Samstag, 26. August 2017

Was gut ist an Onkel Donald

Gut ist, daß Onkel Donald in aller plumpen Naivität raushaut, was schon immer die US-amerikanische Politik bestimmt hat: imperialistische Arroganz, Rassismus, puritanische Kapital-Gläubigkeit und mafiös-korrupte Vetternwirtschaft der selbsternannten "Eliten" - jetzt müßte es doch auch dem Dumpfesten dämmern, vor allem in den dem "US-amerikanischen Modell" hinterherhechelnden Vasallenstaaten.
Obama war ein Ablenkungsmanöver ("wir" können auch Friedensnobel und Neger...), obwohl unter seiner "Regierung" sowohl die weltweiten US-Drohnenmorde, als auch der Rassismus eskaliert sind, und er keinen einzigen ohne Beweise lebenslang politischen Gefangenen (Mumia, Peltier usw.) oder "Whistleblower" mit der ihm problemlos möglichen Unterschrift "begnadigt" hat - Trump ist da ehrlicher: er twittert, daß Ku-Klux-Clan-Faschisten "brave Patrioten" und Statuen von Sklaverei-Befürwortern "national-erhebende Kunst" seien, und "begnadigt" als erstes mal einen fundamentalistischen Rassisten...
Planetare Ökologie oder globale Gerechtigkeit interessieren einen Immobilien-Milliardär natürlich genausowenig, wie seine Amtsvorgänger, allesamt Multimillionäre mit mehr oder weniger verdeckten Beteiligungen am militärisch-industriell-finanziellen Komplex und Kontakten zu den entsprechenden Mafias: Onkel Donald dagegen plaudert es offen aus - und keiner wundert sich wirklich: un-"demokratisch" sind ja nur Kuba, Venezuela, Nordkorea und der Iran.
In der infantilen Märchen-Diktions-Tradition von Primitivlingen wie Reagan oder G.W. Bush redet Onkel Donald von "den Guten" und den ach so "Bösen" - ein weiterer "Herr der Fliegen": freßt Scheiße, Millionen Fliegen können ja nicht irren !
Ähnlich stupide argumentiert die hipster-mäßig unrasierte "FDP- (falls noch jemand weiß, was das ist)-Gallionsfigur in modischem Denglish gegen den Datenschutz: "Digital first, Bedenken second !" - und auch dieser Scheiße werden vermutlich mehr als 5 % der noch zur "Wahl" gehenden zustimmen...

Montag, 21. August 2017

Wer, außer einem Untertanen, braucht schon eine "Nation" oder "nationale Werte" ?

Antwort auf Prof.(em.) D. Borchmeyer: Vom wahren und falschen "Deutschsein" in: "Tagesspiegel", Berlin, 20.8.2017 (siehe  https://causa.tagesspiegel.de/gesellschaft/was-ist-deutsch/vom-wahren-und-falschen-deutsch-sein.html)

