Die uigurische Gemeinde in irgendeiner bis vor paar Tagen unbekannten, von einem seltsam archaischen Messer-Amoklauf geplagten, süd-chinesischen "Millionenstadt" distanziert sich von besagtem "Terrorismus", weil sie mit den Mehrheits-Han-Chinesen eigentlich keine Probleme hat - wobei noch nicht klar ist, ob es überhaupt Uiguren waren, oder eher ein chinesisches "Celler Loch".
Und die neue Räte-Demokratie in den kurdischen Autonomiegebieten Nord-Syriens wird offenbar auch von Assyrern, Aramäern und sogar lokalen Muslimen goutiert.
...um nur zwei Beispiele zu nennen.
Die Diskussionen über die Ukraine folgen dagegen dem Beispiel Afghanistan/Bosnien/Kosovo usw.: welche Hegemonial-Macht hat das Recht, irgendwelche künstlich begrenzten Pißländer ihrer Einflußsphäre zuzurechnen, und welche "Nationalität" hat das Recht, sich als "dominant" zu betrachten?
Daß weder das U.S.-amerikanische, noch das russische Kolonialreich, geschweigedenn die europäische Wirtschafts- und Militär-Union ein "berechtigtes" Interesse haben, ist ja wohl klar, aber daß ebendiese globalistischen Hegemonisten jeden möglichen ethnischen und/oder historischen Nationalismus instrumentalisieren, ist ebenso klar, weil sie nämlich ein kapitalistisches Interesse haben.
Wenn Ungarn, bereits in der EU, sich faschistoid entwickelt, droht man mit dem Zeigefinger (mittlerweile gibt es keine Informationen über die ungarischen Verhältnisse mehr...), wenn in der Ukraine faschistoide Bewegungen sich pro-westlich geben, unterstützt man die bereitwillig.
Sowohl die lokal Beteiligten, als auch die sich für "gebildet" haltenden "Tagesschau"-Konsumenten fallen offenbar auf denselben Mechanismus rein, der zur "Reichskristallnacht" geführt hat - das Resultat von 200 Jahren "Aufklärung" im Sinn des Kapitalismus.
Montag, 3. März 2014
Freitag, 3. Januar 2014
Das "sogenannte" BÖSE
Während in Kambodscha ganz normal Polizisten im Auftrag von "Nike" und "H.&M." streikende Textilarbeiter erschießen und im Südsudan "nach afrikanischer Gewohnheit" Dinka und Nuer sich gegenseitig zu Tausenden massakrieren usw., weint ganz Deutschland (zumindest verwelkte kinderlose Damen) bis hinauf in Regierungskreise wegen dem dämlichen Ski-Unfall eines unterbelichteten und steuerflüchtigen "Carrera-Bahn"-Multimillionärs...
Schon ein gewisser Hitler (auch eine Art biestig verwirrter alter Jungfer) hat seinen Krampf aufgeschrieben: "Aus der Unzahl all der großen Namen der deutschen Geschichte aber sind die größten herauszugreifen und der Jugend in so eindrücklicher Weise vorzuführen, daß sie zu Säulen eines unerschütterlichen Nationalgefühls werden... Die Angst unserer Zeit vor Chauvinismus ist das Zeichen ihrer Impotenz."
Und die Höhe ist natürlich, wie einzig und allein der unsägliche "Focus" weiß, daß der nordkoreanische Soundso-Kim seinen, jawohl, seinen eigenen Onkel nicht nur hinrichten, sondern zu diesem Zweck "von 120 Hunden zerfleischen" ließ - ja, genau von den 120, die seine grasfressenden Untertanen noch nicht verwurstet hatten, und die Juden massakrieren kleine Christenkinder, um deren Blut wegen irgendwas abzuzapfen, und der Irak hatte irgendwelche Massenvernichtungswaffen, die außer den U.S.A. keiner haben darf, und Dinosaurier hat es auch nie gegeben: deren Knochen sind wohl nur, was kubanische und nordkoreanische Hunde übriggelassen haben - oder das, was Kubaner und Nordkoreaner von ihren Hunden übriggelassen haben.
Der besagte Hitler hat in seinem obenerwähnten Krampf nicht nur manisch geschäumt, sondern auch helle Momente gehabt: "In der primitiven Einfalt ihres Gemüts fallen die Menschen einer großen Lüge leichter zum Opfer als einer kleinen, da sie selber ja wohl manchmal im kleinen lügen, jedoch vor zu großen Lügen sich doch zu sehr schämen würden. Eine solche Unwahrheit wird ihnen garnicht in den Kopf kommen, und sie würden an die Möglichkeit einer so ungeheuren Frechheit der infamsten Verdrehung auch bei den andern nicht glauben können, ja selbst bei Aufklärung darüber noch lange zweifeln und schwanken und wenigstens irgendwelche Ursache doch noch als wahr annehmen."
Die "CIA" hat Salvador Allende und John Kennedy ermorden lassen? Von Pearl Harbour und World Trade Center gewußt? Italienische Bomben in Bologna usw. von Faschisten und NATO gelegt? Ohnesorg- und Schmücker-Mord sowie Celler Loch vom deutschen "Staatsschutz" organisiert? - Was soll´s: vom ersten Dreck, auf Linke (oder neuerdings auf Islamisten) geschmissen, bleibt jedenfalls was hängen...
Wie der (militärisch nicht gerade selbst gebeutelte) Hitler räsonniert: "An der Spitze der militärischen Erziehung hat das zu stehen, was schon dem alten Heer als höchstes Verdienst angerechnet werden mußte: (der junge Rekrut) soll lernen zu schweigen, nicht nur, wenn er mit R e c h t getadelt wird, sondern soll auch lernen, wenn nötig, U n r e c h t schweigend zu ertragen."
What´s new, pussy cat? Der Mann, seinerzeit privilegierter bayrischer Festungshäftling, hat gemerkelt, worum´s geht...
Schon ein gewisser Hitler (auch eine Art biestig verwirrter alter Jungfer) hat seinen Krampf aufgeschrieben: "Aus der Unzahl all der großen Namen der deutschen Geschichte aber sind die größten herauszugreifen und der Jugend in so eindrücklicher Weise vorzuführen, daß sie zu Säulen eines unerschütterlichen Nationalgefühls werden... Die Angst unserer Zeit vor Chauvinismus ist das Zeichen ihrer Impotenz."
