Carla Hinrichs, eine der Mitbegründerinnen und "Sprecherinnen" der "Letzten Generation", ist seit 2001 wegen Sich-auf-der-Straße-festkleben zu stetig wachsenden Geldstrafen (anfangs 600 und zuletzt 6000 €) verurteilt worden, während die Versager, Lügner, Saboteure und Betrüger der "Welt-Klima-Konferenzen" und ihre Hintermänner und Geldgeber straffrei ausgingen und auch nicht als die kriminelle Vereinigung, die sie sind, in Verruf gerieten.
Letzteres unterstellt dagegen die "Staats-Anwalt-Schaft" in Trump-Manier den braven Klima-Protestlern, die wie Hinrichs ihre Karriere hintanstellen, um das stupide Volk und die zynischen Herrschenden darauf hinzuweisen, daß sie eben nicht die "Letzte Generation" vor dem klimatischen und ökologischen Kollaps sein, sondern vielleicht selbst Kinder in eine noch halbwegs lebenswerte Welt setzen wollen - soweit das allerdings den wirtschaftlichen und geo-politischen Interessen der Energie-, Technologie-, IT-, Rüstungs- und Finanz-Konzerne widerspricht, handelt es sich dabei nach herrschender "Staats-Räson" offenbar um die "Bildung einer kriminellen Vereinigung" durch aufmüpfige Bürger nach dem berüchtigten §129 StGB, der schon im "Kaiser-Reich" und von den Nazis gegen "linken Pöbel" angewendet wurde... Hinrichs wurde bereits nach "Anti-RAF-Taktik" im Zug der "Ermittlungen" zuhause von bewaffneten Bullen überfallen.
Hinrichs und ihren engsten Mit-Klebern drohen demnach bis zu 5 Jahren Knast für die Wahrnehmung ihrer demokratischen Rechte (zu denen schließlich auch ziviler Ungehorsam gehört, ganz abgesehen von §20 GG, insbes. Abs.4, der das Volk zum Widerstand berechtigt, wenn die Demokratie bedroht ist).
Die pseudo-"demokratischen" Rechten, deren Justiz "1984"-mäßig gegen Kritiker vorgeht, überschlägt sich fast, wenn es um das Vorgehen Chinas in Hongkong geht: die ehemals privilegierten Nachkommen der Profiteure der britischen Kolonial-Herrschaft (die sogenannte "Studenten-Bewegung"), die die Rückkehr zum Raubtier-kapitalistischen (wie in den übrigen britischen "Steuer-Oasen" Gesetz-losen und un-demokratischen) Zustand der "Kron-Kolonie" fordern*, werden als "Freiheits-Kämpfer" gefeiert, die Kriminalisierung ihrer reaktionären "Proteste" durch China als "Unterdrückung" angeklagt, während in D-Land progressive Proteste mit Begeisterung kriminalisiert werden (sogar mit bürgerlicher Begeisterung, weil die Klima-Kleber die "freie Fahrt für freie Bürger" mal wieder einschränken...).
Hinrichs nennt das im Interview passend "Schlafwandeln in den Faschismus" und dieser Tage erscheint ihr Buch „Meine verletzte Generation. Wie der Staat uns alle verrät“ - höchst wahrscheinlich lesenswert, und in jedem Fall unterstützens-wert: Freiheit für Carla Hinrichs !!
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* J. Lanchester, Autor des Bestseller-Romans "Kapital", in "Warum jeder jedem etwas schuldet..." (2013, S. 23 ff.): "Ich konnte das deshalb besonders gut erkennen, weil ich in Hongkong aufgewachsen war. Dort herrschte damals eine Form der Marktwirtschaft, wie sie freier und ungezügelter nirgendwo sonst auf der Welt existierte. Hongkong war der wirtschaftliche Wilde Westen. Es gab keine Regeln, keine Steuern (...), keinen Wohlfahrtsstaat, keinerlei Garantie für medizinische Betreuung oder Schulausbildung. Ausbeuterbetriebe, die von niemandem kontrolliert wurden, spielten (...) eine wichtige Rolle. Das häßliche Gesicht eines Kapitalismus, der keinerlei Regeln folgt, zeigte sich überall. (...) Diese Version des Kapitalismus, die sich so gründlich in der Welt durchsetzte, (...) tat so, als gäbe es eine grundsätzliche Verbindung zwischen Kapitalismus und Demokratie. Die nachfolgenden Ereignisse haben meiner Ansicht nach bewiesen, daß das nicht zutrifft..." (Hervorh. v. mir)
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