Borchmeyers Behauptung, "englisch, französisch, italienisch" usw. hätten sich auf  "Stämme" (und erst später auf ihre Sprachen) bezogen, "deutsch" dagegen ursprünglich auf eine "Sprachidee", entspringt wohl der romantischen Vorstellung eines Literaturwissenschaftlers:
 - was man seit bald 1000 Jahren als "englisch" (sowohl Volk, als auch Sprache) kennt, ist eine Mischung aus Menschen und Dialekten sich bekämpfender Trupps von Angeln, Sachsen und Dänen, die als Invasoren die britischen Kelten vertrieben oder absorbiert haben, und den franko-romanischen Elementen der folgenden normannischen Eroberer...
 - was man als "französisch" (sowohl Volk, als auch Sprache) kennt, ist das Resultat der fränkischen Kolonisierung von Bretonen, Okzitaniern, Basken, Provenzalen, Burgundern usw. und der inneren Kolonisation durch Zentralisierung von Staat, Kultur und seit Cäsars "Gallischem Krieg" verballhorntem Latein...
 - was man als "italienisch" (sowohl Volk, als auch Sprache) kennt, basiert auf den Überresten des Römischen Reichs, d. h. auf der Kolonisierung und Assimilierung der italischen Stämme, der Etrusker, der süditalienischen Griechen, der Sarden, der cis-alpinen Kelten usw. durch die Latiner, abgesehen von der multiethnischen und -kulturellen Vermischung zur Zeit des Groß-Imperiums, und davon, daß Italien, wie "Deutschland", erst im 19. Jh. wieder eine "staatliche Einheit" wurde...
 - das "Heilige Römische Reich deutscher Nation" war dagegen ein politisches Konstrukt aus mehr oder weniger autonomen nieder- und mittel-"deutschen", alemannisch- und austro-ober-"deutschen", friesischen, flämischen, luxemburgischen, burgundischen, provenzalischen, italienischen und slawischen "Herrschaften", in dem zuerst Latein und später zeitweise französisch die "Hochsprache" war, während die "Stämme" ihre Sprachen und Dialekte beibehielten - bis weit ins 20.Jh. hatten die Bewohner des "Deutschen Reichs" kulturell und sprachlich mit ihren jeweiligen Nachbarn jenseits der Grenze mehr gemeinsam, als mit den "Deutschen" am andern Ende des "Reichs": daher später vernünftigerweise wenigstens die föderale Bundesrepublik...
Das ewige Jammern über die "verspätete staatliche Einheit" ist rein macht-historisch affirmativ: natürlich wurde ein Territorium voller Klein- und Kleinst-"Herrschaften" in der Mitte zwischen imperialistisch-zentralistischen "National"-Staaten (Frankreich, England, Schweden, Rußland, aber auch Österreich und Preußen) zu deren "Spielball" und "Beuteobjekt" - aber mußte man es deshalb denen nachmachen, wie es erst die Habsburger und dann die Hohenzollern versucht haben? Die "Eidgenossen" haben eine bessere Lösung gefunden (auch wenn sie als "Neutrale" bald zur weltgrößten Söldner-Verleih-Agentur wurden...) und wurden eine bis heute im Prinzip funktionierende Bundesgenossenschaft verschiedener kulturell autonomer Stämme und Sprachgruppen - natürlich belächelt von "Rationalisierern" jeder Art.