Und die Höhe ist natürlich, wie einzig und allein der unsägliche "Focus" weiß, daß der nordkoreanische Soundso-Kim seinen, jawohl, seinen eigenen Onkel nicht nur hinrichten, sondern zu diesem Zweck "von 120 Hunden zerfleischen" ließ - ja, genau von den 120, die seine grasfressenden Untertanen noch nicht verwurstet hatten, und die Juden massakrieren kleine Christenkinder, um deren Blut wegen irgendwas abzuzapfen, und der Irak hatte irgendwelche Massenvernichtungswaffen, die außer den U.S.A. keiner haben darf, und Dinosaurier hat es auch nie gegeben: deren Knochen sind wohl nur, was kubanische und nordkoreanische Hunde übriggelassen haben - oder das, was Kubaner und Nordkoreaner von ihren Hunden übriggelassen haben.
Der besagte Hitler hat in seinem obenerwähnten Krampf nicht nur manisch geschäumt, sondern auch helle Momente gehabt: "In der primitiven Einfalt ihres Gemüts fallen die Menschen einer großen Lüge leichter zum Opfer als einer kleinen, da sie selber ja wohl manchmal im kleinen lügen, jedoch vor zu großen Lügen sich doch zu sehr schämen würden. Eine solche Unwahrheit wird ihnen garnicht in den Kopf kommen, und sie würden an die Möglichkeit einer so ungeheuren Frechheit der infamsten Verdrehung auch bei den andern nicht glauben können, ja selbst bei Aufklärung darüber noch lange zweifeln und schwanken und wenigstens irgendwelche Ursache doch noch als wahr annehmen."
Die "CIA" hat Salvador Allende und John Kennedy ermorden lassen? Von Pearl Harbour und World Trade Center gewußt? Italienische Bomben in Bologna usw. von Faschisten und NATO gelegt? Ohnesorg- und Schmücker-Mord sowie Celler Loch vom deutschen "Staatsschutz" organisiert? - Was soll´s: vom ersten Dreck, auf Linke (oder neuerdings auf Islamisten) geschmissen, bleibt jedenfalls was hängen...
Wie der (militärisch nicht gerade selbst gebeutelte) Hitler räsonniert: "An der Spitze der militärischen Erziehung hat das zu stehen, was schon dem alten Heer als höchstes Verdienst angerechnet werden mußte: (der junge Rekrut) soll lernen zu schweigen, nicht nur, wenn er mit R e c h t getadelt wird, sondern soll auch lernen, wenn nötig, U n r e c h t schweigend zu ertragen."
What´s new, pussy cat? Der Mann, seinerzeit privilegierter bayrischer Festungshäftling, hat gemerkelt, worum´s geht...
Montag, 11. November 2013
Taifun ist voll kraß, geile Bilder
Die Philippinos gehören zu den Fußabtretern der internationalen Arbeitsteilung, und die Philippinas zu den Vorzeige-Katalogbräuten westlicher Rentner - logisch nach einer Vergangenheit als zuerst spanische, dann US-amerikanische Kolonie: unter US-Protektorat und -Militärpräsenz abwechselnd Diktatur und hörige korrupte Oligarchie, die Masse der Bevölkerung unter spätkolonialen Elendsbedingungen, wie in allen "verbündeten" Despotien - aber wozu allzubekannte Peinlichkeiten ewig wiederholen?
Die Leidtragenden von "Naturkatastrophen" (die noch dazu wahrscheinlich durch die Scheißegalhaltung der Privilegierten immer verschärfter auftreten) sind natürlich die postkolonialen armgehaltenen Massen, die "Primitiven", also die "guten Wilden", die der solvente Bildungsreisende wohlwollend außerhalb der Taifunsaison und jenseits der Bürgerkriege "besucht": auch der Norden von Sri Lanka ist längst wieder "in" - was ist eigentlich mit den Tamilen? Nur als Beispiel: man kann garnicht soviel aufzählen, wie man kotzen möchte...
Dann ein "thrilliger" Supertaifun über den Philippinen, schaurig-schöne Verwüstungsbilder per Satellit in die Ikea-&-Manufactum-Idyllen gebeamt, Spendenaufrufe wie GEZ-Forderungen: die hiesige neofeudale Manövriermasse soll wie damals beim Tsunami sentimental werden, Schüler ihr Taschengeld spenden...
Und dann kommen Scherzmeldungen, wie: die "Bundesregierung" hat für die Philippinen eine Soforthilfe von 500.000 € bewilligt, während zuhause an private Unternehmen (Banken, Großkonzerne, Erbauer von Opern, Stadtschlössern, Flughäfen usw.) ein Vielfaches von 1.000.000.000 € verschenkt wird (und jede Null mehr ist nicht nur eine mehr, sondern das 10-fache - man muß sich das mal auf z.B. einer Klopapierrolle mit einem Lineal aufzeichnen) - und die Vatikan-Bank, diese Drecks-Mafia-Faschisten-Verbrecherorganisation, "spendet" angeblich 112.000 €, wahrscheinlich in Wirklichkeit nur 109.897,36 € - und warum? Damit wir angesichts der ekelerregenden Zustände auf der Welt nicht selbstzerstörerisch um uns hauen, sondern nur zynisch schmunzeln und weiter "Tagesschau" gucken: kann ja nicht jeder dämliche Philippino so "informiert" sein, wie wir - sonst wär er ja kein Philippino.
Die Leidtragenden von "Naturkatastrophen" (die noch dazu wahrscheinlich durch die Scheißegalhaltung der Privilegierten immer verschärfter auftreten) sind natürlich die postkolonialen armgehaltenen Massen, die "Primitiven", also die "guten Wilden", die der solvente Bildungsreisende wohlwollend außerhalb der Taifunsaison und jenseits der Bürgerkriege "besucht": auch der Norden von Sri Lanka ist längst wieder "in" - was ist eigentlich mit den Tamilen? Nur als Beispiel: man kann garnicht soviel aufzählen, wie man kotzen möchte...
Dann ein "thrilliger" Supertaifun über den Philippinen, schaurig-schöne Verwüstungsbilder per Satellit in die Ikea-&-Manufactum-Idyllen gebeamt, Spendenaufrufe wie GEZ-Forderungen: die hiesige neofeudale Manövriermasse soll wie damals beim Tsunami sentimental werden, Schüler ihr Taschengeld spenden...
