Die aktuelle Vorsitzende der mittlerweile unbedeutenden britischen "Konservativen" ist eine Immigrantin aus Nigeria, die erst im Alter von 16 Jahren mit ihren Eltern nach England kam - jetzt will sie den Rechts-Nationalen die Anti-Immigrations-Position streitig machen, denn die Massen-Einwanderung von Flüchtlingen "bedrohe den schönen Traum einer besseren Gesellschaft, wegen dem ihre Eltern damals nach England kamen" (wie sie sinngemäß sagte): die etablierte zweite Generation der post-kolonialen "Commonwealth"-Immigranten, die sich grade nach langem Kampf so schön eingerichtet hatte, fühlt sich offenbar von den neuen Habenichtsen bedroht, die das Image der dunklen Hautfarbe wieder trüben könnten, oder den wenigstens halbwegs integrierten "alten" Farbigen die Niedriglohn-Jobs streitig machen...
Ähnlich hat der südtiroler Deutschland-Immigrant und jetzige TV-Moderator Lanz in seinem Exil-Land Wähler entdeckt, die allein wegen ihrer Anti-Immigrations-Haltung der "AfD" ihre Stimme geben - und sich als längst eingebürgerte Kinder oder Enkel von türkischen "Gast-Arbeitern" herausstellten, die nicht noch mehr nahöstliche Konkurrenz auf dem Gemüse-, Döner- und Drogen-Markt wollen...
Und ähnlich hat schon der gescheiterte konservative Premier der britischen "Konservativen", der Inder Sunak, dessen Familie vom "Empire" als "Oberschicht" in die schwarz-afrikanischen Kolonien verpflanzt worden war, bevor sie aus diesem "Saustall"* nach England floh (wo er finanziell vorteilhaft heiratete), sich als Maß-Anzug-Kämpfer gegen "illegale Immigration" zu profilieren versucht.**
In der US-amerikanischen und kanadischen Kolonial- bzw. Völkermord-Geschichte wurde immer wieder hervorgehoben, daß "halb-blütige" Mestizen*** aus ziemlich plumpen psychologischen Gründen krassere "White-Pride"-Rassisten waren, als die weißen Eroberer... Ganz abgesehen vom US-Rassismus aller Einwanderer (und nach dem Völkermord an den Ur-Einwohnern gab es quasi nur noch Einwanderer) gegenüber der jeweils zuletzt eingewanderten Nationalität
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* "Coup de torchon", geniale französische Kolonial-Satire von B. Tavernier (1981) mit Ph. Noiret und I. Huppert (das britische "Empire" war meines Wissens zu so viel Selbst-Kritik bis heute nicht fähig)
** siehe meinen Eintrag vom 6.2.2023
*** außer den kanadischen "Métis", die sich als eigene anti-koloniale Ethnie begreifen
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