"Deutschland" hat es nie gegeben, nichtmal als ideellen föderalen Bund, wie bei den "Eidgenossen": das hat gerade der 30-jährige Krieg mit seinen ständig wechselnden Allianzen gezeigt - es ist (wie das zusammengeheiratete Habsburger-"Reich") ein künstliches Produkt, nämlich das des wilhelminisch-preußischen Großmachtstrebens, und der Himmel mag wissen, was das "Volk" sich dabei gedacht hat, "staatliche Einheit" zu fordern: es ist mit dem "Deutschen Reich" genauso vom Regen in die Traufe gekommen, wie nach den sogen. "Befreiungskriegen" gegen Napoleon (und wie das französische "Volk" mit der "Französischen Revolution"...).
Wäre man den "humanistisch-weltbürgerlichen Ideen" von Goethe, Schiller und Konsorten gefolgt, hätte man jedenfalls wahrscheinlich der Welt zwei Weltkriege erspart: daß man es nicht tat, zeigt, daß der klassische Idealismus nicht identisch mit dem "deutschen Wesen" ist...
Die "Deutschen" samt ihren Intellektuellen, Dichtern und Künstlern haben es nicht geschafft, statt "zur Nation (sich vergebens) zu bilden, (...) dafür freier als Menschen (sich) aus(zubilden)", wie Schiller verlangte, sondern bloß zum preußischen Untertanengeist, bis auch die Intellektuellen, Dichter und Künstler der chauvinistischen Propaganda folgend begeistert in den ersten Weltkrieg gerannt sind - und selbst aus diesem grausligen Abgrund sind die Überlebenden nicht klüger aufgetaucht: in "späten", wie in "frühen" Nationalstaaten hat offenbar die vielgepriesene "staatliche Einheit" nicht zu "freieren" (d.h. im Schillerschen Sinn: menschlicheren) Menschen geführt, sondern im Grund zu permanentem Krieg.
Angesichts des auch in allen den imperialistischen "Reichen" nachfolgenden "staatlichen Einheiten" mangelnden klassisch-humanistischen Idealismus und Kosmopolitismus (siehe Re-Feudalisierung, Überwachung, Tot-Exportieren, post-koloniale Rohstoff-Kriege, Umweltzerstörung usw.) ist es vielleicht nur ehrlich, wenn sich der militärisch-industriell-finanzielle Komplex und seine derzeitig hiesigen "politischen" Statthalter nicht mehr auf das "Erbe" der ehemals in "deutschen" Landen verstreuten Dichter und Denker berufen...
Das Gute daran ist, daß so die klassischen Ideale nicht mißbraucht und diskreditiert werden (wie es z.B. dem anti-nationalistischen Nietzsche durch die Nazis geschah), sondern der radikal-humanistischen Opposition erhalten bleiben (die natürlich nicht nur rein "westliche", geschweigedenn "deutsche" Werte verkörpert).
Die Integration von syrischen oder afghanischen Flüchtlingen (wenn man schon die global-kapitalistischen Flucht-Ursachen nicht bekämpfen will) wird das wohl kaum beeinträchtigen, wie Borchmeyer befürchtet - im Gegenteil: erstens sind sie ja (wie gläubige und scheinheilige Christen oder Juden) gewöhnt, daß ihre (wie das Christen- und Judentum) teils ehrenwerte Religion sowohl für einen anständigen Lebenswandel, als auch für macht-besessene Barbareien herhalten kann, und zweitens sind sie aus post-kolonialistisch extrem neo-nationalistischen Staaten geflohen und suchen bestimmt nicht das gleiche in NATO-blau oder nach Goethes Farbenlehre...
Der Mensch, ob Eingeborener, Immigrant oder Asylant, muß sich mit der (lokalen) Gemeinschaft identifizieren, nicht mit einem abstrakten Gebilde namens "Nation", dann wäre es auch nicht nötig, z.B. angesichts "deutscher" Kolonial- und Kriegverbrechen zu betonen: "Aber immerhin hatten wir Göte !", sondern es hätte diese Verbrechen wahrscheinlich nie gegeben.

Freitag, 18. August 2017

Terror im Wohnzimmer - "Ich will doch nur fernsehen!"