Und dann kommen Scherzmeldungen, wie: die "Bundesregierung" hat für die Philippinen eine Soforthilfe von 500.000 € bewilligt, während zuhause an private Unternehmen (Banken, Großkonzerne, Erbauer von Opern, Stadtschlössern, Flughäfen usw.) ein Vielfaches von 1.000.000.000 € verschenkt wird (und jede Null mehr ist nicht nur eine mehr, sondern das 10-fache - man muß sich das mal auf z.B. einer Klopapierrolle mit einem Lineal aufzeichnen) - und die Vatikan-Bank, diese Drecks-Mafia-Faschisten-Verbrecherorganisation, "spendet" angeblich 112.000 €, wahrscheinlich in Wirklichkeit nur 109.897,36 € - und warum? Damit wir angesichts der ekelerregenden Zustände auf der Welt nicht selbstzerstörerisch um uns hauen, sondern nur zynisch schmunzeln und weiter "Tagesschau" gucken: kann ja nicht jeder dämliche Philippino so "informiert" sein, wie wir - sonst wär er ja kein Philippino.
Mittwoch, 18. September 2013
Wahl II: Dezentralisierung der schönen neuen Welt - und zwar subito!
"Selbstregierung steht in umgekehrtem Verhältnis zur Anzahl.(...) Zunehmende Bevölkerung und fortschreitende Technologie haben eine Zunahme der Zahl und der Vielfalt der Organisationen zum Ergebnis gehabt, eine Zunahme der in den Händen der Beamten konzentrierten Macht und eine entsprechende Abnahme der von den Wählern ausgeübten Kontrolle, gekoppelt mit einer Abnahme der allgemeinen Achtung vor demokratischem Vorgehen.(...)
Die politischen Vermarkter wenden sich nur an die Schwächen der Wähler, nie an ihre potentielle Stärke. Sie machen keinen Versuch, die Massen zur Tauglichkeit für die Selbstregierung zu erziehen; sie begnügen sich damit, sie bloß zu manipulieren und auszubeuten. Zu diesem Zweck werden alle Hilfsmittel der Psychologie und anderer Spezialwissenschaften mobilisiert und auf sie losgelassen.(...) Die Methoden, die heute angewendet werden, um den politischen Kandidaten an den Mann oder die Frau zu bringen, als wäre er ein Deodorant, gewährleisten der Wählerschaft geradezu, daß sie nie die volle Wahrheit über irgend etwas zu hören bekommen wird.(...)
Auf dem Gebiet der Massenkommunikation wie auf fast jedem anderen des Unternehmertums hat der technische Fortschritt dem `kleinen Mann´ geschadet und dem `großen Mann´ genützt. Noch vor fünfzig Jahren konnte sich jedes demokratische Land einer großen Zahl kleiner Zeitungen und Lokalblätter rühmen.(...) Heutzutage ist die Presse immer noch gesetzmäßig frei, aber die meisten der kleinen Zeitungen sind verschwunden.(...) Im demokratischen Westen besteht eine wirtschaftliche Zensur, und die Organe der Massenmedien werden von Mitgliedern der Machtelite gelenkt.(...)
Hinsichtlich der Propaganda sahen die frühen Vorkämpfer allgemeiner Alphabetisierung und einer freien Presse nur zwei Möglichkeiten voraus: Die Propaganda könnte wahr sein, oder sie könnte falsch sein. Sie sahen nicht voraus, was tatsächlich, und vor allem in den westlichen, kapitalistischen Demokratien, geschehen ist - die Entwicklung einer riesigen Industrie der Massenkommunikation, welche sich der Hauptsache nach weder mit dem Wahren, noch mit dem Falschen befaßt, sondern mit dem Unwirklichen, dem mehr oder weniger Belanglosen.(...)
Einer Gesellschaft, deren meiste Angehörige einen großen Teil ihrer Zeit nicht an Ort und Stelle verbringen, nicht hier und heute und in der errechenbaren Zukunft, sondern irgendwo anders, in den belanglosen Jenseitswelten des Sports und der Musicals, der Mythologie und der metaphysischen Phantasie, wird es schwerfallen, den Eingriffen derjenigen zu widerstehen, die diese Gesellschaft manipulieren und gängeln wollen.(...)
Das soziale Ganze, dessen Wert, so wird angenommen, größer ist als der Gesamtwert aller seiner Teile, ist nicht ein Organismus in dem Sinn, in dem man sich ein Bienenvolk oder einen Termitenstaat vorstellen kann. Es ist bloß eine Organisation, ein Stück sozialer Maschinerie.(...) An sich ist sie nichts wert; sie ist nur gut in dem Ausmaß, in dem sie das Wohl der Individuen befördert, welche Teile des kollektiven Ganzen sind."
(Aldous Huxley 1958 in "Brave New World Revisited", nach der dt. Ausg. v. 1976, Hervorh. v. mir)
Seit 65 Jahren im Westen nichts Neues, außer immer mehr Amokläufern - na toll, Ihr... Ihr... Ihr hoffnungslosen Zeitungsleser und Tagesschaugucker !
Die politischen Vermarkter wenden sich nur an die Schwächen der Wähler, nie an ihre potentielle Stärke. Sie machen keinen Versuch, die Massen zur Tauglichkeit für die Selbstregierung zu erziehen; sie begnügen sich damit, sie bloß zu manipulieren und auszubeuten. Zu diesem Zweck werden alle Hilfsmittel der Psychologie und anderer Spezialwissenschaften mobilisiert und auf sie losgelassen.(...) Die Methoden, die heute angewendet werden, um den politischen Kandidaten an den Mann oder die Frau zu bringen, als wäre er ein Deodorant, gewährleisten der Wählerschaft geradezu, daß sie nie die volle Wahrheit über irgend etwas zu hören bekommen wird.(...)
Auf dem Gebiet der Massenkommunikation wie auf fast jedem anderen des Unternehmertums hat der technische Fortschritt dem `kleinen Mann´ geschadet und dem `großen Mann´ genützt. Noch vor fünfzig Jahren konnte sich jedes demokratische Land einer großen Zahl kleiner Zeitungen und Lokalblätter rühmen.(...) Heutzutage ist die Presse immer noch gesetzmäßig frei, aber die meisten der kleinen Zeitungen sind verschwunden.(...) Im demokratischen Westen besteht eine wirtschaftliche Zensur, und die Organe der Massenmedien werden von Mitgliedern der Machtelite gelenkt.(...)
Hinsichtlich der Propaganda sahen die frühen Vorkämpfer allgemeiner Alphabetisierung und einer freien Presse nur zwei Möglichkeiten voraus: Die Propaganda könnte wahr sein, oder sie könnte falsch sein. Sie sahen nicht voraus, was tatsächlich, und vor allem in den westlichen, kapitalistischen Demokratien, geschehen ist - die Entwicklung einer riesigen Industrie der Massenkommunikation, welche sich der Hauptsache nach weder mit dem Wahren, noch mit dem Falschen befaßt, sondern mit dem Unwirklichen, dem mehr oder weniger Belanglosen.(...)
