Samstag, 19. September 2026

Vorsicht vor Kommunisten und Antisemitisten !

Ein gewisser hysterischer Hochstätter* warnt in der "Berliner Zeitung" vor dem Pippi-Langstrumpf-harmlosen Bild der Berliner Spitzen-Kandidatin der "Linken", Elif Eralp - nicht nur daß der Name der künftigen Bürgermeisterin klingen würde, wie der des Geheimdienst-Chefs von Usbekistan oder Ost-Timor**, sondern hinter dem rot-bemalten KiTa-Tanten-Lächeln verberge sich gradezu "stalinistischer Kommunismus und Anti-Semitismus".

Letzterer äußert sich natürlich durch Solidarität mit den zerbombten Palästinensern, deren Wappen-Embleme von Waffen geziert werden, während die zionistische rassistische Völkermord-Armee auf solche plumpe Symbolik verzichtet und lieber in der Praxis ihre gnadenlose Überlegenheit beweist: wer solches äußert ist allerdings für Sankt-Netanjahu und die "deutsche Staats-Räson" längst ein "Anti-Semitist" im Gefolge von Hitler und Stalin - das übliche Mainstream-Geblöke.

"Kommunistisch" ist dagegen die angekündigte Umsetzung des Berliner Volks-Begehrs nach Vergesellschaftlichung der großen Immobilien-Spekulations-Konzerne und Re-Kommunalisierung der teil-privatisierten Infra-Struktur-Betriebe, weil das "die Investoren abschrecken" würde - na sowas: dann würde deren Streben nach maximalem Profit ja auch wegfallen?! - In einem Berg-Dorf der italienischen Abruzzen hat die Gemeinde dem in Rente gehenden Besitzer die einzige örtliche Tankstelle abgekauft und betreibt sie jetzt als Dienstleistung für die Bürger ohne Profit-Zwang als billigste Tankstelle von ganz Italien.*** Ein genossenschaftlicher oder kommunaler Betrieb muß nunmal keine Rendite-süchtigen Aktionäre anlocken, und daß er das auch nicht will, ist für Kapitalismus-Gläubige, wie offenbar Hochstätter, reine Sünde und des Teufels...

Dabei ist eher zu befürchten, daß die "Linke" im Fall eines Wahlsiegs und einer Bürgermeisterin Eralp bei "Koalitions-Verhandlungen" nicht lange auf den "kommunistischen" Ideen beharren würde, um im Gefolge der Ex-"Grünen" durch Ver-Bürgerlichung ihre "Regierungs-Fähigkeit" zu beweisen**** und ihre Palästina-Solidarität penetrant mit dem heilig-mäßigen "Bekenntnis zur Existenz-Berechtigung Israels" zu relativieren: wieviel praktischer Unterschied zu einem zu befürchtenden "CDU"-Bürgermeister bliebe da noch? Man denke an den enttäuschenden "Hoffnungs-Träger" Obama, seine viertel-herzigen "Reformen" und seine Drohnen-Kriege trotz grundlos schon vorab verliehenem "Friedens-Nobel-Preis"...

Aber eine junge "linke" Bürgermeisterin wäre als "taktische Wahl" erstmal "besser" oder jedenfalls interessanter, als ein Soldat der etablierteren Parteien - wohin das führen kann, zeigt allerdings das un-demokratische US-System: die "taktische Wahl" gebietet, sich zwischen den zwei kapitalistischen Flügeln zu entscheiden und seine "Stimme" nicht an "aussichtslose" Gegen-Kandidaten zu "verschwenden" - System-kritische Stimmen verschwinden dort noch viel mehr, als in den europäischen Mehr-(als 2-)Parteien-Systemen, in denen immerhin manche Idealisten für Parteien "stimmen", die höchst wahrscheinlich leider unterhalb der 5%-Hürde ausscheiden werden, weil alle anderen potentiellen Unterstützer "taktisch wählen"...

Daher das Bonmot: "Wenn Wahlen was verändern würden, wären sie verboten." Da unterscheiden sich die "westlich-demokratischen Wahlen" garnicht sehr von den "pseudo-demokratischen" in post-kommunistischen und post-kolonialen "Autokratien": die Aus-Merz-Axt und das Kling-Beil im Dienst des seit Eisenhower notorischen militärisch-industriellen Komplexes arbeiten, wie ihre Vorgänger, am Abbau der Fortschritte, die die Arbeiter-Bewegung (also das, was volkt) in den 100 Jahren bis 1970 erreicht hatte und seither Stück für Stück den Bach runter ging - der Beweis, daß der klassische Kapitalismus nur den Plutokraten nützt, aber die gesamte Menschheit sitzt trotzdem seit Jahrzehnten vor dieser Erkenntnis Rat- und Regungs-los, wie das Kaninchen vor der Schlange: hallo, aufwachen!
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Kommunisten und Antisemiten: Elif Eralp und die Linke sind eben traditionsbewusst
** bei den Direkt-Kandidaten aller Parteien wimmelt es von exotischen bis unaussprech- und unmerkbaren Namen mit Anklängen von Italienisch, Türkisch, Arabisch, Persisch, Russisch und unbekannten Sprachen... (die jemenitischen "Huthi" hießen jahrelang "Huti", bis irgendein Sender sie plötzlich "Hufi" aussprach: wie spricht man eigentlich "Elif Eralp" aus? Elíf Erálp, oder Élif Éralp, oder gemischt?)
*** zum Glück so abgelegen, daß der Umsatz nur durch paar Tank-Touristen aus den umliegenden Dörfern gesteigert wird...
**** vgl. das anti-revolutionäre "Godesberger Programm" der Ex-"Sozial-Demokraten" von 1959

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