Täglich wird die deutsche (oder europäische) Pantoffel-Familie mit Nachrichten aus der ganzen Welt (und, na sowas, zunehmends auch aus Europa) über Selbstmord-Attentate, Amok-Läufe, russische Giftvogel-Attacken und rassistische Bürgerkriege in Afrika (oder in den USA) solange bombardiert, bis die weitertobenden kapitalistischen Kriege im Nahen und Mittleren Osten und in Nordafrika aus dem Blick geraten, ganz zu schweigen von der südeuropäischen Wirtschafts-"Krise" und den Grundproblemen des herrschenden kranken Systems (einschl. des Krankensystems) - dabei macht sich der brave Fern-Seher, nicht anders, als die US-amerikanischen Ku-Klux-Klan-Faschos, hauptsächlich Sorgen um die Zukunft seines Feinstaub-Fahrzeugs, das ihm aufgeschätzt wurde...
Falls sich  tatsächlich bisher "normale" Menschen zunehmends wegen ökonomischer Not "freiwillig" oder "ideologisch verleitet" selbst in die Luft sprengen oder sonstein garantiert fatales Attentat begehen, um ein "Fanal" zu setzen, ist ja wohl was faul an der "Weltordnung" und unserm Pantoffel-Wohnzimmer: diese Möglichkeit ist jedenfalls nicht von der Hand zu weisen, wenn man sich die Schere zwischen Verarmenden und immer reicher Werdenden global und auch innerhalb der "entwickelten" Länder ansieht - die "Andern" leben noch im 18./19.Jh., und wir sind auf dem besten Weg zurück dorthin, als es auch bei uns massenweise verarmte Landlose, Tagelöhner, Landstreicher und Bettler gegeben hat...
Welcher "normale" Mensch mit einem halbwegs erträglichen Leben wird wohl irgendwelche Unbekannten und vielleicht sich selbst mit umbringen, marodieren und vergewaltigen oder eine Kinderarmee zum Killen abrichten? In der "entwickelten" Welt reicht offenbar schon die Androhung eines abnehmend erträglichen Lebens, daß so mancher zum Nazi oder militanten "White-Pride"-Fundamentalisten wird - was soll da erst in den zerbombten Ex-Staaten und in den Slums der "unterentwickelten" Welt lossein? Und wer ist da "normaler": der schlechtgelaunte Habenichts, oder der schlechtgelaunte "Mit-Habenichtsen-teil-ich-nicht"?
Aber nicht nur unser Pantoffelheld, sondern auch Flüchtlinge, die nach Jahren der Flucht vor Krieg und Hunger, Internierung, Mißhandlung und Lebensgefahr in Europa ankommen, reden von ganz gutbürgerlichen Hoffnungen und Vorstellungen: wer sind denn also die "Terroristen"?
Einer von ihnen wurde offenbar trotz erkanntem "Gefährdungspotenzial" jedenfalls von einem nordrheinwestfälischen Verfassungsschutz-Mitarbeiter im Dienstwagen nach Berlin chauffiert, wo er angeblich mit einem LKW durch den Weihnachtsmarkt gefahren ist, um sich paar Tage später relativ grundlos in Italien erschiessen zu lassen - zumindest Italien ist ja bekannt für seine (NATO-)"Strategie der Verunsicherung" durch staatlichen und faschistischen Terror, der "Linken" in die Schuhe geschoben wird...
Aber wo auch immer einer mit Messer oder Pistole rumläuft, "bekennt" sich sofort ein "IS" der Urheberschaft - man ist an die geheimnisvolle "3. RAF-Generation" ("Das RAF-Phantom") erinnert: die anonymen "Bekennerschreiben" könnten genausogut von de Maizieres Vorzimmerdame stammen, die ihren Job nicht verlieren will...
Selbst wenn es jede Menge Durchgeknallte gibt, die nicht notwendigerweise von Geheimdiensten oder deren Waffenhändlern "geführt" werden, ist das ein Armutszeugnis für die "Weltordnung": Durchknallen ist eine Streß-Krankheit (vielleicht sogar bei den Reichen und Mächtigen irgendwie) !

