Mittwoch, 14. Januar 2026

Haha: "gerechte Kriege"?? Vielleicht mal Trump kidnappen und vor Gericht stellen?

Am 3.1.2026 sendete "D-Radio Kultur" ein Interview mit dem evangelischen "Militär-Bischof" der Bundeswehr, einem B. Felmberg, über die neue "Friedens-Denkschrift" der ev. Kirche, die eine klare Absage an den bisherigen Pazifismus ist, wie der Journalist zu Beginn feststellt...
Ja natürlich, sagt der "Staats-Räson"-treue Soldaten-Hirte: da "Putin nicht verhandeln, sondern Krieg will" und "ständig das Völkerrecht verletzt", sei bei "realistischer Betrachtung" Pazifismus obsolet - Krieg (auch präventiv) und Abschreckung durch nukleare Rüstung seien vertretbar als ''legitime Gewalt-Anwendung" zur Erreichung eines "gerechten Friedens": also eine "Rechts-erhaltende Gewalt" - was auch immer "Recht" sein mag (im Fall der Ukraine der Einfachheit halber natürlich das "territorial-staatliche Recht").

Zu Putins "Völkerrechts-Verletzungen" siehe den Juristen Reinhard Merkel*, zum "Territorium und der Staatlichkeit" der Ukraine den Historiker Andreas Kappeler**; der "gerechte Friede" wird ständig in sinnlosen Treffen von Selenski und den NATO-Kriegs-Treibern nach ukrainischen Maximal-Forderungen "festgelegt" - leider will offenbar der "Werte-Westen", also die NATO, darüber nicht mit Rußland verhandeln (das letzte Verhandlungs-Angebot der Russen von kurz vor der "Spezial-Operation" ist nach wie vor unbeantwortet bzw. abgelehnt)...

Zum Zeitpunkt des Interviews wußte der militante Bischof offenbar (?) noch nichts vom Völkerrechts-widrigen US-Überfall auf Venezuela und der illegalen Entführung des Präsidenten samt Ehefrau - er hätte natürlich von den widerrechtlichen tödlichen US-Angriffen auf zivile venezolanische Boote und Schiffe wissen können, die allerdings im "Werte-Westen" keine echte Empörung ausgelöst hatten - aber genau besehen hätte auch die Kenntnis vom "Caracas-Vorfall" wohl nichts an seiner allerchristlichsten Meinung geändert: im "Werte-Westen" hieß die Blitzkrieg-artige Invasion mit zig Todes-Opfern "US-Einsatz in Venezuela" (als hätten die Truppen nur Flut-Sandsäcke in New Orleans aufgestapelt) und das Präsidenten-Kidnapping "Verhaftung von Maduro" (als sei auf richterlichen Beschluß jemand wegen Fahrerflucht aufs Revier zitiert worden), und im "Arte-Journal" vom 3.1. fragte tatsächlich die Moderatorin einen "Experten", was "denn eigentlich Völkerrechts-widrig" am imperialistischen Vorgehen der US-Regierung sei... (was war eigentlich das Problem beim Nazi-Angriff auf Polen 1939?)

Das neo-feudale Raubrittertum des entfesselten "westlichen" militärisch-finanz-industriellen Komplexes (dem Rußland quantitativ und das konfuzianische China qualitativ nicht vergleichbar sind) scheint bloß die gleiche Starre des Kaninchens vor der Schlange hervor zu rufen, wie die Offenlegung der totalen Überwachung durch "NSA" & Co., die man ja eh schon geahnt hatte und von der man ja fast nix merkt, im Gegensatz zur mittelalterlichen Leibeigenschaft z.B.: dagegen geht´s uns doch "gold"!
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* www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/die-krim-und-das-völkerrecht-12884464.htm
** "Das zerrissene Land", Blätter f. dt. u. int. Pol., 4/2014, S. 43 ff. (darin auch R. Mutz: "Die Krim-Krise", S. 5 ff.)

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