Einer Gesellschaft, deren meiste Angehörige einen großen Teil ihrer Zeit nicht an Ort und Stelle verbringen, nicht hier und heute und in der errechenbaren Zukunft, sondern irgendwo anders, in den belanglosen Jenseitswelten des Sports und der Musicals, der Mythologie und der metaphysischen Phantasie, wird es schwerfallen, den Eingriffen derjenigen zu widerstehen, die diese Gesellschaft manipulieren und gängeln wollen.(...)
Das soziale Ganze, dessen Wert, so wird angenommen, größer ist als der Gesamtwert aller seiner Teile, ist nicht ein Organismus in dem Sinn, in dem man sich ein Bienenvolk oder einen Termitenstaat vorstellen kann. Es ist bloß eine Organisation, ein Stück sozialer Maschinerie.(...) An sich ist sie nichts wert; sie ist nur gut in dem Ausmaß, in dem sie das Wohl der Individuen befördert, welche Teile des kollektiven Ganzen sind."
(Aldous Huxley 1958 in "Brave New World Revisited", nach der dt. Ausg. v. 1976, Hervorh. v. mir)
Seit 65 Jahren im Westen nichts Neues, außer immer mehr Amokläufern - na toll, Ihr... Ihr... Ihr hoffnungslosen Zeitungsleser und Tagesschaugucker !
Freitag, 13. September 2013
Wenn Wahlen was ändern würden... (Siehe meine alten Einträge...)
Ich glaube an das angeboren Gute im Menschen, aber leider muß ich auch an die Macht der Bewußtseinsindustrie glauben: selbst die an Schulen symbolisch veranstalteten "U-18-Wahlen" ergeben das selbe, wie die Prognosen für das "mündige" Wahlschafsverhalten:
Die Teenies "wählen" CDU und SPD in gleicher Rate, wie ihre verblendeten Vorfahren - bloß haben sie im Gegensatz zu Opa und Oma kapiert, daß die "Grünen" längst in derselben wässrigen bürgerlichen Liga spielen: deren viele Schülerstimmen werden aber nicht den etablierten Heuchlern, sondern den linken Parteien abgezogen: jegliche Idee von (oder gar Hoffnung auf) Veränderung scheint erfolgreich exorziert zu sein... Na, morgen wird ja Opa Konstantin Weckers "Aufruf zur Revolte" mit Schützenhilfe von Enkel "Prinz Chaos II." onlein gestellt (www.gtvh.de/Aufruf zur Revolte), mal sehn ob´s was nützt...
Ob Jung oder Alt: es herrscht also einerseits die dumpfe Haltung, daß im westlichen Kapitalismus "nicht alles schlecht war", und schon garnicht bei uns, solange wir es uns auf Kosten von Griechen, Spaniern usw. relativ gutgehen lassen können (seit 100 Jahren ganz zu schweigen von der "3. Welt", wo die Säuglingssterblichkeit immerhin halbiert wurde: jetzt stirbt nur noch alle 5 Sekunden ein Kind aus vermeidbaren Gründen...) - und andererseits die dumpfe Einsicht, daß es, wie in den USA, nur um zwei Stellvertreter des herrschenden Systems geht und, "Demokratie" hin oder her, der Rest nur ein Witz ist:
Also paarunddreißig % der paarundsechzig % wählenden Wahlberechtigten (d.h. insgesamt rund 20%) finden das Hängebackenqualle Merkel wählbar, dessen einzige ernstzunehmende Stellungnahme in den letzten 20 Jahren die nicht grade "klammheimliche" mädchenhaft händchenklatschende Freude über die Ermordung Bin Ladens war (falls der nicht mit einer CIA-Leibrente in Riad oder Miami wohnt und ein Ersatz-Pakistani von hinten abgeknallt wurde...), und paarundzwanzig % dergleichen finden den schneidigen Dienstleistungs-Cowboy der Ex-"Sozialdemokraten" wählbar, ob trotz oder weil er gern mal den verkniffenen zynischen Clown macht (Lernen von Berlusconi, statt von Grillo - die er beide für "Clowns" hält: "Sozialdemokraten" hatten schon immer ein goldigeres Verhältnis zu Protofaschisten, als zu eigenständig Denkenden).- Und ob Qualle oder Clown: das Sagen haben eh die Vorstandsvorsitzenden, Aufsichtsräte und Makler...
Das ist die Logik der Niedriglohn-Proleten, die cartesianisch gehirngewaschen sagen: "Ich würde mich an deren Stelle auch wegrationalisieren, na klar!", die Logik von Pfandflaschensammlern, die an die Mythen von Karl, dem "Großen", Friedrich, dem "Großen", George Washington, dem Sklavenhändler, Konrad Adenauer, dem Wiederbewaffner, und Jesus Gauck, dem "Freiheit-durch-NATO"-Apostel, aus unerfindlichen Gründen glauben... Die glauben, ihr koreanischer Mittelklassewagen wäre in Gefahr, wenn das Parlament eine fröhlich disputierende Mischung aus Maoisten, Trotzkisten, Grauen Panthern, Esoterikern, Spaß-Anarchisten (vielleicht sogar "Linken"), Piraten, Ökosozialen, Feministinnen und Tierschützern wäre - dabei wäre das unter den gegebenen Umständen das einzig Sinnvolle, sogar im Hinblick auf die heilige Mobilität, nämlich eine langfristig schlauere, als mit dem koreanischen Mittelklassewagen...
Es ist schon soweit, daß man den 11.9. "9/11" nennen muß und völlig mit den Monaten durcheinander kommt, bloß um ein paar verhetzte "Rednecks" nicht zu brüskieren, die an die schwachsinnige Version der Geschichte ihrer Regierung glauben - genau besehen muß die ganze Welt die unbewiesene "Terror"-Geschichte der Sprengung dieser alten New Yorker Hochhäuser hinnehmen und das damit begründete weltweite Gemetzel akzeptieren, um nicht von "Facebook" geächtet zu werden - wer die haarsträubend verwischten Geschichten von "Horror-Regimes" im Irak oder Iran, in Libyen oder Syrien, die von 19 unbedarften "9/11"-Top-Islamisten, die von "Händi"-Aufnahmen der Feme-Morde an Saddam, Gaddafi und Bin Laden nicht brav für bare Münze nimmt, der ist ein "Verschwörungstheoretiker", und nicht die Profis, die "Verschwörungen" erfinden und nur oberflächlich "beweisen" - so einfach ist das.