Sonntag, 12. März 2017

Die Geburt des Kapitalismus aus dem Geist der Barbarei

Der schöne Buchtitel "Die Geburt der Raumfahrt aus dem Geist der Barbarei" (R. Eisfeld, 2012, über W. v. Braun) läßt sich vortrefflich auf sämtliche wissenschaftlichen und politischen Themen abwandeln: die Barbarei ist allgegenwärtig !
Z.B. neulich in den "Arte"-Nachrichten: die erste "Nachricht" war, daß die  korrupten und kriminellen, aber offenbar nicht justiziablen VW-Manager zähneknirschend "freiwillig" ihre eigene Jahres-"Vergütung" auf 10 Millionen € pro Person "beschränken" werden, und die letzte (vor der wie immer abschließend versöhnlichen "Kultur-Reportage") war ein Bericht über Massen-Bordelle (= Prostitutions-Slums) in Bangladesh, wo zu Tausenden entführte und/oder verkaufte Mädchen und Frauen zwischen 10 und 40 Jahren für 0,60 bis 10 € zu haben sind. Nach der "Eingewöhnung", während der viele heroinsüchtig gemacht werden, fressen sie "freiwillig" Hormonpillen, um ihren Marktwert zu steigern, bis sie an den Nebenwirkungen vorzeitig krepieren, oder sie steigen aus, um Zuhälterinnen ihrer mit Preisaufschlag kondomlos empfangenen Töchter zu werden: man kann garnicht so viel fressen, wie man kotzen möchte ! (Und Liebermann kann man garnicht oft genug zitieren !)
Wenn VW- und andere Barbarei-Manager im Gefolge von Wirtschaftsministern in solche Länder reisen, zahlen sie natürlich mehr als 10 € pro Fick, aber dafür sind sie schließlich häßliche dicke alte Männer und müssen zum Ficken auch nicht in den Slum gehen, sondern werden im Hotel bedient...
Wie man bei www.manager-magazin.de/unternehmen/it im Januar lesen konnte, geben die Superreichen allerdings noch mehr Geld für entlegene Insel-Immobilien, Hubschrauber, Waffen, Bunker und Privatsöldner aus, weil sie endlich ahnen, daß diese "Zivilisation" keine Zukunft hat und sie als deren Protagonisten und Nutznießer/Ausbeuter früher oder später dem Zorn der restlichen 99%, die nichts mehr zu verlieren haben, ausgeliefert sein werden - die vermutlich sich mafios entwickelnde Herrschaft des "Mobs" wird schließlich auch nicht "barbarischer" sein, als die derzeitige mafiose Herrschaft der hegemonischen Oligarchen (s. z.B. Miguel A. Prado: "Stratos").
Bis dahin besteht immerhin die Möglichkeit, den weltweiten "Mob" auf seine humanistischen Wurzeln zu verpflichten, denen er im Kleinen und im Gegensatz zu den Oligarchen offenbar sowieso anhängt, da er geduldig und untertänig jede Schweinerei (=Barbarei) der Mächtigen erträgt und eigentlich nur aufgrund der System-Propaganda zum Erbschleicher wird...

Montag, 23. Januar 2017

Donald ist Cyber-Putins Marionette: das Ende der Welt ist nah

Carl Barks hat den armen Donald erfunden, aber die auch in Deutschland als Terror-Organisation eingestufte PKKK (Putins Kaos Kompjuter Klub) den stinkreichen: die haben diesen Tölpel mittels eines Saufabend-Fotos aus "facebook" erpreßt, den PPK (Peinlichen Pöbel-Clown) zu spielen, und dann ganz einfach mittels "gehackter" Clinton-Mails den US-Wahlkampf für ihn entschieden, wie CIA und NSA ganz entschieden vermuten - da es nur ein normales "Leak" war, muß eben der "Whistleblower" von der PKKK "gehackt" worden sein, oder wie auch immer...
(Im Klartext heißt das: "demokratisch" wäre es gewesen, wenn das Stimmvieh nichts von Clinton´s Machenschaften erfahren und sie brav gewählt hätte...)
Hängen bleibt, daß möglicherweise die US-Geheimdienste nicht mehr das gewohnte Monopol auf die "Beeinflussung ausländischer Wahlkämpfe" haben und ausgerechnet der Russe, oh Graus, dabei sein könnte, dem Beispiel zu folgen - die Folgen wären unabsehbar: da hat die Ober-Demokratie inzwischen statt (oder wenigstens neben) der üblichen direkten Militärintervention bzw. offener Putsch-Organisation raffiniertere Mittel entwickelt, und schon springt der Möchtegern-Stalin als Trittbrettfahrer auf, und zwar nicht in irgendeiner Bananen-Republik, sondern im Herzen der allerchristlichsten Nation - ein PKKK-"Botschafter der Angst" (R. Condon, verfilmt mit F. Sinatra), ein "Schläfer" Putins im Weißen Haus? Dann ist alles verloren... die ganze schöne Neue Welt-Ordnung und alles...
Jedenfalls wird nichts mehr aus Donalds naivem Traum, er könne sich medienwirksam (?) mit entblößtem Oberkörper neben Putin bei der Bärenjagd fotografieren lassen - um jeden Marionetten-Verdacht zu zerstreuen, muß er jetzt auf Befehl von Moskau grölen: "Wladi... Äh, Mr. Putin, geh doch allein auf Deine fucking Bärenjagd !"
Aber das ist ja grade die gnadenlose Perfidie der Schlange Putin: er läßt sie, ohne mit der Wimper zu zucken, so tun, als habe er (wie auch immer, aber natürlich mit zutiefst anti-demokratischen Mitteln) eine Art "Obelix" als Gallionsfigur dessen installiert, was eh schon immer eine "Obelix GmbH&Co.KG" (s. "Asterix"-Band XXIII) war, und alle glauben nun, der tumbe Koloß sei das eigentliche Problem, während die üblichen Verdächtigen sich unbeschadet dessen weiter um´s plutokratische Alltags-Geschäft kümmern können - "America drinks and goes home..." (F. Zappa)
Give me five, Wladi !
(Im Ernst: wahrscheinlich hätte Putin eher den "Troubadix" Obama installiert, wenn er gekonnt und gewollt hätte...)

