Macrons "Empfehlung" nach dem brisanten vorletzten Samstag (17.10.) war natürlich, keine Demos zuzulassen, und vielerorts waren sie auch verboten, zugelassen sowieso nur als Gewerkschafts-Veranstaltungen, in Paris letztlich nur jwd = entlang des östlichen Periphérique - trotzdem laut CGT 250.000 Teilnehmer, landesweit wieder 800.000 (laut Bullen natürlich wie immer die Hälfte).
Trotz Verboten und Verbannung gab es landesweit am gestrigen Samstag 1300 Verhaftungen, viele im Vorfeld, da es wegen massivem Einsatz von zigtausenden Bullen, Spezial-Einheiten, Armee, Wasser-Werfern und Panzer-Fahrzeugen tatsächlich nur wenige "Auseinander-Setzungen" gab...
Aber da das Regime seit Wochen die Proteste inhaltlich ignoriert und nur auf Repression und Einschränkungen des Demonstration-Rechts baut (die landesweit auffallend schnell eingestellten "3000 Ersatz-Lehrer" waren lediglich die unter-bezahlten, die kurz zuvor wegen Spar-Maßnahmen entlassen worden waren...), kündigen sowohl Schüler und Studenten, als auch Lehrer und Eltern, sowie "Gelbwesten", "Kaufkraft-Verlust"-Rebellen und Gewerkschaften trotz Bullen-Gewalt (und dem teils abgelehnten, aber weniger gefürchteten "Schwarzen Block") weitere Demonstrationen und Streiks an: glückliches Frankreich im Sinn von Stéphane Hessels* Vermächtnis: "Empört Euch!" (2010) und "Engagiert Euch!" (2011)
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* eine zu fast allem berechtigende Wahnsinns-Biographie: geb. 1917 in Berlin als Sohn Stefan des aus "assimilierter" Stettiner Bankiers-Familie stammenden jüdischen Schriftstellers und Rowohlt-Übersetzers und -Lektors Franz Hessel, der grade noch rechtzeitig mit seiner Familie nach Paris zog; Stéphane wurde Absolvent der Pariser Elite-Hochschule, Offizier, Kriegs-Gefangener, nach Flucht Mitglied der Résistance, "GeStaPo"-Folter-Opfer, KZ-Überlebender, französ. UN-Abgeordneter und Mitglied der UN-Menschenrechts-Kommission, ab "9/11" 2001 Kritiker "Zionistischer Kriegs-Verbrechen" und Befürworter eines Israel-Boykotts; gest. 2013 in Paris
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