokraten: neo-feudal und faschistoid) - was übrigens nicht nur genauso für die nah-östliche US-Militär-Basis Israel gilt, sondern auch für den Vatikan, dessen nicht schlechtester, aber doch letztlich dogmatischer Pontifex jetzt von Milliarden Papisten beweint wird und die "Nachrichten" ähnlich dominiert, wie seinerzeit der Tod der belanglosen englischen "Königin", während sich seine Stabs-Offiziere bereits wie in der "Renaissance" giftig um seine Nachfolge bekriegen - als hätte das (abgesehen von der Kontrolle über die dubiose Vatikan-Bank) heute noch irgendeine Bedeutung...

Es folgt Reinhard Mey - Die heiße Schlacht am kalten Buffet,:
"Und von dem vereinnahmten Geld
Gehn 10% als Spende an Brot für die Welt."
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* wie der infantil-reaktionäre "Republikaner" Trump instinktiv erkannt hat: z.B. reaktionär-raffiniertere US-"Demokraten" á la Kennedy, Clinton, Obama und Biden (aber auch der erste raffinierte "Republikaner" Lincoln, der in Wirklichkeit kein überzeugter Gegner der Sklaverei war...) - eben das "Ostküsten-Establishment", dem eigentlich auch Trump angehört (siehe Gore Vidal: "Die USA sind ein Ein-Parteien-Staat mit zwei rechten Flügeln.")

Freitag, 25. April 2025

Sozialschmarotzer sind die Reichen

Nach Angaben des "Bundes-Rechnungshofes" (BRH) beträgt der Schaden durch "Bürgergeld-Mißbrauch" jährlich rund 260 Millionen € - was auch immer darunter verstanden wird... (vgl, meinen Eintrag vom 11.4.)

Dem steht ein vorsichtig geschätzter* Schaden von 75-125 Milliarden € durch halb-legale "Steuer-Vermeidung" oder -"Flucht" und illegale Steuer-Hinterziehung von Reichen und Super-Reichen, sowie durch "Schwarz-Arbeit" gegenüber, wobei laut BRH erstaunlicherweise vor allem besser Verdienende ab einem Monats-Einkommen von 4000 € "schwarz" arbeiten** - bei "Bürgergeld"-Empfängern und Arbeitnehmern mit weniger als 1500 € Monats-Einkommen ist die "Schwarz-Arbeiter"-Quote nur 3,1%.

Hinzu kommen 23 Milliarden €, die nach Ansicht des BRHs dem Staat für unangemessene Steuer-Vergünstigungen (z.B. Einkommens-unabhängige für Familien) verloren gehen...

Abgesehen von der Dunkelziffer bei der Steuer-Hinterziehung durch dubiose Konzern-Konstrukte, von zweifelhaften "Subventionen", niedrigen Höchst-Steuer-Sätzen, fehlender Vermögens- und Erbschafts-Steuer und nach dem Gießkannen-Prinzip verteilten Hilfen (die, wie z.B. im Agrar-Sektor, vor allem den Großen zugute kommen) entsteht also dem Staats-Haushalt durch die Minderheit der privilegierten Reichen und Superreichen allein nach den BRH-Kriterien ein mindestens 400-600mal größerer Schaden, als durch den gesamten bundes-weiten "Bürgergeld-Mißbrauch".

Diese Zahlen kennen auch "Blackrock"-Millionär Merz, "CumEx"-Scholz und ihre Gesinnungs-Genossen, aber es ist natürlich einfacher, auf der "Hängematten-Mentalität" der "Bürgergeld"-Empfänger rum zu trampeln, als den Einfluß-reichen Klassen-Freunden und Partei-Spendern auf den empfindlichen Seiden-Schlips zu treten...