Dienstag, 17. Januar 2017

Andrej Holm - Opfer der BRD-Diktatur

Andrej Holm ist 2007 fälschlicherweise von (gesamt-)deutschen Geheimdiensten der Mitgliedschaft in einer "terroristischen Vereinigung" verdächtigt worden. Seine und seiner Familie Wohnung wurde widerrechtlich von Bullen gestürmt und verwüstet, er selbst wurde überfallartig niedergeworfen, gefesselt, widerrechtlich verhaftet, per Hubschrauber (!) nach Karlsruhe entführt und widerrechtlich drei Wochen eingesperrt, bis sich die Haltlosigkeit der Verdächtigungen herausstellte. Monatelang wurden er und seine Familie widerrechtlich überwacht und widerrechtlich ihre und ihrer Bekannten Telefone abgehört.
Daran ist weder die "Stasi" schuld, noch Holms jugendliche Militär-Ausbildung bei dieser, sondern es handelt sich um "Stasi"-mäßiges und unverhältnismäßiges Vorgehen des Nachwende-Staates gegen einen sozial und fortschrittlich engagierten linken Stadtsoziologen und promovierten Universitätsdozenten, das zum Glück ein Schuß in den Ofen war.
Seltsamerweise ist offenbar der "Bundesstaatsanwaltschaft" damals während der dreiwöchigen Untersuchung(-s-Haft) Holms "Stasi"-Mitgliedschaft garnicht aufgefallen - oder man hat gewartet, bis man diese Information "nutzbringender" anwenden kann, wie grade geschehen...
Wie die Aktionen der neudeutschen Geheimdienste gegen Holm (und, nicht zu vergessen, auch gegen andere) zeigen, ist das unkaputtbare "Stasi"-Geheule sowieso bigott. Abgesehen von der "NPD"-Verwicklung der Geheimdienste, ihrem "NSU"-Wegschauen, der "BND"-"NSA"-Achse usw., und ganz zu schweigen von der Nazi-Wurzel des "BND" und früheren westdeutschen illegalen Geheimdienst-Praktiken im Zusammenhang mit "RAF", Dunkelmann Mauss usw., fragt sich sowieso, wer hier den ersten Stein werfen darf: jedenfalls keine Wessis mit eingefleischten Kalter-Kriegs-Stereotypen, und keine ehemals mürrisch-braven Ossis, die im Nachhinein Dissidenten gewesen sein wollen (wie Gauckel) - und Ex-Häftlinge mit berechtigten Klagen gibt es nicht nur aus DDR-Zeiten: siehe Holm, oder, als eines von vielen Beispielen, meinen Bekannten G., der 1980 in West-Berlin per Taxi zu einer Hausbesetzer-Demonstration fuhr, direkt beim Aussteigen verhaftet und aufgrund der Aussage von zwei Bullen "wegen Steineschmeißen" zu zwei Jahren Knast ohne "Bewährung" verurteilt wurde (ohne Scheiß, der Fall ist aktenkundig und bekannt).

