Der Staat zieht sich nach und nach aus der sozialen, gesundheitlichen und Alters-Fürsorge zurück: statt Arbeitslosen-Geld gibt es Existenz-Minimum, bei Krankheit soll man trotz steigender KV-Beiträge immer mehr selbst bezahlen, und die staatliche Rente soll in Zukunft ebenfalls nur noch das Existenz-Minimum (die "Basis" laut Millionär Merz) abdecken (was sie schon derzeit offenbar bei vielen alters-aktiven Flaschen-Sammlern kaum tut...). Dem "Bürgergeld"- oder Niedriglohn-Volk wird "Faulheit" unterstellt, während Suckerberg´s "Meta" zeigt, wo´s lang geht: Massen-Entlassungen wegen "KI".
Statt einer allgemeinen Einkommens- und Vermögenssteuer mit einer vernünftigen Progression, über die jeder* angemessen an einer allgemeinen und staatlichen Arbeitslosigkeits-, Kranken- und Renten-Versicherung beteiligt wird**, wurden zuerst die Krankenkassen durch Zulassung von Privat-Versicherungen untergraben, dann desgleichen die öffentlichen Rentenkassen durch "geförderte" Privat-Modelle ("Riester" usw.) - beides bietet Vorteile nur für Wohlhabendere (die auch nicht unter "Hartz-Reformen" oder Fahrpreis- und MWSt-Erhöhungen zu leiden haben).
Wohin dieser staatliche Sozial-Darwinismus führt, sieht man ja an den Markt-fundamentalistischen USA: Leute schießen sich ins Bein, damit sie in der Not-Aufnahme eine kostenlose Diabetes-Behandlung kriegen, oder sie leben mangels "Stütze" auf der Straße und betäuben sich mit "Fentanyl" (das billiger und tödlicher ist, als Heroin).
Unter solchen (sich den USA angleichenden) Umständen braucht das, was volkt, keinen "Staat": der vertritt nämlich nur die finanziellen, geo-politischen und militärischen Interessen der Plutokraten und lockt dazu noch die Spargroschen der Marginalisierten als Spekulations-Masse in deren Börsen-Kasino - das heißt, um zu überleben, wird jeder, der es sich irgendwie leisten kann, zum Zwangs-Teilnehmer und Mit-Schuldigen an Ressourcen-Kriegen, Umwelt-Verschmutzung, -Ausbeutung und -Zerstörung, sowie an der Verschärfung der lokal-gesellschaftlichen und globalen Ungleichheit und Ungerechtigkeit: das Jammern auf hohem Niveau bzw. Moralisieren ohne eigene Einbuße...
Es wäre humaner und sozial-psychologisch sinnvoller (und zugleich seine Existenz-Berechtigung), wenn der Staat als "Sozial-Staat" seine Bürger von dieser Last befreien und gleichzeitig als Institution in deren Namen globale Abbitte (durch "Entwicklungs-Hilfe" usw.) leisten würde, aber die Versuche der 70er-Jahre-"Hippie"-Generation, das zu verwirklichen, wurden in den letzten Jahrzehnten immer entschiedener bekämpft: den spätestens seit Nixon/Kissinger und Pinochet von Fascho-Kapitalisten entdemokratisierten*** USA folgen letzten Endes alle diffus "Demokratie-gläubigen" europäischen Regimes mit ihrer "Markt-kompatiblen" bzw. (á la Merkel:) "-konformen Demokratie" - ein schöner Euphemismus für "keine Demokratie".
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* einschl. Reichen, Beamten u.a. Sonderfällen und Steueroasen-Zweitwohnern
** wie es einst beim skandinavischen Sozialstaats- und britischen "National Health"-Modell der Fall war
*** und natürlich nicht von Hohlkopf Clinton oder N-Karriere-Obama "demokratisierten"
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