Nach dem Rücktritt des rechts-konservativen "Labour"-Premiers Starmer (der, wie einst Blair, die ehemaligen "Sozial-Demokraten" Englands zu einer "Tory"-Alternative umformen wollte*) hat der quasi "echte Labour"-Premier Burnham (bisher populärer Bürgermeister des Post-"Manchester-Kapitalismus"-Krisen-Manchester) mit "links-liberalem" und dezentralistischem Programm die Nachfolge angetreten: natürlich kommt sofort Haare-raufend die kapitalistische Opposition mit: "Aber wer soll das bezahlen?"
Oder noch schlimmer die neue Chefin der Opposition (der "Conservative Party"), Kemi Badenoch höchst selbst: man müsse an Sozial-Ausgaben sparen und mehr in die Rüstung investieren!
Witziger-(oder besser: trauriger-)weise ist diese Chefin die erste schwarze Frau an der Spitze der Konservativen, eine schlauerweise kurz vor der Abschaffung des Geburts-Rechts durch Thatcher in England als Olukemi Olufunto Adegoke 1980 geborene, aber in Nigeria mit nigerianischen Eltern groß-gewordene Afrikanerin. Mit 16 kam sie nach England, studierte "IT" und ein bißchen Jura, 2005 trat sie in die konservative Partei ein und endete in deren rechtem Flügel, was ihr einige Pöstchen in der rechts-populistischen Regierung Johnson bescherte...
Wie die oft besonders asozialen Neureichen und die oft besonders rassistischen Mischlinge (vor allem in Nord- und Süd-Amerika) sind die post-kolonialen Privilegierten und Emporkömmlinge in Europa offenbar in voraus-eilendem Gehorsam noch reaktionärer, als ihre Mentoren und (zwecks Vortäuschung von "Vielfalt") Protektoren.
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* vgl. das "Godesberger Programm" der SPD von 1959, das deren "linkes" Image zugunsten einer "Wählbarkeit" durch Biedermänner erzeugen sollte
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