Holm war sogar so anbiedernd, sich bei möglichen oder selbsternannten "Stasi"-Opfern für sein Mittun bei der "DDR-Diktatur" zu entschuldigen, obwohl er vermutlich weniger dubiose Dienste geleistet hat, als z.B. eingestandenerweise das Merkel (oder vielleicht sogar Gauckel ?) - Holm hat nicht mal die Gelegenheit genutzt, sich eher als "Verfassungsschutz"-Opfer, denn als "Stasi-Täter", zu präsentieren und seinerseits für seine traumatisierenden "Erlebnisse" berechtigterweise eine Entschuldigung zu verlangen: der Mann ist entweder zu gut für diese verkommene Welt, oder er wurde überhaupt nur berufen, weil er sich schon in den Pseudo-Ehrenkodex der Herrschenden reingefunden hat und sich selbst der strategischen "Koalitions-Disziplin" opfert, die es scheinbar der "Linken" zwecks Machtbeteiligung verbietet, für ihn einzutreten.
Auch die "nachdenkliche" Historikerin Marion Detjen, die in der "ZEIT" (16.1.2017) angesichts des Falles Holm ein "differenzierteres" Umgehen mit historischen "biographischen Verwicklungen" anmahnt, muß offenbar, um gedruckt und gelesen zu werden, zuvorderst der Sprachregelung genügetun, nach der die DDR eine "Diktatur" war, und die "Stasi" eine "Verbrecher-Organisation", womit stillschweigends impliziert ist, daß die BRD eine Art "Demokratie" ist und ihre Geheimdienste - wie soll man sagen? - eine Art "Demokratie-Schutz-Staffeln" sind, unbesehen der unlängst in Randspalten veröffentlichten Analyse völlig unverdächtiger US-Wissenschaftler, daß diese Art von "Demokratien" in Wirklichkeit plutokratische Kapital-Oligarchien und ihre Geheimdienste allmächtige Überwachungsapparate sind: also genau gesagt Diktaturen mit Verbrecher-Organisationen...

Es geht nicht um Verteidigung der DDR, sondern um Relationen: wenn Holm wegen seines "Stasi"-Gastspiels vor 28 Jahren (ob "hauptamtlich" oder nicht) gefeuert wird, müssen auch (oder zuerst) die ihn widerrechtlich verfolgenden hauptamtlichen Bundesstaatsanwälte und ihre hauptamtlichen Geheimdienst-Lügen-Zuträger gefeuert werden - ebenso darf sich ein hauptamtlicher VW-Chef nicht selbstgerecht mit einer astronomischen Pension zusätzlich zu seinen gescheffelten Millionen von seinem in den Dreck gefahrenen Konzern verabschieden, sondern gehört enteignet und in den Knast, wenn wir nicht hinnehmen wollen, daß wir in einer "Bananen-Republik" leben - wie es aussieht, nehmen wir das allerdings hin: das eigentliche und wirklich Böse, das "Stasi"-Gespenst, haben wir ja stellvertretend exorziert und exorzieren es immer weiter, solange noch irgendein Holm herumspukt - jedenfalls, wenn er links und antikapitalistisch spukt, statt brav die Seite zu wechseln oder als Söldner nach Jugoslawien, Afghanistan oder in den Nahen Osten zu gehen.