Nicht daß man das Licht der libyschen, iranischen usw. "Revolutionen" hochhalten muß - aber leider vergeht sich jeder Staat der Welt (außer Bhutan) an seinen Bürgern, und mehr als die Hälfte schlimmer, als Irak, Iran, Libyen oder Syrien: und das direkte oder indirekte Eingreifen der selbstgerechten "Weltpolizei" in diesen Ländern (und in Afghanistan) hat überall die Lage verschlechtert, wie man täglich in der Zeitung liest...
Genauso, wie die kapitalistische Welt mit nicht besonders "klammheimlicher" Freude den Tod von Chavez zur Kenntnis genommen hat, weil der mindestens ansatzweise eher gegen Volksverarmung, als für "freie Märkte" war, präsentiert sie uns ihre Stellvertreterkriege in orwellschem "Neusprech" als moralisierende Grundlage für die neoliberale Refeudalisierung...
Und zwischen drei oder vier Propagandisten dieser Volksverdummung haben wir die "Wahl"...
Der einzige Grund wählen zu gehen ist, mit einer Stimme für eine aussichtslose Minderheitenpartei die Rate der "Wahlkampfkostenerstattung" für etablierte und rechte Parteien zu mindern - mehr erreicht man in dieser "Demokratie" nicht.
Organisiert euch dezentral. Faxe System.
Seid realistisch: fordert das Unmögliche!
Lebt Ihr schon, oder lest Ihr noch den "IKEA"-Katalog? Oder den "OTTO"- oder "Manufaktum"-Katalog?
Die Teenies "wählen" CDU und SPD in gleicher Rate, wie ihre verblendeten Vorfahren - bloß haben sie im Gegensatz zu Opa und Oma kapiert, daß die "Grünen" längst in derselben wässrigen bürgerlichen Liga spielen: deren viele Schülerstimmen werden aber nicht den etablierten Heuchlern, sondern den linken Parteien abgezogen: jegliche Idee von (oder gar Hoffnung auf) Veränderung scheint erfolgreich exorziert zu sein... Na, morgen wird ja Opa Konstantin Weckers "Aufruf zur Revolte" mit Schützenhilfe von Enkel "Prinz Chaos II." onlein gestellt (www.gtvh.de/Aufruf zur Revolte), mal sehn ob´s was nützt...
Ob Jung oder Alt: es herrscht also einerseits die dumpfe Haltung, daß im westlichen Kapitalismus "nicht alles schlecht war", und schon garnicht bei uns, solange wir es uns auf Kosten von Griechen, Spaniern usw. relativ gutgehen lassen können (seit 100 Jahren ganz zu schweigen von der "3. Welt", wo die Säuglingssterblichkeit immerhin halbiert wurde: jetzt stirbt nur noch alle 5 Sekunden ein Kind aus vermeidbaren Gründen...) - und andererseits die dumpfe Einsicht, daß es, wie in den USA, nur um zwei Stellvertreter des herrschenden Systems geht und, "Demokratie" hin oder her, der Rest nur ein Witz ist:
Also paarunddreißig % der paarundsechzig % wählenden Wahlberechtigten (d.h. insgesamt rund 20%) finden das Hängebackenqualle Merkel wählbar, dessen einzige ernstzunehmende Stellungnahme in den letzten 20 Jahren die nicht grade "klammheimliche" mädchenhaft händchenklatschende Freude über die Ermordung Bin Ladens war (falls der nicht mit einer CIA-Leibrente in Riad oder Miami wohnt und ein Ersatz-Pakistani von hinten abgeknallt wurde...), und paarundzwanzig % dergleichen finden den schneidigen Dienstleistungs-Cowboy der Ex-"Sozialdemokraten" wählbar, ob trotz oder weil er gern mal den verkniffenen zynischen Clown macht (Lernen von Berlusconi, statt von Grillo - die er beide für "Clowns" hält: "Sozialdemokraten" hatten schon immer ein goldigeres Verhältnis zu Protofaschisten, als zu eigenständig Denkenden).- Und ob Qualle oder Clown: das Sagen haben eh die Vorstandsvorsitzenden, Aufsichtsräte und Makler...
Das ist die Logik der Niedriglohn-Proleten, die cartesianisch gehirngewaschen sagen: "Ich würde mich an deren Stelle auch wegrationalisieren, na klar!", die Logik von Pfandflaschensammlern, die an die Mythen von Karl, dem "Großen", Friedrich, dem "Großen", George Washington, dem Sklavenhändler, Konrad Adenauer, dem Wiederbewaffner, und Jesus Gauck, dem "Freiheit-durch-NATO"-Apostel, aus unerfindlichen Gründen glauben... Die glauben, ihr koreanischer Mittelklassewagen wäre in Gefahr, wenn das Parlament eine fröhlich disputierende Mischung aus Maoisten, Trotzkisten, Grauen Panthern, Esoterikern, Spaß-Anarchisten (vielleicht sogar "Linken"), Piraten, Ökosozialen, Feministinnen und Tierschützern wäre - dabei wäre das unter den gegebenen Umständen das einzig Sinnvolle, sogar im Hinblick auf die heilige Mobilität, nämlich eine langfristig schlauere, als mit dem koreanischen Mittelklassewagen...
Es ist schon soweit, daß man den 11.9. "9/11" nennen muß und völlig mit den Monaten durcheinander kommt, bloß um ein paar verhetzte "Rednecks" nicht zu brüskieren, die an die schwachsinnige Version der Geschichte ihrer Regierung glauben - genau besehen muß die ganze Welt die unbewiesene "Terror"-Geschichte der Sprengung dieser alten New Yorker Hochhäuser hinnehmen und das damit begründete weltweite Gemetzel akzeptieren, um nicht von "Facebook" geächtet zu werden - wer die haarsträubend verwischten Geschichten von "Horror-Regimes" im Irak oder Iran, in Libyen oder Syrien, die von 19 unbedarften "9/11"-Top-Islamisten, die von "Händi"-Aufnahmen der Feme-Morde an Saddam, Gaddafi und Bin Laden nicht brav für bare Münze nimmt, der ist ein "Verschwörungstheoretiker", und nicht die Profis, die "Verschwörungen" erfinden und nur oberflächlich "beweisen" - so einfach ist das.
Nicht daß man das Licht der libyschen, iranischen usw. "Revolutionen" hochhalten muß - aber leider vergeht sich jeder Staat der Welt (außer Bhutan) an seinen Bürgern, und mehr als die Hälfte schlimmer, als Irak, Iran, Libyen oder Syrien: und das direkte oder indirekte Eingreifen der selbstgerechten "Weltpolizei" in diesen Ländern (und in Afghanistan) hat überall die Lage verschlechtert, wie man täglich in der Zeitung liest...
