Wenn ich Thomas Pynchon wäre, würde ich mich dagegen wehren, mit dem Film "One Battle after Another" in Verbindung gebracht zu werden: mit Pynchon´s fulminantem und viel-schichtigen Roman "Vineland" (1990) hat der Film entgegen den Vorankündigungen nämlich so gut wie nix zu tun, außer daß Leonardo di Caprio einen kiffenden und saufenden allein-erziehenden Ex-Hippie spielt, der ähnlich der Haupt-Figur Pynchon´s mit der Vergangenheit (statt mit einem "Oscar"-Grizzly, wie 2015) konfrontiert wird... Die etwas kryptische, aber letztlich primitive Handlung des manchmal "Thriller" genannten "Action"-Films erinnert nur äußerst vage an "Motive aus Vineland", geschweige denn hat Anderson "Pynchon verfilmt": Pynchon´s genial-komplexe Geschichte hätte mehr als Anderson´s ermüdende knappe 3 Stunden Knallerei erfordert, dafür aber weniger "Action" - wieso diese relativ sinnfreie Orgie von Schießereien, Bomben-Explosionen, Verfolgungs-Jagden und Auto-Unfällen den "Oscar" für (u.a.) den "besten Film", die "beste Regie" und die "beste Drehbuch-Adaption" (?) abgestaubt hat, wird in die Annalen des korrupten Hollywood eingehen...*
Daß der auch im wahren Leben reaktionäre Sean Penn für seine wenig einleuchtende skurrile Rolle als rassistischer Fascho und Niggerinnen-Fetischist den "Oscar" für die "beste Nebenrolle" gekriegt hat, war eher der Verdienst der Maskenbildner für sein "scar-face" - die eigentliche "beste Nebenrolle" war die schwarze "Revolutions-Nutte" Teyana Taylor, die bei Attentaten ihren sexy Arsch für´s Tele-Objektiv lasziv schwingen und in Nah-Aufnahmen mit geilen Neger-Lippen di Caprio küssen mußte, und das im Hinblick auf ihre weitere Karriere laut Interview genauso wenig ausbeuterisch fand, wie einst Sylvia Kristel ihre Bier-selige Rolle in "Emmanuelle" (1974) oder Linda Lovelace ihre fröhlich-hörige Rolle in "Deep Throat" (1972) - im Gegensatz zu einigen feministischen weiß-schwarzen Film-Kritikerinnen... (und Pynchon arbeitet nicht mit solchen billigen Effekten...)
Kurz: eine kommerzielle Baller-Scheiße sondergleichen, aus der tatsächlich nur die Nigger-Nutte im Gedächtnis bleibt - aber wohl weniger unvergeßlich, als "Emmanuelle" und "Deep Throat".
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* ein Gutteil des Drehbuchs besteht aus "fuck", "fucking" und "motherfucker"... der Film hat auch diverse "Golden Globe Awards" und "British Academy Awards" erhalten: Millionen Sch(m)eiß-Fliegen können nicht irren...
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