Dienstag, 6. Dezember 2016

Onkel Donalds Gute-Nacht-Geschichte

"Es war einmal im wilden Wilden Westen,
Damals waren wir die Besten,
Und so will ich es wieder:
Mit Gewehr und biblisch bieder !
Weg mit dem Establishment,
Das nur Schmutz und Lüge kennt !
Statt Mafija und Korruption
Endlich mal ein neuer Ton !
Es werde wieder Licht:
Geblasen wird hier nicht,
Es sei denn meiner
Und sonst keiner !
Hier wird auch nix abgetrieben
Und schön hinterm Zaun geblieben,
Denn alles außer Weiß
Ist verderbter Scheiß:
Jeder Moslem ist ein Terrorist,
Der nur im Knast gut aufgehoben ist;
Der Latino grapscht sich unsre Weiber,
Drum muß er raus, tja, leider;
Und der Asiate will nur klauen -
Ich werd ihm auf die Pfoten hauen -
Da laß ich lieber unsere Konzerne
Steuern sparen, aber gerne.
Nennt uns nur die Bösten -
Wir sind allemal die Größten !
Wozu hier "Health Care"? Gottseidank
Ist von uns keiner krank:
An unserm Wesen
Wird die Welt schon noch genesen !
Und was heißt schon "Klima"?
Bei uns ist alles prima !
Ich scheiße auf die Antipoden
Und kraule meine Hoden:
Auch Europa kann mich mal,
Dieses alte Jammertal -
Wir brauchen ja die NATO nicht,
Und auch keinen Bösewicht:
Diesen Putin und Assad,
Die beiden Vögel aus Bagdad,
Oder wo sie sonst halt hocken,
Werd ich mit `nem guten Bourbon locken -
So läuft meine Welt,
Schließlich hab ich Geld.
Ich mist ihn aus, den Stall,
We´ll fuck them all !
Ich laß sie raus, die Sau,
Und jetzt alle mal: HELAU !"
      Tick,Trick und Track, die rufen brav
      "Helau!" und fallen in den Schlaf.
      Am nächsten Morgen aber
      Reut den Donald sein Gelaber:
"Ähem, von wegen gestern...
Also wegen meinem Lästern...
Herrje, man darf doch wohl mal sagen...
Denn wer gewinnen will, muß schließlich wagen !
´S war Clinton mit dem Hosenschlitz -
Bei mir war´s bloß ein Herrenwitz !
Ich hab ja nur von was gesprochen
Und in echt doch nix verbrochen...
(Wieso ich keine Steuern zahle?
Meine Tricks sind ganz legale !
Was kann ich denn für
Die offene Gesetzes-Tür?)
Seid bloß nicht solche Erbsenzähler,
Es war doch spaßig für die Wähler.
Jetzt mal ohne Scherz:
Richtig los geht´s erst im März,
Und bis dahin sind schon lange
Die Börsen nicht mehr bange.
Als Minister für die Umwelt hole
Ich ´nen Lobby-Mann für Kohle,
Als Minister für den Krieg
Einen vom Irak-Vernichtungs-Sieg...
Da wer´n sie ganz schön staunen,
Die, die jetzt noch raunen -
Wir sind schließlich alle von der gleichen
Art, und zwar der reichen...
Also schreit nicht in den Wald -
Sagt euch euer lieber Trump-Donald !"
      "Schon gut, schon gut", sagt Tick
      Und geht mit Track und Trick
      Paar Hakenkreuze sprühen
      Und: "White Pride soll blühen !"
      Donald lächelt über seine Meute
      Und denkt: jaja, die jungen Leute...
      Bei Tante Daisy hätten sie mit das
      Genauso großen Spaß,
      Denn die Schulen sind marode 
      Und das Gangstern groß in Mode.
      Doch auch der Dativ-Ignorant
      Glaubt scheinbar treu an´s Vaterland: 
      Und solang die Unterklassen
      Nicht vom Glauben lassen...
      Donald, seine Neffen schon vergessen,
      Sagt sich währenddessen:
"Gut, und was nun? -
Na, erstmal weiter wichtig tun...
Bisher hat sich im Leben
Immer alles schon ergeben !
Schiefgehn kann´s ja nicht
Bei meinem Schwergewicht...
Schon ein Obama konnte heucheln,
Er sei gegen Meucheln -
Wäre doch gelacht,
Wenn´s ein Trump nicht besser macht !"