Und irgendwer muß ja schließlich für das Aufrüstungs-"Sonder-Vermögen" der Kriegs-Treiber, Schreibtisch-Täter und Waffen-Lobbyisten bezahlen: also am besten die, die kleinlaut Pfandflaschen sammeln und die "Tafeln" abgelaufener Lebensmittel leer fressen (und, falls sie mit zynischer oder satirischer Kritik auffällig werden, mit Haft- und Geldstrafen kleinlaut gemacht werden: 40% dessen, was volkt, hat laut Umfragen inzwischen den Eindruck, es könne in "unserer Demokratie" nicht mehr frei seine Meinung äußern - dazu gehören nicht nur aufmüpfige Stammtisch-Schwadronierer oder grantige Blogger, die reihenweise von Ministern verklagt werden, sondern auch Journalisten, Beamte und Wissenschaftler, denen von der "Staats-Räson" Entlassung oder Forschungs-Förderungs-Entzug angedroht wird).***

Wir leben offenbar nicht in der "besten aller möglichen Welten", wie der weltfremde, aber Gottes-fürchtige Mathematiker Leibniz glaubte, oder wie es der zynische Neo-Imperialist Churchill ausdrückte: "Die Demokratie ist die schlechteste aller Staatsformen, ausgenommen alle andern."
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* nämlich vom Kapital-freundlichen "Focus" - laut BRH mindestens rund 100 Milliarden € allein durch "Briefkasten-Firmen" und Steuer-"Lücken" (die Gesamt-Ausgaben für Bürgergeld" betrugen 2024 knapp 47 Milliarden €, davon mehr als die Hälfte für gestiegene Wohn- und Heiz-Kosten - für Rüstung gab D-Land 2024 28% mehr aus, als im Vorjahr: 77,6 Milliarden €)
** ebenso, wie eben vor allem deren 100mal mehr verdienende Vorbilder bei den Steuern "blau" machen, und nicht der kleine Mann, der eine Rechnung zuviel oder ein Trinkgeld zuwenig angibt
*** das fällt inzwischen auch ausländischen Beobachtern (z.B. dem britischen "Economist": The threat to free speech in Germany) , sowie u.a. "Amnesty International" und den "Reportern ohne Grenzen" auf (vgl. meinen Eintrag vom 21.4. über Hallervorden)

Donnerstag, 24. April 2025

Der neo-feudale undurchdringliche Dschungel des Finanz-Kapitalismus

Der Bericht über das italienische Management-Gerangel des "Generali"-Finanz-Konzerns*, zu dessen internationalen Abteilungen auch die "Deutsche Vermögensberatung", die "Aachen-Münchner Versicherung" usw. gehören, ist für Laien genauso unverständlich, wie die Praktiken aller "Vermögens-Verwalter" und "Versicherungen" weltweit, die in der Regel ihre "normalen Kunden" so über den Tisch ziehen, daß diese nur mit offenem Mund und wehrlos staunen können (vgl. meinen Eintrag vom 23.4. über die "Münchner Rück").

Da schachern irgendwelche Banken als Anteils-Eigner von "Generali", die wiederum Anteils-Eigner voneinander und von andern Konzernen sind, und irgendwelche Investoren, die wiederum Anteils-Eigner der Banken und voneinander und von andern Konzernen sind, sowie der sich einmischende italienische Staat um Strategien, die das internationale Finanz-Konglomerat "Generali" durch neue Investoren und "Joint Ventures" noch undurchschaubarer machen - dagegen war der simple Faustrecht-Kapitalismus des Propaganda-Brett-Spiels "Monopoly" ein Ponyhof.

Diese an korrupte "FIFA"- und "Olympia"-Schmierereien erinnernden Praktiken zeigen eigentlich nur eins: der globale Kapitalismus ist auf der Untergangs-geweihten Stufe der "römischen Dekadenz" angelangt, die mit dem, was volkt, null und nichts mehr zu tun hat (vgl. meinen Eintrag vom 14.4. über das "Römische Imperium").
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"Handelsblatt": Finanzbranche: Generali-Chef setzt sich gegen rebellische Aktionäre durch (es lohnt sich manchmal, beim Klassen-Feind nachzulesen, daß dem, was volkt, die "Börse vor 8" getrost am Arsch vorbei gehen kann ...)