Genauso, wie die kapitalistische Welt mit nicht besonders "klammheimlicher" Freude den Tod von Chavez zur Kenntnis genommen hat, weil der mindestens ansatzweise eher gegen Volksverarmung, als für "freie Märkte" war, präsentiert sie uns ihre Stellvertreterkriege in orwellschem "Neusprech" als moralisierende Grundlage für die neoliberale Refeudalisierung...
Und zwischen drei oder vier Propagandisten dieser Volksverdummung haben wir die "Wahl"...
Der einzige Grund wählen zu gehen ist, mit einer Stimme für eine aussichtslose Minderheitenpartei die Rate der "Wahlkampfkostenerstattung" für etablierte und rechte Parteien zu mindern - mehr erreicht man in dieser "Demokratie" nicht.
Organisiert euch dezentral. Faxe System.
Seid realistisch: fordert das Unmögliche!
Lebt Ihr schon, oder lest Ihr noch den "IKEA"-Katalog? Oder den "OTTO"- oder "Manufaktum"-Katalog?
Freitag, 26. Juli 2013
Bayrische Justizministerin fordert Resozialisierung statt Strafe für sich selbst und für gemeingefährliche Regensburger Richter und Konsorten
Die deutsche Justiz (wohlverstanden nur die westliche nach 45) ist natürlich völlig "unabhängig", deshalb muß man die richtigen Leute zu Richtern und Staatsanwälten machen...
Und so bestätigt natürlich die Regensburger Justizmafia ihren "furchtbaren" Kollegen Otto Brixner (aus Angst vor dem Mob nur noch Otto B. genannt), der vor sieben Jahren in gerechtem Zorn und zum Nutzen seiner Bekannten aus Bank-Kreisen den Schwarzgeld-Aufdecker Mollath in die psychiatrische Verwahrung abserviert hat.
Die Staatsanwaltschaft, die Mollaths Schwarzgeld-Anzeige gehorsam in der Schublade verschwinden lassen hat, mußte auf Weisung der bis vor kurzem noch unerbittlichen bayrischen Justizministerin wegen der näherrückenden Wahlen und der lästigen Öffentlichkeit nun doch die Wiederaufnahme des Verfahrens beantragen, aber die Regensburger Landvögte haben nach "bestem Wissen und Gewissen" entschieden - und das ganz "paragraphentreu", wie die gutbürgerliche Presse brav und unaufgeregt "sachlich" betont, obwohl sie letzte Woche noch für Mollaths Freilassung war - als sei Mollath im Auto geblitzt worden und müsse nun unvermeidlich 15 € Bußgeld bezahlen:
Eine "richtige" strafbare Handlung habe Richter Brixner nicht begangen (nur "ohne Absicht" ein bißchen), also sei es wichtiger, darauf zu bestehen, daß einmal getroffene Urteile gültig bleiben müssen, um "Rechtssicherheit" zu schaffen, selbst wenn daraus mal Entrechts-Sicherheitsverwahrung wird - wie Obama sagte: "100%ige Sicherheit" ist bei "Freiheit" eben nicht zu haben, also keine Experimente!
Und das mit dem Schwarzgeld sei zwar kein "richtiger" Wahn gewesen, aber daß es, wie Mollath behauptet, in Koffern über die Grenze geschleppt wurde, hat die Bank nicht zugegeben - also hat Mollath zumindest einen gemeingefährlichen "Kofferwahn".
Und falls er damals seine Frau (die inzwischen längst mit einem alten Freund von Brixner verheiratet ist...) nicht "richtig" gewatscht hat, könnte er nach sieben Jahren Freiheitsberaubung und Entrechtung gefährlich Lust dazu kriegen - also hat sich das damalige "psychiatrische Gutachten" eines Klaus Leipziger (praktischerweise gleichzeitig Oberchef von Mollaths Psychoknast...) immerhin im Nachhinein selbst erfüllt, har har...
Da macht´s garnix, daß Leipziger sich "aus gesundheitlichen Gründen" nicht mehr äußern mag: ganz "krank" und "depressiv" wegen all dem "Mobbing" und "wie ein Verbrecher behandelt" fühlt die Koryphäe sich - daß das kein Wunder ist, geht in seinen dienstbaren Schädel wohl nicht rein.
Aber Vorsicht, "PRISM" ist überall, auch wenn die Bundesregierung noch nie davon gehört hat und es "gaanz ganz schlimm" findet: wer jetzt auch nur die theoretische Lust verspürt, bayrische Justizbeamte, Kriminalpsychiater, Justizministerinnen oder Hypo-Vereins-Banker zu watschen, riskiert, für unzurechnungsfähig und gemeingefährlich erklärt und weggesperrt zu werden - natürlich streng nach den Buchstaben des Gesetzes, wie in jedem zivilisierten Land: Türkei, U.S.A., Rußland, China, Brazil usw.
Wir leben ja nicht im Dschungel oder in Italien!
Apropos: vielleicht wäre ein bißchen "Dschungel-Camp" eine geeignete Resozialisierungsmaßnahme für die genannten Amigo-Seilschaften - mit leicht erschwertem "Holt mich hier raus!" zwecks Realitätsbezug.
Und so bestätigt natürlich die Regensburger Justizmafia ihren "furchtbaren" Kollegen Otto Brixner (aus Angst vor dem Mob nur noch Otto B. genannt), der vor sieben Jahren in gerechtem Zorn und zum Nutzen seiner Bekannten aus Bank-Kreisen den Schwarzgeld-Aufdecker Mollath in die psychiatrische Verwahrung abserviert hat.
Die Staatsanwaltschaft, die Mollaths Schwarzgeld-Anzeige gehorsam in der Schublade verschwinden lassen hat, mußte auf Weisung der bis vor kurzem noch unerbittlichen bayrischen Justizministerin wegen der näherrückenden Wahlen und der lästigen Öffentlichkeit nun doch die Wiederaufnahme des Verfahrens beantragen, aber die Regensburger Landvögte haben nach "bestem Wissen und Gewissen" entschieden - und das ganz "paragraphentreu", wie die gutbürgerliche Presse brav und unaufgeregt "sachlich" betont, obwohl sie letzte Woche noch für Mollaths Freilassung war - als sei Mollath im Auto geblitzt worden und müsse nun unvermeidlich 15 € Bußgeld bezahlen:
Eine "richtige" strafbare Handlung habe Richter Brixner nicht begangen (nur "ohne Absicht" ein bißchen), also sei es wichtiger, darauf zu bestehen, daß einmal getroffene Urteile gültig bleiben müssen, um "Rechtssicherheit" zu schaffen, selbst wenn daraus mal Entrechts-Sicherheitsverwahrung wird - wie Obama sagte: "100%ige Sicherheit" ist bei "Freiheit" eben nicht zu haben, also keine Experimente!
