Angeblich glauben zwei offenbar masochistische Drittel der Bürger-Schafe tatsächlich das neo-feudale Ökonomen-Geunke, daß der "Sozialstaat nicht mehr bezahlbar" sei... Aus Sicht der neo-feudalen Ökonomen logisch: Kapital soll schließlich in ihre Börsen-Spekulationen, Derivate, Krypto-Währungen, Rüstungs-Aktien, KI-Startups, Industrie-Subventionen, Manager-Boni, EU-Bürokratie, sowie in die korrupte Ukraine und deren sinnlosen Krieg fließen (grade schon wieder 90 Milliarden €), ganz zu schweigen von den 100 Milliarden für die deutsche "Kriegs-Tüchtigkeit".
Aus der Sicht der Bürger-Schafe, wenn sie ein bißchen nachdenken würden, alles andere als logisch: wozu bezahlen sie eigentlich Steuern? Offenbar jedenfalls nicht dafür, daß der Staat mit dem eingetriebenen Geld seine Aufgaben erfüllt: Infra-Struktur instand zu halten, für kostenfreie Bildung, Kultur, Verwaltung und Rechtsprechung zu sorgen, die Wohnraum-, Wasser- und Energie-Versorgung für alle zu sichern, die öffentlichen Medien, den Post- und Telefon-Dienst und den öffentlichen Verkehr zu betreiben, das Gesundheits-, Renten-, Arbeitslosen- und Sozialhilfe-System zu finanzieren und für gerechte Verteilung des gesellschaftlichen Wohlstands zu sorgen...
Letzteres, die gerechte Verteilung, ist seit 50 Jahren erst schleichend, dann immer schneller ins Gegenteil verkehrt worden: die berühmte Schere zwischen Arm und Reich...
Auch alle anderen Aufgaben werden kaum von Steuern bezahlt: für fast jeden Scheiß, den der Staat für einen Bürger tut (oder ihm aufzwingt, wie Ausweise, Pässe usw.) muß dieser zusätzlich zu seinen Steuern (und der vollkommen ungerechten "Mehrwert-Steuer") noch "Gebühren" zahlen, und die Staats-Verweser jammern noch, daß die "Gebühren" die meisten staatlichen "Leistungen" nicht 100%ig finanzieren: z.B. die Schwimmbäder, die öffentlichen Medien, den öffentlichen Verkehr und die Kranken-, Renten- und Sozial-Versicherungen - aber wozu sind bitteschön die Steuern da?
Abgesehen davon, daß alle "Gebühren" (sogar für Rechtsprechung und jeden Verwaltungs-Akt, einschließlich "Bußgeldern") ebenso, wie die "Mehrwert-Steuer", naturgemäß die Gering-Verdiener mehr treffen, als die Groß-Verdiener und Reichen (die sowieso ihre Steuern "optimieren", und sowieso, wie auch die Beamten, nichts in die Kranken-, Renten- und Sozial-Versicherungen einzahlen).
Kurz: der "Sozialstaat" (falls man die Beschwichtigungs-Strategie des Kapitalismus so nennen will) ist natürlich genauso bezahlbar, wie vor 50 oder 60 Jahren - wenn man einige herrschende Schweinereien und Schweine aus dem System entfernt.
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