Und das mit dem Schwarzgeld sei zwar kein "richtiger" Wahn gewesen, aber daß es, wie Mollath behauptet, in Koffern über die Grenze geschleppt wurde, hat die Bank nicht zugegeben - also hat Mollath zumindest einen gemeingefährlichen "Kofferwahn".
Und falls er damals seine Frau (die inzwischen längst mit einem alten Freund von Brixner verheiratet ist...) nicht "richtig" gewatscht hat, könnte er nach sieben Jahren Freiheitsberaubung und Entrechtung gefährlich Lust dazu kriegen - also hat sich das damalige "psychiatrische Gutachten" eines Klaus Leipziger (praktischerweise gleichzeitig Oberchef von Mollaths Psychoknast...) immerhin im Nachhinein selbst erfüllt, har har...
Da macht´s garnix, daß Leipziger sich "aus gesundheitlichen Gründen" nicht mehr äußern mag: ganz "krank" und "depressiv" wegen all dem "Mobbing" und "wie ein Verbrecher behandelt" fühlt die Koryphäe sich - daß das kein Wunder ist, geht in seinen dienstbaren Schädel wohl nicht rein.
Aber Vorsicht, "PRISM" ist überall, auch wenn die Bundesregierung noch nie davon gehört hat und es "gaanz ganz schlimm" findet: wer jetzt auch nur die theoretische Lust verspürt, bayrische Justizbeamte, Kriminalpsychiater, Justizministerinnen oder Hypo-Vereins-Banker zu watschen, riskiert, für unzurechnungsfähig und gemeingefährlich erklärt und weggesperrt zu werden - natürlich streng nach den Buchstaben des Gesetzes, wie in jedem zivilisierten Land: Türkei, U.S.A., Rußland, China, Brazil usw.
Wir leben ja nicht im Dschungel oder in Italien!
Apropos: vielleicht wäre ein bißchen "Dschungel-Camp" eine geeignete Resozialisierungsmaßnahme für die genannten Amigo-Seilschaften - mit leicht erschwertem "Holt mich hier raus!" zwecks Realitätsbezug.
Mittwoch, 24. Juli 2013
Grundeinkommen für alle Schweizer? - Ohh-käi!? Und dann?
Diese oberdemokratischen Eidgenossen schon wieder! (vgl. meinen Eintrag vom 6.5.2013)
Es wird eine eidgenössische Volksabstimmung darüber stattfinden, ob jeder ein garantiertes Grundeinkommen, z.B. 2000 Fränkli (~1600 €) pro Monat, erhalten soll...
Also jeder vom Arbeitslosen über den Almbauern, die Krankenschwester, den Rentner und den Uhrmachermeister bis zum Bankchef und Millionär?
Das wäre eine umgekehrte indirekte Steuer, wie das Kindergeld, die "Mehrwertsteuer", Kfz-Steuer, Energie- und ÖPNV-Preise, GEZ-Gebühren usw. - also ungerecht, weil nicht einkommensabhängig, genauso wie die von Götz Werner vorgeschlagene Grundeinkommens-Finanzierung durch eine Verbrauchs- (also eine Art "Mehrwert"-)steuer.
Die Unternehmen könnten dann jedem Angestellten 1600 € pro Monat weniger zahlen, also vielen Leuten garnichts mehr? Zur Finanzierung des Grundeinkommens müßten sie wohl das eingesparte Geld an den Staat bezahlen - dann gäben sie soviel wie vorher aus und bekäme letztlich jeder, der mindestens 1600 € verdient, dasselbe wie vorher: wozu also der Aufwand?
Es würde darauf hinauslaufen, daß alle, die weniger als 1600 € (ob aus "Transferleistungen" oder Einkommen) haben, auf 1600 € "aufgestockt" würden (und die unteren Einkommen ab 1600 € vielleicht noch bißchen aufgebessert würden) - zur Finanzierung müßten am oberen Ende die Steuern erhöht werden.
... also ein kleiner sozialer Ausgleich, der immerhin die Marginalisiertesten erleichtern würde - aber eine Marginalie angesichts der immer größeren Kluft zwischen vielen Geringverdienern und wenigen Großverdienern bei sich auflösendem Mittelstand, ob man es nun "Amerikanisierung" oder "Refeudalisierung" nennt... Und das ist nicht nur im Produktions- und Finanzbereich so, sondern auch bei allen "Dienstleistungen", in allen Kulturbereichen (Musik, Theater, Kino, öffentliche und elektronische Medien, Kunst, Literatur...), in der Wissenschaft (vgl. meinen Eintrag vom 27.12.2012) und im Sport - kurz: überall..
Als Sozialhife oder Arbeitslosengeld hören sich 1600 € pro Monat nicht schlecht an (jedenfalls nicht nach 30 Jahren Neoliberalismus), aber es fragt sich, wie lange eine immer extremer werdende oligarchische Zweiklassengesellschaft noch erträglich ist...
Abgesehen davon, daß ein garantiertes (Gesellschaftsteilhabe erlaubendes) Grundeinkommen weltweit selbstverständlich sein muß, weil man sonst die Welt und ihre Bewohner dem modernen Raubrittertum überlassen würde (wie es in großen Teilen der Welt auch tatsächlich noch der Fall ist...), bleibt dem gesunden Menschenverstand nichts anderes übrig, als die neofeudale Plutokratenkultur, die grassierende Entdemokratisierung und Militarisierung, sowie die kapitalistische Wachstums- und Akkumulationslogik zu durchbrechen:
- alle überflüssige, umwelt- und ressourcenzerstörende, ausbeuterische, verblödende, überwachende und gesundheitsschädliche Produktion und Dienstleistung muß eingestellt werden,
- alle Gesellschafts- und Wirtschaftsbereiche müssen dezentralisiert und demokratisiert werden,
- der verselbständigte Finanzsektor muß in die Realwirtschaft zwangsrückgeführt werden,
- Höchstgrenzen für Einkommen und Vermögen (auch für "Körperschaften") müssen festgesetzt werden.
Dann kann man die noch notwendige Arbeit und den erzeugten Wohlstand verteilen:
vermutlich wird die Arbeitszeit sinken, auch wenn manche auf Arbeit verzichten und sich mit dem Grundeinkommen zufrieden geben (vgl. meine Einträge vom 26.9.2009, sowie vom 7. und 9.10.2009 und 4.10.2010).
Der Wohlstand wird nur für die "sinken", die jedes Jahr die Auswahl zwischen zehn neuen SUV- oder Limousinen-Varianten haben wollen, oder alle zwei Jahre ein verbessertes Mobiltelefon und einen größeren Flachbildschirm brauchen, und überhaupt auf einen grotesken Luxusmarkt "angewiesen" sind.
Statt einer vereinheitlichten "Volks"- und einer teuren "Eliten"-Kultur für reiche Banausen wird es eine breite Kultur ohne millionenverdienende Musik-, Kino-, Roman- und Sport-"Stars" geben.
Daß nicht alles "globalisiert" werden muß, zeigen erfolgreiche kleine Kulturen, wie Dänemark, Norwegen und Island: trotz ihrer "exotischen" Mini-Sprachen werden in diesen Ländern im Verhältnis zur Bevölkerung die meisten Bücher und Zeitungen sowohl produziert, als auch gelesen. Während in Deutschland unbekannte Schriftsteller ihre Veröffentlichungen oft selbst vorfinanzieren müssen, garantiert z.B. Norwegen (mit seinen rund 4 Mio. Einwohnern) jedem Autor die Abnahme von 1000 Exemplaren der Erstauflage: eins für jede der 1000 öffentlichen Bibliotheken.
Es wird eine eidgenössische Volksabstimmung darüber stattfinden, ob jeder ein garantiertes Grundeinkommen, z.B. 2000 Fränkli (~1600 €) pro Monat, erhalten soll...
Also jeder vom Arbeitslosen über den Almbauern, die Krankenschwester, den Rentner und den Uhrmachermeister bis zum Bankchef und Millionär?
Das wäre eine umgekehrte indirekte Steuer, wie das Kindergeld, die "Mehrwertsteuer", Kfz-Steuer, Energie- und ÖPNV-Preise, GEZ-Gebühren usw. - also ungerecht, weil nicht einkommensabhängig, genauso wie die von Götz Werner vorgeschlagene Grundeinkommens-Finanzierung durch eine Verbrauchs- (also eine Art "Mehrwert"-)steuer.
Die Unternehmen könnten dann jedem Angestellten 1600 € pro Monat weniger zahlen, also vielen Leuten garnichts mehr? Zur Finanzierung des Grundeinkommens müßten sie wohl das eingesparte Geld an den Staat bezahlen - dann gäben sie soviel wie vorher aus und bekäme letztlich jeder, der mindestens 1600 € verdient, dasselbe wie vorher: wozu also der Aufwand?
Es würde darauf hinauslaufen, daß alle, die weniger als 1600 € (ob aus "Transferleistungen" oder Einkommen) haben, auf 1600 € "aufgestockt" würden (und die unteren Einkommen ab 1600 € vielleicht noch bißchen aufgebessert würden) - zur Finanzierung müßten am oberen Ende die Steuern erhöht werden.
... also ein kleiner sozialer Ausgleich, der immerhin die Marginalisiertesten erleichtern würde - aber eine Marginalie angesichts der immer größeren Kluft zwischen vielen Geringverdienern und wenigen Großverdienern bei sich auflösendem Mittelstand, ob man es nun "Amerikanisierung" oder "Refeudalisierung" nennt... Und das ist nicht nur im Produktions- und Finanzbereich so, sondern auch bei allen "Dienstleistungen", in allen Kulturbereichen (Musik, Theater, Kino, öffentliche und elektronische Medien, Kunst, Literatur...), in der Wissenschaft (vgl. meinen Eintrag vom 27.12.2012) und im Sport - kurz: überall..
Als Sozialhife oder Arbeitslosengeld hören sich 1600 € pro Monat nicht schlecht an (jedenfalls nicht nach 30 Jahren Neoliberalismus), aber es fragt sich, wie lange eine immer extremer werdende oligarchische Zweiklassengesellschaft noch erträglich ist...
Abgesehen davon, daß ein garantiertes (Gesellschaftsteilhabe erlaubendes) Grundeinkommen weltweit selbstverständlich sein muß, weil man sonst die Welt und ihre Bewohner dem modernen Raubrittertum überlassen würde (wie es in großen Teilen der Welt auch tatsächlich noch der Fall ist...), bleibt dem gesunden Menschenverstand nichts anderes übrig, als die neofeudale Plutokratenkultur, die grassierende Entdemokratisierung und Militarisierung, sowie die kapitalistische Wachstums- und Akkumulationslogik zu durchbrechen:
- alle überflüssige, umwelt- und ressourcenzerstörende, ausbeuterische, verblödende, überwachende und gesundheitsschädliche Produktion und Dienstleistung muß eingestellt werden,
- alle Gesellschafts- und Wirtschaftsbereiche müssen dezentralisiert und demokratisiert werden,
- der verselbständigte Finanzsektor muß in die Realwirtschaft zwangsrückgeführt werden,
- Höchstgrenzen für Einkommen und Vermögen (auch für "Körperschaften") müssen festgesetzt werden.
Dann kann man die noch notwendige Arbeit und den erzeugten Wohlstand verteilen:
vermutlich wird die Arbeitszeit sinken, auch wenn manche auf Arbeit verzichten und sich mit dem Grundeinkommen zufrieden geben (vgl. meine Einträge vom 26.9.2009, sowie vom 7. und 9.10.2009 und 4.10.2010).
Der Wohlstand wird nur für die "sinken", die jedes Jahr die Auswahl zwischen zehn neuen SUV- oder Limousinen-Varianten haben wollen, oder alle zwei Jahre ein verbessertes Mobiltelefon und einen größeren Flachbildschirm brauchen, und überhaupt auf einen grotesken Luxusmarkt "angewiesen" sind.
Statt einer vereinheitlichten "Volks"- und einer teuren "Eliten"-Kultur für reiche Banausen wird es eine breite Kultur ohne millionenverdienende Musik-, Kino-, Roman- und Sport-"Stars" geben.
Daß nicht alles "globalisiert" werden muß, zeigen erfolgreiche kleine Kulturen, wie Dänemark, Norwegen und Island: trotz ihrer "exotischen" Mini-Sprachen werden in diesen Ländern im Verhältnis zur Bevölkerung die meisten Bücher und Zeitungen sowohl produziert, als auch gelesen. Während in Deutschland unbekannte Schriftsteller ihre Veröffentlichungen oft selbst vorfinanzieren müssen, garantiert z.B. Norwegen (mit seinen rund 4 Mio. Einwohnern) jedem Autor die Abnahme von 1000 Exemplaren der Erstauflage: eins für jede der 1000 öffentlichen Bibliotheken.
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